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Dokumentenidentifikation DE3730302A1 30.03.1989
Titel Abstimmbares Helix-Bandfilter für den Hochfrequenzbereich
Anmelder Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH, 6000 Frankfurt, DE
Erfinder Graf, Ulrich, Dipl.-Ing., 7900 Ulm, DE
DE-Anmeldedatum 10.09.1987
DE-Aktenzeichen 3730302
Offenlegungstag 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse H03J 3/26
IPC-Nebenklasse H03J 3/02   H03H 1/00   H04B 1/08   H01F 17/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein abstimmbares Helix-Bandfilter aus mehreren gekoppelten Helix-Kreisen in separaten Kammern eines Metallgehäuses. Überwiegend kapazitive Kopplung wird durch Koppelschlitze in den Gehäuse-Zwischenwänden erreicht, die elektrisch und mechanisch an ihrem Fußende durch Massebolzen geschlossen werden, die mit einer als Gehäusedeckel dienenden, metallisierten und mit Lötaugen versehenen Trägerplatte verlötet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein abstimmbares Helix-Bandfilter für den Hochfrequenzbereich gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Bandfilter dieser Art bestehen aus mehreren gekoppelten abstimmbaren Helix-Kreisen und werden unter anderem im Empfänger-HF-Teil für Handsprechfunkgeräte im 450-MHz- Bereich für Breitbandanwendungen, wie z. B. in Bündelnetzen, eingesetzt.

Ein Helix-Kreis bekannter Konstruktion besteht gemäß Fig. 1 aus einem gewendelten Innenleiter 1 (Helixspule) und dem zwischen Spule und dem umgebenden Becher 3 vorhandenen Kapazitätsbelag 2. Der Anschluß an eine Hochfrequenzspannung uHF erfolgt an einem Punkt meist niedriger Impedanz; im allgemeinen an eine Spulenanzapfung 6 am masseseitigen Ende der Helixspule 1.

Zur frequenzmässigen Abstimmung eines Helixkreises müssen, wie in Fig. 2 gezeigt, Abstimmelemente wie z. B. eine Kapazitäts- variationsdiode 41 bzw. ein ohmscher Widerstand 42 hinzugefügt werden, die über eine zweite Spulenanzapfung 5 an die Helixspule 1 bzw. über eine Zuleitung 7 an eine Abstimmspannung uS angeschlossen werden.

In einer konkreten konstruktiven Lösung ist die Positionierung der Abstimmelemente auf vielfältige Weise möglich. Geht man für die Realisierung eines Empfänger- Frontends für Handsprechfunkgeräte von den Prämissen geringstes Volumen, einfache Konstruktion für leichte Fertigbarkeit und Aufbau in einem metallischen Feingußgehäuse für höchste mechanische Präzision aus, kann man in wesentlichen auf drei unterschiedliche Anordnungsvorschläge zurückgreifen, die gemäß Fig. 4 alle von einer Helixspule 1 ausgehen, die in einem Feingußbecher 3 angebracht ist, der durch eine ein- bzw. zweiseitig metallisierte Leiter- bzw. Trägerplatte 9 verschlossen wird. Zur mechanischen Stabilisierung kann die Helixspule 1 dabei auf einem Spulenkörper 8 angebracht werden.

Fig. 3 zeigt eine für die hier diskutierte Anwendung vorteilhafte Ausführungsform eines Teils der Helixspule, bestehend aus einer helixförmig gewickelten Drahtspule 1 mit einem ersten Drahtende 10 zum Anschluß der Hochfrequenzspannung UHF und zum Anschluß des masseseitig angeschlossenen Teils der Helixspule, einem zweiten Drahtende 11 und einer ersten Spulenanzapfung 5 zum Anschluß des Abstimmschaltkreises. Die Spule ist auf einen mit einem Gewinde 81 versehenen Spulenkörper 8 aufgewickelt, der an seinem einen Ende einen Flansch 82 und an seinem anderem Ende Führungsstifte 83 für einen zweiten Flansch aufweist.

Der erste Anordnungsvorschlag gemäß Fig. 4 sieht vor, die Elemente des Abstimmschaltkreises 4a auf der Oberseite 92 der Trägerplatte 9 anzubringen: In dieser Lage werden HF- führende Leitungen aus dem Helixkreis herausgeführt. Dies führt zu einer Abhängigkeit der Selektionseigenschaften des Kreises von seiner Position bzw. von seiner Umgebung.

Der zweite Anordnungsvorschlag gemäß Fig. 4 sieht vor, die Elemente des Abstimmschaltkreises 4b auf der Unterseite 91 der Trägerplatte 9 anzubringen: In dieser Lage wird die auf der Becher-Seite liegende Metallisierung der Trägerplatte 9 unterbrochen. Der Helix-Kreis ist zur Trägerplatte 9 "offen" und deren Material und fertigungstechnische Position gehen in die Selektionseigenschaften des Kreises ein.

Der dritte Anordnungsvorschlag in Fig. 4 geht auf eine andere, gleichzeitig angemeldete Patentanmeldung der Amelderin zurück und sieht vor, den zweiten Flansch 84 des Spulenkörpers 8 als Leiterplatte auszuführen, auf der die Elemente des Abstimmschaltkreises 4c angebracht werden. Das erste Drahtende 10 der Drahtspule 1 wird in diesem Ausführungsbeispiel durch eine geätzte Leitung auf der Leiterplatte bis zum Masseanschluß verlängert. Das spulenabgewandte Ende der geätzten Leitung wird mit Hilfe eines Verbindungsstiftes 13 an Masse, d. h. an die Metallisierung 91, 92, der Trägerplatte 9, angeschlossen. Diese Aufbauweise ergibt eine für HF völlig geschlossene Konstruktion. Die Selektionseigenschaften des Kreises werden hierbei nur noch geringfügig von Fertigungstoleranzen beeinflußt. Insbesondere die Kopplung zweier oder mehrerer Helix-Kreise z. B. zu Helix-Bandfiltern wird durch diese Konstruktion elektrisch definiert ausführbar.

Es wurde bereits ein Helix-Bandfilter vorgeschlagen, bei dem die zu koppelnden Helix-Kreise in separaten Kammern eines Feingußgehäuses untergebracht sind und bei dem die Kopplung der Helix-Kreise auf einfache Weise durch Aussparung eines Koppelfensters in der Zwischenwand zwischen jeweils zwei benachbarten Helix-Kreisen realisiert ist. Je nach Lage des Fensters in der Zwischenwand ist die Kopplung überwiegend kapazitiv, induktiv oder gemischt.

Bei Unterlagerung (fÜberlagerer ≤ωτ fEmpfang) ist für eine gute Spiegelselektion des Empfängers eine steile untere Bandfilterflanke erwünscht und deshalb kapazitive Kopplung anzustreben. Für ausgeprägte kapazitive Kopplung sollte ein Koppelfenster jedoch geometrisch in einem Bereich liegen, der in Fig. 5 mit bezeichnet ist. Dies ist mechanisch bei Einsatz eines Feingußgehäuses jedoch nicht möglich. Im Feingußgehäuse ist bei einfacher Werkzeugausführung nur ein Koppelschlitz (Bereich und in Fig. 5) mit gemischtkapazitiv-induktiver Kopplung fertigbar.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein in einem Feingußgehäuse untergebrachtes, abstimmbares Helix-Bandfilter zu schaffen, bei dem der induktive Charakter bei der Kopplung der einzelnen Helix-Kreise möglichst gering ausgebildet ist. Die Lösung der Aufgabe ist im Patentanspruch 1 beschrieben. Die Unteransprüche enthalten vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung sowie eine bevorzugte Anwendung der Erfindung.

Erfindungsgemäß wird der induktive Charakter der Kopplung stark abgeschwächt, indem der Koppelschlitz elektrisch und mechanisch am Fußende geschlossen und damit zum "Fenster" ausgebildet wird. Das wiederum geschieht definiert durch Ausprägen von mindestens zwei Massebolzen zu beiden Seiten des Koppelschlitzes und deren Verlöten mit einer Trägerplatte, die wenigstens auf der dem Kammerinneren zugewandten Unterseite metallisiert ist und die Kammer vollständig verschließt. Diese Metallisierung ist an Masse angeschlossen und verhindert unkontrollierte Kopplung durch das Trägerplatten- Basismaterial.

In einer vorteilhaften Ausführungsform sind dabei die Abstimmschaltkreise gemäß der weiter oben angeführten anderen Patentanmeldung der Anmelderin jeweils auf einer separaten Leiterplatte angebracht, die sich im Kammerinnern aus isolierendem Material (vorzugsweise als Spritzgußteil aus Kunststoff) befestigt, auf dem die Helixspule aufgewickelt ist.

Kann auf Grund der Positionierung von zusätzlichen, nicht frequenzbestimmenden Bauelementen auf der "Unterseite" der Trägerplatte diese innere Metallisierung nicht vollflächig die zugehörige Kammer verschließen, so kann eine "äußere" an Masse angeschlossenen Metallisierung auf der Oberseite der Trägerplatte die vollständige Schirmung der Helixkreise übernehmen, die Masse-Kurzschlußbrücke am Fußpunkt des Koppelschlitzes sollte jedoch möglichst großflächig erhalten bleiben.

Um die Möglichkeit der Nachbearbeitung des Gußgehäuses offen zu lassen, dürfen die Massebolzen am Koppelschlitz-Fußpunkt um bis zu 50% der Koppelschlitzbreite vom Rand des Schlitzes entfernt sein.

Weiterhin kann die Trägerplatte zusätzlich mit dem Gehäuserand verlötet werden. Vorzugsweise wird hierzu auf ihrer Innenseite des Gehäuserandes eine umlaufende Nut angebracht, deren Tiefe etwas größer ist als die Dicke der Trägerplatte, und die Zwischenwände um ein der Tiefe der Nut entsprechendes Stück verkürzt, so daß auf diese Art und Weise die Trägerplatte bequem in der Nut mit dem Gehäuserand verlötet werden kann. Zweckmäßigerweise sind auch die Seitenflächen der Trägerplatte und die Lötaugen zur Aufnahme der Massebolzen durchmetallisiert.

Im folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen im einzelnen:

Fig. 1 ein Prinzipschaltbild eines an sich bekannten Helix-Kreises

Fig. 2 ein Prinzipschaltbild eines an sich bekannten abstimmbaren Helix-Kreises

Fig. 3 eine vorteilhafte Ausführungsform einer an sich bekannten Helixspule in der Seitenansicht für den Einsatz in dem erfindungsgemäßen Helix-Bandfilter

Fig. 4 eine vorteilhafte Ausführungsform eines Helix- Kreises im Querschnitt gemäß einer weiteren Anmeldung der Anmelderin für den Einsatz in dem erfindungsgemäßen Helix-Bandfilter

Fig. 5 eine vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Helix-Bandfilters im Querschnitt mit aufrechtstehenden Helixspulen

Fig. 6 eine andere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Helix-Bandfilters im Querschnitt mit aufrechtstehenden Helixspulen, den erfindungsgemäßen Massebolzen und einer umlaufenden Nut im Gehäuserand

Fig. 7 eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Helix-Bandfilters im Querschnitt mit liegenden Helixspulen und einer umlaufenden Nut im Gehäuserand

Fig. 8 eine weitere vorteilhafte Anordnung der erfindungsgemäßen Massebolzen an einer Zwischenwand des Gehäuses für den erfindungsgemäßen Helix-Bandfilter

Fig. 9 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Helix-Bandfilters in der Aufsicht ohne Trägerplatte mit vier miteinander gekoppelten, liegenden Helixspulen.

Der an sich bekannte Helix-Kreis in Fig. 1 besteht aus einem gewendelten Innenleiter 1 (der Helixspule) und einem zwischen der Spule 1 und einem die Spule 1 umgebenden metallischen Becher 3 vorhandenen Kapazitätsbelag 2. Mit 6 ist die Spulenanzapfung zum Anschluß einer Hochfrequenzspannung uHF bezeichnet.

Der in Fig. 2 gezeigte abstimmbare Helix-Kreis enthält einen zusätzlichen Abstimmschaltkreis mit z. B. einer Kapazitätsvariationsdiode 41 und einem ohmschen Widerstand 42. Der Schaltkreis ist über eine Anschlußklemme 7 an eine Abstimmspannung uS und über eine weitere Spulenanzapfung 5 an die Helixspule 1 angeschlossen.

Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform eines Teils einer Helixspule eignet sich besonders zum Einsatz in dem erfindungsgemäßen Helix-Bandfilter. Bei dieser Ausführungsform ist eine Drahtspule 1 auf einen mit einem entsprechenden Gewinde 81 versehenen und vorzugsweise aus Kunststoff in Spritzgußtechnik gefertigten Spulenkörper 8 gewickelt und besitzt eine vorzugsweise angeschweißte oder angelötete erste Spulenanzapfung 5 zum Anschluß des Abstimmkreises. Mit 10 ist das erste Ende der Spule 1 bezeichnet, mit 11 das zweite, hochliegende Ende. Das erste Spulenende 10 ist als zweite Anzapfung 6 zum Anschluß der Hochfrequenzspannung uHF vorgesehen. Es ist außerdem mit dem masseseitigen Teil der Helixspule verbunden, der vorzugsweise als geätzte Leitung wohldefinierter Geometrie auf einer Leiterplatte angebracht ist, wobei das spulenabgewandte Ende der geätzten Leitung an Masse angeschlossen ist. Der Spulenkörper 8 weist auf der dem ersten Spulenende 10 zugewandten Seite Zapfen 83 zum Anschluß eines Flansches auf und ist auf der anderen Seite bereits durch einen Flansch 82 abgeschlossen.

Die in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform eines Helix-Kreises gemäß einer weiteren Anmeldung der Anmelderin eignet sich besonders zum Einsatz in den erfindungsgemäßen Bandfilter. Eine Helixspulenanordnung 1, 8 gemäß Fig. 3 befindet sich in aufrechter Position in einem metallischen Becher 3 vorzugsweise aus Feinguß. Am ersten Ende 10 der Drahtspule 1 ist der Spulenkörper 8 mit einer Leiterplatte 84 abgeschlossen, auf der der Abstimmschaltkreis 4 und der als abgeätzte Leitung ausgebildete, masseseitig angeschlossene Teil der Helixspule angebracht sind. Der Becher ist mit einer Trägerplatte 9 verschlossen, die eine durchgehend metallisierte Oberseite 92 und eine durchgehend metallisierte Unterseite 91 aufweist.

Das masseseitige Ende der geätzten Leitung auf der Leiterplatte 84 ist über einen Verbindungsstift 13 mit der an Masse angeschlossenen Metallisierung 91, 92 der Trägerplatte 9 angeschlossen. Ebenso ist der Becherrand an diese Metallisierung angeschlossen. Die in Fig. 5 gezeigte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Helix-Bandfilters besteht aus zwei gekoppelten Helix-Kreisen gemäß Fig. 4. Die beiden Helixspulenanordnungen 1, 8 sind in separaten Kammern in einem gemeinsamen metallischen Feingußgehäuse 3 angeordnet. Die Kopplung erfolgt durch einen fast bis zum Gehäuseboden 32 reichenden Schlitz 30 in der Zwischenwand 31 des Gehäuses 3. Die Kopplung ist an sich gemischt-kazitiv-induktiv (Bereich A + B), während ein nur auf den Bereich A beschränktes Kopplungsfenster die an sich gewünschte kapazitive Kopplung hätte. Erfindungsgemäß wird die induktive Komponente der Kopplung stark abgeschwächt, indem, wie in Fig. 6 gezeigt, der Koppelschlitz 30 elektrisch und mechanisch an dem dem Gehäuseboden 32 gegenüberliegenden Fußende geschlossen und damit zum Fenster ausgebildet wird. Dies geschieht durch Ausprägen von mindestens zwei Massebolzen 35 zu beiden Seiten des Koppelschlitzes 30 in der Zwischenwand 31 des Gehäuses 3 und deren Verlöten mit der Trägerplatte 9.

In der vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Helix-Bandfilters in Fig. 6 ist die Trägerplatte 9 wie in Fig. 5 an ihrer Oberseite 92 und an ihrer Unterseite 91 durchgehend metallisiert. Auch die auf der Trägerplatte 9 befindlichen Lötaugen 93 zur Aufnahme der Massebolzen 35 sind durchmetallisiert. Zusätzlich weist die Außenwand 33 des Gehäuses 3 auf der Innenseite eine umlaufende, im Querschnitt rechteckförmige Nut 34 auf, deren Tiefe etwas größer ist als die Dicke der Trägerplatte 9. Entsprechend sind auch die Zwischenwände 31 um den gleichen Betrag verkürzt, so daß die Trägerplatte in die Nut 34 eingelegt und mit dieser umlaufend verlötet werden kann. Mit 100 sind die entsprechenden Lötungen bezeichnet.

Die Ausführungsform des erfindungsgemäßen Helix-Bandfilters in Fig. 7 unterscheidet sich von der Ausführungsform der Fig. 5 und 6 im wesentlichen dadurch, daß die Spulenanordnungen 1, 8 mit ihren Leiterplatten 84 und ihren Abstimmschaltkreisen 4, nicht in aufrechter Position, sondern um 90° gedreht in "liegender" Position in den Kammern des Gehäuses 3 angebracht sind.

Im Unterschied zur erfindungsgemäßen Lösung gemäß den Fig. 5 und 6 ist bei dieser Variante auf einfache Weise durch die Lage des Koppelschlitzes 30 kapazitive oder auch induktive bzw. gemischte Kopplung zu erzielen. Vorbedingung für die kontrollierte Ausprägung der gewünschten Kopplung ist jedoch das elektrische "Schliessen" des Gußgehäuses 3 vorzugsweise durch die Kammerinnenseitige Metallisierung 91 der Trägerplatte 9.

Um die Möglichkeit der Nachbearbeitung des Gußgehäuses 3 offen zu lassen, dürfen wie in Fig. 8 gezeigt die Massezapfen 35 am Fußpunkt des Koppelschlitzes 30 um bis zu 50% der Koppelschlitzbreite D vom Rand des Schlitzes 30 entfernt sein.

Im Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Helix-Bandfilters in der Fig. 9 sind beispielhaft vier Helix-Kreise miteinander verkoppelt, bei denen die Helixspulen Spulenanordnung 1, 4, 8 gemäß Fig. 7 "liegend" in den einzelnen Kammern des Gehäuses 3 angebracht sind. Wie auch in den anderen Figuren sind in dieser Figur mit 31 die Zwischenwände, mit 32 der Boden und mit 33 die Außenwand des Gehäuses 3 bezeichnet. Es versteht sich, daß die Erfindung mit fachmännischem Können weitergebildet und abgewandelt werden kann sowie an die unterschiedlichen Anwendungen angepaßt werden kann, ohne daß dies hier näher erläutert müßte.

So ist es z. B. möglich, die Massebolzen auf den Zwischenwänden als Grate auszubilden, die Trägerplatte an den entsprechenden Stellen zu schlitzen, wobei die Schlitze ebenfalls durchmetallisiert sein sollten, um das fertig montierte Helix-Bandfilter entlang dieser Schlitze und entlang des Außenrands sorgfältig zu verlöten. Weiterhin ist auch ein Gehäuse mit zylinderförmigen Kammern mit rundem Querschnitt denkbar, wobei in diesem Fall das Gehäuse aus einem Metallklotz hergestellt werden könnte, in dem die Kammern auf einfache Weise als Bohrungen eingebracht werden könnten. In diesem Fall ist es von Vorteil, die Helixspulen in aufrechter Position gemäß den Fig. 5 und 6 in die Kammern einzubringen.

Die Erfindung eignet sich insbesondere für den Einsatz in Funkgeräten mit abstimmbaren Helix-Kreisen für den Frequenzbereich von 400 MHz bis etwa 1 GHz.


Anspruch[de]
  1. 1. Abstimmbares Helix-Bandfilter für den Hochfrequenzbereich, bestehend aus mehreren miteinander gekoppelten, und mit Abstimmschaltkreisen versehenen Helix-Kreisen, mit einem durch Zwischenwände in mehrere Kammern unterteilten und nach oben durch eine an Masse angeschlossene Trägerplatte verschlossenen Metallgehäuse, welche Kammern jeweils einen der mehreren abstimmbaren Helix-Kreise aufnehmen, welche Helix-Kreise jeweils einen mit einem seiner beiden Enden an Masse angeschlossenen gewendelten Innenleiter (Helixspule) mit Anzapfungen zum Anschluß einer Hochfrequenzspannung und eines Abstimmschaltkreises enthalten, wobei die Zwischenwände von Kammern mit miteinander zu koppelnden Helix-Kreisen jeweils einen Koppelschlitz aufweisen, welcher Koppelschlitz sich von dem der Trägerplatte zugewandten Rand der Zwischenwand in Richtung des Gehäusebodens erstreckt, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß mindestens die mit einem Koppelschlitz (30) versehenen Zwischenwände (31) des Gehäuses (3) jeweils mindestens einen über der Trägerplatte (9) zugewandten Rand des Gehäuses (3) senkrecht hinausragenden, metallischen Massebolzen (35) auf jeder Seite des Koppelschlitzes (30) aufweisen,
    2. - daß die Trägerplatte (9) auf ihrer Unterseite und/oder ihrer Oberseite eine durchgehende Metallisierung (91, 92) mit durchmetallisierten Lötaugen (93) zur Aufnahme der Massebolzen (35) aufweist,
    3. - daß die Massebolzen (35) an den Lötaugen (93) mit der durchgehenden Metallisierung (91, 92) der Trägerplatte (9) verlötet sind.
  2. 2. Abstimmbares Helix-Bandfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Massebolzen (35) vom zugehörigen Koppelschlitz (30) maximal etwa die halbe Koppelschlitzbreite beträgt.
  3. 3. Abstimmbares Helix-Bandfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte (3) zusätzlich mit dem äußeren Gehäuserand (33) verlötet ist.
  4. 4. Abstimmbares Helix-Bandfilter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Gehäuserand (33) auf der Innenseite eine umlaufende Nut (34) zur Aufnahme der Trägerplatte (9) aufweist, daß die Tiefe der Nut (34) etwas größer ist als die Dicke der Trägerplatte (9), daß die Zwischenwände um ein der Tiefe der Nut (34) entsprechendes Stück kürzer sind als die Außenwand (33) des Gehäuses (3) und daß die Trägerplatte (9) in der Nut (34) mit der Außenwand (33) des Gehäuses (3) verlötet ist.
  5. 5. Abstimmbares Helix-Bandfilter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufenden Seitenflächen der Trägerplatte (9) durchgehend oder partiell metallisiert sind.
  6. 6. Abstimmbares Helix-Bandfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplung der Helix-Kreise durch die Koppelschlitze (30) überwiegend kapazitiven Charakter hat.
  7. 7. Abstimmbares Helix-Bandfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstimmschaltkreise (4) für die einzelnen Helix-Kreise jeweils auf einer separaten Leiterplatte (84) angeordnet sind und daß die einzelnen Leiterplatten (84) jeweils im Innenraum der dem zugehörigen Helix- Kreis aufnehmenden Kammer des Gehäuses (3) angebracht sind.
  8. 8. Abstimmbares Helix-Bandfilter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Helixspulen mit einem Teil als Drahtspule (1) ausgebildet sind, daß die Drahtspule (1) jeweils auf einen Spulenkörper (8) aufgewickelt wird, daß die zur jeweiligen Helixspule zugehörige Leiterplatte (84) auf der dem masseseitigen Ende der Helixspule zugewandten Seite des zugehörigen Spulenkörpers (8) als Flansch angebracht ist und daß die Helixspulen mit ihrem anderen Teil jeweils als geätzte Leitung auf der zugehörigen Leiterplatte (84) ausgeführt sind.
  9. 9. Abstimmbares Helix-Bandfilter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Helixspulen (1) mit ihrer Hauptachse im wesentlichen senkrecht zum Boden (32) des Gehäuses (3) ausgerichtet sind und daß die Koppelschlitze (30) nahezu bis an den Boden (32) des Gehäuses (3) heranreichen.
  10. 10. Abstimmbares Helix-Bandfilter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Helixspulen (1) mit ihrer Hauptachse im wesentlichen parallel zum Boden (32) des Gehäuses (3) ausgerichtet sind und daß die Koppelschlitze (30), jeweils etwa die Höhe des nicht an Masse angeschlossenen Endes (11) der zugehörigen Helixspule (1) bis an den Boden (32) des Gehäuses (3) heranreichen.
  11. 11. Abstimmbares Helix-Bandfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß mehr als zwei Helix- Kreise durch einen Koppelschlitz (30) miteinander verkoppelt sind.
  12. 12. Abstimmbares Helix-Bandfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch die Anwendung in Empfänger- Frontends für Handsprechfunkgeräte.






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