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Dokumentenidentifikation DE3725055A1 09.02.1989
Titel Werkzeugkasten für Personenkraftfahrzeuge
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 8000 München, DE
Erfinder Wegge, Martin, 8000 München, DE
DE-Anmeldedatum 29.07.1987
DE-Aktenzeichen 3725055
Offenlegungstag 09.02.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.02.1989
IPC-Hauptklasse B60R 11/06
Zusammenfassung Ein Werkzeugkasten (13) für PKW ist als Schublade unterhalb der Hutablage (3) angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Werkzeugkasten für PKW, der im oberen Bereich des Kofferraums angeordnet ist.

Ein derartiger Werkzeugkasten ist bekannt, und zwar ist er über ein in Fahrzeugquerrichtung im vorderen Bereich der Heckklappe angeordnetes Scharnier an die Unterseite der Heckklappe klappbar. Die Anbringung des Werkzeugkastens an der Unterseite der Heckklappe, d.h. im oberen Bereich des Kofferraums hat den Vorteil, daß der Werkzeugkasten auch bei vollgepacktem Kofferraum zugänglich ist.

Aus aerodynamischen Gründen ist es zweckmäßig, den Kofferraum relativ hoch und die Heckklappe kurz auszubilden. Damit ergeben sich jedoch Schwierigkeiten, einen ausreichend großen Werkzeugkasten an der Unterseite der Heckklappe gut zugänglich anzubringen. Hinzu kommt, daß sich das Gewicht des Werkzeugkastens mit dessen Bestückung ändert. Dies hat bei dem bekannten Werkzeugkasten an der Unterseite der Heckklappe zur Folge, daß die die Öffnung der Heckklappe unterstützenden Federn auf die jeweilige Werkzeugkastenbestückung abgestimmt werden müssen.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen auch bei vollgepacktem Kofferraum gut zugänglichen Werkzeugkasten für PKW mit hohem Kofferraum und kurzer Heckklappe bereitzustellen, der keine Abstimmung der Heckklappenfedern an die Werkzeugkastenbestückung erfordert.

Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Werkzeugkasten unterhalb der Hutablage in Fahrzeuglängsrichtung verschiebbar angeordnet ist. Das heißt, der erfindungsgemäße Werkzeugkasten ist als Schublade ausgebildet, die an Führungen gelagert ist, die unterhalb der Hutablage befestigt sind.

Der erfindungsgemäße Werkzeugkasten wird also bei hochgeklappter Heckklappe nach hinten in den nach oben offenen Bereich des Kofferraums gezogen und ist damit von oben leicht zugänglich. Da er unterhalb der Hutablage angeordnet ist, kann zugleich die Heckklappe kurz und mit hoher Rückwand ausgebildet werden.

Vorzugsweise ist der als Schublade ausgebildete erfindungsgemäße Werkzeugkasten so gestaltet, daß er ganz herausgezogen, d.h. aus dem Kofferraum genommen und an den gewünschten Ort, z.B. Motorraum, transportiert und nach Gebrauch wieder in die Führung unter der Hutablage geschoben werden kann. Da der erfindungsgemäße Werkzeugkasten unter der Hutablage befestigt ist, beeinflußt er nicht das Gewicht der Heckklappe, so daß im Gegensatz zu dem eingangs geschilderten bekannten Werkzeugkasten eine Abstimmung der Heckklappenfedern an die jeweilige Werkzeugkastenbestückung entfällt.

Nachstehend ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Werkzeugkastens anhand der Zeichnung näher erläutert, deren einzige Figur schematisch einen Schnitt durch den Kofferraum eines PKW wiedergibt.

Danach wird der Kofferraum 1 durch den Kofferraumboden 2, die Hutablage 3, die an der Fahrzeugkarosserie um die Achse 4 verschwenkbar angelenkte Heckklappe 5 , durch die Rückwand 6 der Heckklappe 5 und den senkrechten Bord 7 am Kofferraumboden 2 sowie vorne durch die Wand 8, die den Kofferraum 1 vom Personeninnenraum trennt, begrenzt.

Über der Hutablage 3 erstreckt sich die Heckscheibe 9, die gegenüber der etwa horizontal verlaufenden Hutablage 3 mit einem relativ kleinen Winkel α geneigt ist. Dadurch ergibt sich eine relativ kurze Heckklappe 5 mit verhältnismäßig hoher Rückwand 6. Mit 10 ist die hintere Stoßstange bezeichnet, 11 stellt eine Griffmulde in der Rückwand 6 der Heckklappe 5 dar.

An der Unterseite der Hutablage 3 ist eine Aufnahme 12 vorgesehen, die in Fahrzeuglängsrichtung etwa horizontal verlaufende Führungen 12&min; aufweist, an denen der in Form einer Schublade ausgebildete Werkzeugkasten 13 verschiebbar gelagert ist.

Der Werkzeugkasten 13 kann damit, wie in der Zeichnung gestrichelt dargestellt, aus der Aufnahme 12 mit dem Handgriff 14 in den hinteren Bereich des Kofferraums 1 gezogen werden, so daß er bei geöffneter Heckklappe 5 nach oben offen und damit von oben leicht zugänglich ist. Der Werkzeugkasten 13 kann dabei aus der Aufnahme 12 vollständig herausgezogen werden, sodaß das Werkzeug mit dem Kasten 13 an den gewünschten Ort transportiert und nach Gebrauch wieder in die Aufnahme 12 geschoben werden kann.


Anspruch[de]
  1. Werkzeugkasten für Personenkraftfahrzeuge, der im oberen Bereich im Kofferraum angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkasten (13) in Fahrzeuglängsrichtung verschiebbar unterhalb der Hutablage (3) angeordnet ist.






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