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Dokumentenidentifikation DE3730307A1 30.03.1989
Titel Zuführeinrichtung mit Vorratskammern
Anmelder Meitinger, Heinz, 7070 Schwäbisch Gmünd, DE
Erfinder Meitinger, Heinz, 7070 Schwäbisch Gmünd, DE
DE-Anmeldedatum 10.09.1987
DE-Aktenzeichen 3730307
Offenlegungstag 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse B65G 47/29
IPC-Nebenklasse B65G 43/08   
IPC additional class // B65G 47/76,47/14  
Zusammenfassung Zuführeinrichtung für Montageteile, bei der die zu fördernden Teile in Vorratskammern bereitgehalten werden, wobei eine Berührung der Teile miteinander vermieden wird. Auf Abruf steht dann jeweils ein Teil sofort zur Verfügung.

Beschreibung[de]

Es sind Einrichtungen bekannt, welche Kleinteile für die Weiterverarbeitung, z.B. zur Montage oder zum Prüfen, geordnet, d.h. lagerichtig zuführen. Die Teile werden dabei durch mechanische, optische oder pneumatische Einrichtungen abgetastet und entweder in die gewünschte Lage gedreht oder die Teile in der nicht gewünschten Lage werden in den Ausgangsbehälter zurückbefördert, so daß nur Teile, welche eine bestimmte Orientierung aufweisen, zum Ausgang des Zuführsystems gelangen.

Da nicht bekannt ist, in welcher Reihenfolge die ungeordneten Teile in das Zuführsystem kommen, sind die Abstände zwischen den sortierten Teilen am Ausgang des Zuführsystems unregelmäßig und entsprechen oft nicht dem gewünschten Takt zur Weiterverarbeitung.

Man löst das Problem üblicherweise dadurch, daß man die Teile auf einer sog. Staustrecke gegeneinander laufen läßt und zur Weiterverarbeitung nur jeweils das vorderste Teil abgreift. Die Anwendung einer solchen Staustrecke ist jedoch nicht möglich, wenn die Teile dazu neigen, sich zu verkeilen, so daß sie entweder nicht mehr problemlos abgegriffen werden können oder sich gegenseitig beschädigen.

Das Verfahren mit der Staustrecke erfordert auch Führungselemente, welche an die Form der zu stauenden Teile genau angepaßt sind, so daß beim Verarbeiten verschiedenartiger Teile unterschiedliche Führungselemente angebracht werden müssen.

Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß die zu sortierenden Teile nicht mehr gegeneinander laufen, sondern durch bewegliche Elemente, im vorliegenden Fall durch Schieber, auf dem Transportmittel angehalten werden und daß diese Schieber je nach Erfordernis so geöffnet werden, daß die Teile im gewünschten Takt am Ausgang der Sortiereinrichtung zur Verfügung stehen, ohne daß sie sich gegenseitig berühren und somit auch nicht verkeilen können.

Durch die Anwendung der Einrichtung ist auch keine genaue Anpassung an die zu sortierenden Teile mehr erforderlich, so daß mit dem gleichen Zuführsystem verschiedenartige Teile in einem vorgegebenen Takt zugeführt werden können.

Ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung gemäß der Erfindung zeigt Abb. 1. Die zuzuführenden Teile sind in einem Vibrationsförderer 1 in ungeordneter Weise untergebracht und werden auf bekannte Weise durch die Vibration des Behälters auf das Transportband 2 in ungeordneter Weise übergeben.

Das Transportband 2 wird durch den Motor 3 angetrieben und bewegt sich in Pfeilrichtung zum Erkennungssystem 4, welches im Beispiel als Zeilensensor vorgesehen ist.

Am Zeilensensor werden die Teile begutachtet. Falls die Teile in ihrer Lage und Art der Vorgabe entsprechen, werden sie weitertransportiert. Falls nicht, werden die Teile durch eine Luftdüse 5 vom Transportband 2 geblasen und durch eine nicht dargestellte Einrichtung in den Vibrationsförderer 1 zurückgeführt.

Nach der Abblasdüse 5 sind über dem Transportband bewegliche Schieber angebracht. Die Zahl der beweglichen Schieber entspricht der gewünschten Ausbringung im Verhältnis zur statistischen Verteilung der zugeführten Teile. lm vorliegenden Beispiel sind 4 Schieber vorgesehen sowie ein ortsfester Anschlag 6. Eine seitliche sowie eine obere Begrenzung für die Lage der Teile wurden in der Abbildung übersichtshalber nicht dargestellt. Falls das Transportband 2 völlig leer ist, sind alle Schieber 8, 9, 10 und n geöffnet. Die Lage der Schieber wird durch das Kontrollsystem C festgelegt, welches auch den Vibrationsförderer 1, das Erkennungssystem 4 sowie das Abblassystem 5, den Motor 3 kontrolliert und mit dem Sensor 7 verbunden ist.

Bei geöffneten Schiebern läuft das Teil, bewegt durch das Transportband, bis zum ortsfesten Anschlag 6 und bleibt dort, wie als Teil 11 eingezeichnet, stehen, wobei sich das Transportband unter dem Teil durchbewegt. Durch den Sensor 7 erkennt das Kontrollsystem, daß am Ausgang ein Teil zur Weiterverarbeitung bereitliegt und abgegriffen werden kann. Der Schieber 8 wird daraufhin geschlossen, so daß ein nachfolgendes Teil 12 allenfalls angehalten wird. Anschließend wird der Schieber 9 geschlossen, so daß ein nachfolgendes Teil 13 angehalten wird. Hinter dem Teil 13 wird der Schieber 10 geschlossen, so daß ein nachfolgendes Teil 14 angehalten wird, sobald es den Schieber 10 erreicht.

Anschließend wird der Schieber n geschlossen. Nachdem der Schieber n geschlossen wurde, läßt das Kontrollsystem nur noch ein Teil an der Düse 5 passieren; alle nachfolgenden Teile, auch solche in der richtigen Lage, werden dann zurückgeblasen. Zweckmäßigerweise wird dann durch das Kontrollsystem C der Vibrationsförderer 1 abgeschaltet. Sobald das Teil 11 zur Weiterverarbeitung abgegriffen wurde und das Kontrollsystem C dieses durch den Sensor 7 erkennt, werden alle Schieber geöffnet, so daß sämtliche Teile um eine Schieberdistanz durch das Transportband weiterbewegt werden können. Anschließend werden alle Schieber bis auf den letzten wieder geschlossen, so daß die leere Bevorratungskammer eingangsseitig geöffnet ist und nachfolgende Teile in die durch die Schieber gebildeten Bevorratungskammern bewegt werden können.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum lagerichtigen Zuführen von Kleinteilen mit einem Erkennungssystem und einem gesteuerten Transportmittel, dadurch gekennzeichnet, daß die geordneten Teile durch ein System von Kammern vor der Ausgabe bevorratet werden können.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein- und Ausgänge der Kammern durch veränderbare Elemente gesteuert werden können, so daß die Teile auf Abfrage am Ausgang des Zuführsystems bereitgestellt werden können.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportmittel die untere Begrenzung der Bevorratungskammern bildet, wodurch die zu bevorratenden Teile bei bewegtem Transportmittel gegen die Ausgangsseite der Bevorratungskammern geschoben werden.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein Sensorelement festgestellt wird, ob am Ausgang des Zuführsystems ein Teil bereitliegt.






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