PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE2753711C2 30.03.1989
Titel Vorrichtung zur Koronabehandlung von Werkstoffen großer Breite, wie beispielsweise Kunststoffolien
Anmelder Kalwar, Klaus, 4803 Steinhagen, DE
Erfinder Kalwar, Klaus, 4803 Steinhagen, DE
Vertreter Stracke, A., Dipl.-Ing.; Loesenbeck, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4800 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 02.12.1977
DE-Aktenzeichen 2753711
Offenlegungstag 07.06.1979
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse B29C 59/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Koronabehandlung von Werkstoffen großer Breite, wie beispielsweise Kunststoffolien, bestehend aus einer als Elektrode ausgebilden Walze und einer Messerelektrode, wobei der Abstand zwischen der antreibbaren Walze und der Messerelektrode, die beide in einem Gestell gelagert sind, verstellbar ist.

Es ist bekannt, die Messerelektrode an ihren beiden stirnseitigen Enden im Gestell zu lagern und im Bereich dieser Lagerung Verstellmittel vorzusehen. Diese Art der Verstellung ist nicht geeignet, eine exakte Spalteinstellung über die gesamte Länge der Messerelektrode vorzunehmen.

Es ist ferner eine Vorrichtung zur Vorbehandlung von elektrisch leitenden oder nicht leitenden Materialien durch Koronaentladung bekannt (DE-OS 23 09 031), bei der sämtliche Elektroden als Walzenelektroden ausgebildet sind. Der an Spannung liegenden Walzenelektrode oder den an Spannung liegenden, drehbar gelagerten Walzenelektroden ist ein umlaufendes, als Dielektrikum ausgebildetes Antriebsband zugeordnet. Die letztgenannten Elektroden sind auf einem Schlitten gelagert, der im Gestell mittels einer Spindel relativ zu der anderen Walzengegenelektrode verstellt werden kann. Die an Spannung liegenden Walzenelektroden sind im Lagerbereich ebenfalls verstellbar.

Insbesondere bei Vorrichtungen zur Koronabehandlung mit einer großen Arbeitsbreite taucht das Problem auf, daß sich der Elektrodenspalt unter dem Einfluß verschiedener Betriebszustände insgesamt und in Teilbereichen unterschiedlich ändert.

Es hat sich beispielsweise gezeigt, daß durch Temperaturschwankungen ebenso wie durch Abnutzungen an der Messerelektrode Elektrodenspaltveränderungen in Teilbereichen entstehen können, die zu einer Veränderung der Behandlungsgüte führen. Um eine möglichst gleichmäßige Behandlungsgüte zu gewährleisten, ist es also erforderlich, die Breite des Elektrodenspalts über den gesamten Behandlungsbereich hinweg möglichst gleich zu halten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß voneinander unabhängige Einstellungen des Elektrodenspaltes an verschiedenen, über die Länge der Messerelektrode verteilten Stellen und zentral eine Einstellung des Elekrodenspaltes auf unterschiedlich dicke, zu behandelnde Folien, in möglichst einfacher Weise, vorgenommen werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die Messerelektrode entweder über ihre gesamte Länge oder bereichsweise an die Walzenelektrode heranbewegt oder von der Walzenelektrode wegbewegt werden. Bei Einstellungen des Elektrodenspaltes, die an verschiedenen Stellen unabhängig voneinander erfolgen, wird eine Deformation der Messerelektrode vorgenommen. Der Elektrodenspalt wird hierdurch an ein Sollmaß angepaßt, um eine gute Behandlungsqualität zu erreichen.

Ausgestaltungen der Erfindung ergeben ich aus den Unteransprüchen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Das Ausführungsbeispiel eignet sich für größere Vorrichtungen zur Koronabehandlung.

Mit dem Bezugszeichen 1 ist eine als Elektrode ausgebildete Walze bezeichnet, zu der achsparallel eine mit dem Bezugszeichen 2 versehene Messerelektrode angeordnet ist.

Die Walze 1 ist drehbar im Gestell 16 gelagert.

Die Messerelektrode 2 ist an einen Hochspannungsgenerator 17 angeschlossen und bei Anlegen der Hochspannung an die Messerelektrode 2 bildet sich die Korona 4 zwischen Walze 1 und Messerelektrode 2 aus.

Die Messerelektrode 2 ist mittels mehrerer Verstellglieder 18 an einem oberen Holm 19 des Gestelles 16 aufgehängt. Die Verstellglieder 18 sind mit Gewindespindeln 20 ausgestattet, so daß die Messerelektrode 2 über die Gewindespindeln 20 nach oben oder nach unten gefahren werden kann.

Die Verstellglieder 18 sind mechanisch wie auch motorisch betätigbar.

Über eine Differenzmeßvorrichtung 21, die vorzugsweise aus einer optischen Meßvorrichtung besteht, werden die Abstände der Messerelektrode 2 zur Walze 1 in den Meßpunkten 22 und 23 erfaßt. Das Ergebnis der Differenzmessung wird an ein Regelglied 24 übermittelt, welches Regelglied 24 die motorischen Verstellglieder 18 ansteuern und in Betrieb setzen kann.

Dabei ist es möglich, sowohl alle Verstellglieder 18 gleichzeigt wie auch jedes Verstellglied 18 einzeln zu betätigen.

Das Ergebnis der Differenzmessung wird für jedes Verstellglied 18 gesondert in einem Anzeigegerät 25 angezeigt.

Die Differenzmeßvorrichtung 21 kann auch eine Ultraschall- oder Echolot-Meßvorrichtung sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Koronabehandlung von Werkstoffen großer Breite, wie beispielsweise Kunststoffolien, bestehend aus einer als Elektrode ausgebildeten Walze und einer Messerelektrode, wobei der Abstand zwischen der antreibbaren Walze und der Messerelektrode, die beide in einem Gestell gelagert sind, verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerelektrode (2) mittels mehrerer über ihre Länge verteilt angeordneter Verstellglieder (18) und mit diesen zusammenwirkender Gewindespindeln (20) am Gestell (16) aufgehängt ist, jeder der Verstellglieder (18) zur Verstellung der Messerelektrode mechanisch oder motorisch betätigbar ist und daß die Betätigung der Verstellglieder einzeln oder mittels einer zentralen Verstellvorrichtung zur gleichmäßigen Verstellung der Messerelektrode gegenüber der Walze (1) in ihrer Gesamtheit möglich ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei motorischen Verstellgliedern (18) diese einzeln oder in ihrer Gesamtheit von einem Regelglied (24) betätigbar sind, welches Regelglied (24) mit einer Differenzmeßvorrichtung (21) verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenzmeßvorrichtung (21) eine optische Meßvorrichtung ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem motorischen Verstellglied (18) ein Anzeigegerät (25) zugeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenzmeßvorrichtung (21) eine Ultraschallmeßvorrichtung ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com