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Dokumentenidentifikation DE2855678C2 20.10.1988
Titel Verfahren zum Einbau des Ständers einer elektrischen Maschine in ein Gehäuse mit Innenrippen
Anmelder Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München, DE
Erfinder Kagischke, Wolfgang, 1000 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 21.12.1978
DE-Aktenzeichen 2855678
Offenlegungstag 03.07.1980
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.1988
IPC-Hauptklasse H02K 1/18

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Einbau der Ständers einer elektrischen Maschine, in ein Gehäuse mit Innenrippen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein derartiges Verfahren ist aus der GB-PS 3 22 829 bekannt. Bei der bekannten Maschine besteht das Ständergehäuse aus mehreren, in axialer Richtung hintereinander liegenden Ringwänden, die untereinander durch sich in Längsrichtung erstreckenden Rippen verbunden sind. Über diese Rippen wird das in sich verspannte Ständerblechpaket eingeschoben. Die Rippen sind an mehreren, längs des Umfanges verteilten Stellen jeweils paarweise angeordnet. Sie laufen schräggestellt aufeinander zu, und berühren einander außerhalb des Gehäuseinnendurchmesser, so daß sie zwei Seiten eines Dreiecks bilden, über dessen Spitze das Ständerblechpaket eingeschoben wird. Die beiden Rippen sind an dieser Stelle untereinander verschweißt.

Zur Übertragung des Drehmomentes von dem Ständerblechpaket auf das Ständergehäuse dienen Paßfedern, die an einer oder mehreren Stellen längs des Umfanges, z. B. an der untersten Stelle des Ständerblechpaketes, vorgesehen sind. Die Paßfeder liegt mit der Hälfte ihrer Höhe in einer Nut des Ständerblechpaketes, während die andere Hälfte ihrer Höhe in eine Nut hineinragt, die in einem Paßfederbalken eingearbeitet ist, der seinerseits mit der Spitze des aus den schräggestellten Rippen gebildeten Dreiecks verschweißt ist. Die Schrägstellung der Rippen bei der bekannten Maschiene dient also dazu, das Drehmoment ohne große zusätzliche Biegebeanspruchung der Rippen auf das Ständergehäuse zu übertragen, während zur Aufnahme der Paßfeder in üblicher Weise zwei einander gegenüberstehenden Nuten verwendet sind, von denen die eine im Ständerblechpaket und die andere in dem mit den Rippen verschweißten Balken liegt. Die Herstellung der Nut in dem Balken erfordert einen separaten Fertigungsschritt auf einer Spezialmaschine nach der Verschweißung der Rippen untereinander und mit dem Balken.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Befestigung der Paßfeder im Ständer einer elektrischen Maschine, die zur Übertragung des Drehmomentes vom Ständerblechpaket auf das Gehäuse dient, zu vereinfachen.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.

Es wird also eine nur halbhohe Paßfeder verwendet, die in eine Nut des Ständerblechpaketes eingelegt wird und deren Höhe so bemessen ist, daß sie bündig mit dem Blechpaketaußendurchmesser abschließt. Die an den Stellen der Paßfeder vorgesehenen schräggestellten Rippen des Ständergehäuses verlaufen so zueinander, daß sie einander innerhalb des Ständerinnendurchmessers berühren. Sie werden in einem Arbeitsgang gemeinsam mit dem Gehäuseinnendurchmesser abgedreht, wobei zwischen ihnen ein Spalt entsteht. Beim Einschieben des Ständerblechpaketes richtet man dieses so aus, daß die Paßfeder über diesen Spalt zwischen den beiden schräggestellten Rippen zu liegen kommt und verschweißt dann die Paßfeder mit diesen. Dies ist über eine zwischen den schräggestellten Rippen im Gehäusemantel liegende Aussparung möglich. Das Fertigungsverfahren für die Herstellung dieses Ständers ist dadurch wesentlich vereinfacht, da ein ganzer Arbeitsgang, nämlich die Herstellung der Gehäusenut zur Aufnahme der Paßfeder entfällt, wobei dieser Arbeitsgang außergewöhnlich konstenintensiv ist, daß er eine Spezialmaschine benötigt. Er wird ersetzt durch ein Verschweißen der Paßfeder mit den Rippen, das sich in billiger und einfacher Weise durchführen läßt. Außerdem ergibt sich bei dieser Gehäuseausbildung der Vorteil, von Fertigungstoleranzen unabhängig zu sein.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist in Anspruch 2 gekennzeichnet.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert. Die

Fig. 1 zeigt einen Radialschnitt durch einen gemäß der Erfindung ausgebildeten Ständer einer elektrischen Maschine, die

Fig. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab den Gehäuseteil an der Stelle der im Ständerblechpaket liegenden Paßfeder.

Das geschweißte Gehäuse 1 des Ständers einer elektrischen Maschine besteht im wesentlichen aus einem äußeren Gehäusemantel 2 und radial ausgerichteten Rippen 3, die am Ende des Ständerblechpaketes 4 durch Ringe 5 verbunden sind. Da das bei Betrieb der elektrischen Maschine im Ständer auftretende Drehmoment mit Hilfe einer einzigen Paßfeder 6 vom Ständerblechpaket 4 auf das Gehäuse 1 übertragen werden kann, sind an einer Stelle des Umfangs zwei schräggestellte Rippen 7, 8 vorgesehen, die aufeinander zulaufen. Ihre Neigung ist so gewählt, daß sie einander innerhalb des Gehäuseinnendurchmessers 9 berühren. Der Gehäuseinnendurchmesser 9 wird durch Abdrehen der Rippen 3 und der inneren Ringe 5 maßgenau hergestellt, wobei gleichzeitig auch die oberen Spitzen der schräggestellten Rippen 7 und 8 abgedreht werden. Dadurch entsteht zwischen den beiden schräggestellten Rippen 7 und 8 ein Spalt 10. Dieser Spalt 10 ist von der Außenseite des Gehäuses 1 zugänglich, da zwischen den schräggestellten Rippen 7 und 8 im Gehäusemantel 2 eine Aussparung 11 vorgesehen ist.

Nach dem maßgenauen Bearbeiten des Gehäuseinnendurchmessers 9 wird das zuvor durch an sich bekannte Mittel in sich verspannte Ständerblechpaket 4 in das Gehäuse 1 eingepreßt. Zuvor hat man die Paßfeder 6 in eine entsprechende Nut am Außenumfang des Ständerblechpakets 4eingelegt. Die Höhe der Paßfeder 6 entspricht der Höhe der Nut, so daß sie bündig mit dem Blechpaketaußendurchmesser abschließt. Beim Einpressen ist das Ständerblechpaket 4 so ausgerichtet, daß die Paßfeder 6 mittig über den Spalt 10 zwischen den schräggestellten Rippen 7 und 8 zu stehen kommt. Die Paßfeder 6 wird nun mit den schräggestellten Rippen 7 und 8 verschweißt. Dadurch wird eine sichere Verbindung zwischen dem Ständerblechpaket 4 und dem Gehäuse 1 hergestellt, die geeignet ist, das auftretende Drehmoment aufzunehmen. Die Aussparung 11 im Gehäusemantel 2 wird anschließend durch ein Deckblech 12 verschlossen. Die schräggestellten Rippen 8 und 9 können untereinander durch Querrippen 13 noch versteift sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Einbau des Ständers einer elektrischen Maschine in ein Gehäuse mit Innenrippen, bei dem des Ständerblechpaket außerhalb des Gehäuses geschichtet und verspannt wird und dann in das Gehäuse eingeschoben und durch eine oder mehrere Paßfedern gegen Verdrehen gesichert wird, die jeweils von zwei schräggestellten, aufeinander zulaufenden Rippen getragen sind und eine Nut am Außenumfang des Ständerblechpaketes eingreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenrippen (3) an den Enden des Ständerblechpaketes (4) durch das Ständerblechpaket umschließende Ringe (5) verbunden sind, daß die beiden schräggestellten Rippen (7, 8) beim Einbau so ausgebildet sind, daß sie sich innerhalb des Gehäuseinnendurchmessers berühren, und daß beim maßhaltigen Ausdrehen der Innenrippen (3) und der Ringe (5) die oberen Spitzen der schräggestellten Rippen (7, 8) abgedreht werden, derart, daß ein Spalt (10) zwischen den freien Enden der Rippen (7, 8) entsteht, daß die Paßfedern (6) vor dem Einschieben des Ständerblechpaketes (4) in die Nuten des Ständerblechpaketes bündig mit dessen äußerer Oberfläche eingelegt werden, daß die Paßfedern (6) im Bereich der Spalte (10) mit den schräggestellten Rippen (7, 8) verschweißt werden, die jeweils durch eine Aussparung (11) im Gehäuse (1) von außen zugänglich sind, und daß die Aussparungen (11) durch Deckblech (12) verschlossen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schräggestellten Rippen (7, 8) untereinander durch Querrippen (13) verbunden werden.






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