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Dokumentenidentifikation DE3718586A1 22.12.1988
Titel Vorrichtung zur Herstellung eines Rundsatzes
Anmelder Kunststoffe Dattenberg GmbH, 4630 Bochum, DE
Vertreter Willert, R., Dipl.-Ing.; Oidtmann, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Bockermann, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte; Schneiders, J., Dipl.-Ing., Rechtsanw., 4630 Bochum
DE-Anmeldedatum 03.06.1987
DE-Aktenzeichen 3718586
Offenlegungstag 22.12.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.12.1988
IPC-Hauptklasse B41B 13/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung eines Rundsatzes gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.

Rundsätze werden bislang überwiegend durch eine manuelle Einzelmontage der jeweils gewünschten Ornamente und/oder Schrifttypen hergestellt. Um den damit verbundenen hohen zeitlichen und lohnintensiven Aufwand zu senken, ist jedoch bereits vorgeschlagen worden, eine auf einer transparenten Folie aufgebrachte textliche und/oder bildliche längliche Vorlage unter Ausnutzung der Spiegeloptik in ein rundes Schriftbild zu verwandeln und anschließend fotografisch zu reproduzieren.

Zu diesem Zweck wird die Vorlage am Außenumfang eines aus transparentem Plexiglas bestehenden massiven zylindrischen Umlenkkörpers befestigt. Hierzu wird beispielsweise ein transparenter Klebestreifen verwendet. Der transparente Umlenkkörper ist innenseitig kegelförmig ausgenommen. Der Winkel zwischen der Kegelmantelfläche und der unteren Stirnfläche des Umlenkkörpers beträgt hierbei etwa 45°. Nach dem Befestigen der Vorlage wird der Umlenkkörper oberhalb einer in einer Halterung befestigten Lichtquelle angeordnet und gemeinsam mit dieser Lichtquelle unter die Optik einer Reproduktionskamera gebracht.

Wenn nun die Lichtquelle aktiviert wird, ist die umfangsseitig des Umlenkkörpers angebrachte Vorlage über die kegelmantelförmige innere Umlenkfläche auf der Reproduktionsfläche der Reproduktionskamera als ringförmige Vorlage sichtbar, so daß nach entsprechender Schärfeneinstellung die Reproduktion des Rundsatzes durchgeführt werden kann.

Ein wesentlicher Nachteil der bekannten Vorrichtung ist aber der Sachverhalt, daß die Ringfläche und die Umlenkfläche Bestandteile eines einstückigen massiven Umlenkkörpers bilden. Mithin hängt die Kantenschärfe des zu reflektierenden Buchstaben und/oder Ornamente weitgehend von der Oberflächenbeschaffenheit der Umlenkfläche ab. Diese Oberflächenbeschaffenheit kann jedoch mit einem noch vertretbaren wirtschaftlichen Aufwand nicht so gewährleistet werden, daß Unebenheiten oder Riefen nicht mit bloßem Auge erkennbar sind und somit eine befriedigende Kantenschärfe erreichbar wäre.

Ein weiterer wesentlicher Nachteil ist der große Winkel zwischen der inneren Kegelmantelfläche und der unteren Stirnfläche des Umlenkkörpers. Eine einmal gewählte Vorlage muß daher genau auf einen bestimmten Durchmesser des Rundsatzes abgestimmt sein. Schon geringfügige Verlagerungen der Vorlage auf der umfangsseitigen Ringfläche nach oben oder unten haben eine solche Veränderung des Durchmessers des Rundsatzes zur Folge, daß sich der Buchstabenabstand in der Breite zwar verändert, jedoch nicht in der Höhe. Die Buchstaben werden mithin unproportional verzerrt.

Nachteilig ist ferner, daß die Fixierung der Vorlage umfangsseitig des Umlenkkörpers vergleichsweise mühselig ist, da sie nur mit besonderen Hilfsmitteln vorgenommen werden kann. Bereits minimale Abweichungen im gleichmäßigen Abstand von dem oberen oder dem unteren Rand der Ringfläche führen zwangsläufig zu Verzerrungen. Um folglich eine einwandfreie Qualität zu gewährleisten, ist eine äußerst sorgfältige Montage notwendig, die mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden ist.

Darüber hinaus ist es im bekannten Fall sehr schwierig, den Umlenkkörper exakt mittig unter der Optik der Reproduktionskamera zu positionieren. Eine genaue Fixierung ist nur unter Benutzung zusätzlicher Hilfsmittel erzielbar.

Da die bekannte Vorrichtung eine eigene Lichtquelle verlangt, die unterhalb des Umlenkkörpers in einem diesen zentrierenden und tragenden Untersatz mit entsprechender Lampenfassung angeordnet ist, muß zur Benutzung dieser Vorrichtung eine zusätzliche Anschlußmöglichkeit zur Stromzuführung vorgesehen sein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschriebene Vorrichtung so zu verbessern, daß nicht nur ihre Handhabung vereinfacht, sondern auch die Qualität der anzufertigenden Rundsätze bei größerer Variabilität erheblich gesteigert werden kann.

Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmalen.

Die körperliche Trennung der Ringfläche zur Befestigung der länglichen Vorlage von der Umlenkfläche schafft nunmehr die Voraussetzungen dafür, daß auf der einen Seite am Zylinder problemlos Maßnahmen getroffen werden können, welche die schnelle und einfache ordnungsgemäße Montage der Vorlage an der Ringfläche ermöglichen und es andererseits erlauben, die auf dem Einsatzkörper befindliche kegelmantelförmige Umlenkfläche so zu bearbeiten, daß die gewünschte Kantenschärfe der Buchstaben und/oder Ornamente mit Sicherheit gewährleistet werden kann. Durch die Trennung von Ringfläche und Umlenkfläche ist es besonders vorteilhaft, daß die Ringfläche jetzt sowohl Bestandteil eines kreisrunden Zylinders als auch eines im Querschnitt ovalen Zylinders sein kann. Es sind dadurch nicht nur exakte kreisrunde Rundsätze herstellbar, sondern auch solche ovalen Typs.

Ein ganz besonderes Merkmal der Erfindung ist jedoch der kleine Winkel zwischen der Umlenkfläche und dem Aufstellrand des Einsatzkegels. Aufgrund dieses kleinen Winkels ist es nämlich jetzt möglich, die Vorlage auf der Ringfläche nach oben oder unten beliebig verlagern zu können, ohne daß dann die Buchstaben und/oder Ornamente auf der Reproduktionsfläche der Reproduktionskamera verzerrt wiedergegeben würden. Es wird vielmehr eine einwandfreie proportionale Veränderung erzielt.

Auch ist es verhältnismäßig problemlos möglich, den Zylinder und den darin positionierbaren Einsatzkegel eindeutig mittig unter der Optik der Reproduktionskamera fixieren zu können. Hierzu bietet sich der im Durchmesser klein gehaltene Zentralbereich der kegelmantelförmigen Umlenkfläche optimal an.

Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist darin zu sehen, daß sie keine eigene Lichtquelle benötigt. Vielmehr können die normalerweise an jeder Reproduktionskamera vorhandenen Lichtquellen zur einwandfreien Ausleuchtung der zu reproduzierenden Vorlage genutzt werden. Dies ist mit dem zusätzlichen Vorteil verbunden, daß der Durchmesser sowohl des Zylinders als auch des Einsatzkegels vergleichsweise groß bemessen werden können, was bedeutet, daß auch große langgestreckte Satzlängen als Vorlage benutzbar sind.

Um die Kantenschärfe der zu reproduzierenden Vorlage noch weiter zu verbessern, sind die Merkmale des Anspruchs 2 vorgesehen. Ein solches Gehäuse kann so den an einer Reproduktionskamera vorgesehenen Lichtquellen zugeordnet werden, daß deren Lichtstrahlen auf alle vier Mantelflächen des Gehäuses treffen. Hierdurch entsteht eine überaus gleichmäßige Lichtstreuung innerhalb des Gehäuses, die eine sehr niedrige Belichtungszeit zwischen 6 und 20 Sekunden ermöglicht. Das Material des Gehäuses kann in bevorzugter Weise aus einem zwar lichtdurchlässigen, jedoch nicht durchsichtigen Milchglas bestehen.

Der Fixierzapfen am Einsatzkegel gemäß den Merkmalen des Anspruchs 3 dient nicht nur dazu, den Einsatzkegel ohne Schwierigkeiten innerhalb des Zylinders positionieren und ihn aus wieder herausnehmen zu können, sondern auch dazu, die einwandfreie mittige Positionierung von Zylinder und Umlenkfläche unterhalb der Optik der Reproduktionskamera zu gewährleisten. Da die Reproduktionsfläche der Kamera in aller Regel ein Fadenkreuz besitzt, kann unmittelbar nach Einschalten der Lichtquelle der durch den Zapfen gebildete Punkt im Fadenkreuz zentriert werden.

Die genaue Zuordnung des Zylinders zu der Umlenkfläche wird gemäß den Merkmalen des Anspruchs 4 unabhängig davon sichergestellt, ob der Zylinder kreisrund oder oval ausgebildet ist.

Die Markierungslinie entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 5 gestattet es dem Benutzer, die mit der Vorlage versehene Folie problemlos mit den Ober- oder Unterkanten der Buchstaben bzw. der Ornamente entlang dieser Mittellinie anzulegen, so daß eine ungleichmäßige Befestigung der Vorlage auf der Ringfläche und die damit verbundenen Verzerrungen über die Umlenkfläche ausgeschlossen werden können.

In bevorzugter Weise besteht diese Markierungslinie nach Anspruch 6 aus einer schmalen Ringnut von nur geringer Tiefe, welche in die Ringfläche eingearbeitet ist.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist in den Merkmalen des Anspruchs 7 gekennzeichnet. Der Neigungswinkel der kegelmantelförmigen Umlenkfläche zur Aufstandsfläche des Einsatzkegels beträgt hiernach 19° bis 22°. Dieser Winkel stellt sicher, daß alle Vorlagen ohne weiteres entlang der Ringfläche nach oben oder unten verlagert werden können, ohne daß dies zu Verzerrungen in der Breite und/oder Höhe der Buchstaben bzw. Ornamente am späteren Rundsatz führen würde. Verschiedene Durchmesser der Rundsätze können hierbei beispielsweise dadurch erreicht werden, daß mehrere Markierungslinien in verschiedenen Abständen von den oberen oder unteren Stirnflächen des Zylinders angebracht sind, an denen dann die Vorlagen angelegt werden können.

In vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Grundgedankens wird gemäß den Merkmalen den Anspruchs 8 der Einsatzkegel in dünnwandiger Ausführung aus einem hochschlagfesten Polycarbonat hergestellt. Durch diesen Werkstoff und das dabei angewendete Herstellungsverfahren werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, daß anschließend die Umlenkfläche in einem Vakuumofen unter Ionenbeschuß mit einer Silber- oder Aluminiumlegierung bedampft werden kann. Auf diese Weise wird die Oberflächenqualität eines Kristallspiegels und damit eine einwandfreie Kantenschärfe des angestrebten Rundsatzes erzielt.

Schließlich ist es entsprechend Anspruch 9 noch von Vorteil, wenn das Gehäuse mit einem Deckel versehen ist. Hierdurch kann das Gehäuse auch problemlos als Aufbewahrungsbehälter für den Zylinder und den Einsatzkegel für denjenigen Zeitraum benutzt werden, wo kein Rundsatz angefertigt wird. Auch der Deckel besteht beispielsweise aus einem Milchglas, das zwar Lichtstrahlen einwandfrei durchläßt, ansonsten jedoch undurchsichtig ist.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Vorrichtung zur Herstellung eines Rundsatzes zusammen mit einer Reproduktionskamera;

Fig. 2 einen Abschnitt einer länglichen Vorlage zur Herstellung eines Rundsatzes;

Fig. 3 einen Ausschnitt des fertigen Rundsatzes;

Fig. 4 in vergrößerter schematischer Darstellung, teilweise im Schnitt, die Vorrichtung zur Herstellung des Rundsatzes gemäß Fig. 1;

Fig. 5 in der Perspektive einen Bestandteil der Vorrichtung der Fig. 4 bildenden kreisrunden Zylinder zur Festlegung der Vorlage gemäß Fig. 2;

Fig. 6 ebenfalls in der Perspektive einen ovalen Zylinder zur Festlegung einer Vorlage für einen Rundsatz;

Fig. 7 einen Bestandteil der Vorrichtung der Fig. 4 bildenden Einsatzkegel in der Perspektive und

Fig. 8 einen vertikalen Querschnitt durch den Einsatzkegel der Fig. 7.

Mit 1 ist in der Fig. 1 eine Einrichtung bezeichnet, mit der mit Hilfe einer Reproduktionskamera auch schwierige Ornamente oder komplizierte Schrifttypen im Rund- oder Halbrundsatz bzw. in ovaler Gestaltung hergestellt werden können.

Die Einrichtung 1 umfaßt zunächst eine an einer Halterung 2 befestigte Reproduktionskamera 3 mit Reproduktionsfläche 4, Reproduktionsoptik 5, Reproduktionslampen 6 und einer Reproduktionsvorlagenebene 7 auf einem Reproduktionsvorlagenhalter 8. Hierbei handelt es sich um eine allgemein bekannte Aggregation.

Zur Herstellung eines Rundsatzes 9, wie er beispielsweise in Fig. 3 angedeutet ist, wird in die vorstehend beschriebene Reproduktionseinrichtung eine Vorrichtung 10 integriert, wie sie nachfolgend anhand der Fig. 4 bis 8 noch näher erläutert ist.

Diese Vorrichtung 10 umfaßt zunächst einen kreisrunden dünnwandigen Zylinder 11 begrenzter Höhe aus einem transparenten Material, wie beispielsweise durchsichtiges Plexiglas (Fig. 4 und 5). Dieser dünnwandige Zylinder 11 ist auf der umfangsseitigen Ringfläche 12 mit einer in Form einer Nute ausgebildeten Markierungslinie 13 versehen, welche sich in einem gleichmäßigen Abstand von der oberen Stirnfläche 14 oder der unteren Stirnfläche 15 des Zylinders 11 befindet. Anstelle nur einer Markierungslinie 13 können auch zwei oder mehrere Markierungslinien vorgesehen sein.

Diese Markierungslinie 13 dient der Fixierung einer auf einer transparenten Folie 16 befindlichen Vorlage 17 gemäß Fig. 2. Diese Vorlage 17 wird bezüglich der Buchstaben entlang der Markierungslinie 13 umfangsseitig des Zylinders 11 fixiert und mit Hilfe eines durchsichtigen Klebebands festgelegt.

Nach dieser Vorlagenfixierung wird der Zylinder 11 in ein aus den Fig. 1 und 4 erkennbares Gehäuse 18 mit quadratischem Querschnitt eingebracht. Die Höhe des Gehäuses 18 kann einem Mehrfachen der Höhe des Zylinders 11 entsprechen. Das Material des Gehäuses 18 ist transluzent gestaltet, beispielsweise aus einem zwar lichtdurchlässigen, jedoch nicht durchsichtigen Plexiglas gebildet.

Wie die Fig. 4 zeigt, kann das Gehäuse 18 einen Deckel 19 aus demselben Material besitzen, der lose, jedoch formschlüssig auf die obere Öffnung des Gehäuses 18 steckbar ist.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Vorrichtung 10 zur Herstellung eines Rundsatzes 9 gemäß Fig. 3 bildet der aus den Fig. 1, 4, 7 und 8 erkennbare dünnwandige Einsatzkegel 20. Dieser Einsatzkegel 20, dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser des Zylinders 11 derart angepaßt ist, daß der Einsatzkegel 20 gleitschlüssig in den Zylinder 11 eingepaßt werden kann, ist auf dem Wege des Spritzgießens aus einem hochschlagfesten Polycarbonat hergestellt. Die sich unter einem Winkel α von 19° bis 22° zur horizontalen Aufstellfläche 21 des Einsatzkegels 20 erstreckende kegelmantelförmige Umlenkfläche 22 ist in einem Vakuumofen unter Ionenbeschuß mit einer Silber- oder Aluminiumlegierung bedampft worden. Die Oberflächenqualität der Umlenkfläche 22 entspricht dadurch der Qualität eines Kristallspiegels.

Zur besseren Handhabung des Einsatzkegels 20 ist beim Spritzgießen ein Zapfen 23 mit angeformt worden, der sich exakt in der Achse des Einsatzkegels 20 erstreckt.

Soll nun ein Rundsatz 9 gemäß Fig. 3 hergestellt werden, wird zunächst die Vorlage 17 gemäß Fig. 2 entlang der Markierungslinie 13 der Fig. 5 fixiert.

Der mit der Vorlage 17 versehene Zylinder 11 wird dann in das Gehäuse 18 der Fig. 4 eingesetzt und anschließend der Einsatzkegel 20 in dem Zylinder 11 positioniert.

Die insoweit vervollständigte Vorrichtung 10 der Fig. 4 wird nun auf dem Vorlagenhalter 8 zentriert, und zwar in der Weise, daß zunächst das Gehäuse 18 diagonal angeordnet wird. Dadurch werden alle Seitenflächen des Gehäuses 18 von den Lichtquellen 6 bestrahlt. Durch das transluzente Material des Gehäuses 18 entsteht somit eine gleichmäßige Lichtstreuung innerhalb des Gehäuses, die eine sehr niedrige Belichtungszeit zwischen 6 Sekunden und 20 Sekunden ermöglicht.

Eine weitere Fixierung der Vorrichtung 10 unterhalb der Optik 5 wird durch den am Einsatzkegel 20 vorhandenen Zapfen 23 erzielt. Sobald nämlich die Lichtquellen 6 eingeschaltet werden, wird durch den Zapfen 23 ein Punkt auf der Reproduktionsfläche 4 erzeugt, der durch geringfügige Verlagerung des Gehäuses 18 einwandfrei in die Mitte des Fadenkreuzes der Reproduktionsfläche 4 gebracht werden kann.

Nach gewünschtem Vergrößerungsmaßstab und Scharfeinstellung kann anschließend mit der Reproduktion des Rundsatzes 9 begonnen werden.

In Fig. 6 ist noch eine Ausführungsform eines Zylinders 24 dargestellt, der einen ovalen Querschnitt aufweist. Mit Hilfe eines solchen Zylinders 24 können ovale Rundsätze problemlos erzeugt werden. Dabei entspricht der kleinste Durchmesser des Zylinders 24 in etwa dem Durchmesser des Einsatzkegels 20. Aussparungen 25 an der Unterseite des Zylinders 24 ermöglichen auch Abweichungen im Durchmesser zwischen dem Einsatzkegel 20 und dem kleinsten Durchmesser des Zylinders 24 sowie eine Zentrierung des ovalen Zylinders 24 auf dem kreisrunden Zylinder 11 während der Lagerung bei Nichtgebrauch im Gehäuse 18.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Herstellung eines Rundsatzes, welche eine sich in einer vertikalen Ebene erstreckende, in sich geschlossene transparente Ringfläche zur lösbaren Befestigung einer auf einer transparenten länglichen Folie aufgebrachten textlichen und/oder bildlichen Vorlage sowie eine von der Ringfläche umschlossene kegelförmige Umlenkfläche aufweist, die unterhalb der Optik einer Reproduktionskamera fixierbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringfläche (12) umfangsseitiger Bestandteil eines im Querschnitt kreisrunden oder ovalen dünnwandigen Zylinders (11, 24) begrenzter Höhe aus einem transparenten Material bildet, innerhalb welchem die auf einem kegelförmigen Einsatzkörper (20) befindliche, einen kleinen Kegelwinkel (α) zur Horinzontalen aufweisende Umlenkfläche (22) positionierbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (11, 24) und der Einsatzkegel (20) in einem transluzenten Gehäuse (18) mit quadratischem Querschnitt positionierbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzkegel (11, 24) mit einem in seiner Mittelachse angeordneten Fixierzapfen (23) versehen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser des Einsatzkegels (20) an den Innendurchmesser des Zylinders (11, 24) gleitschlüssig angepaßt ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Ringfläche (12) des Zylinders (11, 24) mindestens eine im gleichmäßigen Abstand von der oberen Stirnfläche (14) oder der unteren Stirnfläche (15) angeordnete Markierungslinie (13) vorgesehen ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungslinie (13) durch eine Ringnute gebildet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel (a) der Umlenkfläche (22) 19° bis 22° zur Horizontalen beträgt.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkfläche (22) durch Bedampfung eines aus hochschlagfestem Polycarbonat hergestellten dünnwandigen Einsatzkegels (20) mit einer Silber- oder Aluminiumlegierung gebildet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (18) einen Deckel (19) aufweist.






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