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Dokumentenidentifikation DE3813553A1 03.11.1988
Titel Fernsteuerungssender
Anmelder Futaba Denshi Kogyo K.K., Mobara, Chiba, JP
Erfinder Yamamoto, Michio;
Sekiya, Satoshi, Mobara, Chiba, JP
Vertreter Kirschner, K., Dipl.-Phys.; Grosse, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 22.04.1988
DE-Aktenzeichen 3813553
Offenlegungstag 03.11.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.11.1988
IPC-Hauptklasse H03J 9/00
IPC-Nebenklasse G09G 3/00   
IPC additional class // A63H 30/04  

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fernsteuerungssender und insbesondere einen Fernsteuerungssender für eine Fernsteuerung der Bewegung eines Modelles, wie beispielsweise eines Modellflugzeuges, eines Modellhubschraubers, eines Modellautos oder dgl.

Im Stand der Technik wurden verschiedene Arten von Fernsteuerungssendern für die Fernsteuerung eines Modellflugzeuges oder dgl. verwendet.

Ein typischer Aufbau eines Fernsteuerungssenders nach dem Stand der Technik ist in der Fig. 2 gezeigt. Der Fernsteuerungssender 101 hat zwei Steuerknüppel 102, 103, die jeweils schwenkbeweglich in den durch die Pfeile A bis D angegebenen Richtungen gelagert sind. Die Schwenkbeweglichkeit des Steuerknüppels 102 in den Richtungen der Pfeile A und B steuert das Höhenruder und das Seitenruder eines Modellflugzeuges, das ein zu steuerndes Objekt darstellt (nachfolgend "gesteuertes Objekt" genannt), während die Schwenkbeweglichkeit des Steuerknüppels 103 in Richtungen der Pfeile C und D zu einer Steuerung einer Motordrossel und eines Querruders des Modellflugzeuges führt. Der Sender 101 hat Trimmer 104 und 106 für eine Feineinstellung der Mittenlage oder neutralen Lage des Steuerknüppels 102 für das Höhenruder und das Seitenruder, und Trimmer 105 und 107 für die Feineinstellung der neutralen Lage des Steuerknüppels 103 für die Motordrossel und das Querruder. Das Bezugszeichen 114 bezeichnet eine Anzeige für die Batteriespannung oder dgl. Der Sender 101 hat ferner einen zylindrischen Steuerknopf 201 und einen zylindrischen Steuerknopf 202 für eine Exponentialfunktion zum exponentiellen Verstellen der Steuercharakteristika der Steuerknüppel 102 und 103 für das Ruder und die Drossel, sowie eine Sendeantenne 112. Ferner hat der Sender 101 in seinem unteren Abschnitt eine Segmentanzeige 203 und einen Einstellschalter 204. Die Segmentanzeige 203 dient zum Anzeigen einer momentanen Zeit, der seit einem bestimmten Zeitpunkt vergangenen Zeit oder dgl., mit Buchstaben und Zahlen in Abhängigkeit von der Stellung des Einstellschalters 204.

Die Steuerung eines gesteuerten Objektes mittels des Senders 101 mit der obigen Bauweise wird derart durchgeführt, daß die Trimmer 104 bis 107 und die Knöpfe 201 und 202 geeignet eingestellt werden, wobei die den Trimmern und Knöpfen zugeordnete Skalen beobachtet werden, woraufhin die Steuerknüppel 102 und 103 betätigt werden. Die seit Betriebsbeginn vergangene Zeit oder ein ähnlicher Wert wird durch die Segmentanzeige 203 angezeigt.

Der oben beschriebene Fernsteuerungssender ermöglicht ein Trimmen sowie eine Steuerung oder Einstellung von Knöpfen zur Veränderung der Steuercharakteristik der Steuerknüppel. Jedoch ist der Steuerwert oder Steuerbetrag der Steuerknüppel durch die Trimmer und durch das Einstellen der Knöpfe lediglich durch Skalen angezeigt, die den Trimmern bzw. Knöpfen zugeordnet sind, was dazu führt, daß der Sender nicht die gesamte, eingestellte Steuercharakteristik anzeigt. Demgemäß bewirkt der Sender einen Betrieb der Steuerknüppel, bei dem nicht die spezielle Bewegung des gesteuerten Objektes gezeigt wird, was dazu führt, daß eine feine, genaue Fernsteuerung des gesteuerten Objektes sehr schwierig ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fernsteuerungssender der oben beschriebenen Art so weiterzubilden, daß eine genaue Fernsteuerung des gesteuerten Objektes erleichtert wird.

Diese Aufgabe wird bei einem Fernsteuerungssender mit den im Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Der erfindungsgemäße Fernsteuerungssender schafft eine visuelle Anzeige von Steuercharakteristika, wodurch eine gute Bedienbarkeit erzielt wird.

Der erfindungsgemäße Fernsteuerungssender hat eine Datenumwandlungsschaltung zum Erzeugen eines digitalen Ausgangssignales in Abhängigkeit von der Betätigung der Steuerknüppel, eine Einstellschaltung zum Einstellen des Betriebes der Steuerknüppel und zum Erzeugen eines Ausgangssignales, eine Betätigungsschaltung zum Verarbeiten der Ausgangssignale, die von der Datenumwandlungsschaltung und der Einstellschaltung erzeugt wurden, um ein Ausgangssignal zu erzeugen, eine Hochfrequenzschaltung zum Modulieren des Ausgangssignales der Betätigungsschaltung in ein Hochfrequenzsignal mit einer vorbestimmten Form und eine graphische Anzeigeschaltung zum Anzeigen der Steuercharakteristika der Steuerknüppel bezüglich eines gesteuerten Objektes in Abhängigkeit von dem Ausgangssignal der Betätigungsschaltung.

Daher werden bei dem erfindungsgemäßen Fernsteuerungssender die Steuercharakteristika des Senders bezüglich des gesteuerten Objektes sichtbar in der Form eines Graphes oder einer Kurve in Abhängigkeit vom Ausgangssignal der Einstellschaltung angezeigt.

Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Vorderansicht eines Ausführungsbeispiels eines Fernsteuerungssenders;

Fig. 2 eine Vorderansicht eines Fernsteuerungssenders nach dem Stand der Technik;

Fig. 3 bis 8 Darstellungen einer Anzeige auf einem Anzeigeabschnitt des Fernsteuerungssenders gemäß Fig. 1; und

Fig. 9 ein Blockdiagramm des in Fig. 1 gezeigten Fernsteuerungssenders.

Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Fernsteuerungssenders gemäß der vorliegenden Erfindung, bei dem mit Fig. 2 übereinstimmende Bezugszeichen entsprechende Teile bezeichnen.

Ein Fernsteuerungssender gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel, der mit dem Bezugszeichen 101 bezeichnet ist, hat einen Einstellknopf 108 für die Feineinstellung der Drehzahleinstellung eines Drosselservos. Die Drehzahl des Drosselservos, die durch einen Steuerknüppel 103 eingestellt wird, wird durch Verschwenken eines Kipphebelschalters 110 eingestellt. Der Sender 101 hat ferner einen Einstellknopf 109 für die Feineinstellung des Drosselservos zum Zeitpunkt des Abhebens eines Modellhubschraubers unabhängig von einer Mischung einer getrennten Einstellung und eines Kipphebelschalters 111 zum Halten des Drosselservos bei einem bestimmten Wert. Der Sender 101 hat in seinem unteren Abschnitt eine Gruppe von Funktionsschaltern a bis d, die sogenannte "weiche" Schalter sind, um verschiedene Einstellfunktionen auszuführen, wie beispielsweise eine exponentielle Funktion, eine Mischfunktion und dgl., sowie eine grahische Anzeigeeinheit 115, die vom Betrieb einer Steuerschaltung abhängig ist, die die Funktionstasten a bis d, die Steuerknüppel 102 und 103, die Knöpfe 108 und 109 usw. beinhaltet.

Der restliche Fernsteuerungssender des gezeigten Ausführungsbeispiels hat im wesentlichen den gleichen Aufbau wie der bekannte Fernsteuerungssender, der in Fig. 2 gezeigt ist.

Die Anzeigeeinheit 115 erzeugt verschiedene Arten von Anzeigen, die in den Fig. 3 bis 8 gezeigt sind, in denen die Angabe der "weichen" Schalter entsprechend der Funktionsschalter a bis d aus Gründen der Kürze fortgelassen ist. Fig. 3 zeigt die Steuerungseinstellung für das Höhenruder, das Seitenruder, die Drossel und das Querruder für Steuerknüppel 102 und 103 in Abhängigkeit von der Betätigung der Funktionstasten a bis d zusammen mit der jeweiligen Steuerrichtung. Ebenfalls zeigt Fig. 3 die Ergebnisse, die man durch Betätigung des Steuerknüppels 102 nach rechts und oben und durch Betätigung des Steuerknüppels 103 nach links und unten erzielt. In Fig. 3 zeigt die linksseitige Skala die Pulszahl, die einem jeden Servomotor zugeführt wird, die proportional zum Drehwinkel des Servomotors ist. Zusätzlich kann der Drehwinkel eines jeden gesteuerten Teiles anstelle der Pulszahl angezeigt werden, wie dies in Fig. 4 verdeutlicht ist. In der Fig. 4 wird ein Modellflugzeug als gesteuertes Objekt verwendet, wobei eine Anzeige in Abhängigkeit von der Betätigung der Steuerknüppel 102, 103 derart verändert wird, daß ein Querruder 401, ein Höhenruder 402 und ein Seitenruder 403 in einer im wesentlichen der tatsächlichen Bewegung des gesteuerten Objekts entsprechenden Weise gesteuert werden, wie dies durch die gestrichelten Linien dargestellt ist. Fig. 5 zeigt eine Anzeige, die erhalten wird, wenn die Steuercharakteristika für einen Drosselservo in der Form verschiedener Exponentialcharakteristika durch Betätigen der Funktionsschalter a bis d eingestellt werden. Insbesondere bezeichnet eine Kurve 501 die Beziehung zwischen dem Ausmaß der Betätigung des Steuerknüppels 103 und dem Bewegungsbetrag des Drosselservos aufgrund der Betätigung der Funktionstasten a bis d. Die Kurve 501 wird in der durch die gestrichelten Linien gezeigten Art, in Abhängigkeit von der Betätigung der Funktionstasten a bis d variiert. Ferner können weitere Funktionen, wie beispielsweise die Einstellcharakteristika für das Höhenruder und das Seitenruder, der Betrag der Mischung und dergleichen auf ähnliche Weise eingestellt werden. Nach dem Einstellen kann der Anzeigeabschnitt eine Anzeige erzeugen, um die Betätigung der Funktionstasten und/oder eine zusätzliche Einstellung zu bestätigen.

Ferner speichert die Anzeigeeinheit 115 Steuercharakteristika des Senders 101 für jedes gesteuerte Objekt, um auf diese Weise eine Anzeige von Steuercharakteristika des Senders zur Verwendung für ein gesteuertes Objekt, in Abhängigkeit von dem Namen des gesteuerten Objektes durchzuführen, wie dies in Fig. 6 gezeigt ist. Insbesondere zeigt Fig. 6 ein Beispiel, bei dem die Steuercharakteristika für sechs verschiedene Arten von gesteuerten Objekten in der Anzeigeeinheit 115 gespeichert sind. Ein Zeiger 601 zeigt an, daß die Steuercharakteristika, die momentan Anwendung finden, für ein gesteuertes Objekt verwendet werden, dessen Name AURORA ist.

Die Betätigung der Funktionstasten a bis d bewirkt eine Bewegung des Pfeiles 601 zur Auswahl der Steuercharakteristika für ein anderes gesteuertes Objekt, so daß die Steuerknüppel 102 und 103 entsprechend der ausgewählten Steuercharakteristika betätigt werden können. Fig. 7 zeigt eine Anzeige der Anzeigeeinheit 115, die eine verwendete Funktion des Senders 101 zeigt. Fig. 7 zeigt beispielsweise eine schnelle Rolle, die dazu führt, daß ein Modellflugzeug steigt oder sinkt, während ein Kurvenflug nach rechts oder links ausgeführt wird, wobei "R UP" anzeigt, daß das Modellflugzeug beim Kurvenflug nach rechts steigt, "R DN" anzeigt, daß es beim Rechtsfliegen sinkt, "L UP" anzeigt, daß es beim Linksdrehen steigt, und wobei letztlich "L ON" anzeigt, daß es bei einer Rechtskurve sinkt. In der Fig. 7 zeigt ein Pfeil 601 an, daß eine dritte Funktion "L UP" ausgewählt worden ist oder momentan ausgewählt wird. Die Betätigung der Funktion führt dazu, daß das Modellflugzeug beim Durchfliegen einer Linkskurve steigt.

Fig. 8 zeigt eine Anzeige für den Namen eines jeden gesteuerten Objektes, wie dies unter Bezugnahme auf Fig. 6 beschrieben wurde. Buchstaben und Zahlen werden in einem Mittenabschnitt der Anzeigeeinheit 115 angezeigt. Die Eingabe eines jeden Namens für die Anzeigeeinheit wird durch Drücken der Funktionstaste d ausgeführt, um den Pfeil 801 in die Nähe eines gewünschten Buchstabens oder einer gewünschten Zahl zu bringen, woraufhin die Funktionstaste b betätigt wird. Buchstaben und Zahlen werden der Reihe nach in die Anzeigeeinheit 115 eingegeben und auf der rechten oberen Ecke der Anzeigeeinheit 115 zur Anzeige gebracht. In Fig. 8 ist beispielshaft die Eingabe des Namens "AURORA" in die Anzeigeeinheit 115 dargestellt.

Fig. 9 ist ein Blockdiagramm, das ein Schema des Fernsteuerungssenders gemäß Fig. 1 zeigt. Gemäß Fig. 9 beinhaltet der Fernsteuerungssender eine Datenumwandlungsschaltung, eine Betätigungsschaltung, eine Hochfrequenzschaltung, eine Einstellschaltung, eine Speicherschaltung und eine graphische Anzeige. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Speicherschaltung in der Einstellschaltung enthalten. Die Datenumwandlungsschaltung hat einstellbare Widerstände 901 und 902, die mit einer Gleichstromversorgung V verbunden sind. Die einstellbaren Widerstände 901 und 902 werden in ihrem Widerstandswert in Abhängigkeit von der Betätigung der Steuerknüppel 102 und 103, die in Fig. 1 gezeigt sind, verändert, um auf diese Weise analoge Spannungen zu erzeugen, die vom Ausmaß der Betätigung der Steuerknüppel 102 und 103 abhängen, und daraufhin einem Multiplexer 903 zugeführt werden. Der Multiplexer 903 führt Ausgangssignale der veränderlichen Widerstände 901 und 902 einem Analog-Digital-Wandler (A/D)-Wandler 904 zu. Der A/D-Wandler 904 wandelt die ihm zugeführten Analogsignale in parallele Digitalsignale um, die daraufhin über die Betätigungsschaltung 913 zu einem Parallel-Reihen-Wandler 905 der Hochfrequenzschaltung geführt werden. Der Wandler 905 wandelt die ihm zugeführten parallelen Digitalsignale in ein serielles digitales Signal um und führt dieses einer Hochfrequenzschaltung 906 zu, die das empfangene Digitalsignal moduliert und mittels einer Antenne 112 aussendet.

Die oben beschriebenen Funktionstasten a bis d bilden einen Teil der Einstellschaltung. Die Funktionstaste a zum Steuern einer Anzeigebetriebsart ist über eine Anzeigebetriebsartsteuerschaltung 907 mit einer Steuerschaltung 908 und einem Betriebsartumschalter 910 der Einstellschaltung verbunden. Die Funktionstasten b bis d sind mit einer Eingangsklemme der Steuerschaltung 908 verbunden. Die Steuerschaltung 908 ist an ihrer Ausgangsklemme mit einer Steuerklemme des Betätigungsschaltkreises 913 der Betätigungsschaltung und mit einer Eingangsklemme eines Speichers 909 der Speicherschaltung verbunden. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel, das oben erläutert wurde, bildet der Speicherabschnitt einen Teil der Einstellschaltung wie dies in Fig. 9 zu sehen ist. Der Speicher 909 ist mit Ausgangsklemmen an einer Eingangsklemme der Betätigungsschaltung 913 und an einer Eingangsklemme des Betriebsartumschalters 910 angeschlossen. Die andere Eingangsklemme des Betriebsartumschalters 910 ist mit einer Ausgangsklemme der Betätigungsschaltung 913 verbunden. Der Betriebsartumschalter 910 ist ferner mit seiner Ausgangsklemme an die graphische Anzeige angeschlossen. Insbesondere ist dieser über eine Datenumwandlungsschaltung 911 und eine Anzeigetreiberschaltung 912 der Anzeigeschaltung mit der Anzeigeeeinheit 115 der Anzeigeschaltung verbunden.

Die Ausgangssignale der veränderlichen Widerstände 901 und 902 werden in Abhängigkeit von der Betätigung der Steuerknüppel 102 und 103 erzeugt und dem A/D-Wandler 904 in einer vorbestimmten Reihenfolge für den Kanal durch den Multiplexer 903 zugeführt. Der A/D-Wandler 904 wandelt ein analoges Signal, das vom Multiplexer 903 zugeführt wird, in ein digitales Signal um und führt dieses der Betätigungsschaltung 913 zu. Die Betätigungsschaltung 913 führt eine Verarbeitung von in dem Speicher 909 gespeicherten Daten, sowie von Ausgangssignalen des A/D-Wandlers für jeden Kanal in Reaktion auf ein Steuersignal der Steuerschaltung 908 aus. Das Ausgangssignal dieser Schaltung wird dem Parallel-Serien-Wandler 905 und dem Betriebsartumschalter 910 zugeführt. Die von dem Speicher 909 zur Betätigungsschaltung 913 zugeführten Signale, sowie die dem Betriebsartumschalter 910 zugeführten Signale sind Daten, die durch die Funktionsschalter a bis d in der nachfolgend beschriebenen Art eingestellt sind. Die Daten dienen beispielsweise dazu, daß die Steuerknüppel 102 und 103 eine exponentielle Funktion zeigen und ein Mischen der jeweiligen Kanäle durchführen. Der Parallel/Seriell-Wandler 905 dient zum Umwandeln eines parallelen Signals, das von der Betätigungsschaltung 913 erzeugt wird, in ein serielles Signal. Die Hochfrequenzschaltung 906 moduliert das serielle Signal und überträgt dieses daraufhin über die Antenne 112 zu dem gesteuerten Objekt. Daher werden die Steuercharakteristika der Steuerknüppel 102 und 103 in Abhängigkeit von Funktionen verändert, die durch die Funktionstasten a bis d eingestellt werden, wie beispielsweise eine exponentielle Funktion, eine Mischfunktion und dgl., was dazu führt, daß das gesteuerte Objekt in der gewünschten Weise gesteuert wird.

Nachfolgend wird das Einstellen und eine Anzeige einer jeden Funktion beschrieben. Zunächst wird das Einstellen der Funktion erläutert. Wenn beispielsweise die Drosselservosteuerungscharakteristika des Steuerknüppels 103 in der Form von exponentiellen Charakteristika gemäß Fig. 5 eingestellt werden sollen, wird die Funktionstaste eine vorbestimmte Anzahl von Malen betätigt, um die Steuerschaltung 908 auf eine exponentielle Einstellbetriebsart mittels der Anzeigebetriebsartsteuerschaltung 907 einzustellen und um den Betriebsartumschalter 910 auf eine bestimmte Betriebsart einzustellen, um ein Ausgangssignal vom Speicher 909 an die Datenumwandlungsschaltung 911 zuzuführen. Zu diesem Zeitpunkt werden in dem Speicher 909 gespeicherte Daten durch den Betriebsartumschalter 910 der Datenumwandlungsschaltung 911 zugeführt. Die Datenumwandlungsschaltung 911 wandelt die ihr zugeführten Signale durch den Betriebsartumschalter 910 in Anzeigedaten um, die daraufhin zur Anzeigetreiberschaltung 912 zugeführt werden.

Die Anzeigetreiberschaltung 912 treibt die Anzeigeeinheit in Reaktion auf die Anzeigedaten. Die Auswahl eines Drosselservos durch den Funktionsschalter b führt zu einer Anzeige der in Fig. 5 gezeigten Kurve auf der Anzeigeeinheit 115. Die charakteristische Kurve, die zur Anzeige gelangt, ist lediglich die Kurve 501, die mit einer durchgezogenen Linie dargestellt ist. Am linken oberen Eck der Anzeigeeinheit der Anzeigeeinheit 115 wird angezeigt, daß der Betrag des exponentiellen Anteils 80% beträgt. Bei Betätigung des Funktionsschalters c erfaßt die Steuerschaltung 908 von neuem die Daten des Drosselservos, die in dem Speicher 909 abgelegt sind. Dementsprechend wird die Kurve 501 verändert, wie dies durch die gestrichelte Kurve dargestellt ist, wobei entsprechend die Anzeige des Betrags des exponentiellen Anteils verändert wird. Die Betätigung des Funktionsschalters c nach dem Drücken des Funktionsschalters d bewirkt ebenso eine Veränderung der durchgezogenen Kurve 501 in die entgegengesetzte Richtung. Wenn ein gesteuertes Objekt gesteuert werden soll, führt die Betätigungsschaltung 913 der Parallel/Seriell-Wandlerschaltung 905 ein Signal zu, das den Charakteristika entspricht, die durch die durchgezogene Linie in Fig. 5 gezeigt sind, welches von den in dem Speicher 909 gespeicherten Daten und vom Ausmaß der Betätigung des Steuerknüppels 103 abhängt. Dies führt dazu, daß bei Betätigung des Steuerknüppels 103 eine exponentielle Steuerung des Drosselservos durchgeführt wird, wie sie durch die durchgezogene Kurve 501 in Fig. 5 gezeigt ist.

Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Fig. 6 die Anzeige eines Namens für jedes gesteuerte Objekt, welcher in dem Namen 909 gespeichert ist, erläutert. Zunächst wird der Funktionsschalter a zum Umschalten in eine Anzeigebetriebsart betätigt. In Reaktion auf die Betätigung des Funktionsschalters a schaltet die Anzeigebetriebsartsteuerschaltung 907 den Betriebsartumschalter 910 um, um ein Ausgangssignal des Speichers 909 dem Datenwandler 911 zuzuführen. Ebenfalls führt die Steuerschaltung 908 eine Steuerung durch, um spezielle Daten in dem Speicher 909 in Reaktion auf ein Signal von dem Betriebsartumschalter 910 zu lesen, was zu der in Fig. 6 gezeigten Anzeige führt. Daraufhin bewirkt eine Betätigung des Funktionsschalters d, daß der Pfeil 601 bewegt wird, so daß Steuerdaten entsprechend der Bewegung des Pfeiles von dem Speicher 909 zur Betätigungsschaltung 913 zugeführt werden. Die Betätigungsschaltung 913 führt eine Verarbeitung der Signale durch, die von dem A/D-Wandler 904 und dem Speicher 909 zugeführt werden, und liefert ihr Ausgangssignal an den Parallel/Seriell-Wandler 905. Dies bewirkt, daß das gesteuerte Objekt entsprechend den in Fig. 6 gezeigten Steuercharakteristika gesteuert wird.

Die in Fig. 7 gezeigte Anzeige kann in einer der Fig. 6 entsprechenden Art gesteuert werden. Der Funktionsschalter a wird betätigt, um die Anzeige gemäß Fig. 7 zu erreichen, woraufhin der Funktionsschalter d betätigt wird, um den Pfeil 601 zu bewegen und um auf diese Weise die zu benutzende Funktion auszuwählen.

In ähnlicher Weise kann die Fig. 8 gezeigte Anzeige erhalten werden. Zunächst wird der Funktionsschalter a betätigt, um die Anzeige gemäß Fig. 8 auszuführen. Daraufhin wird der Funktionsschalter d betätigt, um den Pfeil 801 zu dem gewünschten Buchstaben oder der gewünschten Zahl zu bewegen, woraufhin der Funktionsschalter d betätigt wird, um die Eingabe zur Anzeigeeinheit 115 durchzuführen.

Nachfolgend wird die Anzeige des Ausmaßes der Drehung eines Servomotors eines gesteuerten Objekts oder des Ausmaßes der Bewegung eines gesteuerten Teils eines gesteuerten Objekts, wie beispielsweise eines Seitenruders oder dgl. erläutert.

Zunächst wird die Anzeige gemäß Fig. 3 erläutert. Wenn der Funktionsschalter a betätigt ist, um die Anzeige gemäß Fig. 3 zu erhalten, wird ein Steuersignal von der Anzeigebetriebsartsteuerschaltung 907 zu der Anzeigeschaltung 908 und dem Betriebsartumschalter 910 zugeführt. In Reaktion hierauf führt die Steuerschaltung 908 eine Steuerung in der Weise durch, daß sämtliche Anzeigedaten gemäß Fig. 3 einschließlich eines Skala, die von einem Balkenkurvenabschnitt abweicht, zu dem Betriebsartumschalter 910 zugeführt werden können. Der Speicher 909 führt Daten, wie beispielsweise Exponentialcharakteristika, Mischcharakteristika und dgl. der Betätigungsschaltung 913 zu. Der Betriebsartumschalter 910 führt das Signal von dem Speicher 909, das die Skala oder dgl. dargestellt, sowie das Signal von der Betätigungsschaltung 913 zu der Datenumwandlungsschaltung 911 zu. Wenn die Steuerknüppel 102 und 103 in ihrer neutralen Lage sind, wird kein Balkenkurvenabschnitt dargestellt. Eine Betätigung des Steuerknüppels 102 nach rechts oben und des Steuerknüppels 103 nach rechts unten bewirkt eine Balkendarstellung mit entsprechenden Längen und Polaritäten, die dem Betrag der Betätigung und der Richtungen gemäß Fig. 3 entsprechen. Die Längen und Polaritäten der Balkendarstellungen entsprechen der Pulszahl, die einem Servomotor eines gesteuerten Objektes zugeführt wird, und sind proportional zum Drehwinkel des Servomotors. Eine Anzeige der Skala kann entsprechend dem Winkel durchgeführt werden. Fig. 4 zeigt die Bewegung eines jeden gesteuerten Teiles des gesteuerten Objektes in Abhängigkeit von der Betätigung der Steuerknüppel 102 und 103. Als Beispiel wird eine Anzeige erhalten, bei der das gesteuerte Objekt ein Modellflugzeug ist. Die Anzeige gemäß Fig. 4 wird im wesentlichen in der gleichen Art wie diejenige gemäß Fig. 3 erzielt.

Zunächst wird der Funktionsschalter a betätigt, um die Anzeige gemäß Fig. 4 zu erhalten. Die Anzeigeeinheit 115 zeigt eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf ein Modellflugzeug. Ebenfalls zeigt die Anzeigeeinheit am linken oberen Abschnitt den Drehwinkel sowohl des Seitenruders 403, des Höhenruders 402 als auch des Querruders 401. Wenn die Steuerknüppel 102 und 103 jeweils in ihrer neutralen Lage sind, werden lediglich Seitenansichten und Draufsichten des Flugzeuges angezeigt, wie dies durch die durchgezogenen Linien angedeutet ist, wobei die den Drehwinkel bezeichnende Ziffer "0" ist. Die Betätigung der Steuerknüppel 102 und 103 bewirkt eine Drehung des Seitenruders 403, des Höhenruders 402 und des Querruders 401. Die Lage der gepunkteten Linien gemäß Fig. 4 zeigt den Drehwinkel des Seitenruders von +10° an, den Drehwinkel des Höhenruders von +3° und denjenigen des Querruders von +8°. Dies entspricht der tatsächlichen Bewegung des gesteuerten Objektes.

Wie oben beschrieben wurde, bewirkt der Anzeigeabschnitt eine Anzeige in Abhängigkeit von der Betätigung und Einstellung der Steuerschaltung, so daß die Steuercharakteristika des Senders und die tatsächliche Bewegung des gesteuerten Objektes bestätigt werden können, so daß eine einfache Steuerung des gesteuerten Objektes erreicht wird.

Das Ausführungsbeispiel wurde im wesentlichen unter Bezugnahme auf ein Modellflugzeug erläutert. Jedoch kann die erfindungsgemäße Fernsteuerung auch auf andere Modelle, wie beispielsweise Modellhubschrauber, Modellautos und dgl. angewendet werden. Beispielsweise werden bei Anwendung auf ein Modellauto die Lenkcharakteristika graphisch in Abhängigkeit von der Betätigung der Steuerknüppel angezeigt. In ähnlicher Weise ermöglicht die vorliegende Erfindung eine Anzeige und eine Einstellung einer ATV-Funktion (adjustable travel volume = einstellbare Weglänge), wodurch eine unabhängige Einstellung des Betätigungsweges eines Servormotors für die rechte und linke Seite ermöglicht wird, sowie eine VTR-Funktion (variable trace ratio = veränderliches Wegverhältnis), wodurch eine Veränderung der Steuercharakteristik des Servomotores in der durch die gepunkteten Linien gezeigten Art ermöglicht wird.

Wie aus der obigen Erläuterung hervorgeht, bewirkt der erfindungsgemäße Fernsteuerungssender eine graphische Anzeige in Abhängigkeit von einem Signal von der Steuerschaltung, so daß Steuercharakteristika des Senders visuell bestätigt werden, was zu einer guten Bedienbarkeit des Senders führt.


Anspruch[de]
  1. 1. Fernsteuerungsender, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

    eine Datenumwandlungsschaltung (901 bis 904) zum Erzeugen von digitalen Ausgangssignalen in Abhängigkeit von der Betätigung von Steuerknüppeln (102, 103);

    eine Einstellschaltung (907 bis 910) für eine Einstellbetätigung der Steuerknüppel (102, 103) und zum Erzeugen eines Ausgangssignales;

    eine Betätigungsschaltung (913) zum Verarbeiten der Ausgangssignale der Datenumwandlungsschaltung (901 bis 904) und der Einstellschaltung (907 bis 910) zum Erzeugen eines Ausgangssignales;

    eine Hochfrequenzschaltung (905, 906) zum Modulieren des Ausgangssignales der Betätigungschaltung (913) in ein hochfrequentes Signal in einer vorbestimmten Form und zum ausgangsseitigen Erzeugen dieses Signales, und

    eine graphische Anzeigeschaltung (911, 912, 115) zum Anzeigen der Steuercharakteristika der Steuerknüppel (102, 103) bezüglich eines gesteuerten Objektes in Abhängigkeit von dem Ausgangssignal der Betätigungsschaltung (913).
  2. 2. Fernsteuerungssender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige (911, 912, 115) die einem Servomotor des gesteuerten Objektes zugeführte Pulszahl in der Form einer Balkenkurve (Fig. 3) in Abhängigkeit von der Betätigung der Steuerknüppel (102, 103) anzeigt.
  3. 3. Fernsteuerungssender nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige (911, 912, 115) die Bewegung eines gesteuerten Teiles des gesteuerten Objektes (Fig. 4) in Abhängigkeit von einer Betätigung der Steuerknüppel (102, 103) anzeigt.
  4. 4. Fernsteuerungssender nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Exponentialcharakteristika (Fig. 5) der Steuerknüppel (102, 103) angezeigt werden.
  5. 5. Fernsteuerungssender nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellschaltung (907 bis 910) eine Speicherschaltung (909) zum Speichern von Steuercharakteristika der Steuerknüppel (102, 103) bezüglich einer Mehrzahl von gesteuerten Objekten aufweist.
  6. 6. Fernsteuerungssender nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellschaltung (907 bis 910) ein Lesen und Schreiben der Steuercharakteristika bezüglich einer Mehrzahl von gesteuerten Objekten in der Speicherschaltung (909) ermöglicht.






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