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Dokumentenidentifikation DE3209458C2 30.03.1989
Titel Geräteanbauvorrichtung für einen Ackerschlepper
Anmelder Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln, DE
Erfinder Adams, Heribert, Dipl.-Landw., 5064 Rösrath, DE;
Kies, Georg, Dipl.-Ing., 5000 Köln, DE
DE-Anmeldedatum 16.03.1982
DE-Aktenzeichen 3209458
Offenlegungstag 29.09.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse A01B 59/041
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft bei einer Geräteanbauvorrichtung eines Ackerschleppers die seitlichen Führungselemente zur Begrenzung der Seitenbeweglichkeit der Unterlenker, wobei die unteren Führungselemente für die Anlage der Unterlenker in Arbeitsstellung in einfacher Weise von ihren Tragböcken abnehmbar und an deren Innenseiten mittels der vorhandenen Halteglieder zur Aufbewahrung wieder zu befestigen sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Geräteanbauvorrichtung für einen Ackerschlepper mit einer beiderseits aus unteren und oberen Führungselementen gebildeten Einrichtung zur Begrenzung der Seitenbeweglichkeit der Unterlenker, deren die Seitenbewegungen der Unterlenker in der Arbeitsstellung begrenzende untere Führungselemente lösbar und deren die Seitenbewegungen der Unterlenker in der Transportstellung begrenzende obere Führungselemente an über das rückwärtige Ende des Schlepperrumpfe hinausragenden sowie an diesen befestigten Tragböcken angeordnet sind, wobei die unteren Führungselemente bei Nichtgebrauch gelöst und an anderer Stelle des Schleppers befestigt werden.

Es ist aus der DE-OS 22 16 652 eine Geräteanbauvorrichtung vorgenannter Art bekanntgeworden, bei der die Tragböcke für die Führungselemente entsprechend einem kreisbogenförmigen Hubweg der Unterlenker segmentförmig ausgebildet sind. Dabei verlaufen die Tragböcke auf einem Kreisbogen, dessen Mittelpunkt in der Schwenkachse der Unterlenker liegt. Die Tragböcke sind insbesondere im oberen Bereich U-förmig gestaltet und bilden hier mit den beiden Kanten der Seitenwände den Anschlag der Unterlenker in Transportstellung. Die der U-Form der Tragböcke angepaßten bogenförmigen Führungselemente können in diesen wahlweise in einer oberen oder unteren Stellung befestigt werden. Bei Anordnung der Führungselemente in der oberen Stellung haben die Unterlenker in Arbeitsstellung Seitenspiel und eignen sich dann zum Anbau seitlich pendelnder Arbeitsgeräte, während das Seitenspiel bei Anordnung der Führungselemente in der unteren Stellung für Arbeitsgeräte mit seitlicher Stabilisierung ausgeschaltet ist. Nachteilig bei dieser bekannten Einrichtung sind die relativ schmalen Anlaufbahnen an den äußeren Kanten der die U-form der Tragböcke bildenden Seitenwände. Hierdurch ergibt sich eine große Flächenpressung beim Anlaufen der Unterlenker verbunden mit großem Verschleiß sowohl an den Anlaufbahnen als auch an den Unterlenkern. Der dabei durch Reibung zwischen den genannten Teilen auftretende Verschleiß wird noch begünstigt durch die Anordnung der Tragböcke auf einer Kreisbahn zur Schwenkachse der Unterlenker, so daß die Berührung zwischen den Anlaufbahnen und den Unterlenkern an diesen stets an den gleichen Stellen erfolgt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Geräteanbauvorrichtung dahingehend zu verbessern, daß bei Beibehaltung der Möglichkeit die Führungselemente bei Nichtgebrauch an einer gut erreichbaren Stelle nahe der Geräteanbauvorrichtung zur Aufbewahrung zu befestigen, schmale und stets an der gleichen Stelle der Unterlenker wirkende Anlaufbahnen vermieden werden.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß für die unteren Führungselemente bei Nichtgebrauch an den einander zugewandten Innenseiten der Tragböcke Anlagestellen mit Aufnahmen für Halteglieder der unteren Führungselemente zur Befestigung derselben angeordnet sind.

Somit haben die Führungselemente bei Nichtverwendung zur Stabilisierung der Unterlenker einen bestimmten, von anderen Bauteilen nicht beanspruchten, Aufbewahrungsort, wobei zu dem ein Verlieren bzw. Verlegen der Führungselemente weitgehend vermieden wird.

In Weiterbildung der Erfindung stellen die Tragböcke in vertikaler Ansicht ein Winkelprofil dar, dessen einer Schenkel an der Rückseite des Schlepperrumpfes befestigt ist und dessen anderer Schenkel außen das obere Führungselement sowie unterhalb desselben und an der Innenseite die Anlagestellen mit darin angeordneten Aufnahmen zur Befestigung des lösbaren unteren Führungselements für die Arbeits- bzw. Ruhestellung aufweist.

Dabei hat es sich als zweckdienlich erwiesen, wenn jedes der unteren Führungselemente durch einen mit einem Klappstecker gesicherten Haltebolzen am Tragbock befestigt ist und ferner mit Abstand dazu einen als Federhülse ausgebildeten Zentrierstift auf weist, der in eine Bohrung im Tragbock eingreift.

Bei einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die unteren Führungselemente als stabförmige, im wesentlichen quadratischen Querschnitt aufweisende Teile ausgebildet, deren in Arbeitslage den Unterlenkern zugewandten Seiten in vertikaler Richtung bogenförmig so gekrümmt sind, daß der gegenseitige Abstand der im unteren Bereich der unteren Führungselemente anliegenden Unterlenker größer ist als der Abstand bei Anlage derselben im oberen Bereich dieser Führungselemente.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 in Rückansicht einen linkseitigen Tragbock gemäß der Erfindung mit in Arbeitsstellung befindlichem unteren Führungselement,

Fig. 2 den Tragbock gemäß Fig. 1 in Draufsicht,

Fig. 3 in Rückansicht einen rechtsseitigen Tragbock gemäß der Erfindung mit am Aufbewahrungsort befindlichem Führungselement,

Fig. 4 den Tragbock gemäß Fig. 3 in Draufsicht.

An der rückwärtigen Gehäusewand 1 eines Schleppers ist im unteren Bereich nahe der rechten sowie der linken Fahrzeugseite je ein in Draufsicht winkelförmiger Tragbock 2 bzw. 3 mittels Schrauben 4 befestigt. Die beiden Tragböcke 2, 3 sind Bestandteile einer Geräteanbauvorrichtung, von der außer den beiden Tragböcken 2, 3 lediglich die beiden Unterlenker 5 und 6 strich-punktiert angedeutet sind. Beide Tragböcke 2, 3 haben einen spiegelbildlich gleichen Aufbau. Dabei weist der eine an der Gehäusewand 1 anliegende Schenkel 7 der Tragböcke 2, 3 drei Bohrungen zur Aufnahme der zur Befestigung vorgesehenen Schrauben 4 auf. Der andere Schenkel 8 der Tragböcke 2, 3 ist im unteren Bereich 10 außen im wesentlichen flach ausgebildet und dient hier zur Aufnahme von unteren Führungselementen 11 als Anschläge für den entsprechenden Unterlenker 5 bzw. 6. Zur Befestigung der Führungselemente 11 ist je ein diese sowie eine Bohrung 12 im Tragbock 2 bzw. 3 durchsetzende und mittels Klappstecker 14 gesicherter herausnehmbarer Bolzen 15 vorgesehen. Als Verdrehsicherung der Führungselemente 11 greift eine in diesen befestigte Spannhülse 16 in je eine Bohrung 17 der Tragböcke 2, 3 ein. Dabei haben die Führungselemente 11 die Aufgabe, die in Arbeitsstellung daran anliegenden Unterlenker 5, 6 der Geräteanbauvorrichtung in ihrer Seitenbeweglichkeit zu stabilisieren, um eine gute Seitenführung eines angeschlossenen Arbeitsgerätes zu gewährleisten. Im Gegensatz zu den abnehmbaren Führungselementen 11 weisen die Tragböcke 2 und 3 im oberen Bereich im Anschluß an Übergangsschrägen 19 gegenüber dem unteren Bereich 10 vorspringende ortsfeste Führungselemente 20 als Anschläge für die Unterlenker 5 und 6 in Transportstellung auf. In dieser Stellung ist es besonders wichtig, einem Arbeitsgerät über die Unterlenker 5 und 6 eine gute Seitenstabilität zu geben.

Soll dagegen ein Arbeitsgerät in Arbeitsstellung pendelnd geführt werden, dann müssen die unteren Führungselemente 11 abgebaut werden. Dies erfolgt in einfacher Weise durch Herausnahme der Klappstecker 14 und Abnahme der unteren Führungselemente 11 bei hochgeschwenkten Unterlenkern 5, 6. Zur Aufbewahrung der unteren Führungselemente 11 sind gemäß den Fig. 3 und 4 an den Tragböcken 2 und 3 innenseitig Anlagestellen 21 mit je zwei Aufnahmebohrungen 22 und 23 für den Zapfen 15 bzw. den Zentrierstift 16 vorgesehen. Die Bohrung 22 für den Zapfen 15 durchsetzt den Schenkel 8 des Tragbockes 2 bzw. 3, so daß der Klappstecker 14 zur Sicherung des entsprechenden Bolzens 15 von der Außenseite des Tragbockes 2 bzw. 3 leicht erreichbar ist. Durch diese Anordnung sind die unteren Führungselemente 11 bei Nichtgebrauch zur Aufbewahrung ohne zusätzliche Halteelemente sicher und gut zugänglich untergebracht.


Anspruch[de]
  1. 1. Geräteanbauvorrichtung für einen Ackerschlepper mit einer beiderseits aus unteren und oberen Führungselementen gebildeten Einrichtung zur Begrenzung der Seitenbeweglichkeit der Unterlenker, deren die Seitenbewegungen der Unterlenker in der Arbeitsstellung begrenzende untere Führungselemente lösbar und deren die Seitenbewegungen der Unterlenker in der Transportstellung begrenzende obere Führungselemente an über das rückseitige Ende des Schlepperrumpfes hinausragenden sowie an diesen befestigten Tragböcken angeordnet sind, wobei die unteren Führungselemente bei Nichtgebrauch gelöst und an anderer Stelle des Schleppers befestigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß für die unteren Führungselemente (11) bei Nichtgebrauch an den einander zugewandten Innenseiten der Tragböcke (2, 3) Anlagestellen (21) mit Aufnahmen (22, 23) für Halteglieder (15 bzw. 16) der unteren Führungselemente (11) zur Befestigung derselben (11) angeordnet sind.
  2. 2. Geräteanbauvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragböcke (2, 3) in vertikaler Ansicht ein Winkelprofil darstellen, dessen einer Schenkel (7) an der Rückseite des Schlepperrumpfes (1) befestigt ist und dessen anderer Schenkel (8) außen das obere Führungselement (20) sowie unterhalb desselben an der Außenseite und an der Innenseite die Anlagestellen (21) mit darin angeordneten Aufnahmen (22, 23) zur Befestigung des lösbaren unteren Führungselements (11) für die Arbeits- bzw. Ruhestellung aufweist.
  3. 3. Geräteanbauvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der unteren Führungselemente (11) durch einen mit einem Klappstecker (14) gesicherten Haltebolzen (15) am Tragbock (2, 3) befestigt ist und ferner mit Abstand dazu einen als Federhülse ausgebildeten Zentrierstift (16) aufweist, der in eine Bohrung (17) im Tragbock (2, 3) eingreift.
  4. 4. Geräteanbauvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Führungselemente (11) als stabförmige, im wesentlichen quadratischen Querschnitt aufweisende Teile ausgebildet sind, deren in Arbeitslage den Unterlenkern (5, 6) zugewandten Seiten in vertikaler Richtung bogenförmig so gekrümmt sind, daß der gegenseitige Abstand der im unteren Bereich (10) der unteren Führungselemente (11) anliegenden Unterlenker (5, 6) größer ist als der Abstand bei Anlage derselben im oberen Bereich dieser Führungselemente (11).






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