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Dokumentenidentifikation DE3023040C2 20.10.1988
Titel Schirmdorn für Knäuel-Wickelautomaten
Anmelder Scheller GmbH, 7332 Eislingen, DE
Erfinder Steckel, Klaus-Dieter, 4995 Stemwede, DE
DE-Anmeldedatum 20.06.1980
DE-Aktenzeichen 3023040
Offenlegungstag 14.01.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.1988
IPC-Hauptklasse B65H 75/28
IPC-Nebenklasse B65H 54/66   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schirmdorn für Knäuel-Wickelautomaten mit gelenkig untereinander verbundenen Längs- und Querstreben, die in Verbindung mit Betätigungsmitteln einen zwischen einer Offenstellung mit größerem Durchmesser und einer Schließstellung mit kleinerem Durchmesser verfahrbaren Dorn zum Aufwickeln von Garn bilden, und mit einer Fadenfangvorrichtung am Vorderende des Dorns zum Halten und Einziehen des mittels eines Fadenführers über das Vorderende des Dorns gebrachten und abgetrennten Fadens in das Knäuelinnere beim Abziehen des Knäuels vom Dorn, das Vorderende des Dorns als Krone mit spitz auslaufenden Zacken ausgestaltet ist, die derart am Umfang angeordnet sind, daß jeweils ein Zacken einer Zackenlücke gegenüberliegt, und wobei sich von den Spitzen der Zacken aus abwärts gerichtete, über den Faden in seiner Endlage zwischen zwei Zackenlücken hinausreichende Fanghaken erstrecken, nach Patent 29 36 345.

Besondere Probleme beim Fadeneinziehen werfen stark elastische Garne auf. Bei dem Schirmdorn nach dem Hauptpatent können solche Garne aufgrund ihres unkontrollierten Verhaltens nach dem Abtrennen nach oben aus der Fangkrone wieder herausspringen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die nach dem Hauptpatent vorgeschlagene Fadeneinziehvorrichtung dahingehend auszugestalten, daß die Funktionssicherheit im Fangen des Fadens weiter gesteigert wird, und insbesondere auch elastische Garne sicher gefangen und gehalten werden.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Vorderende des Schirmdorns mit einem den Durchlaß zwischen den Fanghaken verschließenden Bauteil versehen ist, das in zeitlicher Abstimmung mit dem Wickelvorgang zwischen einer den Durchlaß sperrenden und freigebenden Stellung verfahrbar ist.

In vorteilhafter Ausgestaltung besteht das Bauteil aus einer durch das Zentrum der Krone geführten Stange mit einer vorgelagerten tropfenförmigen Spitze.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die Stange in einer Lagerung des Schirmdorns verschiebbar geführt und auf dem freien Ende der Stange ist ein Klemmstück sowie zwischen diesem und der Lagerung eine Druckfeder zum Halten der Spitze auf den Fanghaken vorgesehen und die Spitze ist von der auf das Klemmstück einwirkenden Betätigungsstange entgegen der Kraft der Feder in eine von den Fanghaken abständige Position verfahrbar.

Die nach der Erfindung ausgebildete Krone ermöglicht zunächst ein funktionssicheres Einlegen des Fadens in die Zackenlücke, indem der Faden an der Spitze entlanggeleitet und unter die Fanghaken gelenkt wird. Durch anschließendes Sperren des Durchlasses wird insbesondere bei stark elastischen Garnen ein seitliches Ausweichen des vom Garnvorrat abgetrennten Fadens und somit ein Herausspringen aus der Krone sicher verhindert.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert. In dieser zeigt

Fig. 1 eine Vorderansicht des Schirmdorns in geöffneter Stellung,

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des vorderen, die Fadeneinziehvorrichtung darstellenden Teils des Schirmdorns.

Der in dem Ausführungsbeispiel veranschaulichte Schirmdorn weist eine sich nach oben hin verjüngende Traghülse 1 auf mit einem unteren Ansatz 2 zum Drehantrieb des Dorns. Die Traghülse hat eine Vielzahl gleichmäßig am Umfang verteilter Schlitze 1a, durch die hindurch obere 3 und mittlere 4 sowie untere Querstreben 5 geführt sind, die über Längsstreben 6 in bekannter Weise gelenkig untereinander verbunden sind.

Die Darstellung gemäß der Fig. 1 zeigt den Schirmdorn in geöffneter Stellung; in Schließstellung hingegen werden die Streben 3 bis 6 in die Traghülse 1 zurückgefahren, wodurch ein störungsfreier Abzug des Knäuels vom Dorn sichergestellt ist.

Die Steuerung der Bewegung aus der geöffneten in die geschlossene Stellung und umgekehrt übernimmt eine in der Hülse gelagerte Betätigungsstange 7, auf deren im Schirminneren befindlichen Endteil sich eine Aufnahmebuchse 7a befindet, an der die mittleren 4 und unteren Querstreben 5 angelenkt sind, während sich die oberen Querstreben 3 ortsfest in einer Spreizhülse 9 im Vorderende der Hülse gelagert befinden.

Zum Festlegen dieser Spreizhülse in der Hülse 1 dient eine Klemmbuchse 10 mit einem kegelförmigen Ansatz, die in eine entsprechend dazu ausgestaltete Senkung der Spreizhülse eingreift und mittels einer von oben durch die Spreizhülse geführten Senkschraube 11 gehalten wird.

Um nach Beendigung eines jeden Wickelvorgangs den zum Vorderende des Schirmdornes geführten und danach abgetrennten Faden beim Abziehen des Knäuels vom geschlossenen Dorn in das Knäuelinnere zu verbringen, ist der Schirmdorn mit einer Fadeneinziehvorrichtung versehen. Diese besteht aus einer endseitig der Hülse angeformten Krone 8 mit spitz auslaufenden Zacken 8a, die derart am Umfang verteilt angeordnet sind, daß jeweils ein Zacken einer Zackenlücke gegenüberliegt. Vorteilhafterweise hat die Krone drei Zacken; sie könnte ebenso als fünfzackige oder siebenzackige Krone ausgebildet sein. Von den Spitzen dieser Zacken aus erstrecken sich einwärts nach unten gerichtete Fanghaken 8b, die bis annähernd zur Mitte hin reichen und dabei den in seiner Endlage zwischen zwei Zackenlücken sich befindenden Faden überbrücken.

Besondere Probleme beim Fadeneinziehen jedoch werfen stark elastische Garne auf, die aufgrund ihres unkontrollierten Verhaltens nach dem Abtrennen nach oben aus der Fangkrone wieder herausspringen können.

Um nun auch bei diesen Garnen ein sicheres Fangen zu gewährleisten, ist die Fangkrone erfindungsgemäß mit einer den mittigen Durchlaß zwischen den Fanghaken 8b nach erfolgtem Einbringen des Fadens sperrenden Einrichtung ausgestattet. Diese besteht aus einer tropfenförmigen Spitze 12 an einer Stange 13, die in einer Durchgangsbohrung der Senkschraube 11 verschiebbar gelagert ist. Auf der der Spitze gegenüberliegenden Seite der Stange 13 befindet sich ein Klemmstück 14 sowie zwischen diesem und der Senkschraube 11 eine Druckfeder 15 mit der Aufgabe, die tropfenförmige Spitze 12 für die Sperrstellung auf den Fanghaken 8 zu halten.

Das Freigeben des Durchlasses zum Einlegen eines Fadens vollzieht sich gleichzeitig mit der Öffnungsstellung des Schirmdornes, indem die Betätigungsstange 7 gegen das Klemmstück 14 fährt und dabei die Stange 13 in Axialrichtung verschiebt.

Eine derartig ausgestaltete Fadenfangvorrichtung hat sich nicht nur bei stark elastischen Garnen als besonders vorteilhaft erwiesen, insofern als das seitliche Ausweichen des vom Garnvorrat abgetrennten Fadens und somit das Herausspringen aus der Krone sicher verhindert wird, vielmehr hat sich bei dieser Vorrichtung gezeigt, daß die Funktionssicherheit generell weiter verbessert wurde, was darauf zurückzuführen ist, daß der Faden von der tropfenförmigen Spitze gelenkt zwangsläufig unter die Fanghaken verbracht wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Schirmdorn für Knäuel-Wickelautomaten mit gelenkig untereinander verbundenen Längs- und Querstreben, die in Verbindung mit Betätigungsmitteln einen zwischen einer Offenstellung mit größerem Durchmesser und einer Schließstellung mit kleinerem Durchmesser verfahrbaren Dorn zum Aufwickeln von Garn bilden, und mit einer Fadenfangvorrichtung am Ende des Dorns zum Halten und Einziehen des mittels eines Fadenführers über das Vorderende des Dorns gebrachten und abgetrennten Fadens in das Knäuelinnere beim Abziehen des Knäuels vom vom Dorn, das Vorderende des Dorns als Krone mit spitz auslaufenden Zacken ausgestaltet ist, die derart am Umfang angeordnet sind, daß jeweils ein Zacken einer Zackenlücke gegenüberliegt, und wobei sich von den Spitzen der Zacken aus abwärts gerichtete, über den Faden in seiner Endlage zwischen zwei Zackenlücken hinausreichende Fanghaken erstrecken, nach Patent 29 36 345, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorderende des Schirmdorns mit einem den Durchlaß zwischen den Fanghaken verschließenden Bauteil (12, 13) versehen ist, das in zeitlicher Abstimmung mit dem Wickelvorgang zwischen einer den Durchlaß sperrenden und freigebenden Stellung verfahrbar ist.
  2. 2. Schirmdorn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil aus einer durch das Zentrum der Krone (8) geführten Stange (13) mittels einer vorgelagerten tropfenförmigen Spitze (12) besteht.
  3. 3. Schirmdorn nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (13) in einer Lagerung (9, 11) des Schirmdorns verschiebbar geführt ist und auf dem freien Ende der Stange ein Klemmstück (14) sowie zwischen diesem und der Lagerung eine Druckfeder (15) zum Halten der Spitze (12) auf den Fanghaken vorgesehen ist, und daß die Spitze (12) von der auf das Klemmstück (14) einwirkenden Betätigungsstange (7) entgegen der Kraft der Feder (15) in eine von den Fanghaken (8b) abständige Position verfahrbar ist.






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