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Dokumentenidentifikation DE3437259C2 30.03.1989
Titel Vorrichtung zum Ablenken eines Luftstromes
Anmelder Matsushita Electric Industrial Co., Ltd., Kadoma, Osaka, JP
Erfinder Sugawara, Norio;
Nawa, Motoyuki, Nara, JP
Vertreter Eisenführ, G., Dipl.-Ing.; Speiser, D., Dipl.-Ing.; Rabus, W., Dr.-Ing.; Brügge, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 2800 Bremen
DE-Anmeldedatum 11.10.1984
DE-Aktenzeichen 3437259
Offenlegungstag 02.05.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse F24F 13/075
IPC-Nebenklasse B60H 1/34   
Zusammenfassung Vorrichtung zum Ablenken eines Luftstromes oder eines anderen Fluids in einem Strömungskanal. Die in bekannter Weise im Bereich des Auslasses angeordneten Ablenkbleche liegen auf einer gebogenen Linie, so daß sie in der einen Endposition entlang dieser gebogenen Linie eine im wesentlichen durchgehende, gebogene Führungswand innerhalb des Strömungskanals bilden und dabei von der Flußrichtung des Luftstromes im Strömungskanal divergieren, wodurch diese Führungswand den Luftstrom anzieht und damit den gesamten Luftstrom beim Ausströmen aus dem Auslaß durch den bekannten Coanda-Effekt ablenkt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ablenken eines Luftstromes oder eines anderen Fluids nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Im allgemeinen kann bei konventionellen Klimaanlagen mit Wärmepumpen ein den Auslaßgrill verlassender Luftstrom in jeweils eine von zwei Richtungen gelenkt werden. Weil sich das spezifische Gewicht der Luft mit der Temperatur ändert, wird das Auslaßgrill normalerweise so eingestellt, daß im Kühlbetrieb die Luft aus dem Grill nach vorn oder nach oben geblasen wird, während im Heizbetrieb die Luft nach unten gerichtet wird.

Zusätzlich kann sowohl beim Heizbetrieb als auch beim Kühlbetrieb die aus dem Luftauslaß strömende Luft in bekannten Klimaanlagen durch entsprechende Bauart des Auslaßgrills in seitlicher Richtung abgelenkt werden. Ein Beispiel einer bekannten Vorrichtung zum Ablenken eines Luftstromes oder eines anderen Fluids ist schematisch in den Fig. 1 und 2 der Zeichnungen zu sehen, und zwar zeigt Fig. 1 eine Draufsicht im Schnitt und Fig. 2 eine Vorderansicht.

Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Vorrichtung enthält ein Gehäuse 10 mit im wesentlichen rechteckförmigem Querschnitt mit einer Deckelwand 12 und einer Bodenwand 14 sowie zwei einander gegenüber angeordnete Seitenwände 16 und 18, die zusammen einen Strömungskanal 20 bilden. Das Gehäuse 10 ist mit einem Luft- oder Fluideinlaß 22 und einem Luft- oder Fluidauslaß 24 versehen, die durch den Strömungskanal 20 miteinander in Verbindung stehen. Das Gehäuse 10 hat eine solche Form, daß die Höhe H verhältnismäßig klein gegenüber der Breite W ist.

Die Vorrichtung enthält außerdem mehrere schwenkbare Ablenkbleche 8, die im wesentlichen als rechteckförmige Platten ausgebildet und in gleichen Abständen voneinander nebeneinander und quer zum Strömungskanal 20 zwischen der Deckelwand 12 und der Bodenwand 14 angeordnet sind. Diese Ablenkbleche 8 sind durch entsprechende Schwenkstifte 6 für ein gleichzeitiges Schwenken zwischen einer ersten und einer zweiten Endposition aufgehängt, wobei auch eine mittlere Position einstellbar ist.

Die Vorrichtung arbeitet in der Weise, daß in der in Fig. 1 durch ausgezogene Linien gezeigten mittleren Position die Ablenkbleche 8 mit der Richtung der ankommenden Luft im Strömungskanal 20 ausgerichtet sind, so daß die Luft den Auslaß 24 in gerader Richtung verlassen kann. Werden die Ablenkbleche 8 jedoch in die erste oder zweite Endposition geschwenkt, also z. B. in die strichpunktiert gezeichnete erste Position der Fig. 1, so wird die Luft am Auslaß 24 von den Ablenkblechen 8 zur linken Seite abgelenkt. Hierbei sind die Durchlässe w (Fig. 1) in der ersten und in der zweiten Endposition jedoch geringer als wenn die Ablenkbleche 8 sich in der mittleren Position befinden, so daß die ausfließende Luftmenge vermindert wird. Wegen dieser Durchlaßverminderung ist der ausnutzbare Ablenkwinkel R auf etwa 30° begrenzt, d. h., die Luft kann in der ersten oder zweiten Endposition der Ablenkbleche 8 gegenüber der geraden Richtung bei Mittelstellung nur um 30° abgelenkt werden.

Wenn eine mit einer solchen bekannten Ablenkvorrichtung ausgestattete Klimaanlage in der Ecke eines Hauses angeordnet wird, so kann der Wirkungsbereich zwar durch einen größeren Ablenkwinkel vergrößert werden; dieser Winkel kann jedoch aus den vorher diskutierten Gründen nicht zu groß gewählt werden, so daß die Klimaanlage nicht in der Lage ist, einen verhältnismäßig großen Raum zu versorgen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß ein größerer Ablenkwinkel des austretenden Luftstromes bei praktisch unvermindertem Luftdurchsatz erreicht werden kann.

Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung enthält mindestens eine Gruppe von im Bereich des Auslasses schwenkbar angeordneten Ablenkblechen, die so in einer Reihe angeordnet sind, daß sie in einer von zwei Winkelendpositionen der Ablenkbleche eine im allgemeinen kontinuierlich verlaufende, gebogene Führungswand bilden, die sich innerhalb des Strömungskanals erstreckt und nach außen divergiert, so daß die durchfließende Luft an den gebogenen Wänden durch den Coanda-Effekt abgelenkt wird.

Diese erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, daß durch Ausnutzung des Coanda-Effektes der mögliche Ablenkwinkel vergrößert werden kann.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine bekannte Vorrichtung zum Ablenken eines Luftstromes im Schnitt;

Fig. 2 eine schematische Vorderansicht der Vorrichtung nach Fig. 1;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der Vorrichtung;

Fig. 4 und 5 schematische Draufsichten auf die Vorrichtung nach Fig. 3 im Schnitt mit den Ablenkblechen in verschiedenen Positionen;

Fig. 6 und 8 ähnliche Ansichten wie die der Fig. 4 und 5 für eine zweite Ausführungsform;

Fig. 7 eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung nach den Fig. 6 und 8;

Fig. 9, 11 u. 12 schematische Draufsichten einer dritten Ausführungsform im Schnitt mit den Ablenkblechen in einer ersten Endstellung, einer mittleren Stellung und in einer zweiten Endstellung;

Fig. 10 eine Vorderansicht der Vorrichtung nach den Fig. 9, 11 und 12;

Fig. 13 eine perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsform der Vorrichtung;

Fig. 14 eine Vorderansicht der Vorrichtung nach Fig. 13 und

Fig. 15 eine schematische Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 13 im Schnitt.

In der Beschreibung sind in den verschiedenen Figuren ähnliche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

In der Vorrichtung nach den Fig. 3 bis 5 kann das Gehäuse 10 ähnlich ausgebildet sein wie das der Fig. 1. Die Vorrichtung ist mit einer linken Gruppe von Ablenkblechen 26 und einer rechten Gruppe von Ablenkblechen 30 versehen, die in dem einen Strömungskanal 20 bildenden Gehäuse 10 im Bereich des Auslasses 24 in entsprechend gebogenen Reihen angeordnet sind. Das den Strömungskanal bildende Gehäuse 10 wird (obwohl nicht gezeigt) im Strömungsweg eines durch Kraft erzeugten Luftstromes derart angeordnet, daß der Luftstrom durch den Strömungskanal 20 innerhalb des Gehäuses 10 fließt, und zwar vom Lufteinlaß 22 zum Luftauslaß 24.

Die Ablenkbleche 26 und 30 sind aus einer ersten Endposition über eine mittlere Position in eine zweite Endposition schwenkbar, und zwar sind sie hierzu an entsprechend zugeordneten Schwenkstiften 28 und 32 angeordnet, die zwischen der Deckelwand 12 und der Bodenwand 14 des Strömungskanals 20 gelagert sind. Die rechten und linken Gruppen von Ablenkblechen 26 und 30 sind jeweils so in entsprechenden Reihen ausgerichtet, daß, wenn diese beiden Gruppen gleichzeitig in die erste oder in die zweite Endposition geschwenkt werden, die linke oder die rechte Gruppe von Ablenkblechen 26 oder 30 die Form einer etwa kontinuierlich verlaufenden, gebogenen Führungswand einnimmt, die innerhalb des Strömungskanals 20 verläuft und nach außen in Richtung des Auslasses 24 divergiert, während die andere Gruppe von Ablenkblechen in einer Position gehalten wird, in der sie den Luftstrom etwa entlang der Kurvenform der gebogenen Führungswand ablenkt. Fig. 4 zeigt z. B. eine Stellung, in der die linken und rechten Reihen von Ablenkblechen 26 und 30 in eine erste Position geschwenkt worden sind, in der die linke Reihe von Ablenkblechen 26 eine kontinuierliche gebogene Führungswand bildet, während die rechte Reihe von Ablenkblechen 30 in einer solchen Position gehalten wird, daß der Luftstrom in einer Richtung abgelenkt wird, die etwa der Kurvenform der gebogenen Führungswand entspricht. Es ist leicht zu sehen, daß die Schwenkstifte 28 der linken Reihe von Ablenkblechen 26 und die Schwenkstifte 32 der rechten Reihe von Ablenkblechen 30 so angeordnet und positioniert sind, daß die gedachten Linien, die rechtwinklig zu den Schwenkstiften 28 und 32 und durch diese hindurch verlaufen, sich in Richtung auf den Auslaß 24 erstrecken und gegeneinander divergieren.

Die Breite a jedes der Ablenkbleche 26 und 30 ist so bemessen, daß zwischen zwei nebeneinander angeordneten Ablenkblechen kein Zwischenraum entsteht, wenn sich diese in der ersten oder zweiten Endposition befinden und hierbei eine durchgehend verlaufende, gebogene Führungswand bilden. Zu diesem Zwecke ist die Breite a gleich oder größer als der Abstand zwischen zwei nebeneinander liegenden Schwenkstiften 28 oder 32. Sollten die Schwenkstifte nicht in gleichen Abständen voneinander angeordnet sein, so ist bei zwei nebeneinander liegenden Ablenkblechen die Summe des Blechteiles eines Ablenkbleches auf der einen Seite und des Blechteiles eines angrenzenden Ablenkbleches auf der anderen Seite gleich oder größer als der Abstand zwischen den Schwenkstiften der beiden benachbarten Ablenkbleche. Im vorliegenden Beispiel sind die Schwenkstifte 28 und 32 im gleichen Abstand voneinander angeordnet und die Ablenkbleche 26 und 30 haben jeweils den gleichen Abstand a, der wiederum gleich dem Abstand zwischen zwei nebeneinanderliegenden Schwenkstiften ist, so daß in der ersten oder zweiten Endposition die Ablenkbleche 26 oder 30 aneinander angrenzen und eine kontinuierliche, gebogene Führungswand bilden.

Bei der in den Fig. 4 und 5 gezeigten Vorrichtung werden die linken und rechten Reihen von Ablenkblechen 26 und 30 zwischen der ersten und der zweiten Endposition gleichzeitig um einen gleichen Winkel geschwenkt. Dies kann auf einfache Weise durch ein entsprechendes Kopplungssystem (nicht gezeigt) bewirkt werden. Durch geeignete Ausbildung des koppelnden Antriebssystems ist es jedoch auch möglich, die Ablenkbleche in einer Weise zu schwenken, daß sie eine besonders effektive Ablenkung bewirken.

Die Arbeitsweise der Vorrichtung zum Ablenken eines Luftstromes gemäß den Fig. 3 bis 5 wird nachfolend beschrieben. Werden die linken und rechten Reihen von Ablenkblechen 26 und 30 in der Position nach Fig. 4 gehalten, so bilden die linke Reihe von Ablenkblechen 26 eine gebogene Führungswand und der durch den Strömungskanal 20 vom Einlaß 22 zum Auslaß 24 fließende Luftstrom wird durch Wirkung der rechten Reihe von Ablenkblechen 30 nach links abgelenkt. Der Luftstrom wird so abgelenkt und anschließend von der gebogenen Führungswand angezogen, daß er durch den Coanda-Effekt zusätzlich noch weiter nach links abgelenkt wird, so daß sich ein größerer Ablenkwinkel R ergibt als es durch die bekannten Ablenkvorrichtungen möglich gewesen wäre. Obwohl die linke Hälfte des Strömungskanals 20 durch die linke Reihe von Ablenkblechen 26 blockiert ist, ist in dieser Position die Reduktion des Luftstromes, der den Auslaß 24 verläßt, insgesamt niedriger als bei den bisher bekannten Vorrichtungen, weil die rechte Reihe von Ablenkblechen 30 den Luftstrom in eine Richtung ablenkt, die dem Kurvenverlauf der gebogenen Führungswand entspricht, so daß dem Luftstrom gegenüber den bekannten Vorrichtungen ein geringerer Widerstand entgegengesetzt wird.

In der zweiten Endstellung der Vorrichtung nach den Fig. 3 bis 5, in der der Luftstrom nach rechts gelenkt werden soll, entstehen ähnliche Verhältnisse wie in Verbindung mit Fig. 4 beschrieben, d. h., die rechte Reihe von Ablenkblechen 30 bildet eine gebogene Führungswand und der Luftstrom wird durch die linke Reihe von Ablenkblechen 26 in eine solche Richtung gelenkt, die etwa der Kurvenform der durch die Ablenkbleche 30 gebildeten Führungswand entspricht.

Fig. 5 zeigt nun den mittleren Zustand, in dem die linken und rechten Reihen von Ablenkblechen in eine mittlere Position geschwenkt sind, wobei der Schwenkwinkel der Hälfte des Schwenkbereiches zwischen der ersten Endstellung und der zweiten Endstellung beträgt. In dieser mittleren Position verlaufen die linken und rechten Reihen von Ablenkblechen 26 und 30 etwa parallel zueinander, so daß der Luftstrom den Auslaß 24 in gerader Richtung verläßt, ohne durch die Ablenkbleche 26 und 30 wesentlich beeinflußt zu werden.

In der Praxis kann das Kopplungs- und Antriebssystem für die Ablenkbleche vorzugsweise so ausgebildet sein, daß zum Betrieb in Verbindung mit einer Klimaanlage die linken und rechten Reihen von Ablenkblechen 26 und 30stufenlos zwischen der ersten Endposition über die mittlere Position in die zweite Endposition geschwenkt werden können, so daß der den Auslaß 24 verlassende Luftstrom entweder nach links oder nach rechts gelenkt werden kann, wobei der Ablenkwinkel von der Winkelposition der Ablenkbleche 26 und 30 abhängt.

In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die in den Fig. 6 bis 8 gezeigt ist, sind in den Seitenwänden 16 und 18 des den Strömungskanal bildenden Gehäuses 10 im Bereich des Auslasses 24 Seitenöffnungen 16a und 18a vorgesehen. In der Stellung nach Fig. 6, in der die linke Reihe der Ablenkbleche 26 die gebogene Führungswand bildet, wird ein Teil des Luftstromes, der auf die linken Ablenkbleche 26 auftrifft und hier blockiert wird, durch die Seitenöffnung 16a nach außen geleitet. Dieser durch die Seitenöffnung 16a fließende Luftstrom vermindert nicht nur die Reduktion des ausströmenden Luftstromes insgesamt, sondern hierdurch wird der nach links abgelenkte Luftstrom, der den Auslaß 24 verläßt, in Richtung des aus der Seitenöffnung 16a austretenden Luftstromes gezogen, wodurch der maximale Ablenkwinkel R noch weiter erhöht wird gegenüber der vorher beschriebenen Ausführungsform.

Diese eben beschriebene Arbeitsweise trifft selbstverständlich auch auf die Position zu, in der die Ablenkbleche 26 und 30 in die zweite Endposition geschwenkt sind und in der die Seitenöffnung 18a die Funktion der Seitenöffnung 16a übernimmt.

Werden die linken und rechten Reihen von Ablenkblechen 26 und 30 jedoch in die mittlere Position geschwenkt (Fig. 8), so fließt der Luftstrom im wesentlichen gerade aus dem Auslaß 24 aus, ähnlich wie es mit Bezug auf die Fig. 5 beschrieben wurde.

Die Seitenöffnungen 16a und 18a können mit abwechselnd betätigbaren Abschlußdeckeln (nicht gezeigt) versehen werden, die in der ersten oder zweiten Endposition der Ablenkbleche 26 und 30 entsprechend geschlossen oder geöffnet werden.

In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung (Fig. 9 bis 12) ist das den Strömungskanal bildende Gehäuse 10 mit einem linken und einem rechten Verengungsglied 17 bzw. 19 versehen, das etwa die Form eines Viertelkreises hat. Jedes dieser Verengungsglieder 17 und 19 hat eine Kurvenfläche 17a bzw. 19a und ist an einem Teil der entsprehenden Seitenwand 16 bzw. 18 im Bereich des Auslasses 24 angeordnet oder integral ausgebildet, wobei die Kurvenfläche 17a der Kurvenfläche 19a gegenüber liegt. Obwohl in den Seitenwänden 16 und 18 keine Seitenöffnungen wie in der Vorrichtung nach den Fig. 6 bis 8 vorgesehen sind, sind die linken und rechten Reihen von Ablenkblechen 26 und 30 so positioniert, daß sie beim Schwenken in die erste oder zweite Endposition (Fig. 9 oder Fig. 12) einen Zwischenraum zwischen der Kurvenfläche 17a und dem untersten Ablenkblech 26 der linken Reihe bzw. zwischen der Kurvenfläche 19a und untersten Ablenkblech der rechten Reihe im Bereich des Auslasses 24 bilden.

Sind in der Stellung nach Fig. 9 die linken und rechten Reihen der Ablenkbleche 26 und 30 alle in die erste Position geschwenkt, trifft der durch den Strömungskanal 20 fließende Luftstrom teilweise auf die Rückseite der gebogenen Führungswand auf, die durch die linke Reihe von Ablenkblechen 26 gebildet wird, und zum anderen Teil wird der Luftstrom durch die rechte Reihe von Ablenkblechen 30 etwa in Richtung der Kurvenform der gebogenen Führungswand nach links abgelenkt und von dieser angezogen. Während derjenige Teil des Luftstromes, der durch die rechte Reihe von Ablenkblechen 30 abgelenkt wird, etwa nach links entlang der gebogenen Führungswand fließt, fließt der andere Teil des Luftstromes, der auf die Rückseite der gebogenen Führungswand auftrifft, entlang der Kurvenfläche 17a des linken Verengungsgliedes 17 und gelangt durch den Zwischenraum zwischen der Kurvenfläche 17a und dem untersten Ablenkblech 26 im Bereich des Auslasses 24 nach außen, wodurch der erste Teil des Luftstromes angezogen und damit der maximal mögliche Ablenkwinkel R weiter vergrößtert wird.

Sobald die linken und rechten Reihen der Ablenkbleche 26 und 30 aus der ersten Endposition in die mittlere Position geschwenkt sind (Fig. 11), schwenkt der vorher nach links abgelenkte Luftstrom (Fig. 9) nach rechts. In dieser mittleren Position fließt der Luftstrom in Richtung der Pfeile geradeaus. Eine weitere Schwenkung der linken und rechten Reihen von Ablenkblechen 26 und 30 führt zu einer Ablenkung des Luftstromes nach rechts, und zwar im wesentlichen in Richtung des Kurvenverlaufes der gebogenen Führungswand aus rechten Ablenkblechen 30 (Fig. 12). Zur gleichen Zeit bewirkt das rechte Verengungsglied 19 (ähnlich wie das linke Verengungsglied 17), daß der nach unten fließende Luftstrom entlang den kurvenförmigen Führungswänden durch den Coanda-Effekt angezogen wird.

Die Vorrichtung nach den Fig. 9 bis 13 ist insbesondere von Vorteil, da der vom Einlaß 22 zum Auslaß 24 fließende Luftstrom erheblich beschleunigt wird, sobald er den durch die Verengungsglieder 17 und 19 verengten Strömungskanal 20 durchfließt, wodurch die Ablenkung des Luftstromes in der einen oder anderen Richtung (nach links oder nach rechts) erhöht wird, so daß der aus dem Auslaß 24 fließende Luftstrom über einen verhältnismäßig großen Raum verteilt werden kann.

Auch wenn die Ausführungsform nach den Fig. 9 bis 12 Verengungsglieder 17 und 19 zeigt, die sich nur auf den Bereich des Auslasses 24 beschränken, so ist es selbstverständlich auch möglich, diese über den gesamten Strömungskanal 20 auszubilden, wie durch die strichpunktierten Linien in Fig. 9 angedeutet ist. Solche Verengungen können auch durch die Seitenwände 16 und 18 selbst gebildet werden, die im Bereich des Auslasses nach außen gebogen sind.

In den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen sind die linken und rechten Gruppen von Ablenkblechen als in nur einer einzigen Reihe angeordnet beschrieben. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 13 bis 15 enthält jede Gruppe von Ablenkblechen jedoch eine innere und eine äußere Reihe von Ablenkblechen.

Die Vorrichtung nach den Fig. 13 bis 15 enthält innere und äußere Reihen von Ablenkblechen 26a und 26b für die linke Gruppe, während die rechte Gruppe innere und äußere Reihen von Ablenkblechen 30a und 30b enthält. Die inneren Reihen von Ablenkblechen 26a und 30a erstrecken sich aus dem mittleren Bereich des Strömungskanals 20 in Richtung auf den Auslaß 24, wobei sie gegeneinander divergieren, während die äußeren Reihen von Ablenkblechen 26b und 30b sich auf der einen Seite der inneren Reihen von Ablenkblechen 26a und 30a neben den entsprechenden Seitenwänden 16 und 18 befinden und gegeneinander divergieren. Schwenkstifte 28a und 28b tragen die Ablenkbleche 26a und 26b und Schwenkstifte 32a und 32b tragen die Ablenkbleche 30a und 30b.

Alle Schwenkstifte 28a, 28b, 32a und 32b sind miteinander gekoppelt, so daß alle Ablenkbleche 26a, 26b, 30a und 30b gemeinsam verschwenkt werden können. Werden diese gemeinsam in die erste Position geschwenkt, so bilden die inneren und äußeren Reihen von Ablenkblechen 26a und 26b der linken Gruppe im wesentlichen durchgehende, gebogene Führungswände, die sich im Abstand voneinander befinden, während sich die inneren und äußeren Reihen der Ablenkbleche 30a und 30b der rechten Gruppe in einer Position befinden, in der sie den Luftstrom (in Fig. 15 gesehen) nach links ablenken. Werden sie jedoch in die zweite Position geschwenkt, so bilden die inneren und äußeren Reihen von Ablenkblechen 30a und 30b der rechten Gruppe im wesentlichen durchgehende, gebogene Führungswände, die sich im Abstand voneinander befinden, während die inneren und äußeren Reihen von Ablenkblechen 26a und 26b der linken Gruppe in einer Position stehen, in der sie den Luftstrom nach rechts ablenken. Alle Ablenkbleche 26a, 26b, 30a und 30b können in eine im wesentlichen parallele, mittlere Position gebracht werden, in der der Luftstrom geradeaus fließt, wenn er den Auslaß 24 verläßt.

Sind alle Ablenkbleche 26a, 26b, 30a und 30b in die erste Endposition geschwenkt (Fig. 15), so wird beim Fließen des Luftstromes vom Einlaß 22 durch den Strömungskanal 20 zum Auslaß 24 ein Teil des Luftstromes durch die inneren und äußeren Reihen von Ablenkblechen 30a und 30b der rechten Gruppe in eine Richtung abgelenkt, die im wesentlichen der Kurvenform der durch die innere Reihe von Ablenkblechen 26a der linken Gruppen gebildeten Führungswand dargestellt wird, wobei der Coanda-Effekt zum Tragen kommt. Zur gleichen Zeit gelangt ein anderer Teil des Luftstromes in den Zwischenraum zwischen den Führungswänden, die durch die inneren und äußeren Reihen von Ablenkblechen 26a und 26b der linken Gruppe gebildet werden, und dieser Luftstrom gelangt in eine Richtung, die im wesentlichen der Kurvenform der Führungswand entspricht, die durch die äußere Reihe von Ablenkblechen 26b der linken Gruppe dargestellt wird, wobei der Coanda-Effekt zum Tragen kommt. Gleichzeitig wird ein Teil des entlang der durch die innere Reihe von Ablenkblechen 26a der linken Gruppen gebildeten Führungswand entlang fließenden Luftstromes sich mit dem anderen Teil des Luftstromes vereinigen, so daß der Luftstrom als Ganzes mit einem verhältnismäßig großen Winkel R nach links abgelenkt wird (s. Fig. 4). Dies ist auch der Fall, wenn die Ablenkbleche in die zweite Endstellung geschwenkt sind, wobei dann der Luftstrom als Ganzes nach rechts abgelenkt wird.

Die Vorrichtung nach den Fig. 13 bis 15 ist insbesondere von Vorteil, weil das den Strömungskanal definierende Gehäuse 10 mit einem verhältnismäßig kurzen Strömungskanal 20 ausgebildet sein kann, und zwar für den gleichen verwertbaren Ablenkwinkel R kürzer als bei den vorher beschriebenen Ausführungsformen. Die Reduktion des aus dem Auslaß 24 fließenden Luftstromes wird in vorteilhafter Weise verkleinert, da die durch die inneren und äußeren Reihen von Ablenkblechen gebildeten Führungswände entweder der linken Gruppe oder der rechten Gruppe weniger als die Hälfte des Strömungskanals blockieren.

Das den Strömungskanal bildende Gehäuse muß nicht unbedingt mit linken und rechten Gruppen von Ablenkblechen versehen werden, sondern in manchen Fällen genügt eine Gruppe.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Ablenken eines Luftstromes oder eines anderen Fluids mit einem den Luftstrom von einem Einlaß zu einem Auslaß führenden Strömungskanal mit mindestens einer Gruppe von im Bereich des Auslasses angeordneten Ablenkblechen, die um einen bestimmten Winkel schwenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkbleche (26 oder 30) der bzw. jeder Gruppe entlang einer gebogenen Linie angeordnet sind und in der einen Endstellung zusammen eine im wesentlichen durchgehende, gebogene Führungswand innerhalb des Strömungskanals (20) bilden und dabei von der Flußrichtung des Luftstromes im Strömungskanal divergieren, und dadurch der gesamte Luftstrom beim Ausströmen aus dem Auslaß (24) durch den bekannten Coanda- Effekt ablenkbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungskanal (20) mindestens eine Seitenöffnung (16a, 18a) aufweist, die sich seitlich desjenigen Ablenkbleches (26, 30) befindet, das dem Auslaß (24) am nächsten liegt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenöffnung (16a, 18a) geöffnet ist, wenn die Ablenkbleche (26, 30) in die Form der gebogenen Führungswand geschwenkt sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungskanal (20) an einer Wand (16, 18) im Bereich des Auslasses (24) mit mindestens einem Strömungs-Verengungsglied (17, 19) versehen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei nebeneinander angeordnete Gruppen von Ablenkblechen (26, 30) vorgesehen sind, die zusammen um einen bestimmten Winkel schwenkbar sind und von denen in der einen Endstellung die eine und in der entgegengesetzten Endstellung die andere Gruppe jeweils eine im wesentlichen durchgehende, gebogene Führungswand innerhalb des Strömungskanals (20) bildet.
  6. 6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachsen jeweils einer Gruppe von Ablenkblechen (26, 30, 26a, 30a, 26b, 30b) sich auf einer Linie befinden, die sich von einem Bereich in der Mitte des Strömungskanals (20) bis zum Auslaß (24) erstreckt.
  7. 7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Ablenkbleche (26, 30; 26a, 30a; 26b, 30b) um einen zugeordneten Schwenkstift (28, 32; 28a, 32a; 28b, 32b) schwenkbar ist und zu beiden Seiten des Schwenkstiftes ein erstes Blechteil und ein zweites Blechteil aufweist und daß die Summe der Breiten jedes ersten Blechteiles und des zweiten Blechteiles des angrenzenden Ablenkbleches größer ist als der Abstand zwischen zwei benachbarten Schwenkstiften der Ablenkbleche.






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