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Dokumentenidentifikation DE3728187A1 16.03.1989
Titel Fechtsportgerät
Anmelder Lohre, Günther, 7000 Stuttgart, DE
Erfinder Lohre, Günther, 7000 Stuttgart, DE
Vertreter Dreiss, U., Dr.jur. Dipl.-Ing.; Hosenthien, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Fuhlendorf, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 24.08.1987
DE-Aktenzeichen 3728187
Offenlegungstag 16.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.03.1989
IPC-Hauptklasse A63B 69/02
IPC-Nebenklasse F41B 13/02   
Zusammenfassung Das Fechtsportgerät ist gekennzeichnet durch einen länglichen Hiebkörper (2) aus Kunststoffschaum und einen sich daran anschließenden Griff (3).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fechtsportgerät.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fechtsportgerät zu schaffen, daß die Geschicklichkeitserfordernisse des Fechtens, bei dem Treffer durch Stoßen erzielt werden, ohne die Notwendigkeit von Schutzvorrichtungen (vergitterte Helme, hieb- und stoßfeste Westen, od. dgl.) bei gesicherter Anzeige der Treffer ermöglicht.

Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Fechtsportgerät einen länglichen Hiebkörper aus Kunststoffschaum und einen sich daran anschließenden Griff aufweist. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.

Die Erfindung schafft also ein neues einfaches Sportgerät, bei dem höchste Geschicklichkeitsanforderungen gestellt werden können, das gleichzeitig aber so ungefährlich ist, daß es ohne die beim "normalen" Fechten erforderlichen Schutzeinrichtungen ausgeübt werden kann. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen definiert.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und ihrer vorteilhaften Weiterbildung werden im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Es stellt dar

Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel;

Fig. 2 einen Schnitt durch das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 mit Modifikationen;

Fig. 3 das Fechten mit dem erfindungsgemäßen Fechtsportgerät.

Das Fechtsportgerät 1 wird durch einen Hiebkörper 2 und einen Griff 3 gebildet. Der Hiebkörper 2 besteht aus einem Polyäther-, Polyester-, oder Polyäthylenschaum mit einem Mengengewicht zwischen 25 bis 40 kg/cm3 und einer Stauchhärte von 2,5 bis 6,0 kg Pascal. Wie ersichtlich ist der Hiebkörper als rotationssymmetrischer, konischer Körper ausgebildet, z. B. mit folgenden Abmaßen: Länge 61 cm; Durchmesser am dickeren Ende 15 cm; Durchmesser vorne, d. h. am dünneren Ende 6,5 cm.

In dem Griff 3 und in das griffnahe Drittel des Hiebkörpers 2 ist ein Holzstab 4 integriert, um beim Zupacken im Bereich des Griffs sicheren Halt zu geben und um den Hiebkörper 2 zu stabilisieren.

Die Verwendung des Fechtsportgeräts erfolgt in der Art und Weise, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist. Zwei Personen, die mit einem deratigen Fechtsportgerät 1 gegeneinander kämpfen, greifen es am Griff 3. Dabei sollen am Körper der jeweils anderen Person möglichst viele Treffer erzielt werden. Als Treffer gilt jeder Stoß in Richtung der Längsachse A des Fechtsportgeräts, also das Auftreffen der vorderen Stirnfläche 5 des Hiebkörpers 2 auf den Körper des Gegners, dessen Oberfläche in Fig. 2 mit 6 schematisch angegeben ist.

Um derartige mit der vorderen Stirnfläche in Richtung der Längsachse A des Fechtsportgeräts 1 erzielte Treffer auch zweifelsfrei identifizieren zu können, ist in die Stirnfläche 5 ein Trefferdetektor 7 integriert. Er kann im einfachsten Fall bspw. durch einen Schalter 8 gebildet werden, der in Schaumstoff eingebettet ist, so daß sich beim Auftreffen in Richtung der Längsachse A der Schalter 8 schließt und aus diesem Schließvorgang in an sich bekannter Weise ein elektrischer Impuls abgeleitet werden kann. Um diesen zu registrieren, ist der Trefferdetektor 7 mittels Leitungen 9 mit einer Anzeigeeinrichtung 10 in der endseitigen Stirnfläche des Griffes 3 verbunden. Die Anzeigevorrichtung 10 ist derart ausgebildet, daß sie leicht ablesbar numerisch die Zahl der Treffer anzeigt. Sie enthält auch die weiteren erforderlichen elektrischen bzw. Schalteinrichtungen, z. B. Batterien, eine Zählschaltung, Rückstelleinrichtung, usw.

In der Modifikation des Ausführungsbeispiels nach Fig. 2 schließen sich an den Holzstab 4 auch zwei teleskopartig ineinanderschiebbare Rohre 11 und 12 an, wobei das Rohr 12 über das mit dem Holzstab 4 verbundene Rohr 11 gestülpt ist. Zwischen dem Holzstab 4 und dem Rohr 12 befindet sich eine Feder 13. Diese Einrichtung dient dazu, dem gesamten Hiebkörper 2 noch über den Bereich des Holzstabes 4 hinaus Festigkeit gegen Einknicken zu verleihen.

Bei der Ausbildung des Hiebkörpers 2 aus Schaumstoff, der integral in einen Überzug 3&min; des Holzstabes 4 im Bereich des Griffes 3 übergeht, ist darauf zu achten, daß die Außenfläche des geschäumten Körpers geschlossenzellig realisiert wird, d. h., daß das Aufschäumen derart erfolgt, daß als Außenhaut eine dichte Oberfläche entsteht, so daß sich Hiebkörper 2 nicht mit Feuchtigkeit vollsaugen kann. Durch die geschlossene Struktur der Außenhaut wird auch die Reißfestigkeit der Außenfläche verbessert.


Anspruch[de]
  1. 1. Fechtsportgerät, gekennzeichnet durch einen länglichen Hiebkörper (2) aus Kunststoffschaum und einen sich daran anschließenden Griff (3) aufweist.
  2. 2. Fechtsportgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hiebkörper (2) konisch ausgebildet ist, wobei in Nähe des Griffs (3) dasjenige Ende des Hiebkörpers (2), das den größeren Durchmesser aufweist, angeordnet ist.
  3. 3. Fechtsportgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der dem Griff (3) gegenüberliegenden Stirnseite (5) des Hiebkörpers (2) ein Trefferdetektor (7) zur Feststellung des Auftreffens des Hiebkörpers (2) auf der gegnerischen Körperfläche in Richtung der Längsachse (A) des Hiebkörpers (2) vorgesehen ist.
  4. 4. Fechtsportgerät nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Trefferdetektor (7) durch einen in Schaumstoff eingebetteten Schalter (8) gebildet wird.
  5. 5. Fechtsportgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Griff eine Anzeigeeinrichtung (10) mit von außen sichtbarer Anzeige vorgesehen ist, die mit dem Trefferdetektor (7) verbunden (9) ist.
  6. 6. Fechtsportgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (3) und das griffseitige Drittel des Hiebkörpers (2) durch einen eingebetteten festen formgebenden Teil (4) stabilisiert sind.
  7. 7. Fechtsportgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der stabilisierende Teil durch einen Holzstab (4k) gebildet wird.
  8. 8. Fechtsportgerät nach Anspruch 6, daß der stabilisierende Teil teleskopartig gegen Federkraft ineinanderschiebbar die Knickfestigkeit des Hiebkörpers (2) erhöhende Rohre (11, 12) aufweist.
  9. 9. Fechtsportgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhaut des aus porösem Schaumstoff gebildeten Hiebkörpers (2) geschlossenzellig ausgebildet ist.






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