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Dokumentenidentifikation DE3823077A1 26.01.1989
Titel Maschine für die Aufbereitung von Mähgut und in einer solchen Maschine verwendbare Vorrichtung
Anmelder BCS S.p.A., Abbiategrasso, Lombardei/Lombardia, IT
Erfinder Reggiani, Nino, Mailand/Milano, IT
Vertreter Grünecker, A., Dipl.-Ing.; Kinkeldey, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Stockmair, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Ae.E. Cal Tech; Schumann, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Jakob, P., Dipl.-Ing.; Bezold, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Meister, W., Dipl.-Ing.; Hilgers, H., Dipl.-Ing.; Meyer-Plath, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Ehnold, A., Dipl.-Ing.; Schuster, T., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 07.07.1988
DE-Aktenzeichen 3823077
Offenlegungstag 26.01.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.01.1989
IPC-Hauptklasse A01D 43/10
IPC-Nebenklasse A01D 82/00   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine für die Aufbereitung von Mähgut sowie auf eine in einer solchen Maschine verwendbare Vorrichtung. Die Maschine hat zwei um waagerechte Achsen drehbare zylindrische Körper mit sich im wesentlichen axial erstreckenden Mantelflächen. Einer der zylindrischen Körper hat die Form eines Rohrkörpers aus einem elastischen Material, mit einem direkt auf der Nabe des zylindrischen Körpers befestigten Innenteil, einem in direkte Berührung mit dem aufzubereitenden Mähgut kommenden Außenteil und das Innenteil mit dem Außenteil verbindenden Verbindungsteilen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine für die Aufbereitung von Mähgut. Insbesondere richtet sich die Erfindung auf eine Maschine, welche für die Aufbereitung von Mähgut einsetzbar ist, um eine gleichmäßige und schnelle Trocknung der verschiedenen Bestandteile von Mähgut zu fördern.

Bekannte Aufbereitungsmaschinen der genannten Art haben zwei in einem vorbestimmten, festen Achsabstand gelagerte zylindrische Körper oder Walzen, von denen wenigstens eine nachgiebig ausgebildet ist, um das zwischen den beiden Walzen hindurchlaufende Mähgut mit einem im wesentlichen gleichmäßigen Druck zu beaufschlagen. Ferner hat eine solche Maschine eine Einrichtung, z.B. einen Tragrahmen, in welcher bzw. welchem die Walzen mit ihren Drehachsen parallel zueinander und im wesentlichen parallel zum Boden gelagert sind, sowie eine mechanische Antriebsquelle, z.B. einen auskuppelbaren Motor, und eine Antriebsübertragungseinrichtung für die Übertragung des Antriebs auf wenigstens eine der Walzen. Die nachgiebig ausgebildete Walze hat einen Mantel aus einem elastischen Material, welcher im Betrieb der Maschine in direkte Berührung mit dem Mähgut kommt.

Die Erfindung ist jedoch nicht auf eine Maschine der vorstehend genannten Art beschränkt, sie ist vielmehr auch für andere Zwecke anwendbar, bei denen die Verwendung eines elastisch nachgiebigen zylindrischen Körpers notwendig oder vorteilhaft ist.

Maschinen der genannten Art sind beispielsweise aus der italienischen Patentanmeldung 21 404 A/83 der Anmelderin bekannt.

Die bekannten Maschinen weisen gewisse Mängel auf, welche hauptsächlich darauf zurückzuführen sind, daß die darin verwendeten pneumatischen Walzen leicht beschädigt werden können, beispielsweise wenn eine Heugabel, irgendein Blechstück oder ein Stück Stacheldraht zwischen die beiden Walzen gerät. Dies führt dann zu einer beträchtlichen Arbeitsunterbrechung, da sich eine solche Beschädigung nicht mit einfachen Mitteln an Ort und Stelle beheben läßt, sondern eine Reparatur durch besonders ausgebildete Personen erfordert, was bis zur Wiederaufnahme der Arbeit eine beträchtliche Zeitspanne beansprucht. Angesichts der Tatsache, daß das Mähen und die Aufbereitung des Mähguts zwangsläufig auf eine sehr begrenzte Zeit konzentriert ist, innerhalb welcher sämtliche Arbeiten mit hoher Dringlichkeit zuende geführt werden müssen, bedeutet die Beschädigung einer pneumatischen Walze der Aufbereitungsmaschine in der Praxis, daß das Mähgut nicht aufbereitet werden kann, sofern nicht eine Ersatzwalze vorhanden ist.

Eine andere bei der in der Patentanmeldung 21 404 A/83 beschriebenen Maschine für die Aufbereitung von Mähgut auftretende Schwierigkeit ergibt sich daraus, daß der nachgiebige Walzenkörper dazu neigt, in Schwingungen zu geraten, so daß er sich im Betrieb nach und nach von den Endflanschen der Walze löst. Diese Schwingungen sind praktisch nicht beherrschbar und beeinträchtigen deshalb die Einhaltung eines gleichmäßig auf das Mähgut einwirkenden Drucks.

Ein Ziel der Erfindung ist die Beseitigung der vorstehend genannten Mängel und die Schaffung einer Maschine für die Aufbereitung von Mähgut, bei welcher Beschädigungen des nachgiebigen Walzenkörpers sowie Schwingungen desselben im wesentlichen ausgeschlossen sind.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Maschine der genannten Art, welche einen einfachen Aufbau hat und einen geringen Wartungsaufwand erfordert.

Bei einer Maschine für die Aufbereitung von Mähgut, mit wenigstens zwei drehbaren, waagerechten zylindrischen Körpern mit im wesentlichen axial ausgerichteten Umfangsflächen, einer Trageinrichtung für die Lagerung der zylindrischen Körper mit ihren Drehachsen parallel zueinander und im wesentlichen parallel zum Boden, einer mechanischen Antriebsquelle und einer Antriebsübertragungseinrichtung für die Übertragung des Drehantriebs der Antriebsquelle, bei welcher wenigstens einer der zylindrischen Körper einen Walzenkörper aus einem elastischen Material aufweist, sind die genannten Ziele gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß der aus dem elastischen Material gefertigte Walzenkörper ein direkt auf der Nabe des zylindrischen Körpers befestigtes Innenteil, ein in direkte Berührung mit dem aufzubereitenden Mähgut bringbares Außenteil und das Innenteil mit dem Außenteil verbindende Verbindungseinrichtungen aufweist.

Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Ansicht im Schnitt entlang einer Linie I-I in Fig. 2,

Fig. 2 eine Querschnittansicht eines in der erfindungsgemäßen Maschine verwendeten zylindrischen Körpers und

Fig. 3 eine teilweise im Schnitt dargestellte Ansicht von Teilen der Maschine im Betriebszustand derselben.

Die in der Zeichnung dargestellte Maschine für die Aufbereitung von Mähgut hat zwei waagerecht drehbar gelagerte zylindrische Körper 10, 11 mit im wesentlichen axial ausgerichteten Mantelflächen und eine Trageinrichtung, z.B. einen Rahmen 12, in welchem die beiden zylindrischen Körper 10 und 11 mit zueinander parallelen und zum Boden im wesentlichen parallelen Drehachsen gelagert sind. Der Achsabstand zwischen den beiden zylindrischen Körpern ist im Betrieb der Maschine unveränderlich, es können jedoch Einrichtungen zum Verstellen des Achsabstands für den Ausgleich von möglichen Durchmesserunterschieden vorhanden sein. Vorgesehen ist ferner eine mechanische Antriebsquelle, z.B. eine Brennkraftmaschine. Zu der vorhandenen Antriebsübertragungseinrichtung gehört u.a. das dargestellte Zahnrad 9. Der zylindrische Körper 11 hat einen rohrförmigen Walzenkörper aus einem elastischen Material, mit einem direkt auf der Nabe 18 des zylindrischen Körpers 11 befestigten Innenteil 15, einem in direkte Berührung mit dem aufzubereitenden Mähgut bringbaren Außenteil 16 und das Innenteil 15 mit dem Außenteil 16 verbindenden Verbindungseinrichtungen 17. Das Innenteil 15, das Außenteil 16 und die Verbindungseinrichtungen 17 sind vorzugsweise einstückig aus einem elastischen Material direkt um das Mittelrohr 18 bzw. die Nabe herum geformt. Die Verbindungseinrichtung 17 weist eine Anzahl von Stegen auf, welche sich parallel zur Achse des zylindrischen Körpers 11 erstrecken. Die Zwischenräume 20 zwischen den Stegen 17 stehen in freier Verbindung mit der Außenluft, so daß also im Inneren des zylindrischen Körpers 11 stets atmosphärischer Druck herrscht. Die Stege 17 haben vorzugsweise jeweils ein gekrümmtes Profil, wobei die Krümmung des Profils bei allen Stegen vorzugsweise in die gleiche Richtung weist.

Die derart ausgebildete Erfindung ist in verschiedener Weise abwandelbar, z.B. können die Stege 17 anstelle eines gekrümmten Profils ein Winkelprofil haben. Ferner kann das Innenteil 15 auf verschiedene Weise auf der Nabe 18 befestigt sein, insbesondere kann die Nabe eine Keilnutverzahnung aufweisen, um eine feste Verbindung mit dem Innenteil 15 zu gewährleisten. Anstelle des Zahnrads 9 kann für die Antriebsübertragung auch ein Kettenrad oder jede andere für den genannten Zweck geeignete Vorrichtung verwendet werden.

In der Praxis hat sich erwiesen, daß die Erfindung die eingangs genannten Ziele erreicht und insbesondere eine optimale Aufbereitung des Mähguts ermöglicht, ohne daß der zylindrische Körper 11 dazu einer Druckfüllung bedarf. Die Verbindungseinrichtungen 17 bewirken eine Stabilisierung des zylindrischen Körpers 11 und verhindern das Auftreten von Querschwingungen.


Anspruch[de]
  1. 1. Maschine für die Aufbereitung von Mähgut, mit wenigstens zwei drehbar gelagerten, waagerechten zylindrischen Körpern mit im wesentlichen axial ausgerichteten Mantelflächen, einer Trageinrichtung für die Lagerung der zylindrischen Körper mit ihren Drehachsen parallel zueinander und im wesentlichen parallel zum Boden, einer mechanischen Antriebsquelle und einer Antriebsübertragungseinrichtung für die Übertragung des Drehantriebs, bei welcher wenigstens einer der zylindrischen Körper einen rohrförmigen Walzenkörper aus einem elastischen Material aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem elastischen Material gefertigte Walzenkörper ein direkt auf der Nabe (18) des zylindrischen Körpers (11) befestigtes Innenteil (15), ein direkt mit dem aufzubereitenden Mähgut (19) in Berührung bringbares Außenteil (16) und das Innenteil (15) mit dem Außenteil (16) verbindende Verbindungseinrichtungen (17) aufweist.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil (15), das Außenteil (16) und die Verbindungseinrichtungen (17) einstückig aus einem elastischen Material geformt sind.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtungen eine Anzahl von sich parallel zur Achse des zylindrischen Körpers (11) erstreckenden Stegen (17) aufweisen und daß die Zwischenräume (20) zwischen den Stegen in freier Verbindung mit der Umgebung stehen.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (17) im Querschnitt ein gekrümmtes Profil aufweisen.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilkrümmung sämtlicher Stege (17) in dieselbe Richtung weist.
  6. 6. Vorrichtung für die Verwendung in einer Maschine für die Aufbereitung von Mähgut, in Form eines zylindrischen Körpers mit einem rohrförmigen Walzenkörper aus einem elastischen Material, dadurch gekennzeichnet, daß der aus elastischem Material gefertigte Walzenkörper ein direkt auf der zentralen Nabe (18) des zylindrischen Körpers (11) befestigtes Innenteil (15), ein direkt mit dem aufzubereitenden Mähgut (19) in Berührung bringbares Außenteil (16) und das Innenteil (15) mit dem Außenteil (16) verbindende Verbindungseinrichtungen (17) aufweist.






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