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Dokumentenidentifikation DE3710674C2 30.03.1989
Titel Tunnelfinisher
Anmelder Veit GmbH & Co, 8910 Landsberg, DE
Erfinder Fottner, Franz, Dipl.-Ing., 8893 Hilgertshausen-Tandern, DE
Vertreter Grünecker, A., Dipl.-Ing.; Kinkeldey, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Stockmair, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Ae.E. Cal Tech; Schumann, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Jakob, P., Dipl.-Ing.; Bezold, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Meister, W., Dipl.-Ing.; Hilgers, H., Dipl.-Ing.; Meyer-Plath, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Ehnold, A., Dipl.-Ing.; Schuster, T., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 31.03.1987
DE-Aktenzeichen 3710674
Offenlegungstag 20.10.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse D06F 73/02
IPC-Nebenklasse D06B 23/16   
Zusammenfassung Bekannte Tunnelfinisher weisen Luftwalzen auf, deren jeweilige Achse zwischen der boden- und deckenseitigen Scheibe mittels eines hülsenförmigen Abschnitts trennbar ist. Durch ein axiales Verschieben des hülsenförmigen Abschnitts ist eine Trennung der Achse und damit ein Auswechseln des zwischen den Scheiben angeordneten Überzugs der Luftwalze gewährleistet. Ein Auswechseln des Überzugs ist jedoch nur bei in den Tunnelfinisher eingebauten Luftwalzen möglich. Der neue Tunnelfinisher soll das Auswechseln des Überzugs der Luftwalze erleichtern. Die Achse der Luftwalze besteht aus einem oberen gehäusefest gehaltenen und einem einteiligen, die Scheiben tragenden unteren Abschnitt, der an seinem oberen Ende lösbar mit dem oberen Abschnitt gekuppelt und an seinem unteren Ende auf einem Kipplager herauskippbar abgestützt ist. Der Tunnelfinisher ermöglicht durch den Ausbau der Luftwalzen einen leichten und schnellen Austausch des Überzugs, so daß nur mit geringen Standzeiten des Tunnelfinishers zu rechnen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Tunnelfinisher nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Ein solcher Tunnelfinisher ist aus der DE-PS 35 19 568 bekannt. Dieser Tunnelfinisher weist Luftwalzen auf, deren jeweilige Achse zwischen der boden- und deckenseitigen Scheibe mittels eines hülsenförmigen Abschnitts trennbar ist. Durch ein axiales Verschieben des hülsenförmigen Abschnitts ist eine Trennung zwischen dem oberen, die deckenseitige Scheibe tragenden, gehäusefesten Abschnitt und dem unteren, die bodenseitige Scheibe tragenden, gehäusefesten Abschnitt der Achse möglich. Dadurch ist ein Auswechseln des zwischen den Scheiben angeordneten zylinderförmigen Überzugs der Luftwalze gewährleistet. Nachteilig ist dabei, daß ein Auswechseln des Überzugs nur bei in den Tunnelfinisher eingebauten Luftwalzen möglich ist. Da nicht alle Bereiche der Luftwalze ohne weiteres zugänglich sind, ist ein solches Auswechseln des Überzugs aufgrund der engen Bauform von Tunnelfinishern umständlich und zeitaufwendig. Außerdem ist es schwierig, den in dem Überzug befindlichen hülsenförmigen Abschnitt zur Trennung der Achse anzuheben und gleichzeitig den Überzug nach unten abzuziehen. Ähnliche Schwierigkeiten ergeben sich beim Einbau eines neuen Überzugs.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Auswechseln des Überzugs der Luftwalze bei einem Tunnelfinisher der eingangs erwähnten Gattung zu erleichtern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem gattungsgemäßen Tunnelfinisher durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Da die Achse zwischen ihrem oberen gehäusefest gehaltenen Abschnitt und ihrem einteiligen, die Scheiben tragenden unteren Abschnitt eine lösbare Kupplung aufweist und der einteilige untere Abschnitt auf einem Kipplager herauskippbar abgestützt ist, ist ein Ausbau der Luftwalze aus dem Tunnelfinisher unproblematisch und mit wenigen Handgriffen durchführbar. Außerhalb des Tunnelfinishers sind alle Bereiche der Luftwalze leicht zugänglich, so daß ein leichter und schneller Austausch des Überzugs möglich ist. Besonders vorteilhaft ist es, daß nur der für den Austausch des Überzugs notwendige Teil der Luftwalze herausgekippt werden muß. Das mit dem oberen Abschnitt fest verbundene Antriebsrad verbleibt daher beim Ausbau des unteren einteiligen Abschnitts innerhalb des Tunnelfinishers.

Eine vorteilhafte Weiterbildung des Tunnelfinishers geht aus Patentanspruch 2 hervor. Eine solche Kupplung ist praktisch wartungs- und verschleißfrei und gewährleistet durch ein Entriegeln und axiales Verschieben der Klemmhülse ein schnelles Lösen der Verbindung, so daß beim Auswechseln des Überzugs nur mit geringen Standzeiten des Tunnelfinishers zu rechnen ist.

Zweckmäßig ist ferner das Merkmal nach Patentanspruch 4, da ein längs der Materialbahn angeordneter Verschluß ein Auswechseln des Überzugs von dem unteren Abschnitt der vertikalen Achse erleichtert. Dadurch wird die für das Auswechseln des Überzugs benötigte Zeit weiter verringert.

Durch die vorteilhafte Maßnahme nach Patentanspruch 5 ist beim Auswechseln des Überzugs ein einfaches Abziehen bzw. Aufstecken des oberen Endes auf den unteren Abschnitt der Achse gewährleistet. Befestigungsmittel jedweder Art entfallen.

Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht eines Tunnelfinishers,

Fig. 2 eine Vorderansicht des Tunnelfinishers mit zwei gegenüberliegend angeordneten Luftwalzen,

Fig. 3 eine Seitenansicht der Luftwalzen gemäß Fig. 2, jedoch mit anders angeordnetem Verschluß, und

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht (teilweise im Schnitt) des Tunnelfinishers beim Ausbauen einer Luftwalze.

In Fig. 1 ist ein Tunnelfinisher 1 zum Bearbeiten bzw. knitterfreien Aufbereiten von Kleidung dargestellt. Der Tunnelfinisher 1 weist ein Gehäuse 2 auf, das durch Seitenwände 2a, b, eine Bodenplatte 2c und eine Deckenplatte 2d begrenzt ist. In dem Gehäuse 2 sind zwei hintereinanderliegende Kammern 3, 4 angeordnet, die an ihren Enden jeweils paarweise, gegenüberliegend angeordnete Luftwalzen 5a, b; 6a, 6; 7a, b mit vertikaler Längsachse aufweisen, so daß zwei nahezu abgeschlossene Räume entstehen. Die Luftwalzen sind an ihren Enden gehäusefest gelagert und mittels einer Antriebseinrichtung 8 derart rotierbar, daß sich die zur Seitenwand 2a weisenden Luftwalzen 5a, 6a, 7a gleichsinnig entgegen dem Uhrzeigersinn und die zur Seitenwand 2b weisenden Luftwalzen 5b, 6b, 7b ebenfalls gleichsinnig aber mit entgegengesetzter Drehrichtung, also im Uhrzeigersinn, drehen. In der Kammer 3 ist zum beidseitigen Beaufschlagen eines Kleidungsstückes 9a mit Dampf eine Bedampfungseinrichtung 10 in Form von Dampfdüsen (nicht gezeigt) vorgesehen, die über Rohrleitungen mit einem Dampferzeuger (nicht gezeigt) gekoppelt ist. Kammer 4 weist zum anschließenden Trocknen und Glätten bzw. Bügeln des Kleidungsstückes ein Gebläse (nicht gezeigt) auf, das Umgebungsluft ansaugt, erhitzt und in vertikaler Richtung durch die Kammer fördert.

Die Luftwalzen sind genauer in den Fig. 2 und 3 dargestellt. Jede Luftwalze, z. B. 5a, b in Fig. 2, weist eine vertikale Achse 11 auf, die an ihrem oberen Ende mittels eines Lagers 12 gehalten ist, das über eine Deckenabstützung 13 an der Deckenplatte 2d befestigt ist. Das untere Ende der Achse 11 ist in einem Kipplager 14 gehalten, das auf einer Befestigungsplatte 15 aufsitzt. Die Achse 11 ist jedoch zweiteilig ausgebildet, mit einem oberen Abschnitt 11a, der in dem Lager 12 und einem einteiligen unteren Abschnitt 11b, der in dem Lager 14 gehalten ist. Der untere Abschnitt 11b weist an seinem oberen Ende eine deckenseitige Scheibe 16 und an seinem unteren Ende eine bodenseitige Scheibe 17 auf, wobei die Scheibe 16 lösbar und die Scheibe 17 fest mit der Achse 11 verbunden sind. Der zwischen den Scheiben 16, 17 sich erstreckende zylinderförmige Bereich ist mit einem Überzug 18 umgeben, der aus einer flachen Materialbahn besteht, die in Fig. 2 mit einem vertikal und in Fig. 3 mit einem schraubenförmig angeordneten Verschluß 19, vorzugsweise einem Klettverschluß, versehen ist. Der Überzug 18 ist im eingebauten Zustand derart ausgebildet, daß er an seinem oberen Ende ein kreisförmiges Loch 18a mit einem den Außendurchmesser der Achse 11 geringfügig überragenden Innendurchmesser und an seinem unteren Ende eine Öffnung 18b mit einem den Außendurchmesser der bodenseitigen Scheibe 17 überragenden Innendurchmesser aufweist. Das untere Ende des Überzugs ist mittels eines Klemmrings 20 auf der Scheibe 17 luftdicht befestigt.

In der bodenseitigen Scheibe 17 ist eine schlitzförmige Öffnung 21 vorgesehen, so daß der Innenraum der Luftwalze mit der Umgebungsatmosphäre in Verbindung steht (Fig.3). Unterhalb der Öffnung 21 und oberhalb des Kipplagers 14 erstreckt sich im wesentlichen radial zu den Luftwalzen eine Druckluftleitung 22, die an ein außerhalb des Gehäuses 2 stehendes Gebläse (nicht gezeigt) angeschlossen ist. Die Druckluftleitung 22 weist düsenförmige Öffnungen 22a auf, welche auf die Öffnungen 21 ausgerichtet sind. Die düsenförmigen Öffnungen 22a sind an Armen ausgebildet, die untereinander, wie in Fig. 3 gezeigt, Winkel von 90° einschließen, so daß die Druckluft gleichmäßig über die Öffnungen 21 in die Luftwalzen einströmt.

Das untere Ende der Achse 11 ist spitz zulaufend ausgebildet. Als Gegenstück weist das Kipplager 14 eine kegelige Vertiefung 14a auf, so daß die Luftwalze durch ihr Eigengewicht in dem Kipplager automatisch die richtige Lage einnimmt und sicher gehalten ist.

Der obere Abschnitt 11a ist an seinem oberen Ende in dem Lager 12, im unteren Bereich über eine mit den Seitenwänden 2a, b fest verbundene Halteplatte 23 abgestützt. Zwischen der Halteplatte 23 und dem oberen Abschnitt 11a ist ein Gleitlager 24 eingebaut. Zwischen den Lagern 12 und 24 sitzt ein Antriebsrad 25, das vorzugsweise als Zahnrad ausgebildet ist, auf dem oberen Abschnitt 11a derart fest auf, daß die Antriebsräder 25 der paarweise, gegenüberliegend angeordneten Luftwalzen mittels einer gemeinsamen, d. h. zwischen den Zahnrädern angeordneten, Ketteneinrichtung 26 antreibbar sind. Die Zähne der Antriebsräder 25 greifen daher gleichzeitig in die Ketteneinrichtung 26 ein. Die Ketteneinrichtung 26 ist an drei Seiten von einer Abdeckschiene 27 umgeben, welche im Bereich der in die Ketteneinrichtung 26 eingreifenden Antriebsräder 25 in Längsrichtung sich erstreckende Schlitze 27a aufweist und an der Halteplatte 23 befestigt ist. An der Unterseite der Ketteneinrichtung 26 sind in bestimmten Abständen sich nach unten erstreckende Kleiderhaken 28 angebracht, in die die Kleidungsstücke 9a, b mittels Bügel 29 eingehängt sind (Fig. 1). Wie Fig. 1 zeigt, erstrecken sich die Ketteneinrichtung 26 und die Abdeckschiene 27 im oberen Teil des Gehäuses 2 in Längsrichtung des Tunnelfinishers 1 durch beide Kammern 3, 4, so daß ein Transport der Kleidungsstücke 9a, b durch den Tunnelfinisher 1 möglich ist.

Der obere Abschnitt 11a ist mit dem unteren Abschnitt 11b lösbar über eine Kupplungseinrichtung 30 verbunden. Die Kupplungseinrichtung besteht nach Fig. 2 zum einen aus einer Z-förmigen Fuge 31 und zum anderen aus einer Klemmhülse 32. Die Z-förmige Fuge 31 ist dabei so ausgebildet, daß das untere Ende des oberen Abschnitts 11a, in Fig. 2 von links gesehen, zunächst einen rückspringenden und dann einen vorspringenden Abschnitt gleicher Stärke aufweist, wohingegen das obere Ende des unteren Abschnitts 11b zunächst aus einem vorspringenden und dann aus einem rückspringenden Abschnitt gleicher Stärke besteht. Der obere und der untere Abschnitt 11a und 11b bilden daher im zusammengesteckten Zustand eine vollständige Achse 11 und damit eine für die Übertragung eines Drehmoments geeignete Verbindung. Dieser Kupplungsbereich ist zur Übertragung des Drehmomentes vollständig von der auf der Achse 11 in axialer Richtung verschiebbaren Klemmhülse 32 abgedeckt.

Für Reparatur- und/oder Wartungsarbeiten an dem Tunnelfinisher 1, insbesondere für den Ausbau der Luftwalzen 6a, b ist wegen der besseren Zugänglichkeit in der Seitenwand 2a oder 2b eine verschließbare Türe 33 vorgesehen.

Nachfolgend werden die Arbeitsweise des zuvor beschriebenen Tunnelfinishers sowie der Ausbau einer Luftwalze erläutert.

Zunächst werden die Luftwalzen 5a, b; 6a, b; 7a, b über die Druckluftleitungen 22 und deren düsenförmige Öffnungen 22a und durch die Öffnungen 21 in den bodenseitigen Scheiben 17 mit Druckluft beaufschlagt, so daß sich jeder Überzug 18 zylinderförmig ausbildet und sich die gegenüberliegend angeordneten Luftwalzen gegenseitig berühren. Die auf Bügeln 29 befindlichen Kleidungsstücke 9a, b werden auf die Kleiderhaken 28 gehängt und mittels der Ketteneinrichtung 26 in Richtung des ersten Walzenpaares 5a, b, zwischen diesen hindurch in die erste Kammer 3 des Tunnelfinishers transportiert. Da der Überzug 18 jeder Luftwalze unter Druck nachgibt, ist eine dadurch bedingte Faltenbildung an dem Kleidungsstück 9a,b ausgeschlossen. Sobald das Kleidungsstück über den kontinuierlichen Transport die Kammer 3 erreicht, wird die Bedampfungseinrichtung 10 betätigt. Dadurch wird das Kleidungsstück 9a, b wenigstens von zwei Seiten mit Dampf beaufschlagt, wodurch sich das Gewebe entspannt. Nach Bedampfung des Kleidungsstücks gelangt das Kleidungsstück 9a aus der Kammer 3 in die Kammer 4 und ein zweites Kleidungsstück 9a in die Kammer 3, während das Kleidungsstück 9b die Kammer 4 verläßt.

In Kammer 3 wiederholt sich der soeben beschriebene Vorgang an dem zweiten Kleidungsstück. In Kammer 4 wird dem ersten Kleidungsstück über das Gebläse erwärmte Luft zum Trocknen und Glätten zugeführt, so daß das Kleidungsstück 9b nach Verlassen der Kammer 4 keinerlei Falten mehr aufweist.

Die in der Kammer 4 durchgeführte Bearbeitung wiederholt sich anschließend an dem zweiten Kleidungsstück. Die Verweilzeit in der Dampf- bzw. Luftkammer ist durch die Kettengeschwindigkeit beeinflußbar. Da sich die mit Druckluft beaufschlagten, gegenüberliegenden Luftwalzen gegenseitig gerade berühren, ist jede Kammer wirksam von der anderen und von der Umgebungsatmosphäre abgeschlossen.

Zum Auswechseln des Überzugs 18 einer Luftwalze wird diese zweckmäßigerweise aus dem Tunnelfinisher 1 ausgebaut. Die Luftwalzen sind entweder von der Front- oder Hinterseite des Gehäuses 2 oder durch eine in wenigstens einer Seitenwand 2b eingebaute verschließbare Türe 33 zugänglich. Zunächst wird die Druckluftzufuhr zur Unterseite der Luftwalzen unterbrochen. Anschließend wird die Klemmhülse 32 von der Achse 11 gelöst und in axialer Richtung, in Fig. 4 nach oben, verschoben und dort festgestellt. Nun kann die Achse 11 in einen im Tunnelfinisher 1 verbleibenden oberen Abschnitt 11a und einen herausnehmbaren Abschnitt 11b geteilt werden. Der untere Abschnitt 11b wird in radialer Richtung verschoben, so daß die vorspringenden Abschnitte der Z-förmigen Fuge 31 außer Eingriff geraten. Der untere Abschnitt 11b mit dem auszuwechselnden Überzug 18 kann anschließend angehoben und aus dem Kipplager 14 sowie der Kammer 3 bzw. 4 entnommen werden. Zum Auswechseln des Überzugs 18 wird zunächst der auf der bodenseitigen Scheibe 17 sitzende Klemmring 20 gelöst. Bei Verwendung eines Überzugs 18 mit Verschluß 19 wird dieser betätigt, so daß der Überzug 18 anschließend leicht über die deckenseitige Scheibe 16 abgezogen werden kann. Auch ohne Verwendung eines Verschlusses ist der Überzug unproblematisch über die deckenseitige Scheibe abzuziehen, da der Innendurchmesser des zylinderförmigen Überzugs ohnehin den Außendurchmesser der Scheiben übersteigt. Beim Befestigen des neuen Überzugs auf dem unteren Abschnitt 11b der Achse 11 und beim Einbau der Luftwalze in die Kammer 3 bzw. 4 wird zweckmäßigerweise in der umgekehrten Reihenfolge vorgegangen.

Die Erfindung ist nicht auf das zuvor beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann z. B. anstelle der in axialer Richtung verschieblichen Klemmhülse 32 eine zweiteilige, aus zwei halbkreisförmigen Abschnitten zusammensetzbare Klemmhülse verwendet werden. Dadurch könnte die Bauhöhe des Tunnelfinishers auf ein geringeres Maß reduziert werden. Ebenso können zum Trennen der Achse 11 andere Kupplungseinrichtungen eingesetzt werden. Wenn das untere Ende des oberen Abschnitts 11a beispielsweise vierkantförmig in das obere Ende des unteren Abschnitts 11b eingreifen würde, könnte die Klemmhülse 32 ganz entfallen; dazu müßte das Kipplager 14 zum Lösen der Verbindung in axialer Richtung verschieblich ausgebildet sein. Das Kipplager 14 könnte außerdem kegelförmig mit nach außen vorstehender Kegelspitze ausgebildet sein, wenn das untere Ende des unteren Abschnitts 11b eine kegelförmige, sich nach innen erstreckende Vertiefung aufweist. Anstelle eines Klettenverschlusses 19 kann ebenso ein Reißverschluß verwendet werden. Außerdem könnte die Anordnung der düsenförmigen Öffnungen 22a der Druckluftleitungen 22 insofern beliebig variiert werden, als jede Stellung unterhalb der Öffnungen 21 der bodenseitigen Scheibe 17 möglich ist. Schließlich könnte der Überzug 18 auch an der deckenseitigen Scheibe 16 mittels eines Klemmrings befestigt werden. In einem solchen Fall besteht der Überzug bei Verwendung eines Verschlusses aus einer einfachen rechteckigen Bahn.


Anspruch[de]
  1. 1. Tunnelfinisher, mit Luftwalzen zum Begrenzen eines Ein- bzw. Ausgangs eines Bearbeitungsbereichs für Kleidung, wobei die Luftwalzen jeweils eine aus einem oberen gehäusefest gehaltenen, ein Antriebsrad tragenden Abschnitt und einem unteren Abschnitt bestehende Achse aufweisen, und der untere Abschnitt der Achse an seinem oberen Ende lösbar mit dem oberen Abschnitt der Achse gekuppelt ist, ferner mit mit der Achse verbundenen boden- und deckenseitigen Scheiben, und mit einem mit den Scheiben verbindbaren und den zwischen diesen angeordneten zylinderförmigen Bereich umgebenden, mit Luft beschickbaren Überzug, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (16, 17) auf dem unteren Abschnitt (11b)angebracht sind, der an seinem unteren Ende auf einem Kipplager (14) derart abgestützt ist, daß er zum Auswechseln des Überzugs (18) aus dem Gehäuse (2) herauskippbar ist.
  2. 2. Tunnelfinisher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende des unteren Abschnitts (11b) und das untere Ende des oberen Abschnitts (11a) der Achse (11) komplementär zueinander ausgebildet sind, wobei in einer Seitenansicht der zusammengesteckten Achse (11) eine Z-förmig verlaufende Trennlinie zwischen dem oberen Abschnitt (11a) und dem unteren Abschnitt (11b) besteht, und die beiden Abschnitte (11a, 11b) der Achse (11) in diesem Bereich mittels einer Klemmhülse (32) miteinander gekuppelt sind.
  3. 3. Tunnelfinisher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die deckenseitige Scheibe (16) lösbar auf dem unteren Abschnitt (11b) der Achse (11) aufsitzt.
  4. 4. Tunnelfinisher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Überzug aus einer flachen, um die Scheiben herumlegbaren Materialbahn mit einem sich über deren Länge erstreckenden Verschluß besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (19) ein Klettverschluß ist.
  5. 5. Tunnelfinisher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (18) an seinem oberen Ende ein kreisförmiges Loch (18a) mit einem den Außendurchmesser der Achse (11) geringfügig überragenden Innendurchmesser aufweist.






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