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Dokumentenidentifikation DE2940495C2 20.10.1988
Titel Etui für einen Taschenrechner oder ein ähnliches Gerät
Anmelder Henning Dynesen A/S, Arhus, DK
Erfinder Dynesen, Henning, Egaa, DK
Vertreter Spalthoff, A., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 05.10.1979
DE-Aktenzeichen 2940495
Offenlegungstag 16.04.1981
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.1988
IPC-Hauptklasse G06C 5/02
IPC-Nebenklasse G06F 3/00   A45C 11/24   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Taschenrechner oder ein ähnliches Gerät in Flachausführung und mit einem Anzeigefeld sowie einem Tastaturfeld, welches Etui einen rechteckigen Boden und einen rechteckigen Deckel umfaßt, die zur Größe des Taschenrechners passen und mit erhöhten Stirn- und Seitenwänden ausgebildet sind, so daß sie, wenn das Etui geschlossen ist, den Taschenrechner vollständig umgeben, wobei der Boden und der Deckel durch ein erstes Gelenk an der einen Kurzseite miteinander verbunden sind, und der Deckel in zwei Teilen ausgeformt ist, die durch ein zweites mit dem ersten Gelenk parallel verlaufendes Gelenk verbunden sind, damit der Deckel zwecks Verwendung als Tischständer sich unter den Boden umklappen läßt.

Ein Etui dieser Ausführung ist bekannt durch das DE-GM 76 19 035.

Weiterhin ist durch das DE-GM 76 09 867 ein ausklappbarer Tischfuß für Taschenrechner bekannt, bei dem der Tischfuß am einen Ende gelenkig mit dem einen Ende eines Bodenteils verbunden ist und mittels eines einstellbaren Lenkarms mit verschiedenen Neigungen gegenüber dem Bodenteil schräggestellt werden kann.

Von diesem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Etui der eingangs genannten Art zu schaffen, welches einerseits als ein den Rechner schrägstellender Tischständer dienen kann und in dieser Stellung ein sicheres und zuverlässiges Festhalten des zweiten Deckelteils zur Bodenunterseite gewährleistet, und andererseits bei geschlossenem Etui einen besseren Schutz des Taschenrechners gegen Beschädigung bietet.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der dem ersten Gelenk am nächsten liegende erste Teil des Deckels eine dem Anzeigefeld entsprechende Länge und der mit dem ersten durch das zweite Gelenk verbundene zweite Teil des Deckels eine dem Tastaturfeld entsprechende größere Länge besitzen, daß an der Oberseite des zweiten Deckelteils an dessen Kurzseite bzw. in der Unterseite des Bodens zusammenwirkende Eingriffsmittel zum Festhalten des zweiten Deckelteils am Boden ausgebildet sind, und daß auf der Unterseite des zweiten Teils des Deckels Verstärkungsrippen ausgebildet sind, die parallel zur Kurzseite verlaufen und eine derartige Höhe besitzen, daß sie sich, wenn das Etui geschlossen ist, bis hinunter zwischen die Tastenreihen eines im Etui angebrachten Taschenrechners erstrecken und auf der Oberseite des Taschenrechnergehäuses aufliegen. Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, daß das Etui als den Rechner schrägstellender Tischständer dient und in dieser Schräglage eine sichere Festlegung des zweiten Deckelteils zur Bodenunterseite gewährleistet ist. Weiterhin ergibt sich bei geschlossenem Etui ein verbesserter Schutz des Taschenrechners gegen Beschädigung, weil sich dieses praktisch nicht zusammendrücken läßt, und zwar wegen der auf der Unterseite des zweiten Teils des Deckels in ganz bestimmter Weise ausgebildeten Verstärkungsrippen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Etui mit seinem Boden und den beiden Teilen des Deckels in einem Stück aus gespritztem Kunststoff mit geringerer Wandstärke an den Gelenken als den übrigen Teilen des Bodens und des Deckels hergestellt.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zeigt

Fig. 1 in perspektivischer Ansicht eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Etuis, das umgeklappt ist und als Bedienungsständer für einen Taschenrechner dient,

Fig. 2 und 3 Draufsichten des Etuis nach Fig. 1, von der Außenseite bzw. von der Unterseite aus gesehen,

Fig. 4 und 5 Längsschnitte des Etuis in geöffnetem bzw. in geschlossenem Zustand,

Fig. 6 einen Längsschnitt eines Teiles des Etuis in der in Fig. 1 gezeigten Stellung entlang der Linie VI-VI in Fig. 3,

Fig. 7 einen Querschnitt entlang der Linie VII-VII in Fig. 6 und

Fig. 8 und 9 Abbildungen von Einzelheiten des Schnittbilds in Fig. 4 in größerem Maßstab.

In Fig. 1 ist ein Taschenrechner 1 mit in einer Matrix aus waagerechten und senkrechten Reihen angeordneten Ziffern- und Funktionstasten 2 wiedergegeben, der in einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen, als Bedienungsständer verwendbaren Etuis angebracht ist. Das Etui, das in der Figur in aufgeklappter Stellung als Bedienungsständer gezeigt ist, umfaßt einen rechteckigen Boden 3, der an seiner einen Kurzseite durch ein Gelenk 4 mit einem Deckel 5 verbunden ist, der in Übereinstimmung mit der Erfindung einen dem Gelenk 4 am nächsten liegenden ersten Teil 5a sowie einen zweiten Teil 5b umfaßt, welcher eine größere Länge besitzt als der Teil 5a und mi diesem durch ein weiteres Gelenk 6 verbunden ist, dessen Achse parallel zur Achse des Gelenks 4 verläuft.

Wie aus den Draufsichten in den Fig. 2 und 3 und aus den Längsschnitten des Etuis in offenem und geschlossenem Zustand in den Fig. 4 bzw. 5 ersichtlich ist, hat sowohl der Boden 3 als auch der zweiteilige Deckel 5 erhöhte Stirn- und Seitenwände, so daß sie, wenn das Etui geschlossen ist, den darin untergebrachten Taschenrechner 1 ganz umgeben.

Wie aus dem Schnittbild in Fig. 4 deutlich hervorgeht, verlaufen die am Gelenk 4 befindlichen Stirnwände 7 und 8 des Deckels 5 bzw. des Bodens 3 schräg, so daß sie ein Umklappen des Deckels im Gelenk 4 bis in eine Extremlage wie die in Fig. 1 gezeigte zulassen, in der sich der Deckel unter den Boden 3 erstreckt. Die genannten Stirnwände können z. B. eine Neigung von 40° in bezug auf die Senkrechte haben, so daß der erste Teil 5a des Deckels in der genannten Extremlage einen Winkel von etwa 100° in bezug auf den Boden 3 einnimmt. Gleichzeitig ist das zusätzliche Gelenk 6 so ausgebildet, daß es ein Umklappen des zweiten Teiles 5b des Deckels in bezug auf den ersten Teil 5a in derselben Richtung wie das vom Gelenk 4 erlaubte Umklappen des Teiles 5a in bezug auf den Boden 3 zuläßt, d. h. aus der im Schnittbild in Fig. 4 wiedergegebenen Stellung gegen den Uhrzeigersinn, so daß der zweite Teil 5b des Deckels nach einem derartigen Umklappen die in Fig. 1 gezeigte Stellung einnimmt, in der die vom Gelenk 6 abgekehrte Kurzseite zur Anlage gegen die Unterseite des Bodens 3 gebracht ist.

In Übereinstimmung mit der Erfindung sind an dieser Kurzseite des zweiten Teiles 5b des Deckels und in der Unterseite des Bodens zusammenwirkende Eingriffsmittel zum Festhalten des zweiten Teiles 5b des Deckels am Boden 3 ausgebildet, nachdem das Umklappen in die in Fig. 1 wiedergegebene Stellung erfolgt ist. Wie aus den Fig. 2-4 ersichtlich ist, umfassen diese Eingriffsmittel einen Nocken 9, der auf der Oberseite der auf der vom Gelenk 6 abgekehrten Seite liegenden, schräg verlaufenden Stirnwand 10 ausgebildet ist, welche dieselbe Neigung in bezug auf die Ebene des Deckels haben kann wie die ihr gegenüberliegende Stirnwand 7, und eine Ausnehmung 11, die im Boden 3 derartig ausgebildet ist, daß der Nocken 9 in formschlüssigen Eingriff mit ihr treten kann.

Die Ausgestaltung des Nockens 9 und der Ausnehmung 11 sowie das funktionsmäßige Zusammenwirken dieser beiden Elemente ist am deutlichsten aus den Schnittbildern in den Fig. 6 und 7 ersichtlich. Der Nocken 9 hat einen hauptsächlich kreisförmigen Querschnitt, ist jedoch an seinem freien Ende mit einer Verdickung 12 ausgebildet, der ihm dort eine etwas größere Breite verleiht. Die Ausnehmung 11 hat eine schlüssellochähnliche Form mit einer kreisförmigen Partie 13, die einen größeren Durchmesser besitzt als der Nocken 9, und einer in Richtung des Gelenkes 4 verlaufenden, verengten Verlängerung 14. Die Verlängerung 14 hat, wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist, Keilform mit in von der kreisförmigen Partie 13 abgekehrter Richtung abnehmender Breite. Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, verlaufen außerdem die Wände der Verlängerung 14 schräg in bezug auf die Ebene des Bodens 3, und zwar in einer solchen Richtung, daß die Verlängerung 14 an der Oberseite des Bodens eine etwas größere Breite besitzt als an dessen Unterseite. Die Ausnehmung 11 ist so im Boden 3 angeordnet, daß der Abstand der kreisförmigen Partie 13 vom Gelenk 4 ein wenig größer ist als der Abstand von diesem Gelenk zum Nocken 9, wenn der Deckel mit den Deckelteilen 5a und 5b in die in den Fig. 1 und 6 wiedergegebene Extremlage umgeklappt und mit dem Nocken 9 zur Anlage gegen den Boden 3 gebracht ist.

Wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, sind bei der veranschaulichten Ausführungsform zwei Paare zusammenwirkende Eingriffsmittel vorgesehen, die jeweils aus einem Nocken 9 und einer Ausnehmung 11 bestehen, welche an je einer der Langseiten des Etuis angeordnet sind.

Da das Etui in seiner Gesamtheit mit seinem Boden 3 und den beiden Teilen 5a und 5b des Deckels in einem Stück aus gespritztem Kunststoff mit geringerer Wandstärke an den Gelenken 4 und 6 als an den übrigen Teilen des Bodens und des Deckels hergestellt ist, wird durch die beschriebene und veranschaulichte Ausgestaltung der Eingriffsmittel ein sehr sicheres Festhalten des Deckelteiles 5b am Boden 3 erreicht, wenn das Etui in der in Fig. 1 gezeigten Stellung als Bedienungsständer benutzt wird. Wenn der Nocken 9 zur Anlage gegen die Unterseite des Bodens 3 gebracht worden ist, befindet er sich auf der dem Gelenk 4 zugekehrten Seite der Ausnehmung 11, so daß zum Einführen des Nockens in die kreisförmige Partie 13 ein leichter Zug in der vom Gelenk 4 abgekehrten Richtung erforderlich ist. Wenn der Nocken 9 in die kreisförmige Partie 13 der Ausnehmung hineingeführt worden ist, wird er auf Grund der Federwirkung in den Gelenken 4 und 6 und der elastischen Nachgiebigkeit des gespritzten Kunststoffmaterials des Deckelteiles 5a in Richtung des Gelenks 4 in die keilförmige Verlängerung 14 der Ausnehmung hineingezogen. Auf Grund der Keilform der Verlängerung 14 wird dadurch der Nocken 9 festgeklemmt, und gleichzeitig damit wirkt die Verdickung 12 des Nockens in der Breitenrichtung wie ein Kopf, der verhindert, daß der Nocken aus der Verlängerung 14 herausgezogen wird, so daß zum Herausziehen des Nockens 9 aus der Ausnehmung 11 ein erneuter Zug in vom Gelenk 4abgekehrter Richtung erforderlich ist, damit der Nocken 9 durch die kreisförmige Partie 13 hindurchbewegt werden kann.

Da das Etui mit dem Boden 3 und den Deckelteilen 5a und 5b, wie gesagt, einstückig aus einem gespritzten Kunststoffmaterial hergestellt sein und somit eine verhältnismäßig glatte Oberfläche besitzen kann, ist es zwecks Erzielung einer größeren Friktion bei der Anbringung auf einem Tisch in der in Fig. 1 als Bedienungsständer veranschaulichten Stellung zweckmäßig, wenn, wie in den Fig. 4 und 5 gezeigt ist, an der vom Gelenk 4 abgekehrten Kurzseite des Bodens 3 und an den erhöhten Seitenwänden 15 und 16 des Deckelteiles 5b Unterstützungsfüße 17 bzw. 18 aus einem Friktionsmaterial, das z. B. ein gummielastisches Material sein kann, angeordnet sind. Zur Aufnahme der Unterstützungsfüße 18 am zweiten Teil 5b des Deckels, wenn das Etui geschlossen ist, können in den erhöhten Seitenwänden 19 und 20 des Bodens 3 Aussparungen 21 vorgesehen sein.

Wie in den Fig. 2-4 gezeigt ist, können zum Verschließen des Etuis in der in Fig. 5 gezeigten Stellung an den einander zugekehrten Auflageflächen an den erhöhten Seitenwänden 15, 16 bzw. 19, 20 des Deckels 5 und des Bodens 3 ineinander eingreifende Schnappverschlußmittel ausgebildet sein, die bei der dargestellten Ausführungsform federnde Zungen 22 an den Seitenwänden 19 und 20 des Bodens 3 und dazu passende Aussparungen 23 in den Seitenwänden 15 und 16 des Deckels 5 umfassen. Zum Festhalten des Taschenrechners sind auf der Oberseite der Stirnwände des Bodens 3 federnde Zungen 24 und 25 ausgebildet, die, wenn das Etui geschlossen ist, von Aussparungen 26 und 27 in den gegenüberliegenden Stirnwänden des Deckels 5 aufgenommen werden.

Außer sich in der in Fig. 1 gezeigten Stellung als Bedienungsständer verwenden zu lassen, gewährt das erfindungsgemäße Etui in der wiedergegebenen Ausführungsform einen wesentlich verbesserten Schutz eines Taschenrechners gegen Beschädigung als bisher bekannte Etuis. Zu diesem Zweck können, wie in den Fig. 3-5 gezeigt, auf der Unterseite des Deckelteiles 5b Verstärkungsrippen 28 ausgebildet sein, die parallel zu den Kurzseiten des rechteckigen Deckelteiles verlaufen und eine derartige Höhe und Plazierung haben, daß sie sich, wenn das Etui geschlossen ist, wie in Fig. 5 gezeigt, bis hinunter zwischen die Reihen von Ziffern- und Funktionstasten 2 des Taschenrechners 1 erstrecken und auf der Oberseite des Taschenrechnergehäuses aufliegen. Außerdem können auf der Oberseite des Bodens 3 längs der erhöhten Seitenwände 19 und 20 Auflagen für den Boden des Taschenrechners 1 in Form von diskreten, erhöhten Vorsprüngen 29 ausgebildet sein, die, wenn das Etui zusammengeklappt ist, wie es in Fig. 5 gezeigt ist, den Verstärkungsrippen 28 gegenüberliegen. Da Taschenrechner gewöhnlich so ausgestaltet sind, daß, wie in Fig. 5 gestrichelt gezeichnet und mit 30 bezeichnet ist, zwischen den Tastenreihen von der Oberseite bis zur Unterseite des Rechnergehäuses durchgehende Versteifungsrippen angeordnet sind, bewirkt die Ausführung mit den Verstärkungsrippen 28 und den erhöhten Vorsprüngen 29 zusammen mit den im Taschenrechner befindlichen, durchgehenden Rippen, daß das Etui im geschlossenen Zustand im wesentlichen nicht zusammendrückbar ist, und zwar auch dann nicht, wenn es mit verhältnismäßig großer mechanischer Kraft belastet wird. Dadurch, daß man die diskret vorspringenden Bodenauflagen 29 mit nachgiebigen, erhöhten Randpartien 31 auf ihren Oberseiten ausbildet, erzielt man zusätzlich eine stoßdämpfende Wirkung, die den Rechner gegen Beschädigung durch Schläge oder Werfen schützt.

Ein geeignetes Kunststoffmaterial für die einstückige Ausführung des Etuis mit dem Boden 3 und den Deckelteilen 5a und 5b durch Spritzgießen ist z. B. ein Polpropylen- Copolymer, das, wie sich erwiesen hat, die auf der Zeichnung veranschaulichte Ausbildung mit einer wesentlich reduzierten Wandstärke an den Gelenken 4 und 6 in bezug auf die Wandstärke der übrigen Teile des Bodens 3 und des Deckels 5 gestattet und gleichzeitig das Erzielen einer vollauf ausreichenden Festigkeit der Gelenke gewährt. Die Ausbildung erfolgt bevorzugterweise derartig, daß die Wandstärke an den Gelenken 4 und 6 weniger als 25% der Wandstärke der übrigen Teile des Bodens und des Deckels beträgt, und es hat sich sogar gezeigt, daß bei Anwendung des genannten Materials eine noch weitergehendere Reduktion der Wandstärke möglich ist, ohne daß dadurch bei der Benutzung des Etuis Probleme auftreten. Wie aus den vergrößerten Detailansichten in den Fig. 8 und 9 hervorgeht, läßt sich die Wandstärke an den Gelenken sogar bis auf etwa 15% der Wandstärke der übrigen Teile des Bodens und des Deckels reduzieren, d. h. die Wandstärke an den Gelenken kann z. B. 0,3 mm betragen, während sich die Wandstärke der genannten übrigen Teile auf 2 mm beläuft. Bei der Herstellung des Etuis durch Spritzgießen von Kunststoffmaterial kann diese stark reduzierte Wandstärke an den Gelenken 4 und 6 dadurch erreicht werden, daß der Gießling zuerst mit einer etwas größeren Wandstärke an den Gelenken als der oben angeführten hergestellt und die Wandstärkereduktion dann durch eine sich anschließende Hitzebehandlung bewerkstelligt wird, durch die gleichzeitig die Breite und auch die Festigkeit der Gelenke vergrößert wird. Dadurch kann der Deckel in den Gelenken um den verhältnismäßig großen Winkel geklappt werden, der notwendig ist, um den Deckel in die in Fig. 1 gezeigte Stellung zu bringen, in der das Etui als Bedienungsständer dient, und die Gelenke können ferner der zusätzlichen Beanspruchung standhalten, die durch die Zugkraft verursacht wird, die ausgeübt werden muß, damit die Eingriffsmittel so miteinander verriegelt werden können, wie es weiter vorn beschrieben ist.

Obwohl voranstehend als Anwendungsbeispiel ein Etui für einen Taschenrechner beschrieben ist, könnte ein Etui der erwähnten Art auch zur Aufnahme von ähnlichen Geräten Anwendung finden, die man, wenn sie benutzt werden sollen, in eine Schräglage in bezug auf eine waagerechte Unterlage, wie z. B. einen Tisch, zu bringen wünscht. Das erfindungsgemäße Etui ist jedoch namentlich für solche Geräte bestimmt, die genau wie Taschenrechner ein Anzeigefeld für Ziffern- oder Buchstabenzeichen haben, insbesondere eine Anzeige vom Flüssigkristall-Typ, die sich nur innerhalb eines sehr kleinen Gesichtswinkels deutlich ablesen läßt.


Anspruch[de]
  1. 1. Etui für einen Taschenrechner (1) oder ein ähnliches Gerät in Flachausführung und mit einem Anzeigefeld sowie einem Tastaturfeld, welches Etui einen rechteckigen Boden (3) und einen rechteckigen Deckel (5) umfaßt, die zur Größe des Taschenrechners (1) passen und mit erhöhten Stirn- und Seitenwänden (7, 8 bzw. 15, 16, 19, 20) ausgebildet sind, so daß sie, wenn das Etui geschlossen ist, den Taschenrechner vollständig umgeben, wobei der Boden (3) und der Deckel (5) durch ein erstes Gelenk (4) an der einen Kurzseite miteinander verbunden sind, und der Deckel (5) in zwei Teilen (5a, 5b) ausgeformt ist, die durch ein zweites mit dem ersten Gelenk (4) parallel verlaufendes Gelenk (6) verbunden sind, damit der Deckel (5) zwecks Verwendung als Tischständer sich unter den Boden (3) umklappen läßt, dadurch gekennzeichnet, daß der dem ersten Gelenk (4) am nächsten liegende erste Teil (5a) des Deckels (5) eine dem Anzeigefeld entsprechende Länge und der mit dem ersten (5a) durch das zweite Gelenk (6) verbundene zweite Teil (5b) des Deckels (5) eine dem Tastaturfeld entsprechende größere Länge besitzt, daß an der Oberseite des zweiten Deckelteils (5b) an dessen Kurzseite bzw. in der Unterseite des Bodens (3) zusammenwirkende Eingriffsmittel (9, 11) zum Festhalten des zweiten Deckelteils (5b) am Boden (3) ausgebildet sind, und daß auf der Unterseite des zweiten Teils (5b) des Deckels Verstärkungsrippen (28) ausgebildet sind, die parallel zur Kurzseite verlaufen und eine derartige Höhe besitzen, daß sie sich, wenn das Etui geschlossen ist, bis hinunter zwischen die Tastenreihen eines im Etui angebrachten Taschenrechners (1) erstrecken und auf der Oberseite des Taschenrechnergehäuses aufliegen.
  2. 2. Etui nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mit seinem Boden (3) und den beiden Teilen (5a, 5b) des Deckels in einem Stück aus gespritzten Kunststoff mit geringerer Wandstärke an den Gelenken (4, 6) als an den übrigen Teilen des Bodens (3) und des Deckels (5) hergestellt ist.
  3. 3. Etui nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff ein Polypropylen-Copolymer ist.
  4. 4. Etui nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke an den Gelenken (4, 6) weniger als 25% der Wandstärke der übrigen Teile des Bodens (3) und des Deckels (5) beträgt.
  5. 5. Etui nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Gelenke (4, 6) quer zur Gelenkachsrichtung nach dem Spritzen jeweils durch eine Hitzebehandlung unter gleichzeitiger Reduktion der Wandstärke vergrößert worden ist.
  6. 6. Etui nach jedem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Eingriffsmittel (9, 11) einen vorspringenden Nocken (9) und eine Ausnehmung (11) umfassen, welche letztere so ausgebildet ist, daß der Nocken in formschlüssigen Eingriff mit ihr treten kann.
  7. 7. Etui nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (9) kreisförmigen Querschnitt hat und daß die Ausnehmung (11) eine schlüssellochähnliche Form mit einer kreisförmigen Partie (13), deren Durchmesser größer ist als der des Nockens (9), und einer verengten Verlängerung (14) besitzt, deren lichte Weite zum Durchmesser des Nockens (9) paßt.
  8. 8. Etui nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (9) am zweiten Teil (5b) des Deckels und die Ausnehmung (11) im Boden (3) ausgebildet ist.
  9. 9. Etui nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Verlängerung (14) von der kreisförmigen Partie (13) aus in Richtung des erstgenannten Gelenkes (4) verläuft und daß die kreisförmige Partie (13) der Ausnehmung in einem Abstand von diesem Gelenk (4) liegt, der ein wenig größer ist als der Abstand vom Gelenk (4) zum Nocken (9), wenn der Deckel (5) im ersten Gelenk (4) in die genannte Lage umgeklappt und der Nocken (9) durch Umklappen des Deckels im weiteren Gelenk (6) zur Anlage gegen den Boden (3) gebracht worden ist.
  10. 10. Etui nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerung (14) der Ausnehmung Keilform mit in von der kreisförmigen Partie (13) abgekehrter Richtung abnehmender lichter Weite ausgebildet ist.
  11. 11. Etui nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (9) an seinem freien Ende eine Verdickung (12) aufweist und daß die Wände der Verlängerung (14) der Ausnehmung in bezug auf die Ebene des Bodens (3) in einer solchen Richtung schräg verlaufen, daß die Verlängerung (14) an der Oberseite des Bodens (3) eine etwas größere Breite besitzt als an dessen Unterseite.
  12. 12. Etui nach jedem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der vom erstgenannten Gelenk (4) abgekehrten Kurzseite des Bodens (3) und an den erhöhten Seitenwänden (15, 16) des zweiten Teiles (5b) des Deckels in der Nähe des zusätzlichen Gelenkes (6) Unterstützungsfüße (17, 18) aus einem Friktionsmaterial angeordnet sind und daß in den erhöhten Seitenwänden (19, 20) des Bodens (3) Aussparungen (21) vorgesehen sind, die die Unterstützungsfüße (18) am zweiten Teil (5b) des Deckels aufnehmen, wenn das Etui geschlossen ist.
  13. 13. Etui nach Anspruch 12 und jedem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Unterstützungsfüße (17, 18) aus einem gummielastischen Material bestehen.
  14. 14. Etui nach jedem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an einander zugekehrten Auflageflächen an den erhöhten Seitenwänden (15, 16, 19, 20) des Deckels und des Bodens ineinander eingreifende Schnappverschlußmittel (22, 23) ausgebildet sind.
  15. 15. Etui für einen Taschenrechner nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnappverschlußmittel federnde Zungen (22) auf der einen Auflagefläche und dazu passende Aussparungen (23) in der anderen Auflagefläche umfassen.
  16. 16. Etui für einen Taschenrechner nach jedem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberseite des Bodens (3) längs der erhöhten Seitenwände (19, 20) Auflagen (29) für den Boden eines im Etui angebrachten Taschenrechners ausgebildet sind.
  17. 17. Etui für einen Taschenrechner nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Auflagen die Form diskreter, erhabener Vorsprünge (29) haben, die, wenn das Etui zusammengeklappt ist, den Verstärkungsrippen (28) gegenüberliegen.
  18. 18. Etui nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Vorsprünge auf ihren Oberseiten mit nachgiebigen, erhöhten Randpartien (31) ausgebildet sind.






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