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Vorrichtung zum Biegen und Härten oder zum alleinigen Härten von stangenförmigen Werkstücken, insbesondere Blattfedern - Dokument DE3127716C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3127716C2 16.02.1989
Titel Vorrichtung zum Biegen und Härten oder zum alleinigen Härten von stangenförmigen Werkstücken, insbesondere Blattfedern
Anmelder Dr. Böing GmbH & Co Anlagen und Maschinen KG, 5800 Hagen, DE
Erfinder Pohl, Hans Christoph, Dr.-Ing. Dr., 5810 Witten, DE;
Schmidt, Volker, 5885 Schalksmühle, DE;
Goor, Heinz, 5860 Iserlohn, DE
Vertreter Stenger, A., Dipl.-Ing.; Watzke, W., Dipl.-Ing.; Ring, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 14.07.1981
DE-Aktenzeichen 3127716
Offenlegungstag 03.02.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.02.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.02.1989
IPC-Hauptklasse C21D 9/02
IPC-Nebenklasse B21D 11/10   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Biegen und Härten oder zum alleinigen Härten von stangenförmigen Werkstücken, insbesondere Blattfedern, mit mehreren jeweils aus Ober- und Unterteil bestehenden Werkzeugen, durch die jeweils das erwärmte Werkstück eingespannt, dabei ggf. gebogen und in eingespanntem Zustand in einem Behandlungsbecken gehärtet wird. Das jeweilige Werkzeug wird in geschlossenem Zustand mittels eines Tauchrahmens an einem Tauchportal abgesenkt und in der abgesenkten Stellung aus dem Tauchrahmen entlassen sowie mittels Tragrollen auf unteren Führungsschienen durch das Behandlungsbecken bewegt, bevor es durch einen Hubrahmen erfaßt und durch diesen in einem Hubportal in eine oberhalb des Behandlungsbeckens liegende Stellung angehoben wird, in der das Werkzeug geöffnet sowie das Werkstück entnommen wird und aus der das geöffnete Werkzeug mittels seiner Tragrollen durch obere Führungsschienen zum Tauchportal überführt wird. Um die Taktzeit zu verkürzen und Zwischenstellungen der Werkzeuge zu vermeiden, ist beim Tauchrahmen mindestens die obere und beim Hubrahmen mindestens die untere Traverse außerhalb des Bereiches des Tauchportals bzw. Hubportals angeordnet. Beide Rahmen besitzen in das jeweilige Portal hineinragende Tragstücke, welche die Werkzeuge an einer in senkrechter und/oder waagerechter Richtung zu den Tragrollen versetzten Tragfläche ergreifen. Weiterhin sind die in das Tauchportal sowie in das Hubportal hineinragenden Endstücke der oberen .....

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Biegen und Härten oder zum alleinigen Härten von stangenförmigen Werkstücken, insbesondere Blattfedern, mit mehreren jeweils aus Ober- und Unterteil bestehenden Werkzeugen, durch die jeweils das erwärmte Werkstück eingespannt, dabei gegebenenfalls gebogen und in eingespanntem Zustand in einem Behandlungsbecken gehärtet wird, wobei das jeweilige Werkzeug in geschlossenem Zustand mittels eines Tauchrahmens an einem Tauchportal abgesenkt und in der abgesenkten Stellung aus dem Tauchrahmen entlassen sowie mittels Tragrollen auf unteren Führungsschienen durch das Behandlungsbecken bewegt wird, bevor es durch einen Hubrahmen erfaßt und durch diesen in einem Hubportal in eine oberhalb des Behandlungsbeckens liegende Stellung angehoben wird, in der das Werkzeug geöffnet sowie das Werkstück entnommen wird und aus der das geöffnete Werkzeug mittels seiner Tragrollen durch obere Führungsschienen zum Tauchportal überführt wird.

Vorrichtungen der voranstehend beschriebenen Art für das Biegen und Härten von Blattfedern sind aus der DE-OS 29 12 365 bekannt. Sowohl der Tauchrahmen als auch der Hubrahmen besitzen innerhalb des zugehörigen Portals liegende Schienenstücke, welche die Werkzeuge tragen, wenn sie mittels der Rahmen abgesenkt bzw. angehoben werden. Die Werkzeuge müssen deshalb in beiden Transportrichtungen, d. h. sowohl auf den unteren als auch auf den oberen Führungsschienen in einer Zwischenstellung festgehalten werden, bevor sie in den jeweiligen Rahmen gelangen können, weil der Rahmen erst seine endgültige Übernahmestellung erreicht haben muß. Erst danach kann das jeweilige Werkzeug aus seiner Zwischenstellung freigegeben werden und rollt aufgrund seiner Schwerkraft in den Tauch- bzw. Hubrahmen.

Der Nachteil dieser bekannten Vorrichtungen besteht einerseits in den durch die Zwischenstellungen erzwungenen langen Taktzeiten und andererseits in den hohen Abbremskräften, die erforderlich sind, um die Werkzeuge jeweils in einer Zwischenstellung vor dem Tauchrahmen bzw. dem Hubrahmen festzuhalten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, nicht nur die Taktzeit zu verkürzen, sondern auch bisher erforderliche Zwischenstellungen mit dem hierzu apparativen Aufwand zu vermeiden.

Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß beim Tauchrahmen mindestens die obere und beim Hubrahmen mindestens die untere Traverse außerhalb des Tauchportals bzw. Hubportals angeordnet ist, daß beide Rahmen in das jeweilige Portal hineinragende Tragstücke besitzen, welche die Werkzeuge an einer in senkrechter und/oder waagerechter Richtung zu den Tragrollen versetzten Tragfläche ergreifen, und daß die in das Tauchportal sowie in das Hubportal hineinragenden Endstücke der oberen Führungsschienen aus dem Portalbereich herausbewegbar sind.

Mit dieser erfindungsgemäßen Ausbildung der eingangs geschilderten Vorrichtung wird der Vorteil erreicht, daß jedes Werkzeug in seine Absenkstellung innerhalb des Tauchportals gelangen kann, ohne daß der Tauchrahmen seine obere Endstellung erreicht haben muß. Das jeweils abzusenkende Werkzeug ruht bis zur Übernahme durch den Tauchrahmen auf in das Tauchportal hineinragenden Endstücken der oberen Führungsschienen, die aus Portalbereich herausbewegt werden, sobald das Tauchportal das jeweilige Werkzeug übernommen hat. Hierdurch entfällt eine Zwischenstellung für die Werkzeuge vor dem Eintreten in das Tauchportal, wodurch sich die Taktzeiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung um etwa ein Drittel gegenüber der bekannten Vorrichtung verkürzen, und zwar bei gleichzeitig verringertem Aufwand durch den Wegfall von Maßnahmen zur Erzielung einer definierten Zwischenstellung. Die aus dem Bewegungsbereich des Hubportals herausbewegbaren Endstücke der oberen Führungsschienen ermöglichen gleichzeitig ein einfaches Anheben der Werkzeuge und deren Übernahme auf die oberen Führungsschienen, deren bewegliche Endstücke in den Bereich des Hubportals bewegt werden, sobald ein Werkzeug mit dem Hubrahmen die obere Übernahmeposition erreicht hat. Die freie Beweglichkeit sowohl des Tauchrahmens als auch des Hubrahmens wird hierbei dadurch ermöglicht, daß am Tauchrahmen mindestens die obere und beim Hubrahmen mindestens die untere Traverse außerhalb des Portals angeordnet ist.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Endstücke der oberen Führungsschienen nach unten verschwenkbar. Die Schwenkbewegung für die Endstücke wird hierbei gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung jeweils durch einen Druckmittelzylinder erzielt.

Um die Ausbildung der unteren Führungsschienen mit festen, in den jeweiligen Portalbereich hineinragenden Endstücken zu ermöglichen, wird gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgeschlagen, die Tragstücke des Hubrahmens aus dem Bereich des Hubportals herausbewegbar auszuführen. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, den Hubrahmen in seine untere Übernahmeposition unabhängig davon zu überführen, ob sich ein Werkzeug bereits im Bereich des Hubportals befindet.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Tragstücke des Hubrahmens an Hebeln angeordnet, die beim Absenken des Hubrahmens aus dem Bereich der Tragflächen des jeweils in der Übernahmeposition befindlichen Werkzeugs herausschwenkbar sind. Die Hebel mit den Tragstücken können hierbei bei einer Absenkbewegung des Hubrahmens durch das jeweilige in der Übernahmeposition befindliche Werkzeug entgegen der Kraft einer Rückstellfeder verschwenkbar sein.

Während die Bewegung der Werkzeuge innerhalb des Behandlungsbeckens durch die in diesem Becken befindliche Flüssigkeit abgebremst bzw. gedämpft wird, kann es bei einer Weiterentwicklung der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorteilhaft sein, vor dem Tauchportal einen etwa parallel zu den oberen Führungsschienen geführten Dämpfungsschlitten anzuordnen, der die aus dem Hubportal kommenden Werkzeuge auffängt und ihre Bewegung vor Erreichen des Tauchportals abbremst. Dieser Dämpfungsschlitten kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dazu verwendet werden, das jeweils aufgefangene Werkzeug gezielt in die Übergabeposition für das Tauchportal zu führen.

Mit dem erfindungsgemäßen Vorschlag ergibt sich insgesamt eine Vorrichtung zum Biegen und Härten oder zum alleinigen Härten von stangenförmigen Werkstücken, insbesondere Blattfedern, deren Taktzeiten für den jeweiligen Bearbeitungsvorgang erheblich kürzer sind als beim bekannten Stand der Technik und die hinsichtlich ihres konstruktiven Aufwandes dennoch einfacher und damit preiswerter ist als die bekannte Bauart.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigt

Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung mit nur einem Werkzeug, welches sich im Tauchrahmen bei Beginn der Absenkbewegung befindet;

Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht, bei welcher sich das Werkzeug in der abgesenkten Stellung befindet;

Fig. 3 eine weitere Seitenansicht, in welcher das Werkzeug durch das Behandlungsbecken hindurch in seine hintere Endstellung auf den unteren Führungsschienen gerollt ist und bereits vom Hubrahmen erfaßt wurde;

Fig. 4 eine den vorangegangenen Figuren entsprechende Seitenansicht mit vom Hubrahmen in die obere Stellung angehobenem Werkzeug;

Fig. 5 eine weitere Seitenansicht, in der das vom Hubportal zum Tauchportal auf den oberen Führungsschienen rollende Werkzeug von einem Dämpfungsschlitten erfaßt wird und

Fig. 6 eine Vorderansicht zu Fig. 1.

Die vorzugsweise zum Biegen und verzugsfreien Härten von Blattfedern verwendete Vorrichtung besitzt ein Behandlungsbecken 1, in welchem der Härtevorgang stattfindet. An der vorderen Stirnseite des Behandlungsbeckens 1 befindet sich ein Tauchportal 2 mit einem in senkrechter Richtung beweglichen Tauchrahmen 3. Die Bewegung dieses Tauchrahmens 3 wird durch einen Betätigungszylinder 4 erzielt. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel verlaufen sowohl die untere Traverse 3a als auch die obere Traverse 3b des mit seinen senkrecht angeordneten Teilen im Tauchportal 2 geführten Tauchrahmens 3 außerhalb des Bereiches des Tauchportals 2, so daß diese in waagerechter Richtung liegenden Teile des Tauchrahmens 3 nicht in das Innere des Tauchportals 2 hineinragen.

An der gegenüberliegenden Stirnseite des Behandlungsbeckens 1 ist ein dem Tauchportal 2 entsprechendes Hubportal 5 angeordnet. In diesem Hubportal 5 ist ein Hubraum 6 in senkrechter Richtung durch einen Betätigungszylinder 7 beweglich. Auch beim Hubraum 6 sind die waagerecht verlaufenden unteren und oberen Traversen 6a und 6b außerhalb des Bereiches des Hubportals 5 angeordnet.

Zwischen dem Tauchportal 2 und dem Hubportal 5 verlaufen untere Führungsschienen 8 sowie obere Führungsschienen 9. Die unteren Führungsschienen 8 sind vom Tauchportal 2 zum Hubportal 5 geneigt, wogegen die oberen Führungsschienen 9 eine Neigung vom Hubportal 5 zum Tauchportal 2 besitzen. Die Führungsschienen 8 und 9 dienen zur Aufnahme und Führung von Werkzeugen 10, von denen in der Zeichnung nur ein Werkzeug 10 der besseren Übersichtlichkeit wegen dargestellt ist.

Jedes dieser insgesamt fünf bis zwanzig Werkzeuge 10 besitzt ein Oberteil und ein Unterteil, die mit einstellbaren Formstücken zum Biegen und Festhalten des stangenförmigen Ausgangsmaterials versehen sind. Dieses Ausgangsmaterial wird bei geöffnetem Werkzeug 10 zwischen die Formstücke eingelegt, wenn sich das Werkzeug 10 innerhalb des in seiner oberen Position befindlichen Tauchrahmens 3 befindet. Anschließend werden die beiden Werkzeughälften zusammengefahren, wodurch das erwärmte Ausgangsmaterial die gewünschte Form erhält. Im zusammengefahrenen Zustand verriegeln sich die beiden Werkzeughälften, so daß das Werkzeug 10 ohne zusätzliche Mittel im geschlossenen Zustand bleibt und das gebogene Werkstück in der eingespannten Lage festhält.

Nach dem Einlegen und Biegen des Werkstückes und Verriegeln des Werkzeugs 10 wird dieses mit dem Tauchrahmen 3 durch den Betätigungszylinder 4 im Tauchportal 2 abgesenkt. Der Beginn dieses Absenkvorganges ist im linken Teil der Fig. 1 dargestellt. Die Darstellung zeigt, daß das Werkzeug 10 vom Tauchrahmen 3 durch in das Tauchportal 2 hineinragende Tragstücke 3c erfaßt wird. Diese Tragstücke 3c greifen nicht an Tragrollen 10a an, die sich zu beiden Seiten des Werkzeuges 10 befinden und auf den unteren bzw. oberen Führungsschienen 8 und 9 abrollen, sondern an Tragflächen, die in senkrechter und/oder waagerechter Richtung zu den Tragrollen 10a versetzt sind.

Auf diese Weise kann das Werkzeug 10 vom Tauchrahmen 3 erfaßt werden, wenn sich die Tragrollen 10a des Werkzeuges 10 noch jeweils auf einem Endstück 11 der oberen Führungsschienen 9 befinden. Diese Endstücke 11 der oberen Führungsschienen 9 sind aus ihrer waagerechten Stellung, die in Fig. 5 dargestellt ist und in der sie das in der oberen Stellung im Tauchportal 2 befindliche Werkzeug 10 tragen, aus dem Bereich des Tauchportals 2 herausbewegbar, wie beispielsweise die Fig. 1 zeigt. Dieses Herausbewegen der Endstücke 11 findet statt, sobald das Werkzeug 10 durch die Tragstücke 3c des Tauchrahmens 3 erfaßt und übernommen worden ist. Anschließend können die beim Ausführungsbeispiel nach unten verschwenkbar ausgebildeten Endstücke 11 mittels eines Schwenkzylinders 12 in die in Fig. 1 dargestellte Lage gebracht werden. In dieser Lage kann der Tauchrahmen 3 mit dem Werkzeug 10 senkrecht nach unten bewegt werden, bis er die in Fig. 2 dargestellte Position erreicht.

In der in Fig. 2 dargestellten Position gelangen die Tragrollen 10a des Werkzeuges 10 auf den Beginn der unteren Führungsschienen 8.

Da diese Führungsschienen 8 in Richtung auf das hinten liegende Hubportal 5 geneigt sind, beginnt sich das Werkzeug 10 infolge seiner Schwerkraft durch das Behandlungsbecken 1 zu bewegen. Sobald das Werkzeug 10 den Tauchrahmen 3 verlassen hat, kann dieser aus der in Fig. 2 dargestellten unteren Lage in seine obere Lage nach Fig. 1 zurückbewegt werden.

Sobald das Werkzeug 10 gemäß Fig. 3 das hintere Ende der unteren Führungsschienen 8 erreicht hat, kann es durch Tragstücke 6c des Hubrahmens 6 erfaßt werden, die jeweils an einem schwenkbaren Hebel 13 angeordnet sind. Jeder Hebel 13 steht unter der Belastung einer Rückstellfeder 14.

Durch Anheben des Hubrahmens 6 mittels des Betätigungszylinders 7 aus der in Fig. 3 dargestellten Lage erfolgt eine Übernahme des Werkzeuges 10 durch die Tragstücke 6c des Hubrahmens 6. Das Werkzeug 10 gelangt auf diese Weise zusammen mit dem Hubrahmen 6 in die obere Lage im Hubportal 5, wie in Fig. 4 dargestellt ist. Sobald das Werkzeug 10 die unteren Führungsschienen 8 verlassen hat, kann ein weiteres Werkzeug 10 in die in Fig. 3 dargestellte Endposition nachrollen.

Um das Werkzeug 10 mit seinen Tragrollen 10a auf das hintere Ende der oberen Führungsschienen 9 aufsetzen zu können, befinden sich auch hier aus dem Bewegungsbereich des Hubportals 5 herausbewegliche Endstücke 15. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind auch diese Endstücke 15 durch Schwenkzylinder 16 aus der waagerechten in eine senkrechtere Stellung nach unten schwenkbar. Sobald das Werkzeug 10 die in Fig. 4 eingezeichnete obere Stellung innerhalb des Hubportals 5 erreicht hat, werden die Endstücke 15 in die waagerechte Lage geschwenkt. Sie ergreifen hierbei die Tragrollen 10a des Werkzeugs 10. Während das Werkzeug 10 aufgrund seines Eigengewichtes nunmehr von den Endstücken 15 auf die oberen Führungsschienen 9 rollt, kann der Hubrahmen 6 wieder zur Übernahme eines nachfolgenden Werkzeuges 10 nach unten bewegt werden. Bei dieser Absenkbewegung des Hubraumes 6 werden die Hebel 13 mit den Tragstücken 6c durch das jeweils in der Übernahmeposition befindliche Werkzeug 10 entgegen der Kraft ihrer Rückstellfedern 14 verschwenkt. Auf diese Weise ist es möglich, jedes nachfolgende Werkzeug 10 bereits in seine Übernahmestellung innerhalb des Hubportals 5 rollen zu lassen, obwohl sich der Hubrahmen 6 noch nicht in der unteren Endstellung befindet.

Durch die am vorderen Ende der Führungsschienen 9 angeordneten Endstücke 11 können die im Hubportal 5 geöffneten und von den fertig behandelten Werkstücken befreiten Werkzeuge 10 bereits in ihre Übernahmeposition innerhalb des Tauchportals 2 rollen, bevor der Tauchrahmen 3 in seiner oberen Stellung steht. Um eine Dämpfung der Rollbewegung der Werkzeuge 10 zu erzielen und einen zu heftigen Aufprall der Werkzeuge 10 auf das Tauchportal 2 zu verhindern, sind vor dem Tauchportal 2 beim Ausführungsbeispiel zu beiden Seiten des Werkzeugs 10 jeweils ein Dämpfungsschlitten 17 angeordnet, der auf etwa paralle zu den oberen Führungsschienen 9 verlaufenden Führungsstangen 18 geführt ist und mit einem Druckmittelzylinder 19 zusammenwirkt. Die Dämpfungsschlitten 17 erfassen die Werkzeuge 10 auf der linken und rechten Seite und bremsen dessen Rollbewegung ab. Die zum Abbremsen dienenden Druckmittelzylinder 19 sorgen andererseits dafür, daß nach dem Abbremsvorgang das Werkzeug 10 definiert in seine Übernahmestellung innerhalb des Tauchportals 2 überführt wird. In dieser Übernahmestellung ruhen die Tragrollen 10a des Werkzeuges 10 auf den waagerecht liegenden Endstücken 11 der Führungsschienen 9. Diese Lage der Endstücke 11 ist in Fig. 5 dargestellt. Erst wenn der Tauchrahmen 3 gemäß Fig. 1 das Werkzeug 10 erfaßt hat, werden die Endstücke 11 mittels der Schwenkzylinder 12 nach unten weggeschwenkt, so daß anschließend der Tauchrahmen 3 mit dem Werkzeug 10 abgesenkt werden kann, wie dies bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben worden ist.

Die voranstehenden Darlegungen lassen erkennen, daß sowohl bezüglich des Tauchportals 2 als auch bezüglich des Hubportals 5Zwischenstellungen der Werkzeuge 10 vermieden werden und daß die Werkzeuge 10 ungehindert sowohl in das Tauchportal 2 als auch in das Hubportal 5 gelangen können, bevor der Tauchrahmen 3 bzw. der Hubrahmen 6 ihre jeweilige Übernahmeposition erreicht haben. Hierdurch werden bei gleichzeitig verringertem Anlagenaufwand die Taktzeiten der beschriebenen Vorrichtung erheblich verkürzt.

Bei einer möglichen Ausführungsform können anstelle der in den Bereich des Tauchrahmens 3 bzw. des Hubrahmens 6 hineinragende Tragstücke 3c bzw. 6c die unteren Traversen des Tauchrahmens 3 bzw. des Hubrahmens 6 verwendet werden, wenn diese im Bereich des entsprechenden Portals verlaufend ausgebildet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Biegen und Härten oder zum alleinigen Härten von stangenförmigen Werkstücken, insbesonder Blattfedern, mit mehreren jeweils aus Ober- und Unterteil bestehenden Werkzeugen, durch die jeweilks das erwärmte Werkstück eingespannt, dabei gegebenenfalls gebogen und in eingespanntem Zustand in einem Behandlungsbecken gehärtet wird, wobei das jeweilige Werkzeug in geschlossenem Zustand mittels eines Tauchrahmens an einem Tauchportal abgesenkt und in der abgesenkten Stellung aus dem Tauchrahmen entlassen sowie mittels Tragrollen auf unteren Führungsschienen durch das Behandlungsbecken bewegt wird, bevor es durch einen Hubrahmen erfaßt und durch diesen in einem Hubportal in eine oberhalb des Behandlungsbeckens liegende Stellung angehoben wird, in der das Werkzeug geöffnet sowie das Werkstück entnommen wird und aus der das geöffnete Werkzeug mittels seiner Tragrollen durch obere Führungsschienen zum Tauchportal überführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß beim Tauchrahmen (3) mindestens die obere und beim Hubrahmen (6) mindestens die untere Traverse (3b, 6a) außerhalb des Bereiches des Tauchportals (2) bzw. Hubportals (5) angeordnet ist, daß beide Rahmen (3, 6) in das jeweilige Portal (2 bzw. 5) hineinragende Tragstücke (3c bzw. 6c) besitzen, welche die Werkzeuge (10) an einer in senkrechter und/oder waagerechter Richtung zu den Tragrollen (10a) versetzten Tragfläche ergreifen und daß die in das Tauchportal (2) sowie in das Hubportal (5) hineinragenden Endstücke (11 bzw. 15) der oberen Führungsschienen (9) aus dem Portalbereich herausbewegbar sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endstücke (11, 15) der oberen Führungsschienen (9) nach unten schwenkbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Endstücke (11, 15) der oberen Führungsschienen (9) jeweils durch einen Schwenkzylinder (12, 16) verschwenkbar sind.
  4. 4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstücke (6c) des Hubrahmens (6) aus dem Bereich des Hubportals (5) herausbewegbar sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstücke (6c) des Hubrahmens (6) an Hebeln (13) angeordnet sind, die beim Absenken des Hubrahmens (6) aus dem Bereich der Tragflächen des jeweils in der Übernahmeposition befindlichen Werkzeuge (10) herausschwenkbar sind.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel (13) mit den Tragstücken (6c) bei einer Absenkbewegung des Hubrahmens (6) durch das jeweils in der Übernahmeposition befindliche Werkzeug (10) entgegen der Kraft einer Rückstellfeder (14) verschwenkbar sind.
  7. 7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Tauchportal (2) mindestens ein etwa parallel zu den oberen Führungsschienen (9) geführter Dämpfungsschlitten (17) angeordnet ist, der die aus dem Hubportal (5) kommenden Werkzeuge (10) auffängt und ihre Bewegung vor Erreichen des Tauchportals (62) abbremst.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungsschlitten (17) das jeweils aufgefangene Werkzeug (10) gezielt der Übergabeposition für das Tauchportal (2) zuführt.
  9. 9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Bereich des Tauchrahmens (3) oder Hubrahmens (6) hineinragenden Tragstücke durch deren untere Traverse gebildet sind.






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