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Dokumentenidentifikation DE3612720C2 30.03.1989
Titel Vorrichtungen zum Vorspannen von Glasscheiben
Anmelder Vegla Vereinigte Glaswerke GmbH, 5100 Aachen, DE
Erfinder Kuster, Hans-Werner, Dr., 5100 Aachen, DE;
Radermacher, Herbert, Raeren, BE;
Vanaschen, Luc, Eupen, BE
Vertreter Biermann, W., Dr.-Ing., Pat.-Ass., 5100 Aachen
DE-Anmeldedatum 16.04.1986
DE-Aktenzeichen 3612720
Offenlegungstag 22.10.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse C03B 27/04
Zusammenfassung Gegenstand der Erfindung ist ein Blaskasten zum thermischen Vorspannen von Glasscheiben. Zum Vorspannen unterschiedlicher Größe kann bei einem Blaskasten mit für verhältnismäßig große Glasscheiben eingerichtetem Blasdüsenfeld die Luftzufuhr zu beliebigen Blasdüsen bzw. Blasdüsengruppen in den Randbereichen des Blaskastens abgesperrt und auf diese Weise das mit der Blasluft versorgte Blasdüsenfeld der Form und der Größe der vorzuspannenden Glasscheiben angepaßt werden. Die Anpassung des Blasdüsenfeldes an die Form und Größe der Glasscheiben erfolgt beispielsweise mit Hilfe eines schablonenartigen Absperrschiebers (10), der eine der Glasscheibe entsprechende Ausnehmung (12) aufweist, innerhalb des Luftverteilerkastens (2) unmittelbar vor der mit den Düsenröhrchen (6) versehenen Frontplatte (5) angeordnet und gegen einen anderen Absperrschieber austauschbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum thermischen Vorspannen von Glasscheiben, mit zwei einander gegenüber angeordneten Blaskästen mit einer Vielzahl von Blasdüsen, die jeweils im Randbereich eines Blaskastens in Abhängigkeit von der Form und der Größe der vorzuspannenden Glasscheiben einzeln oder gruppenweise absperrbar sind.

Eine Vorrichtung dieser Art, wie sie für die Herstellung von Einscheibensicherheitsglasscheiben für Kraftfahrzeuge verwendet wird, ist aus der DE 34 25 809 A1 bekannt. Der in dieser Druckschrift beschriebene Blaskasten besteht aus einem Luftverteilerkasten mit aufgesetzten Düsenleisten. Um unterschiedlich gekrümmte Glasscheiben jeweils mit einer parallel zur Oberfläche der Glasscheibe verlaufenden Mündungsfläche der Düsen vorspannen zu können, werden bei dieser bekannten Vorrichtung auf die Düsenleisten Adapterleisten aufgesetzt, deren Düsenmündungfläche jeweils der Glasscheibenform angepaßt ist. Durch die aufgesetzten Adapterleisten können die im Randbereich des Blaskastens liegenden Düsenmündungen abgesperrt werden. Außerdem ist es möglich, die Düsenbohrungen in den Adapterleisten einzeln durch Ventilscheiben abzusperren, die dafür vorgesehen sind, die Blasrichtung der Düsen einzustellen. Abgesehen davon, daß bei dieser bekannten Vorrichtung bei unterschiedlichen Glasscheiben jeweils unterschiedliche Adapterleisten auf die Düsenleisten aufgesetzt werden müssen, bedeutet das Absperren jeder einzelnen Düse bei der Vielzahl der Blasdüsen in einer solchen Vorrichtung einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand.

Bekannt ist ferner eine Vorrichtung der eingangs genannten Art, bei der durch die Gestaltung jeder einzelnen Düse und durch eine sinnvolle pneumatische Steuerung die Glasscheibe vor jeder einzelnen Düse ertastet wird, und nur diejenigen Blasdüsen freigegeben werden, vor denen sich die Glasscheibe befindet (DE 25 51 755 A1). Durch diese Steuerung der Blasdüsen wird die Gesamtluftzufuhr zu dem Blaskasten nicht verändert, sondern die nicht benötigte Luft wird durch eine Abführungsleitung in die Atmosphäre geleitet oder im Kreislauf geführt. Durch die bereichsweise Absperrung der Düsen soll die nachteilige Wirkung vermieden werden, die darauf beruht, daß die thermischen Verhältnisse der Öfen oder der Steuereinrichtungen aufgrund der Größe der austretenden Luftmenge gestört werden.

Auch aus der US-PS 41 40 511 ist es bekannt, Abblasvorrichtungen mit einer verhältnismäßig großen mit Düsen besetzten Fläche zu verwenden und die bei kleineren Glasscheiben nicht benötigten Düsen im Randbereich einzeln durch einen Stopfen abzusperren.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Lösungen zu schaffen, um bei Blaskästen unterschiedlicher Bauart mit einfachen Mitteln und mit geringem Zeit- und Arbeitsaufwand die nicht benötigten Blasdüsen im Randbereich der Blaskästen abzusperren, um durch Einsparung von Blasluft die Wirtschaftlichkeit der Blaskästen zu erhöhen.

Eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Blaskastens zeichnet sich dadurch aus, daß jeder Blaskasten aus einem Luftverteilerkasten und einer Vielzahl von in der Frontplatte des Luftverteilerkastens eingesetzten Düsenröhrchen besteht, und daß in dem Verteilerkasten unmittelbar vor der Frontplatte ein von Schienen und von einem eine Seitenwand durchdringenden Spalt gebildeter Führungsschlitz für einen großflächigen auswechselbaren Absperrschieber gebildet ist, der eine der Form und Größe der vorzuspannenden Glasscheibe entsprechende Ausnehmung aufweist.

Eine zweite erfindungsgemäße Ausführungsform zur Lösung der gestellten Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß jeder Blaskasten aus einem Luftverteilerkasten und einer Reihe von mit Abstand voneinander angeordneten und sich über die gesamte Breite des Luftverteilerkastens erstreckenden Düsenstegen besteht, und daß innerhalb der Düsenstege durch Zwischenwände jeder Blasdüse ein eigener Luftzuführungskanal zugeordnet ist, die sämtlich in einer Mündungsebene münden, vor der innerhalb des Luftverteilerkastens ein Führungsschlitz für einen von außen auswechselbaren Absperrschieber gebildet ist, der eine der Form und Größe der vorzuspannenden Glasscheibe entsprechende Ausnehmung aufweist.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auch durch die weitere Ausführungsform gelöst, bei der der Blaskasten aus einem Luftverteilerkasten und einer Reihe von mit Abstand voneinander angeordneten und sich über die gesamte Breite des Luftverteilerkastens erstreckenden Düsenstegen besteht, und daß die Düsenstege auf ihren Stirnseiten mit Einschuböffnungen versehen sind, in die Dichtstäbe zum Absperren der Blasdüsen von der Luftzufuhr von den Seiten her einschiebbar sind.

Verschiedene Ausführungsbeispiele für erfindungsgemäß eingerichtete Blaskästen werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben. In den Zeichnungen zeigt

Fig. 1 einen mit Düsenröhrchen bestückten Blaskasten, mit einem schablonenartigen Schieber zum Abdecken der nicht benötigten Düsenröhrchen, in einer perspektivischen Rückansicht;

Fig. 2 den in Fig. 1 dargestellten Blaskasten in einem senkrechten Schnitt (Ebene II-II);

Fig. 3 einen Schablonen-Absperrschieber, der eine gezielte Verringerung des Blasdrucks im Randbereich der Glasscheibe gestattet;

Fig. 4 einen aus Düsenstegen aufgebauten Blaskasten mit einem schablonenartigen Absperrschieber für die nicht benötigten Düsenröhrchen, in einer perspektivischen Ansicht;

Fig. 5 den in Fig. 4 dargestellten Blaskasten in einem Schnitt entlang der Ebene V-V;

Fig. 6 einen mit Düsenstegen versehenen Blaskasten mit einzelnen Dichtstäben für die Düsenöffnungen in den Düsenstegen;

Fig. 7 einen Längsschnitt entlang der Ebene VII-VII in Fig. 6 und

Fig. 8 den Aufbau eines für einen mit Düsenstegen versehenen Blaskasten verwendeten Absperrstabes.

Der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Blaskasten 1 weist einen Luftverteilerkasten 2 mit großem Querschnitt auf, dessen offene Seite über einen Flansch 3 mit einem entsprechenden Kasten oder Rahmen verschraubt wird, der seinerseits über geeignete Rohrleitungen an den die Blasluft liefernden Ventilator angeschlossen ist. Der Luftverteilerkasten 2 ist auf seiner Vorderseite durch eine Frontplatte 5 abgeschlossen, in der eine Vielzahl von nach außen vorstehenden Düsenröhrchen 6 angeordnet sind. Die Düsenröhrchen 6 werden also über den Luftverteilerkasten 2 mit der Blasluft versorgt.

Unmittelbar vor der Frontplatte 5 ist in der Seitenwand 7 des Luftverteilerkastens 2 ein sich über die gesamte Breite des Blaskastens erstreckender Spalt 8 vorgesehen, und innerhalb des Verteilerkastens 2 sind parallel zu der Frontplatte 5 in geringem Abstand von diesen Schienen 9 angeordnet. Der Spalt 8 und die Schienen 9 bilden neben der Frontplatte 5 einen Führungsschlitz für die Aufnahme eines plattenförmigen Absperrschiebers 10. Der Absperrschieber 10 ragt seitlich aus dem Spalt 8 so weit heraus, daß er an dem herausragenden Teil 10&min; ergriffen und herausgezogen, und bei Bedarf gegen einen anderen Absperrschieber ausgetauscht werden kann.

Der Absperrschieber 10 besteht aus einer Metallplatte und weist eine Ausnehmung 12 af, die in Form und Größe den Glasscheiben entspricht, die mit diesem Blaskasten vorgespannt werden sollen. Der Absperrschieber 12 sperrt die im Randbereich der Frontplatte 5 liegenden Düsenröhrchen 6 von der Luftzufuhr ab und läßt nur diejenigen Blasröhrchen frei, die innerhalb der Ausnehmung 12 liegen. Dadurch wird erreicht, daß nur diejenigen Düsenröhrchen 6 mit Blasluft beaufschlagt werden, die unmittelbar der vorzuspannenden Glasscheibe gegenüber liegen, während die außerhalb dieses Bereichs angeordneten Düsenröhrchen 6 von der Luftzufuhr abgesperrt sind.

Fig. 3 zeigt einen Absperrschieber 14 mit einer schablonenartigen Ausnehmung 15, die einer anderen Scheibenform entspricht. Bei diesem Absperrschieber 14 ist die Ausnehmung 15 kleiner als die Glasscheibe, für die dieser Absperrschieber verwendet wird, und um die Ausnehmung 15 herum sind eine Reihe von Löchern 16 in der Metallplatte angebracht. Auf diese Weise kann die Menge der Blasluft im Randbereich der Glasscheibe in einem gewünschten Ausmaß reduziert werden, wenn sich das als zweckmäßig erweisen sollte. Eine solche Verringerung der Kühlwirkung im Randbereich der Glasscheiben ist in der Regel zweckmäßig, weil der Randbereich von vorgespannten Glasscheiben bei gleichzeitiger Abblasung zum einen wegen der erhöhten Wärmezufuhr über die Kante der Glasscheibe, und zum anderen wegen der sich bei jedem Vorspannvorgang ausbildenden "Trommelfellspannungen" unter größeren Druckvorspannungen steht als das Mittelfeld der Glasscheibe. Mit einem Absperrschieber 14 entsprechend der Fig. 3 läßt sich dieser Effekt der erhöhten Randvorspannung auf einfache Weise in weiten Grenzen kompensieren.

Fig. 4 zeigt in einer Seitenansicht einen mit Düsenstegen 18 versehenen Blaskasten 20, bei dem die Düsenstege 18 in einen Luftverteilerkasten 21 münden, der seinerseits mit einem Ringflansch 22 versehen ist, mit dem der Blaskasten 20 mit einem entsprechenden Ringflansch am Ende des Luftzuführungssystems verbunden wird. Die einzelnen Düsenstege 18 werden von Seitenwänden 23, 24 gebildet, die aus Metall- bzw. Blechplatten bestehen. Oben sind die Düsenstege 18 durch Leisten 25 abgeschlossen, in denen Bohrungen 26 in den gewünschten Abständen vorgesehen sind, die die Blasöffnungen bilden. Die durch das Auftreffen auf die heiße Glasscheibe erhitzte Blasluft strömt durch die Zwischenräume 27 zwischen den Düsenstegen 18 ab. In diesen Zwischenräumen 27 sind in dem unteren Blaskasten einer horizontal angeordneten Vorspanneinrichtung im unteren Bereich dachförmig angeordnete Leisten 28 vorgesehen. Auf den durch diese Leisten 28 gebildeten schrägen Fläche rutschen im Fall eines Bruchs der Glasscheibe die zwischen die Düsenstege 18 gefallenen Glasbruchstäbe nach außen, so daß die Zwischenräume 27 hindurch nicht verstopft werden, sondern die ungehinderte Abströmung der Luft durch diese Zwischenräume gewährleistet bleibt.

Jeder einzelne Düsensteg 18 ist, wie es aus der Fig. 5 ersichtlich ist, durch Zwischenwände 30 so in einzelne Segmente unterteilt, daß jede Düsenbohrung 26 durch einen eigenen Kanal 31 mit der Blasluft versorgt wird.

Sämtliche Kanäle 31 des gesamten Blaskastens 20 münden in einer Ebene A-A, wobei diese Mündungen der Kanäle 31ein Raster bilden, das dem von den Blasdüsen 26 gebildeten Raster entspricht.

Unterhalb der Mündungsebene A-A ist innerhalb des Luftverteilerkastens 21 ein Führungsschlitz 32, und in einer Seitenwand 33 ein sich über die gesamte Breite des Luftverteilerkastens erstreckender Spalt 34 vorgesehen. Durch den Spalt 34 wird von außen ein schablonenartiger Absperrschieber 35 eingeschoben, der in dem Führungsschlitz 32 gleiten kann. Dieser Absperrschieber 35 ist wiederum mit einer flächigen Aussparung 36 versehen, die der Form und der Größe der vorzuspannenden Glasscheibe entspricht, so daß wiederum nur diejenigen Düsenbohrungen 26 mit Luft beaufschlagt werden, die der Aussparung 36 entsprechen, während die übrigen Kanäle 31 und Düsenbohrungen 26 gegen den Luftverteilerkasten 21 abgesperrt sind. Mit Hilfe geeigneter Handgriffe 37 kann der Absperrschieber 35 bei Bedarf wie eine Schublade herausgezogen und gegen einen anderen Absperrschieber ausgetauscht werden.

Da ein Teil der Düsenbohrungen 26 beim Abblasvorgang nicht mit Luft beaufschlagt wird, andererseits beim Abblasvorgang hin und wieder eine Glasscheibe in kleine Bruchstücke zerbricht, kann es bei dem unteren Blaskasten einer horizontal angeordneten Vorspanneinrichtung vorkommen, daß kleine Glaskrümel durch die Düsenbohrungen 26 und die Kanäle 31 auf die Absperrschieberplatte 35 fallen. Beim Herausziehen des Absperrschiebers 35 werden diese kleinen Glaskrümel von den Zwischenwänden 30 festgehalten und fallen in den Luftverteilerkasten und damit in das Rohrsystem und können beim Einschalten der Blasluft zu Schwierigkeiten führen. Um diese Gefahr auszuschalten, ist unterhalb des Führungsschlitzes 32 im Inneren des Luftverteilerkastens 21 ein weiterer Führungsschlitz 38 vorgesehen, in den durch den Spalt 39 ein Glaskrümel-Auffangblech 29 eingeschoben wird, bevor der Absperrschieber 35 herausgezogen wird, so daß die Glaskrümel von diesem Auffangblech 29 aufgefangen werden. Durch den vergleichsweise hohen Spalt 39 wird das Auffangblech mit den Glaskrümeln anschließend wieder herausgezogen. Der Spalt 39 wird anschließend wieder durch eine Dichtleiste 40 verschlossen.

Eine weitere Möglichkeit zur Realisierung der Erfindung bei einem Blaskasten mit Düsenstegen ist in den Fig. 6 bis 8 dargestellt. In diesem Fall sind die einzelnen Düsenstege 42 eines Blaskastens 41 innen nicht durch Zwischenwände unterteilt, sondern münden mit ihrer ganzen Längsausdehnung in den Luftverteilerkasten 43. Jeder Düsensteg 42 besteht wiederum aus Seitenwänden 44, 45 und einer oberen Abschlußleiste 46, in der Lochbohrungen 47 als Blasdüsenöffnungen angebracht sind. Die jeweils nicht benötigten Düsenöffnungen 47 werden in diesem Fall durch Dichtstäbe 49 von der Blasluftzufuhr abgesperrt, indem diese Dichtstäbe 49 auf beiden Stirnseiten eines jeden Düsenstegs 42 jeweils durch eine entsprechende Öffnung 50 so weit in den Düsensteg eingeführt werden, wie die äußeren Düsenöffnungen 47 verschlossen werden sollen. Während sich die Dichtstäbe 49 oben unmittelbar gegen die plane Unterseite der Abschlußleiste 46 dicht anlegen, stützen sie sich unten auf Bolzen 51 ab, die in den Seitenwänden 44, 45 der Düsenstege befestigt sind. Als Hilfsmaßnahme für die Einstellung der Dichtstäbe 49 kann z. B. auf der Oberseite der Dichtstäbe 49 eine skalenartige Markierung 48 angebracht sein, die mit dem Rand der Öffnung 50 zusammenwirkt und so die Länge des abgedeckten Teils des jeweiligen Düsenstegs 42 anzeigt. Ferner können zur Fixierung der Dichtstäbe 49 Klemmschrauben 52 vorgesehen sein.

Auch mit dieser Vorrichtung läßt sich also das Feld der mit Luft beaufschlagten Düsen von außen nach innen beliebig verkleinern und jeder beliebigen Form und Größe der Glasscheiben anpassen.

Wenn eine besonders gute Abdichtung der Düsenöffnungen erreicht werden soll, kann man die Dichtstäbe 49 mit einem zusätzlichen Dichtprofil 53 versehen, wie es in Fig. 8 dargestellt ist. Dieses Dichtprofil 53 aus einem kautschukartigen Material mit U-förmigem Querschnitt wird so auf der Metalleiste 54 befestigt, daß die beiden Seitenschenkel des Profilstreifens gegen die Strömungsrichtung der Luft gerichtet sind und sich unter der Wirkung des Luftdrucks als Dichtlippen gegen die Seitenwände des Düsenstegs anlegen. Die Befestigung des Dichtprofils 53 erfolgt über ein außen auf den Mittelsteg aufgelegtes Flachprofil 55, das durch den Mittelsteg des Dichtprofils 53 hindurch mit der Metalleiste 54 verschraubt ist und beispielsweise aus einem Metall besteht und auf diese Weise einen zusätzlichen mechanischen Schutz des Dichtprofils 53 gegen eventuell in die Düsenöffnungen 47 hineingefallene kleine Glassplitter darstellt. Anstelle der Befestigung durch Schrauben kann die Befestigung auch durch Verkleben erfolgen, indem einerseits der Mittelsteg des Dichtprofils 53 mit der Metalleiste 54, und andererseits das Flachprofil 55 mit dem Mittelsteg des Dichtprofils 53 verklebt werden.

Falls mit Hilfe eines großen Blaskastens zwei oder mehrere kleine Glasscheiben gleichzeitig vorgespannt werden, ist es zweckmäßig, mit Hilfe der erfindungsgemäßen Maßnahme nur jeweils die den einzelnen Glasscheiben entsprechenden Bereiche des Blasdüsenfeldes mit Blasluft zu versorgen. Das läßt sich mit allen beschriebenen Ausführungsformen durchführen. Dabei können die einzelnen Bereiche voneinander völlig getrennt sein. So können beispielsweise bei Verwendung eines großflächigen Absperrschiebers zwei oder mehr voneinander getrennte Ausnehmungen vorgesehen sein, die der Lage der einzelnen Glasscheiben in der Abblasvorrichtung und deren Form und Größe angepaßt sind. In entsprechender Weise kann auch bei den übrigen Ausführungsformen mit den jeweils beschriebenen Mitteln das gleiche Ergebnis erzielt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum thermischen Vorspannen von Glasscheiben, mit zwei einander gegenüber angeordneten Blaskästen mit einer Vielzahl von Blasdüsen, die jeweils im Randbereich eines Blaskastens in Abhängigkeit von der Form und der Größe der vorzuspannenden Glasscheiben einzeln oder gruppenweise absperrbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Blaskasten (1) aus einem Luftverteilerkasten (2) und einer Vielzahl von in der Frontplatte (5) des Luftverteilerkastens (2) eingesetzten Düsenröhrchen (6) besteht, und daß in dem Verteilerkasten (2) unmittelbar vor der Frontplatte (5) ein von Schienen (9) und von einem eine Seitenwand (7) durchdringenden Spalt (8) gebildeter Führungsschlitz für einen großflächigen auswechselbaren Absperrschieber (10) gebildet ist, der eine der Form und Größe der vorzuspannenden Glasscheibe entsprechende Ausnehmung (12) aufweist.
  2. 2. Vorrichtung zum thermischen Vorspannen von Glasscheiben, mit zwei einander gegenüber angeordneten Blaskästen mit einer Vielzahl von Blasdüsen, die jeweils im Randbereich eines Blaskastens in Abhängigkeit von der Form und der Größe der vorzuspannenden Glasscheiben einzeln oder gruppenweise absperrbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Blaskasten (20) aus einem Luftverteilerkasten (21) und einer Reihe von mit Abstand voneinander angeordneten und sich über die gesamte Breite des Luftverteilerkastens (21) erstreckenden Düsenstegen (18) besteht, und daß innerhalb der Düsenstege (18) durch Zwischenwände (30) jeder Blasdüse (26) ein eigener Luftzuführungskanal (31) zugeordnet ist, die sämtlich in einer Mündungsebene (A-A) münden, vor der innerhalb des Luftverteilerkastens (21) ein Führungsschlitz (32) für einen von außen auswechselbaren Absperrschieber (35) gebildet ist, der eine der Form und Größe der vorzuspannenden Glasscheibe entsprechende Ausnehmung (36) aufweist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Blaskasten (20) einer horizontal ausgerichteten Vorspanneinrichtung unterhalb des Führungsschlitzes (32) mit einem weiteren Führungsschlitz (38) versehen ist, in den vor dem Auswechseln eines Absperrschiebers (35) ein Auffangblech (29) für eventuell in die nicht mit Luft beaufschlagten Düsenöffnungen (26) hineingefallene und auf dem Absperrschieber (35) liegende kleine Glassplitter einschiebbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der auswechselbare Absperrschieber (14) um die der Form der vorzuspannenden Glasscheibe entsprechende Ausnehmung (15) herum mit Bohrungen (16) oder anderen Einschnitten oder Aussparungen versehen ist, die eine verminderte Luftzufuhr zu den auf den Randbereich der Glasscheibe einwirkenden Blasdüsen bewirken.
  5. 5. Vorrichtung zum thermischen Vorspannen von Glasscheiben, mit zwei einander gegenüber angeordneten Blaskästen mit einer Vielzahl von Blasdüsen, die jeweils im Randbereich eines Blaskastens in Abhängigkeit von der Form und der Größe der vorzuspannenden Glasscheiben einzeln oder gruppenweise absperrbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Blaskasten (41) aus einem Luftverteilerkasten (43) und einer Reihe von mit Abstand voneinander angeordneten und sich über die gesamte Breite des Luftverteilerkastens (43) erstreckenden Düsenstegen (42) besteht, und daß die Düsenstege (42) auf ihren Stirnseiten mit Einschuböffnungen (50) versehen sind, in die Dichtstäbe (49) zum Absperren der Blasdüsen (47) von der Luftzufuhr von den Seiten her einschiebbar sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtstäbe (49) mit Dichtprofilleisten (53) aus gummielastischem Werkstoff versehen sind.






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