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Dokumentenidentifikation DE3622665C2 05.01.1989
Titel Vorrichtung zum Beschicken einer Plattenpresse im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten u. dgl.
Anmelder G. Siempelkamp GmbH & Co, 4150 Krefeld, DE
Vertreter Andrejewski, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Honke, M., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Masch, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 05.07.1986
DE-Aktenzeichen 3622665
Offenlegungstag 21.01.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.01.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.1989
IPC-Hauptklasse B27N 3/06
IPC-Nebenklasse B65G 37/02   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf eine Vorrichtung zum Beschicken einer Plattenpresse mit zumindest einer Pressenetage im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten u. dgl. aus Mattenabschnitten, mit einem Beschickgestell, welches zumindest eine Beschicketage und in der Beschicketage ein in die offene Plattenpresse einbringbares und daraus zurücknehmbares Bandtablett aufweist. Das Bandtablett weist eine Antriebstrommelwelle mit darauf fester Antriebstrommel, eine Ablegenase und eine über Antriebstrommel und Ablegenase endlos geführtes Tablettband auf. Das Tablettband ist bei der Rückfahrbewegung des ausgefahrenen Bandtabletts zum Ablegen des Mattenabschnittes auf der zugeordneten Pressenplatte der Plattenpresse mit Hilfe von zumindest einer beschickgestellfesten Ablegezahnstange sowie einem zugeordneten, auf die Antriebstrommelwelle aufgesetzten Ablegeritzel antreibbar. Das Ablegeritzel ist auf die Antriebstrommelwelle lose aufgesetzt und mit einer Kupplungshälfte einer Schaltkupplung drehfest verbunden, deren andere Kupplungshälfte mit der Antriebstrommelwelle drehfest verbunden ist. Der Tablettbandtrieb ist bei eingerückter Schaltkupplung nicht nur zur Aufnahme eines Mattenabschnittes, sondern außerdem mit umgekehrter Drehrichtung zum Abwerfen eines aufgenommenen Mattenabschnittes in einem in Beschickrichtung vor dem Beschickgestell angeordneten Fehlstreutrichter einschaltbar. Die Schaltkupplung ist außerdem bei der Ausfahrbewegung ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschicken einer Plattenpresse mit zumindest einer Pressenetage zur Herstellung von Spanplatten, Faserplatten u. dgl. aus Mattenabschnitten, - mit einem Beschickgestellt, welches zumindest eine Beschicketage und in der Beschicketage ein in die offene Plattenpresse einbringbares und daraus zurücknehmbares Bandtablett aufweist, wobei das Bandtablett eine Antriebstrommelwelle mit darauf fester Antriebstrommel, eine Ablegenase und ein über Antriebstrommel und Ablegenase endlos geführtes Tablettband aufweist und die Antriebstrommel an einen im Beschickgestell angeordneten Tablettbandantrieb anschließbar ist, wobei das Bandtablett auf Führungsschienen des Beschickgestells geführt ist und mittels Aus- und Rückfahrantrieb aus dem Beschickgestell aus- und in dieses zurückfahrbar ist und wobei ferner das Tablettband in der Ausgangsstellung des Bandtabletts zur Aufnahme eines Mattenabschnittes mit Hilfe des Tablettbandantriebes antreibbar sowie außerdem bei der Rückfahrbewegung des ausgefahrenen Bandtabletts zum Ablegen des Mattenabschnittes auf der zugeordneten Pressenplatte der Plattenpresse mit Hilfe von zumindest einem auf die Antriebstrommelwelle aufgesetzten Ablegeritzel, welches in einem weiteren Antriebselement kämmt, antreibbar ist.

Derartige Vorrichtungen mit Freilauf sind bekannt (DE-GM 75 17 010, DE-GM 78 21 343). Die Anordnung ist so getroffen, daß die Anriebstrommelwelle und damit die Antriebstrommel nicht mitgenommen werden, wenn das Bandtablett aus dem Beschickgestell ausfährt und das Ablegeritzel mit der beschickgestellfesten Ablegezahnstange kämmt. Der Freilauf ist jedoch blockiert und das Ablegeritzel treibt folglich die Antriebstrommelwelle an, wenn das ausgefahrene Bandtablett zurückgefahren wird, so daß eine aufliegende Matte auf der zugeordneten Pressenplatte abgelegt wird. Das hat sich bewährt, jedoch kann ein auf einem Bandtablett im Beschickgestellt aufliegender Mattenabschnitt, der wegen einer Störung in der Plattenpresse oder im Abtransport der fertiggepreßten Spanplatten, Faserplatten u. dgl. auf der zugeordneten Pressenplatte nicht abgelegt werden kann, nicht zurückgenommen und in einen Fehlstreutrichter eingegeben werden, der das aufgenommene Gut der Streumaschine wieder zuführt. Bei einer solchen Strörung werden vielmehr andere Maßnahmen verwirklicht. So hat man bei einer Störung im Fertigplattentransport die fertigen Platten hinter der Plattenpresse auf einen Stapel abgeschoben. Hier findet jedoch eine ordnungsgemäße Kühlung nicht statt und die so abgeschobenen Platten können allenfalls als Minderqualität verkauft werden. Häufig ist es sogar erforderlich, sie zu verwerfen. Zwar könnte man daran denken, die Anlage, der die gattungsgemäße Vorrichtung angehört, für die Dauer der Störung abzustellen. Das hat jedoch zur Folge, daß in der Plattenpresse nach Maßgabe der Etagenzahl der Plattenpresse Matten oder fertiggepreßte Platten liegenbleiben, die sich entzünden können.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Vorrichtung so weiterzubilden, daß bei einer Betriebsstörung das noch nicht verpreßte Gut verlustlos aus dem laufenden Produktionsablauf herausgenommen werden kann.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in Beschickrichtung vor dem Beschickgestell ein Fehlstreutrichter angeordnet ist, daß das Ablegeritzel mittels einer Schaltkupplung mit der Antriebstrommelwelle kuppelbar ist, und daß der Tablettantrieb in seiner Drehrichtung umkehrbar ist. Das erlaubt es, aus der Plattenpresse einen auf einem Bandtablett befindlichen Mattenabschnitt herauszunehmen und ihn in den Fehlstreutrichter abzuwerfen. Ein Mattenabschnitt kann auch herausgenommen werden, wenn eine Betriebsunterbrechung erforderlich ist.

Im einzelnen bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere Möglichkeiten der weiteren Ausbildung und Gestaltung. Insbesondere kann das Ablegeritzel lose auf die Antriebstrommelwelle aufgesetzt sein und mit einer Kupplungshälfte der Schaltkupplung drehfest verbunden sein, während die andere Kupplungshälfte mit der Antriebstrommelwelle drehfest verbunden ist. Die Schaltkupplung ist zweckmäßig bei der Ausfahrbewegung des Bandtabletts aus dem Beschickgestell ausrückbar sowie bei der Rückfahrbewegung des Bandtabletts einrückbar. Dazu eignet sich insbes. eine Schaltkupplung, die als elekromagnetisch betätigte Zahnkupplung ausgeführt ist, weil eine solche Kupplung einerseits definiert kuppelt und andererseits auf einfache Weise über Kabel fernbetätigt werden kann. Im Rahmen der Erfindung ist es nicht erforderlich, an beiden Seiten der Antriebstrommelwelle eine Schaltkupplung vorzusehen. Insoweit ist eine bevorzugte Ausführung der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß lediglich an einer Seite der Antriebstrommelwelle ein Ablegeritzel sowie eine Schaltkupplung angeordnet sind, und daß das Bandtablett mit Gleitstücken an den Führungsschienen verkantungssicher geführt ist. Hier nehmen die Gleitstücke die Momente auf, die aus der Tatsache resultieren, daß nur an einer Seite der Antriebstrommelwelle ein Ablegeritzel und eine Schaltkupplung angeordnet sind.

Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigt in schematischer Darstellung

Fig. 1 eine Draufsicht auf Teile einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Bandtablett,

Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Bandtablett der Fig. 1,

Fig. 3 in gegenüber den Fig. 1 und 2 vergrößertem Maßstab einen Schnitt in Richtung A-A durch den Gegenstand nach Fig. 2 und

Fig. 4 den nochmals vergrößerten Ausschnitt B aus dem Gegenstand der Fig. 3.

Die in den Figuren ausschnittsweise dargestellte Vorrichtung dient zum Beschicken einer Plattenpresse mit zumindest einer Pressenetage im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten u. dgl. aus Mattenabschnitten 1. Die Plattenpresse wurde nicht gezeichnet, sie schließt sich in Fig. 1 in Richtung des eingezeichneten Pfeiles an. Die Vorrichtung besitzt ein Beschickgestell 2, welches zumindest eine Beschicketage und in der Beschicketage ein in die offene Plattenpresse einbringbares und daraus zurücknehmbares Bandtablett 5 aufweist. Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch ein solches Bandtablett 5. Es besitzt am vorderen Ende eine Einrichtung 6, die dazu dient, eine auf der zu beschickenden Pressenplatte aufliegende fertiggepreßte Platte aus der Presse herauszuschieben. Dazu wird der Ausschieber 7 in Richtung des eingezeichneten Bogenpfeiles 8 nach unten bewegt, und zwar mit Hilfe einer Zylinderkolbenanordnung 9, so daß er an der rückwärtigen Kante einer auszustoßenden Platte angreifen kann. In Fig. 1 ist der Ausschieber 7 abgebrochen dargestellt, so daß das Ablegeritzel besser erkennbar ist. Aus den Fig. 1 und 2 entnimmt man fernerhin, daß das Bandtablett 5 eine Antriebstrommelwelle 10 mit darauf fester Antriebstrommel 11, eine Ablegenase 12 und ein über Antriebstrommel 11 und Ablegenase 12 endlos geführtes Tablettband 13 aufweist. Die Antriebstrommel 11 ist in der Ausgangsstellung des Bandtabletts 5, die der Fig. 1 entspricht, in seiner Beschicketage an einem im Beschickgestell 2 angeordneten Tablettbandantrieb 14 anschließbar. Das Bandtablett 5 ist im übrigen auf Führungsschienen 3 des Beschickgestells 2 geführt und mittels Aus- und Rückfahrantrieb 15 mit bandtablettfesten Bandtablettzahnstangen 16 und beschickgestellfesen angetriebenen Ritzeln 4 aus dem Beschickgestell 2 aus- und in dieses zurückfahrbar. Bezüglich des Aus- und Rückfahrantriebes 15 wird auf eine vergleichende Betrachtung der Fig. 1 und 3 verwiesen. Das Tablettband 13 ist mit Hilfe des Tablettbandantriebes 14 in der in Fig. 1 gezeichneten Ausgangsstellung des Bandtabletts 5 zur Aufnahme eines Mattenabschnittes 1 antreibbar sowie außerdem bei der Rückfahrbewegung des ausgefahrenen Bandtabletts 5 zum Ablegen des Mattenabschnittes 1 auf der zugeordneten Pressenplatte der Plattenpresse antreibbar. Das geschieht mit Hilfe von zumindest einer beschickgestellfesten Ablegezahnstange 17 sowie einem zugeordneten, auf die Antriebstrommelwelle 10 aufgesetzten Ablegeritzel 18.

Aus den Fig. 3 und 4 entnimmt man, daß das Ablegeritzel 18 auf die Antriebstrommelwelle 10 lose aufgesetzt ist und mit einer Kupplungshälfte 19 einer Schaltkupplung 20 drehfest verbunden ist, deren andere Kupplungshälfte 21 mit der Antriebstrommelwelle 10 drehfest verbunden ist. Der Tablettbandantrieb 14 ist bei eingerückter Schaltkupplung 20 nicht nur zur Aufnahme eines Mattenabschnittes 1, sondern außerdem mit umgekehrter Drehrichtung zum Abwerfen eines aufgenommenen Mattenabschnittes 1 in einen in Beschickrichtung vor dem Beschickgestell 2 angeordneten Fehlstreutrichter 22 einschaltbar. Beim Ablegen eines Mattenabschnittes 1 sind die kinematischen Zusammenhänge so, wie es bereits beschrieben wurde. Dazu ist die Schaltkupplung 20 bei der Ausfahrbewegung des Bandtabletts 5 aus dem Beschickgestell 2 ausrückbar sowie bei der Rückfahrbewegung des Bandtabletts 5 einrückbar. Die Schaltkupplung 20 ist im Ausführungsbeispiel als elektromagnetisch betätigte Fernkupplung ausgeführt. Lediglich an einer Seite der Antriebstrommelwelle 10 sind ein Ablegeritzel 18 und die zugeordnete Schaltkupplung 20 angeordnet. Das Bandtablett 5 ist im übrigen mit Gleitstücken 23 an den Führungsschienen 3 verkantungssicher geführt, wobei die Gleitsücke 23 die Momente aufnehmen, die aus der Tatsache resultieren, daß nur an einer Seite der Antriebstommelwelle 10 ein Ablegeritzel 18 vorgesehen ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Beschicken einer Plattenpresse mit zumindest einer Pressenetage zur Herstellung von Spanplatten, Faserplatten u. dgl. aus Mattenabschnitten, mit einem Beschickgestell, welches zumindest eine Beschicketage und in der Beschicketage ein in die offene Plattenpresse einbringbares und daraus zurücknehmbares Bandtablett aufweist, wobei das Bandtablett eine Antriebstrommelwelle mit darauf fester Antriebstrommel, eine Ablegenase und ein über Antriebstrommel und Ablegenase endlos geführtes Tablettband aufweist und die Antriebstrommel an einen im Beschickgestell angeordneten Tablettbandantrieb anschließbar ist, wobei das Bandtablett auf Führungsschienen des Beschickgestells geführt ist und mittels Aus- und Rückfahrantrieb aus dem Beschickgestell aus- und in dieses zurückfahrbar ist und wobei ferner das Tablettband in der Ausgangsstellung des Bandtabletts zur Aufnahme eines Mattenabschnittes mit Hilfe des Tablettbandantriebes antreibbar sowie außerdem bei der Rückfahrbewegung des ausgefahrenen Bandtabletts zum Ablegen des Mattenabschnittes auf der zugeordneten Pressenplatte der Plattenpresse mit Hilfe von zumindest einem auf die Antriebstrommelwelle aufgesetzten Ablegeritzel, welches in einem weiteren Antriebselement kämmt, antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß in Beschickrichung vor dem Beschickgestell (2) ein Fehlstreutrichter (22) angeordnet ist, daß das Ablegeritzel (18) mittels einer Schaltkupplung (20) mit der Atriebstrommelwelle (10) kuppelbar ist, und daß der Tablettbandantrieb (14) in seiner Drehrichtung umkehrbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablegeritzel (18) lose auf die Antriebstrommelwelle (10) aufgesetzt ist und mit einer Kupplungshälfte (19) der Schaltkupplung (20) drehfest verbunden ist, während die andere Kupplungshälfte (21) mit der Antriebstrommelwelle (10) drehfest verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltkupplung (20) bei der Ausfahrbewegung des Bandtabletts (5) aus dem Beschickgestell (2) ausrückbar sowie bei der Rückfahrbewegung des Bandtabletts (5) einrückbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltkupplung (20) als elektromagnetisch ein- und ausrückbare Zahnkupplung ausgeführt ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich an einer Seite der Antriebstrommelwelle (10) ei Ablegeritzel (18) sowie eine Schaltkupplung (20) angeordnet sind, und daß das Bandtablett (5) mit Gleitstücken (23) an den Führungsschienen (3) verkantungssicher geführt ist.






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