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Dokumentenidentifikation DE3723368A1 30.03.1989
Titel Laufflächenprofil an Fahrzeugluftreifen
Anmelder Uniroyal Englebert Reifen GmbH, 5100 Aachen, DE
Erfinder Senger, Gerhard, Dipl.-Ing. Dr.-Ing., 5106 Roetgen, DE
DE-Anmeldedatum 15.07.1987
DE-Aktenzeichen 3723368
Offenlegungstag 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse B60C 11/03
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein hoch nässetaugliches Laufflächenprofil aus drehrichtungsgebundenen, gepfeilt angeordneten Profilelementen und weist einen Laufbandquerschnitt auf, der aus wenigstens zwei Laufflächenkrümmungsradien R1, R2... gebildet wird und einen hohen Widerstand gegen Aufschwimmen bei Breitreifen ergibt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Laufflächenprofil an Fahrzeugluftreifen nach den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 1.

Bei in dieser Art ausgebildeten Laufflächen ist die Bodenaufstandsfläche verhältnismäßig schmal. Es ist ein verhältnismäßig geringes Wasservolumen aus der Laufflächenmitte zu verdrängen. Die erhaltene schmale Aufstandsfläche bewirkt eine erhöhte Druckverteilung. Dadurch wird eine Wasserverdrängung von der Lauffläche bis zu den Laufflächenrändern mit einem hohen Wirkungsgrad erzielt.

Des weiteren ergibt eine stark gerundete Lauffläche ein deutlich verbessertes Lenkverhalten und einen verbesserten Fahrkomfort gegenüber flach verlaufenden Laufflächen.

Der Nachteil des für eine gute Rutschfestigkeit erforderlichen geringen Moduls der die Lauffläche bildenden Profilelemente wird dadurch im Hinblick auf das Lenkverhalten und den Fahrkomfort teilweise kompensiert.

Die im Hauptpatent ... beschriebenen Maßnahmen an einem Laufflächenprofil mit einer besonders ausgeprägten Nässetauglichkeit, die durch drehrichtungsgebundene, gepfeilt angeordnete Profilelemente und durch trompetenförmig nach außen geöffnete Querrillen mit einem Sägezahnquerschnitt erreicht werden, sind in Bezug auf die gerundete Laufflächenkontur zu ergänzen, indem erfindungsgemäß die Laufflächenkrümmung aus zwei oder mehr als zwei Laufflächenradien gebildet ist und die Laufflächenradienübergänge radial vertieft vorliegen. Aufgrund dieser Ausbildung stehen je Reifenhälfte gerundete Laufflächen zur Verfügung, die insbesondere bei Breitreifen mit einem Höhen- zu Breitenverhältnis H/B von 0,6 bis 0,45 und kleiner jeweils stark verkleinerte Reifenaufstandsflächen ergeben. Hierdurch wird der Widerstand gegen Aufschwimmen bei höheren Fahrgeschwindigkeiten weiter verbessert.

Bevorzugt sind die Laufflächenkrümmungen je Reifenhälfte symmetrisch ausgebildet. Das Profilelementmuster kann symmetrisch oder asymmetrisch vorliegen. Nur in Sonderbaufällen wird die Laufflächenkontur asymmetrisch sein.

Bei symmetrischer Kontur können bevorzugt vier axial nebeneinander befindliche Abschnitte mit eigenen Laufflächenradien vorliegen.

Des weiteren kann das Positiv/Negativverhältnis der Profilelemente von der Reifenmitte bis zum Außenrand verringert vorliegen. Es kann sich bis zu 15% verringern.

Durch die vorgenannten Ausbildungsmerkmale ergeben sich weitere zusätzliche Möglichkeiten, das Reifenprofil für eine hohe Nässetauglichkeit offen zu gestalten, ohne daß dies auf Kosten der Bodenhaftung und Rutschfestigkeit geht.

Die Erfindung ist an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert; es zeigt

Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Fahrzeugreifenprofil

Fig. 2 einen Querschnitt durch ein weiteres Fahrzeugreifenprofil

Fig. 3 eine Aufsicht (Teilausschnitt) auf ein Profilelementmuster des Fahrzeugreifenprofils nach Fig. 2.

Der Querschnitt 45 des hoch nässetauglichen Laufflächenprofils nach Fig. 1 wird aus in den Laufflächenhälften 46 und 47 stark gekrümmten, symmetrischen Laufbändern mit den Laufflächenkrümmungsradien R1 und R2 gebildet. R1, R2=80 mm. Der Übergangsradius a=30 mm. Die Radien r=45 mm.

Der Querschnitt 49 des ebenfalls hoch nässetauglichen Laufflächenprofils nach Fig. 2 wird aus in den Laufflächenhälften 46 und 47 stark gekrümmten, symmetrischen Laufbändern mit den Laufflächenkrümmungsradien R1, R2, R3 und R4 gebildet.

R1, R2=50 mm, R3, R4=12 mm; die Übergangsradien a=10 mm und b=5 mm.

Das Profilelementmuster nach Fig. 3 besteht aus gepfeilt angeordneten Profilelementen 21, 24, den jeweils axial daneben angeordneten Profilelementen 22, 25 und den schulterseitigen Profilelementen 23, 26. Die in Umfangsrichtung gerade verlaufenden Umfangsrillen sind mit 27 und die trompetenförmig nach außen geöffneten Querrillen sind mit 28 bezeichnet.


Anspruch[de]
  1. 1. Laufflächenprofil an Fahrzeugluftreifen in Radialkarkassenbauart mit einer gürtelartigen Verstärkung des profilierten Laufstreifens, der für eine hohe Nässetauglichkeit ausgebildet ist und nach Patent ... (Patentanmeldung P 37 20 854.3) durch die Anwendung von teilweise an sich bekannten Maßnahmen eine stark gekrümmte Lauffläche mit einem Laufflächenradius R von der 1,8 bis 0,9fachen Reifenquerschnittsbreite und ein drehrichtungsgebundenes, gepfeiltes Profilelementmuster aufweist, das aus Profilelementen besteht, die durch gerade verlaufende Umfangsrillen und schrägen Querrillen voneinander getrennt sind und bei dem die Pfeilung von der Reifenmitte bis zur Reifenschulter abnehmend ist und die Querrillen in Richtung zur Reifenschulter trompetenförmig geöffnet sind und jedes Profilelement eine geböscht ausgebildete Rückfläche und eine steil ausgebildete Vorderfläche und Querrillen mit sägezahnförmigem Querschnitt aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufflächenkrümmung aus zwei oder mehr als zwei Laufflächenradien (R1, R2, R3, R4...) gebildet ist und die Laufflächenübergänge (a, b, c...) radial vertieft vorliegen.
  2. 2. Laufflächenprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufflächenkrümmung (R1...) der einen Laufflächenhälfte zu der Laufflächenkrümmung (R2...) der anderen Laufflächenhälfte symmetrisch vorliegt.
  3. 3. Laufflächenprofil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Laufflächenkontur (49) aus vier axial nebeneinander befindlichen Abschnitten mit den Laufflächenradien (R1 bis R4) zusammensetzt.
  4. 4. Laufflächenprofil nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Positiv- zu Negativverhältnis der Profilelemente (21 bis 26) von der Reifenmittenebene (x-x) bis zum Laufflächenaußenrand bis zu 15% verringert.






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