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Dokumentenidentifikation DE3644934C2 09.02.1989
Titel Abstreifvorrichtung zum Reinigen von Förderbändern
Anmelder VSR Engineering GmbH Fördertechnik, 4330 Mülheim, DE
Erfinder Rappen, Albert, Dipl.-Ing., 4330 Mülheim, DE
Vertreter Andrejewski, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Honke, M., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Masch, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 12.03.1986
DE-Aktenzeichen 3644934
File number of basic patent 36081930
Offenlegungstag 28.04.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.02.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.1989
IPC-Hauptklasse B65G 45/00
Zusammenfassung Es handelt sich um eine Abstreifvorrichtung zum Reinigen von Förderbändern mit einer Lagerachse für darauf montierbare Federarme mit einer Montagevorrichtung an einem Ende zum Anschluß an die Lagerachse und am anderen Ende Schabeblatthalter für Schabeblätter. Die Montagevorrichtung ist als die Lagerachse zumindest teilweise elastisch umfassende Schelle mit Zapfen, Bohrungen, Stegen und/oder Nuten ausgebildet, welche in entsprechende Längsstege oder Längsnuten und Bohrungen oder Zapfen der Lagerachse eingreifen. Dadurch wird eine einwandfreie Montage selbst solcher Federarme erreicht, die von einem Obergurt und einen parallel dazu verlaufenden Untergurt gebildet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Abstreifvorrichtung zum Reinigen von Förderbändern, insbesondere Reversierbändern, mit einer unterhalb des betreffenden Förderbandes über die Bandbreite angeordneten Lagerachse für darauf montierbare Federarme mit an einem Ende einer Montagevorrichtung zum Anschluß an die Lagerachse und am anderen Ende Schabeblatthalter für Schabeblätter, welche in vorgegebener Anstellung gegen das Untertrum des Förderbandes angedrückt sind.

Bei einer prioritätsgleichen Abstreifvorrichtung derartiger Ausführungsform sind die Federarme zwischen Montagevorrichtung und Schabeblatthalter jeweils von einem Obergurt und einem im wesentlichen parallel dazu verlaufenden Untergurt gebildet, wobei sich der Schabeblatthalter mit dem betreffenden Schabeblatt in vertikaler Position anschließt. Dadurch bleibt die Stellung der Schabeblätter gegen das Untertrum stets erhalten. Die Elastizität der Federarme läßt sich so einstellen, daß das Andrücken der abstreifenden Schabeblätter im wesentlichen senkrecht gegen das Förderband erfolgt und die Schabeblätter bei zurücklaufendem Förderband infolge Verbiegung des Oberund Untergurtes in schleifende Stellung zum Förderband abkippen. Dadurch werden sowohl bei vorlaufendem als auch bei rücklaufendem Förderband optimale und bandschonende Reinigungswirkung sowie minimaler Schabeblattverschleiß erreicht (vgl. DE 36 08 193 A1).

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abstreifvorrichtung zum Reinigen von Förderbändern, insbesondere Reversierbändern, der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, deren Montagevorrichtung sich durch einen in fertigungstechnischer und konstruktiver Hinsicht besonders einfachen Aufbau auszeichnet und darüber hinaus eine einwandfreie Montage der Federarme mit dem Schabeblatthalter auf der Lagerachse gewährleistet.

Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen Abstreifvorrichtung dadurch, daß die Montagevorrichtung als die Lagerachse zumindest teilweise elastisch umfassende Schelle mit Zapfen, Bohrungen, Stegen und/oder Nuten ausgebildet ist, wobei die Zapfen der Schelle in entsprechende Bohrungen der Lagerachse bzw. die Stege der Schelle in entsprechende Nuten der Lagerachse oder umgekehrt eingreifen. Bei Verwirklichung von Stegen oder Nuten lassen sich die Federarme bzw. Abstreifer unschwer auf der Lagerachse in der jeweils gewünschten Stellung positionieren. Vorzugsweise ist die Montagevorrichtung als elastische bzw. federnde Halbschelle mit innenseitig sich gegenüberliegenden Nuten oder Stegen und Zapfen oder Bohrungen ausgebildet, welche in entsprechende Längsstege oder Längsnuten, und Bohrungen oder Zapfen der Lagerachse eingreifen. Ferner kann die Montagevorrichtung in beanspruchungskritischen Bereichen Verstärkungseinlagen aus Metall und/oder Schwächungszonen aufweisen, um die Stabilität oder Federwirkung zu erhöhen. Grundsätzlich kann die Montagevorrichtung auch ganz aus vorzugsweise federndem Stahl bestehen. Der Erfindungsgedanke ist auch dann erfüllt, wenn die Halbschelle die Achse mehr als 180° umschließt und nur einseitig Nuten, Bohrungen, Stege oder Zapfen besitzt. - Weiter sieht die Erfindung vor, daß die Lagerachse als C-Profil mit einem nach unten ausgerichteten Montageschlitz ausgebildet ist und die Montagevorrichtung eine von unten in den Montageschlitz eingreifende Arretierungsvorrichtung, z.B. eine Klammer oder einen Knebel aufweist, der durch Verdrehen lösbar oder arretierbar ist. Dadurch wird ein einwandfreier Sitz der Montageschelle und folglich des betreffenden Abstreifers auf der Lagerachse erreicht. Die Montagevorrichtung wird auch auf der Lagerachse gehalten, wenn die Zapfen am Ende Verdickungen besitzen und die Gegenseite ein Langloch mit einer der Verdickung entsprechenden Aufweitung aufweist oder die Montagevorrichtung als Doppelsteg mit Querbohrungen zur Aufnahme von Befestigungsbolzen ausgebildet ist.

Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß eine Abstreifvorrichtung zum Reinigen von Förderbändern, insbesondere Reversierbändern, geschaffen wird, deren Montagevorrichtung sich in fertigungstechnischer und konstruktiver Hinsicht besonders einfachen Aufbaus auszeichnet, darüber hinaus eine einwandfreie Montage der Abstreifer gewährleistet, insbesondere wenn die Federarme der Abstreifer zwischen Montagevorrichtung und Schabeblatthalter jeweils von einem Obergurt und einen im wesentlichen parallel dazu verlaufenden Untergurt gebildet sind, um ein im wesentlichen senkrechtes Andrücken der abstreifenden Schabeblätter senkrecht gegen das Förderband zu erreichen, ebenso wie ein Abkippen der Schabeblätter bei zurücklaufendem Förderband.

Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Abstreifvorrichtung mit Umlenktrommel und Förderband in schematischer Seitenansicht,

Fig. 2 einen Abstreifer für den Gegenstand nach Fig. 1 in Seitenansicht,

Fig. 3 den Gegenstand nach Fig. 2 in Frontansicht,

Fig. 4 einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Gegenstand nach Fig. 1 im Bereich der Montagevorrichtung, und

Fig. 5 eine abgewandelte Ausführungsform des Gegenstandes nach Fig. 4.

In den Figuren ist eine Abstreifvorrichtung zum Reinigen von Förderbändern, insbesondere Reversierbändern, dargestellt, mit einer unterhalb des betreffenden Förderbandes 1 über die Bandbreite angeordneten Lagerachse 2 für darauf montierbare Federarme 3 mit an einem Ende der Montagevorrichtung 4 zum Anschluß an die Lagerachse 2 und am anderen Ende Schabeblatthalter 5 für Schabeblätter, welche in vorgegebener Anstellung gegen das Untertrum des Förderbandes 1 angedrückt sind. Die Federarme 3 bestehen aus federelastischem Werkstoff und sind in vertikaler Anstellung gegen das Untertrum angedrückt, wobei die Anstellwinkel in Vorlauf- Anstellung der Schabeblätter 6 allenfalls bis zu 10° beträgt. Die Federarme 3, die Montagevorrichtungen 4 und die Schabeblatthalter 5 bilden jeweils eine homogene Baueinheit aus z.B. Kunststoff oder Federstahl. Die Federarme 3 zwischen Montagevorrichtung 4 und Schabeblatthalter 5 sind jeweils von einem Obergurt 7 und einem im wesentlichen parallel dazu verlaufenden Untergurt 8 gebildet, wobei sich der Schabeblatthalter 5 mit dem betreffenden Schabeblatt 6 in vertikaler Position anschließt.

Die Montagevorrichtung 4 kann als vertikaler Doppelsteg mit Querbohrungen zur Aufnahme von Befestigungsbolzen ausgebildet sein, was nicht gezeigt ist. Dargestellt ist vielmehr eine Ausführungsform, wonach die Montagevorrichtung 4 als die Lagerachse 2 zumindest teilweise umfassende Schelle mit Zapfen, Bohrungen, Stegen 10 und/oder Nuten ausgebildet ist. Bevorzugt handelt es sich bei der Montagevorrichtung 4 um eine Halbschelle 9 mit innenseitig sich gegenüberliegenden Stegen 10 oder Zapfen, welche in entsprechende Längsnuten 11 oder Bohrungen der Lagerachse 2 eingreifen. Der Federarm und/oder die Montagevorrichtung 4 können in beanspruchungskritischen Bereichen Verstärkungseinlagen aus Metall und/oder angedeutete Schwächungszonen 12 zur Erhöhung der Stabilität bzw. Federwirkung aufweisen. - Die Lagerachse 2 ist als C-Profil mit einem nach unten ausgerichteten Montageschlitz 13 ausgebildet. Die Montagevorrichtung 4 weist eine von unten in den Montageschlitz 13 eingreifende Arretierungsvorrichtung 14, z.B. eine Klammer oder einen Knebel auf, der durch Verdrehen lösbar oder arretierbar ist, was lediglich angedeutet ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Abstreifvorrichtung zum Reinigen von Förderbändern, mit einer unterhalb des betreffenden Förderbandes über die Bandbreite angeordneten Lagerachse für darauf montierbare Federarme mit einer Montagevorrichtung an einem Ende zum Anschluß an die Lagerachse und am anderen Ende Schabeblatthalter für Schabeblätter, welche in vorgegebener Anstellung gegen das Förderband angedrückt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Montagevorrichtung (4) als die Lagerachse zumindest teilweise elastisch umfassende Schelle mit Zapfen, Bohrungen, Stegen (10) und/oder Nuten ausgebildet ist, welche in entsprechende Längsstege oder Längsnuten (11) und Bohrungen oder Zapfen der Lagerachse (2) eingreifen.
  2. 2. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Montagevorrichtung (4) als elastische Halbschelle (9) mit innenseitig sich gegenüberliegenden Nuten oder Stegen (10) und Zapfen oder Bohrungen ausgebildet ist, welche in entsprechende Längsstege oder Längsnuten (11) und Bohrungen oder Zapfen der Lagerachse (2) eingreifen.
  3. 3. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerachse (2) als C-Profil mit einem nach unten ausgerichteten Montageschlitz (13) ausgebildet ist und die Montagevorrichtung (4) eine von unten in den Montageschlitz (13) eingreifende Arretierungsvorrichtung (14), z.B. eine Klammer oder einen Knebel aufweist, der durch Verdrehen lösbar oder arretierbar ist.
  4. 4. Abstreifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Montagevorrichtung (4) als Doppelsteg mit Querbohrungen zur Aufnahme von Befestigungsbolzen ausgebildet ist.






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