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Dokumentenidentifikation DE3445734C2 30.03.1989
Titel Scheckhandhabungsverfahren und Scheckausstellgerät, insbesondere zur Verwendung bei dem Verfahren
Anmelder Glory Kogyo K.K., Himeji, Hyogo, JP
Erfinder Dono, Syugo;
Miyanaga, Fumio;
Tomiyama, Hiroshi;
Uesaka, Sadaaki;
Odagiri, Haruo, Himeji, Hyogo, JP
Vertreter Jung, E., Dipl.-Chem. Dr.phil.; Schirdewahn, J., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Gernhardt, C., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 14.12.1984
DE-Aktenzeichen 3445734
Offenlegungstag 04.07.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse G11B 25/04
IPC-Nebenklasse G07D 1/00   G07F 7/08   G06K 17/00   G07C 9/00   
Zusammenfassung Übliche Zahlungen werden in bar oder mittels Scheck geleistet. Die Handhabung, Verrechnung usw. der Schecks bedingt seitens der Geldinstitute einen beträchtlichen Arbeitsaufwand. Um die Scheckhandhabung zu vereinfachen, schafft die Erfindung ein sicheres Scheckhandhabungssystem, welches das Auszahlen eines Schecks in bar oder die Gutschrift eines Schecks seitens des den Scheck annehmenden Geldinstituts mit minimalem Handhabungsaufwand ermöglicht. Außerdem schafft die Erfindung eine neue Scheckkarte sowie ein Gerät zum Ausstellen von Scheckkarten, die die Besonderheit aufweisen, daß ein unbefugter Gebrauch einer gestohlenen oder verlorengegangenen Scheckkarte verhindert wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Scheckhandhabungsverfahren, bei welchem kartenartige Schecks verwendet werden.

Üblicherweise werden Geschäfte mit Hilfe von Bargeld oder auf ein Bankkonto ausgestellten Schecks abgewickelt. Die Bezahlung mit Schecks weist bestimmte Vorteile auf. Bei den Banken jedoch macht das Schecksystem umfangreiche und komplizierte Arbeits- und Verfahrensabläufe erforderlich. Eine umfangreiche Scheckverarbeitung und -handhabung stellt ein bedeutendes Hindernis bei der Rationalisierung von Bankgeschäften dar.

Es ist eine Erfassungsanordnung für Bankformulare, insbesondere Schecks, bekannt (DE-AS 24 52 661), mit welchem insbesondere eine vollautomatische Bearbeitung eines einem Bankangestellten übergebenen Schecks durch eine Datenverarbeitungsanlage ermöglicht werden soll. Die bekannte Erfassungsanordnung enthält ein Einführungsgerät, in das die einem Bankangestellten übergebenen Schecks eingeführt werden. Der Bankangestellte hat eine Dateneingabevorrichtung zu seiner Verfügung, beispielsweise in Form einer Tastatur, mittels welcher er verschiedene Informationen tastet, die zur Aufstellung von Ergänzungsinformationen beitragen, die auf den Schecks aufgezeichnet werden sollen. Das Einführungsgerät ist mit einer Lesevorrichtung ausgestattet, die mit einem Prozessor verbunden ist, an den auch die Tastatur angeschlossen ist. Der Prozessor ist über eine zweiseitige Verbindung mit der zentralen Datenverarbeitungsanlage der Bank und mit einer Schreibvorrichtung verbunden, in welche die aus der Lesevorrichtung kommenden Schecks eingebracht werden können. An den Ausgang der Schreibvorrichtung ist eine Sortiervorrichtung angeschlossen, die dazu dient, die Schecks zu den anderen Verarbeitungsstellen zu verteilen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Scheckhandhabungsverfahren anzugeben, welches einen unbefugten Gebrauch eines gestohlenen oder verloren gegangenen Schecks verhindert sowie das Ausstellen und Einlösen eines Schecks mit einem Minimum an manueller Arbeit ermöglicht.

Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Scheckhandhabungsverfahren gemäß dem Patentanspruch 1.

Wenn bei Anwendung eines Scheckhandhabungsverfahrens gemäß der Erfindung der Kunde oder Benutzer einen Scheck ausstellen und einlösen will, führt er zunächst einen Scheck über den Eingabeschlitz in das Scheckausstellgerät ein. In dem Scheckausstellgerät wird zunächst durch das Gerät selbst die Echtheit des Schecks überprüft. Falls der Scheck echt ist, kann der Kunde oder Benutzer dann über die Tastatur den Betrag eingeben, auf den der Scheck ausgestellt werden soll. Hierbei wird aber zugleich geprüft, ob der Betrag, auf den der Scheck ausgestellt werden soll, durch ein entsprechendes Guthaben des Kunden oder Benutzers gedeckt ist. Falls dies so ist, wird der Betrag auf den Leerstreifen geschrieben. Danach wird der nunmehr ausgestellte Scheck aus dem Scheckausstellgerät ausgegeben und er kann von dem Kunden oder Benutzer oder von einer anderen Person, welcher der Scheck von dem Kunden oder Benutzer ausgehändigt wurde, eingelöst werden. Hierzu wird der ausgestellte Scheck in ein Verarbeitungsgerät eingeführt. Dieses Gerät kann entweder ein Bargeld-Einzieh/Ausgabe-Automat oder ein Bankschalter-Automat sein. In diesem Verarbeitungsgerät wird zunächst die Echtheit des Schecks geprüft und bei positivem Ergebnis wird entweder der Betrag einem bezeichneten Konto gutgeschrieben oder, beispielsweise wenn ein Bankschalter-Automat mit Barauszahlung verwendet wird, direkt in bar ausgezahlt.

Mit einem Scheckhandhabungsverfahren gemäß der Erfindung wird die angegebene Aufgabe vollständig gelöst.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Scheckhandhabungsverfahrens gemäß der Erfindung ist das Scheckausstellgerät als kompaktes tragbares Gerät ausgebildet.

Die Erfindung betrifft auch ein Scheckausstellgerät, insbesondere zur Verwendung bei dem Verfahren gemäß der Erfindung. Dieses Scheckausstellgerät ist durch die im Patentanspruch 3 angegebenen Merkmale gekennzeichnet.

Weitere Merkmale des Scheckausstellgerätes sind in weiteren Unteransprüchen angegeben.

Die Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung gewährleistet eine sofortige und sichere Verarbeitung eines Schecks, und zwar sowohl beim Ausstellen des Schecks als auch beim Einziehen des Schecks in einem Geldinstitut. Der gesamte Handhabungsvorgang wird rationalisiert. Die jedem Scheck zugeordneten charakteristischen Daten sind gegen unbefugten Gebrauch und gegen Betrug gesichert, da die Schecks dadurch ausgestellt und eingezogen werden, daß die für jeden Scheck spezifischen charakteristischen Daten gelesen werden. Mit dem erfindungsgemäßen Scheckausstellgerät kann ein Scheck auf einfache Weise dadurch ausgestellt werden, daß lediglich die Daten für den Scheck über eine Tastatur eingegeben werden. Andere Tätigkeiten, wie z. B. das Unterzeichnen des Schecks oder das Eintragen des Datums, können entfallen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.

Es zeigt

Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Scheckhandhabungssystems, welches bei einem Scheckhandhabungsverfahren gemäß der Erfindung verwendet wird;

Fig. 2 einen Grundriß eines kartenartigen Schecks,

Fig. 3 eine schematische Ansicht eines Scheckausstellgeräts,

Fig. 4 ein Blockdiagramm der Steuereinrichtung des Geräts nach Fig. 3; und

Fig. 5 ein Ablaufdiagramm, welches ein Scheckhandhabungsverfahren gemäß der Erfindung veranschaulicht.

Bei dem in Fig. 1 schematisch dargestellten Scheckhandhabungsverfahren werden von einer Person, die bei einer Bank ein Konto unterhält, Daten wie z. B. ein Geldbetrag auf einen kartenartigen Scheck 1 geschrieben. Der kartenartige Scheck 1 wurde zuvor von der Bank ausgegeben. Das Ausstellen des Schecks erfolgt mit Hilfe eines kompakten tragbaren Scheckausstellgerätes 10. Der ausgestellte kartenartige Scheck ist in Fig. 1 mit 1A bezeichnet. Wie Fig. 2 zeigt, handelt es sich bei dem kartenartigen Scheck 1 um einen rechtwinkligen blattähnlichen Körper, der den üblichen Bargeldausgabekarten, Identifizierungskarten und dergleichen ähnelt. Daher wird nachstehend der Einfachheit halber für den kartenartigen Scheck 1 der Ausdruck Scheckkarte 1 verwendet. Auf der einen Seite besitzt die Scheckkarte einen Magnetstreifen 2 zum Einschreiben und Auslesen von Daten.

Die Scheckkarte 1 kann aus Hartpapier oder aus Kunststoff bestehen. Sie besitzt an einer vorbestimmten Stelle eine Identifikationszone 3 zum optischen Auslesen von Identifikations-Merkmalen, die jeder einzelnen Scheckkarte 1 speziell zugeordnet sind. Unterhalb der Identifikationszone 3 befindet sich eine Leerzone 4, in die der Betrag, auf den der Scheck ausgestellt wird, gedruckt wird. In der Identifikationszone 3 der Scheckkarte 1 enthaltene charakteristische Daten können mit Hilfe eines Lesegeräts oder nach einem Leseverfahren gelesen werden, wie es z. B. in den japanischen Offenlegungsschriften 97 187/1982 und 97 188/1982 beschrieben ist. Die für jede Scheckkarte 1 spezifischen charakteristischen Daten werden ausgelesen und auf dem Magnetstreifen 2 aufgezeichnet, bevor die Scheckkarte 1 dem Benutzer nach Eröffnung eines Kontos ausgehändigt wird. Außerdem ist auf dem Magnetstreifen 2 die Kontonummer des Benutzers aufgezeichnet. Die Druckzone 4, die zum Bedrukken mit dem ausgestellten Betrag vorgesehen ist, ist zu diesem Zeitpunkt natürlich noch leer.

In einen auf der Vorderseite des Ausstellgeräts 10 befindlichen Einzugschlitz 13 wird eine den obigen Aufbau aufweisende Scheckkarte 1 eingeführt. Die Scheckkarte wird von einem noch zu beschreibenden Transportmechanismus eingezogen. Mit Hilfe einer Tastatur 11, die Zifferntasten und andere Symboltasten enthält, werden die notwendigen Daten eingegeben. Der Benutzer kann einen Scheck ausstellen, indem er sich bezüglich der Zahl, d. h. des Betrags, mittels einer Anzeigeeinheit 12 im oberen Abschnitt der Tastatur 11 vergewissert. Wenn sämtliche Eingabevorgänge abgeschlossen sind und die Bestätigungstaste gedrückt wurde, wird der über die Tastatur 11 ausgestellte Scheckbetrag in die Zone 4 gedruckt, und aus einem in dem Ausstellgerät 10 vorgesehenen Ausgabeschlitz wird ein Scheck (d. h. die Scheckkarte 1A) mit dem auf dem Magnetstreifen 2 aufgezeichneten Betrag und weiteren Daten ausgegeben. Die Scheckkarte 1A wird dann dem Bezogenen, d. h. dem Scheckempfänger oder Gläubiger von dem Aussteller ausgehändigt.

Ein Empfänger einer solchen Scheckkarte 1A führt diese in einen separaten oder auch für andere Zwecke wie z. B. Barauszahlungskarten vorgesehenen Einführschlitz eines Bankschalterautomaten ein, um auf automatischem Wege mittels eines Online-Systems eine Gutschrift auf seinem Konto zu tätigen. Ist die Scheckkarte von der gleichen Zweigstelle einer Bank ausgegeben worden, so kann der Betrag sofort in bar ausgezahlt werden. Durch Einführen der Scheckkarte 1A in einen nur für diesen Zweck vorgesehenen Scheckkarten-Leseautomaten 102, der an einen am Bankschalter befindlichen Bankschalterautomaten 103 angeschlossen ist, kann der auf der Scheckkarte 1A ausgestellte Betrag dem Konto des Schecknehmers im Online-Verfahren gutgeschrieben werden. Ob nun eine Scheckkarte über das Gerät 101 oder 103 einem Konto gutgeschrieben wird oder in bar ausgezahlt werden kann, hängt in wesentlichem Maß davon ab, ob das Guthaben auf dem Konto des Scheckausstellers eine ausreichende Höhe aufweist. Aus diesem Grund ermöglicht die Scheckverarbeitungsvorrichtung ein Abfragen des Guthabens des Scheckausstellers über das Gerät 101 oder 103 und ermöglicht die Gutschrift oder die Barauszahlung eines Geldbetrags innerhalb der Guthabengrenze. Wenn ein Scheckaussteller vor dem Aufschreiben des Geldbetrags auf die Scheckkarte 1 mit Hilfe des Ausstellgeräts 10 wissen will, wie hoch sein Guthaben auf dem Konto ist, so kann er sich entweder direkt über Telefon mit seiner Bank in Verbindung setzen, oder aber das Guthaben kann auf automatischem Wege dadurch abgefragt werden, daß an das Scheckkartenausstellgerät 10 ein Akustikkoppler angeschlossen wird. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß sich der jeweilige Betrag auf der Scheckkarte innerhalb der zulässigen Grenzen bewegt.

Fig. 3 zeigt eine schematische Skizze des Scheckkartenausstellgeräts 10, und Fig. 4 zeigt ein Blockdiagramm der Steuervorrichtung.

Die Scheckkarte 1 wird in einen Einführschlitz 13 eingeschoben und von einem motorgetriebenen Transportmechanismus 20 bis 24 zu einem Ausgabeschlitz 14 geführt. Der Transportmechanismus 20 bis 23 transportiert die Scheckkarte 1, indem die Karte zwischen einem oberen und einem unteren Transportband liegt. Die Transportbänder sind jeweils um ein Rollenpaar geschlungen. Ein Sensor 31, bestehend aus einem lichtemittierenden Element und einem photoempfindlichen Element, ist unmittelbar neben dem Einführschlitz 13 vorgesehen, um das Einführen einer Scheckkarte optisch zu erfassen.

Im hinteren Teil des Transportmechanismus 22 befindet sich ein aus einem lichtemittierenden Element und einem photoempfindlichen Element bestehender Druck-Haltepositions-Sensor 32, der die Aufgabe hat, die eingezogene Scheckkarte 1 zu erfassen und sie für den Druck an einer vorbestimmten Stelle anzuhalten. An dem Zwischenpunkt zwischen dem Transportmechanismus 23 und dem Transportmechanismus 24 befindet sich ein Antriebs-Stopp-Sensor 33, der feststellt, daß die Karte 1 aus dem Ausgabeschlitz 14 ausgeworfen wurde, und der den Transportmechanismus 20 bis 24 für eine vorbestimmte Zeit anhält. Die Sensoren 31 bis 33 bilden einen Detektorabschnitt 30. Eine Merkmalserkennungsvorrichtung 40 befindet sich im mittleren Bereich des Transportmechanismus 20 und hat die Aufgabe, für die eingeführte Scheckkarte 1 spezifische charakteristische Merkmale optisch zu lesen. Das von einer Lichtquelle 41 abgestrahlte Licht wird über eine Linse 42 auf die entlang des Transportmechanismus 20 transportierte Scheckkarte 1 gelenkt. Das die Identifizierungszone 3 der Scheckkarte 1 durchdringende Licht wird von einem optischen Sensor 43 erfaßt, der z. B. als Ladungsspeicherbauelement (CCD-Bauelement) ausgebildet ist. Das in den japanischen Offenlegungsschriften 97 187/1982 und 97 188/1982 beschriebene Erkennungsverfahren ist auch auf die Merkmalserfassungsvorrichtung 40 anwendbar.

Im Mittelabschnitt des Transportmechanismus 21 ist ein Lesekopf 51 vorgesehen, der die Aufgabe hat, auf dem Magnetstreifen 2 der Scheckkarte 1 geschriebene Daten zu lesen. Ein am Transportmechanismus 23 vorgesehener Schreibkopf 52 dient zum Schreiben von durch eine noch zu beschreibende Steuervorrichtung verarbeiteten Daten auf den Magnetstreifen 2 der Scheckkarte 1. Der Lesekopf 51 und der Schreibkopf 52 bilden eine Daten-Lese/Schreib-Vorrichtung 50. Der Transportmechanismus 22 besitzt einen Drucker 15, mit dem die über die Tastatur 11 eingegebenen Daten in die Zone 4 der Scheckkarte 1 gedruckt werden. Der Transportmechanismus wird angehalten, wenn der Drucker 15 zum Drucken betätigt wird.

Im Blockdiagramm nach Fig. 4 hat die CPU60 (z. B. ein Mikrocomputer) die Aufgabe der Systemsteuerung. In einem ROM61 ist ein Betriebsprogramm gespeichert. In einem RAM63 werden durch die Merkmalserfassungsvorrichtung 40 erfaßte charakteristische Daten sowie über die Tastatur 11 eingegebene Daten gespeichert, um bei Bedarf ausgelesen und verarbeitet zu werden.

Ein Kalender 62 enthält eine Taktschaltung, die chronologische Daten (einschließlich Tageszeit, Monatsdatum und Wochentag) auf einer durch das Scheckkartenausstellgerät 10 ausgestellten Scheckkarte speichert oder die Ausstellzeit auf die Scheckkarte 1 schreibt. Das ROM61, der Kalender 62, der RAM63 und die Tastatur 11 sind über einen Bus 64 mit der CPU60 verbunden.

Im folgenden soll unter Bezugnahme auf das in Fig. 5 gezeigte Ablaufdiagramm die Arbeitsweise des Scheckkartenausstellgeräts 10 beschrieben werden.

Zum Ausstellen eines Schecks, d. h. einer Scheckkarte, mit Hilfe des Scheckkartenausstellgeräts 10 schiebt ein Scheckaussteller in den Einführschlitz 13 die Scheckkarte 1 ein, die ihm zuvor von einem Geldinstitut ausgehändigt wurde. Der Sensor 31 stellt die Vorderkante der eingeschobenen Scheckkarte 1 fest (Schritt S1), und anschließend veranlaßt die CPU60 den Transportmechanismus 20 bis 24, die Scheckkarte 1 in das Ausstellgerät 10 einzuziehen (Schritt S2). Die Merkmalserkennungsvorrichtung 40 im mittleren Abschnitt des Transportmechanismus 20 liest auf optischem Wege die für die eingeschriebene Scheckkarte 1 spezifischen charakteristischen Daten, und die ausgelesenen Daten werden in dem RAM63 gespeichert (Schritt S3). Von dem Lesekopf 51 im Mittelabschnitt des Transportmechanismus 21 wird die in dem Magnetstreifen 2 aufgezeichnete Kontonummer des Scheckausstellers ausgelesen (Schritt S4). Wenn die Vorderkante der Scheckkarte 1 den Druckpositions-Anhalte-Sensor 32 zum Bedrucken erreicht, werden die Transportmechanismen 20 bis 24 von der CPU60 angehalten (Schritt S5). Anschließend prüft die CPU, ob die zuvor von der Bank zugewiesene Kontonummer mit der von dem Lesekopf 51 ausgelesenen Kontonummer übereinstimmt (Schritt S6), und sie prüft außerdem, ob die von der Vorrichtung 40 erfaßten aktuellen Daten entweder genau oder innerhalb eines zulässigen Fehlerbereichs mit den charakteristischen Daten übereinstimmen, die von dem Magnetstreifen 2 erfaßt wurden, wo sie vor der Aushändigung der Karte durch das Geldinstitut aufgezeichnet wurden (Schritt S8). Wenn die Kontonummer nicht stimmt und die charakteristischen Daten nicht übereinstimmen bzw. einen nicht mehr zulässigen Fehler aufweisen, wird der Transportmechanismus 20 bis 24 von der CPU umgekehrt, um die Scheckkarte 1 zurückzugeben (Schritt S7).

Wenn die Kontonummer stimmt und die charakteristischen Daten stimmen oder nur einen noch zulässigen Fehler aufweisen, gibt der Scheckaussteller über die Tastatur 11 ein Kennwort (z. B. eine Geheimzahl) ein, welches zwischen dem Scheckaussteller und dem Geldinstitut bei Eröffnung des Kontos vorher vereinbart wurde (Schritt S9). Ist das Kennwort richtig, wird über die Tastatur 11 der Betrag des auszustellenden Schecks eingegeben. Ist das eingegebene Kennwort falsch, so wird dies dahingehend gewertet, daß der Scheckaussteller jemand anderes ist als die von dem Geldinstitut zugelassene Person. Die Scheckkarte 1 wird daher zurückgewiesen, wenn der Transportmechanismus 20 bis 24 umgekehrt wird, wie es oben beschrieben wurde (Schritt S7).

Der über die Tastatur 11 eingegebene Geldbetrag wird auf der im oberen Abschnitt des Geräts 10 vorgesehenen Anzeigeeinheit 12 angezeigt. Die Anzeigeeinheit besteht z. B. aus einer Flüssigkristallanzeige. Hierdurch kann sich der Scheckaussteller davon überzeugen, daß der angezeigte Betrag tatsächlich derjenige Betrag ist, auf den der Scheck ausgestellt werden soll oder nicht (Schritt S12). Ist der Betrag korrekt, so wird auf der Tastatur 11 eine Bestätigungstaste gedrückt (Schritt S 13), wodurch der Drucker 15 von der CPU60 veranlaßt wird, die Summe in Form von Zahlen in der Zone 4 der in das Gerät 10 eingezogenen und angehaltenen Scheckkarte 1 zu drucken (Schritt S14). Der Grund dafür, daß der Betrag in dem Feld 4 der Scheckkarte 1 sichtbar ausgedruckt wird, ist der, daß ansonsten der Scheckempfänger ein Gefühl der Unsicherheit hätte und das Vertrauen in die Scheckkarte beeinträchtigt wäre.

Wenn der durch den Drucker 15 vorgenommene Druckvorgang beendet ist (Schritt S15), wird der Transportmechanismus 20 bis 24 von der CPU60 betätigt, und die Scheckkarte 1 wird in Richtung auf den Ausgabeschlitz 14 bewegt (Schritt S16). In der Zwischenzeit werden die in dem RAM63 gespeicherten Daten und die von dem Kalender 62 ausgegebenen chronologischen Daten mit dem Schreibkopf 52 auf den Magnetstreifen 2 geschrieben. In einem vorbestimmten Bereich des Magnetstreifens 2 werden neue von der Erfassungsvorrichtung 40 erfaßte und in dem RAM63 gespeicherte Daten eingeschrieben, um die Daten zu aktualisieren (Schritt S17). Dies deshalb, weil die Scheckkarte 1 möglicherweise während der Handhabung verschmutzt wird und es notwendig ist, die letzten Daten zu speichern. Gleichzeitig werden von dem Kalender 62 kommende, auf die Ausstellung des Schecks bezogene chronologische Daten, der ausgestellte Betrag und weitere Daten in dem vorbestimmten Bereich des RAM63 gespeichert, wodurch von dem Drucker 15 der Tagesumsatz oder die Übersicht über Scheckausstellungen während eines Monats ausgedruckt werden kann, um ein sicheres und komplikationsloses Scheckausstellen zu gewährleisten (Schritt S18). Wenn die Scheckkarte 1 aus dem Ausgabeschlitz 14 ausgegeben ist und der Sensor 33 die hintere Kante der Scheckkante 1 feststellt, wird der Antrieb des Transportmechanismus 20 bis 24 von der CPU60 angehalten (Schritt S19), wodurch der Scheckausstellvorgang für die Scheckkarte 1 beendet wird.

Bei der oben beschriebenen Ausführungsform besteht die Scheckkarte 1 aus Hartpapier oder Kunststoff. Wahlweise kann jedes Material verwendet werden, welches das Auslesen der charakteristischen Daten ermöglicht. Außerdem können die Form der Scheckkarte und die Aufzeichnungspositionen wahlweise modifiziert werden. Andere Materialien, die sich für eine erfindungsgemäße Scheckkarte eignen, sind in der japanischen Offenlegungsschrift 1 17 081/1982, der japanischen Patentschrift 41 549/1983 und der DE-OS 34 15 798 beschrieben. Bei dem oben beschriebenen Scheckkartenausstellgerät ist die Kontonummer des Benutzers in das ROM eingeschrieben, und die Kontonummer wird ausgelesen und mit derjenigen Kontonummer verglichen, die auf die eingeschobene Scheckkarte geschrieben ist, um sicherzugehen, ob die beiden Nummern übereinstimmen oder nicht. Es ist jedoch auch möglich, die Kontonummer über die Tastatur einzugeben. Solange das Gerät die anhand der Fig. 3 und 4 erläuterten Funktionen aufweist, sind äußere Gestalt und Aufbau des Geräts, Lage der Tastatur, Lage der Anzeigevorrichtung und die Lage der Einführ- und Ausgabeschlitze für die Scheckkarte beliebig. Beispielsweise kann der Einführschlitz Doppelfunktion haben, so daß er auch als Ausgabeschlitz fungiert. In einem solchen Fall kann das Gerät kompakter aufgebaut sein. Bei den oben beschriebenen Bankschalterautomaten und Online-Schaltergeräten können auch andere Banknoten-Verarbeitungsgeräte zum Einziehen der ausgestellten Scheckkarte verwendet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Scheckhandhabungsverfahren, bei welchem kartenartige Schecks verwendet werden, gekennzeichnet durch folgende Maßnahmen:

    ein Scheckausstellgerät (10) wird bereitgestellt, welches speziell auf eine Kontonummer (des Benutzers) eingestellt ist,

    ein kartenartiger Scheck (1) wird in das Scheckausstellgerät (10) eingegeben, um den Scheck zu verarbeiten durch Eingeben von Daten wie beispielsweise den Geldbetrag, wobei zwecks Ausstellung eines Schecks die Echtheit des Schecks durch Vergleich der zuvor auf dem Scheck aufgezeichneten Kontonummer mit der Kontonummer, auf welche das Scheckausstellgerät eingestellt ist, geprüft wird, der eingegebene Geldbetrag mit dem Guthaben des Ausstellers verglichen wird und nach Bestätigung des Vergleichs der Scheck ausgestellt wird,

    der vom Scheckausstellgerät (10) ausgegebene ausgestellte Scheck wird in ein Verarbeitungsgerät (101 oder 102) eingeführt, zum Beispiel in einen Bargeld-Einzieh/Ausgabe-Automaten oder in einen Bankschalter-Automaten, worin

    die Echtheit des eingeführten Schecks geprüft wird und der eingegebene Geldbetrag in bar ausgezahlt oder einem bezeichneten Konto gutgeschrieben wird.
  2. 2. Scheckhandhabungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Scheckausstellgerät (10) als kompaktes tragbares Gerät ausgebildet ist.
  3. 3. Scheckausstellgerät, insbesondere zur Verwendung bei einem Scheckhandhabungsverfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

    eine Tastatur (11) zum Eingeben von Daten,

    eine Anzeigevorrichtung (12) zum Anzeigen der über die Tastatur eingegebenen Daten,

    eine Daten-Lese/Schreib-Vorrichtung (50) zum Auslesen der Daten, die auf einen Magnetstreifen (2) eines in einen Eingabeschlitz (13) eingegebenen kartenartigen Schecks (1) geschrieben sind, und zum Schreiben von Daten auf den Scheck,

    eine Druckvorrichtung (15), um Daten an einer vorbestimmten Stelle auf den Scheck zu drucken,

    eine Merkmalserkennungsvorrichtung (40) zum Feststellen charakteristischer Daten in einem Identifizierungsbereich (3) auf dem Scheck,

    einen Speicher, der eine Kontonummer speichert, auf welche das Scheckausstellgerät (10) speziell eingestellt ist, und durch

    eine Steuereinrichtung (CPU60), welche die Tastatur (11), die Anzeigevorrichtung (12), die Daten-Lese/Schreib-Vorrichtung (50), die Merkmalserkennungsvorrichtung (40), den Speicher und die Druckvorrichtung (15) steuert und den Scheck vom Eingabeschlitz (13) zum Ausgabeschlitz fördert und steuert, wodurch eine Kontonummer und Daten, die zuvor auf den Magnetstreifen (2) des Schecks (1) gedruckt wurden, von der Daten-Lese/Schreib-Vorrichtung (50) ausgelesen werden, die ausgelesene Kontonummer mit der im Speicher gespeicherten Kontonummer verglichen wird, die ausgelesenen Daten mit den durch die Merkmalserkennungsvorrichtung (40) festgestellten Daten verglichen werden und die eingegebenen Daten an der vorbestimmten Stelle gedruckt und die eingegebenen Daten und die ausgelesenen Daten erneut auf den Magnetstreifen geschrieben werden, so daß der Scheck ausgestellt werden kann, wenn beide Vergleiche in Ordnung sind.
  4. 4. Scheckausstellgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastatur (11) Zifferntasten und Symboltasten aufweist.
  5. 5. Scheckausstellgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingabeschlitz (13) sich an einer anderen Stelle als der Ausgabeschlitz (14) befindet.
  6. 6. Scheckausstellgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingabeschlitz (13) auch die Funktion des Ausgabeschlitzes hat.
  7. 7. Scheckausstellgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Merkmalserkennungsvorrichtung (40) ein lichtaussendendes Element (41) und ein lichtempfindliches Element (43) aufweist.






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