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Dokumentenidentifikation DE3730382A1 30.03.1989
Titel Durchlauftrockner für Getreide
Anmelder Engelbrecht + Lemmerbrock GmbH + Co, 4520 Melle, DE
Erfinder Johanning, Hermann, 4520 Melle, DE
Vertreter Wilcken, H., Dr.; Wilcken, T., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 2400 Lübeck
DE-Anmeldedatum 10.09.1987
DE-Aktenzeichen 3730382
Offenlegungstag 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse B02B 1/02
IPC-Nebenklasse F26B 3/06   
Zusammenfassung Durchlauftrockner, bestehend aus einem oben mit Getreide beschickbaren, mit unterer drosselbarer und/oder abschaltbarer Abnahme des getrockneten Getreides versehenen Gehäuse, in welchem erste waagerechte Reihen unten offener mit Luft an einem Ende beschickbarer paralleler Kanäle mit zweiten in der Höhe versetzten waagerechten Reihen unten offener, paralleler seitlich zu den Luftfuhrkanälen versetzter Kanäle abwechseln, wobei den Kanälen der ersteren, oberen Kanalreihen Trocknungsluft und den Kanälen der unteren ersteren Kanalreihen Außenluft an einem Ende zugeführt wird, daß die Trocknungsluft und die Außenluft über nachrieselnde Getreideschichten in den an ein Sauggebläse angeschlossenen Kanälen der zweiten Reihen zugeführt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einem bekannten Durchlauftrockner mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1.

Bei solchen bekannten Durchlauftrocknern wird die Temperatur des getrockneten Getreides zur Steuerung des unteren Austrages im Bereich oberhalb der Kühlzone in einem der die Trocknungsluft zu einem Gebläse führenden Kanäle gemessen und das Ergebnis der Messung wird zur Steuerung des Austrags des getrockneten im unteren Teil des Gehäuses gekühlten Getreides verwendet.

Diese Messung schwankt bisher so stark, daß nie genau festgestellt werden konnte, ob das Getreide tatsächlich den gewünschten Trocknungsgrad erreicht hat oder schon übertrocknet war. Diese starken Meßschwankungen sind unter Umständen darauf zurückzuführen, daß dem Meßkanal nicht nur von unteren Luftzufuhrkanälen Trocknungsluft zugeführt wird, sondern daß auch Trocknungsluft aus oberhalb des Meßkanals liegenden Luftzufuhrkanälen, in deren Bereich das Getreide noch wesentlich feuchter ist, in den Meßkanal gelangt, so daß der untere Austrag von getrocknetem Getreide durch das Meßergebnis falsch gesteuert wird und das Getreide unter Umständen noch nicht genügend getrocknet ist oder zu spät, das heißt übertrocknet unten abgenommen wird.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, daß der Temperaturmeßsonde im Meßkanal bei einem Getreidetrockner der eingangs erwähnten Art imner nur ein gleichbleibender Teil der Trocknungsluftströmung zugeführt wird.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß oberhalb der Kühlzone, wo die Außenluftzufuhr zu Kanälen der ersteren Reihen erfolgt, in der Trocknungszone einer der Kanäle der zweiten Reihen im Bereich seines mittigen offenen Unterendes mit einem nach unten offenen Meßkanal versehen ist, in welchem eine Temperaturmeßsonde für das Getreide vorgesehen ist, welche den unteren Austrag des Getreides aus dem Trocknergehäuse steuert.

Damit wird erreicht, daß dem Meßkanal von den beiden links und rechts darunterliegenden seitlich versetzten Trocknungsluft-Zufuhrkanälen Trocknungsluft ungestört von Luft aus anderen Kanälen zugeführt wird. Damit wird eine stets gleichbleibende Temperatur im fraglichen Meßkanal gemessen und nach Erreichen der der gewünschten Getreidetrockenheit entsprechenden Temperatur wird dieses Meßergebnis zum Einschalten der Austragsvorrichtung nach Kühlung des getrockneten Getreides verwendet. Wenn die Meßtemperatur unter dem Wert absinkt, der dem gewünschten Trocknungsgrad des Getreides entspricht, wird die Austragsvorrichtung wieder eingeschaltet, bis wieder die Trocknungstemperatur entsprechend dem gewünschten Trocknungsgrad erreicht ist.

Die Erfindung wird nachstehend mit weiteren vorteilhaften Merkmalen anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch das Gehäuse eines Durchlauftrockners mit den übereinanderliegenden Luftzufuhrkanälen,

Fig. 2 eine gegenüber Fig. 1 seitlich versetzten senkrechten Schnitt durch das Gehäuse eines Durchlauftrockners mit den die Trocknungsluft aufnehmenden und abführenden Kanälen,

Fig. 3 einen gegenüber Fig. 1 und 2 vergrößerten senkrechten Teilschnitt durch einen Durchlauftrockner nach der Linie III bis III der Fig. 1 und 2,

Fig. 4 und 5 zwei im Profil abgeänderte Meßkanäle im Querschnitt.

Nach der Erfindung besteht der Durchlauftrockner für Getreide aus einem aufrechten Gehäuse 1, welches im Oberteil mit einem Vorratsraum 2 für Getreide versehen ist oder welches oben aus einem Vorrats mit nachrieselndem Getreide gleichmäßig beschickt wird.

Dem Getreide 1 ist auf einer Seite ein Verteilerraum 3 für Trocknungsluft und ein unterer Verteilerraum 4 der Umgebungsluft bzw. Kühlluft zugeordnet. Die Trocknungsluft bzw. Warmluft gelangt aus dem Raum 3 über Durchbrechungen 5 der Gehäusewand in unten offene, durch den Gehäuseraum verlaufende Luftzufuhrkanäle 6. Die Kanäle 6 sind am den Durchbrechungen 5 gegenüberliegenden Ende durch die gegenüberliegende Gehäusewand verschlossen. Die unteren Kanäle 6a werden aus dem Verteilerraum 4 mit Außenluft bzw. Kühlluft beschickt.

Die Kanäle 6 und 6a bilden übereinander waagerechte erste Reihen und wechseln mit zweiten Reihen paralleler Kanäle 7 und 7a (Fig. 2) ab. Diese Kanäle 7, 7a sind gegen die Verteilerräume 3 und 4 verschlossen und zu den Kanälen 6 und 6a seitlich versetzt, und von ihnen nehmen die Kanäle 7, die über rieselnde Getreideschichten strömende Trocknungsluft und die Kanäle 7a die Kühlluft aus den Kanälen 6 und 6a auf. Die Trocknungsluft und die Kühlluft werden über Abströmöffnungen 8 im Raum 9 aufgenommen und über einen Auslaß 10 durch ein Sauggebläse abgeführt.

Die Trocknungs- bzw. Warmluft tritt dementsprechend über die unteren Seitenkanten der Kanäle 6 seitlich aus, durchströmt dabei die Schichten aus von oben nachrieselndem Getreide und gelangt dann in die Abführkanäle 7, aus denen die Luft durch das erwähnte Gebläse abgesaugt wird.

Das Getreide wird schließlich unten durch eine Abnahmevorrichtung 11 kontinuierlich oder mit Unterbrechungen abgenommen.

Die übereinanderliegenden Kanäle 6 und 7 bilden die Trocknungszone und die unteren übereinanderliegenden Kanäle 6a, 7a die Kühlzone für Getreide. Gemäß der Erfindung ist mittig in einem der Kanäle in der Trocknungszone 6, 7 oberhalb der Kühlzone 6a, 7a ein unten offener Meßkanal 12 vorgesehen, der die Strömungsverhältnisse im Kanal 7 nicht oder möglichst wenig stört. Dieser Meßkanal 12 kann praktisch nur mit Trocknungsluft aus den beiden links und rechts darunterliegenden Luftzufuhrkanälen 6 mit Trocknungsluft beschickt werden. In diesem Meßkanal 12 ist nun auf der Luftantrittsseite eine Temperaturmeßsonde 13 eines Thermostats, welches nur von dem stets gleichbleibenden Strömungsstrang der Trocknungsluft aus den beiden darumliegenden Trocknungskanälen 6 beeinflußt wird. Dieses Temperaturmeßgerät dient bei Messung einer Temperatur, die dem erforderlichen Trocknungsgrad des Getreides entspricht zur Steuerung der Getreideaustragsvorrichtung 11.

Die Austragsvorrichtung 11 wird wieder ausgeschaltet, sobald die gemessene Temperatur unter einen Grenzwert absinkt.

Es ist durch die Anordnung des Meßgerätes 13 im mittig unten in einem Kanal 7 angeordneten Meßkanal 12 möglich, eindeutige Temperaturmessungen für die Bestimmung des Trockungsgrades des Getreides zu erreichen.

Der Meßkanal 12 mit der Meßsonde und im angeschlossenen Gerät können verschiedene Profile aufweisen, wie sich aus den Figuren 4 und 5 ergibt, und diese Meßkanäle 12 können über eine Teillänge (Fig. 2) oder über die volle Länge der Kanäle 7 verlaufen und in dem Abnahmeraum enden.

Es ist nach der Erfindung möglich, anstelle von Thermostaten 13 Hygrostate für die Steuerung der unteren Abnahme 11 zu verwenden.

Es ist nach der Erfindung auch möglich, zur Messung der Lufttemperatur nur Luft aus den oberhalb des Meßkanals liegenden Zuluftkanälen zu verwenden. Dazu muß dann der Thermostat je nach Einbau-Kanalausbildung oberhalb oder seitlich vom Einbaukanal angebracht und der Einbaukanal querschnittmäßig so dimensioniert sein, daß die von unten kommende Abluft von der Meßstelle ferngehalten wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Durchlauftrockner, bestehend aus einem oben mit Getreide beschickbaren, mit unterer drosselbarer und/oder abschaltbarer Abnahme des getrockneten Getreides versehenen Gehäuse, in welchem erste waagerechte Reihen unten offener mit Luft an einem Ende beschickbarer paralleler Kanäle mit zweiten in der Höhe versetzten waagerechten Reihen unten offener, paralleler, seitlich zu den Luftfuhrkanälen versetzter Kanäle abwechseln, wobei den Kanälen der ersteren, oberen Kanalreihen Trocknungsluft und den Kanälen der unteren ersteren Kanalreihen Außenluft an einem Ende zugeführt wird, daß die Trocknungsluft und die Außenluft über nachrieselnde Getreideschichten in den an ein Sauggebläse angeschlossenen Kanälen der zweiten Reihen zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Kühlzone (6a, 7a), wo die Außenluftzufuhr zu Kanälen (6a) der ersteren Reihen erfolgt, in der Trocknungszone (6, 7) einer der Kanäle (7) der zweiten Reihen im Bereich seines mittigen offenen Unterendes mit einem nach unten offenen Meßkanal (12) versehen ist, in welchem eine Temperaturmeßsonde (13) für das Getreide vorgesehen ist, welche die untere bekannte Austragsvorrichtung (11) des Getreides aus dem Trocknergehäuse (1) steuert.
  2. 2. Durchlauftrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in dem Kanal (7) der zweiten Kanalreihe vorgesehene, unten offene, mittige Meßkanal (12) mindestens über eine Teillänge des Kanals (7) der zweiten Kanalreihe verläuft.
  3. 3. Durchlauftrockner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßkanal (12) so profiliert ist, daß er nur aus den beiden jeweils versetzt darunterliegenden Kanälen (6) der ersteren Kanalreihen mit Trocknungsluft beschickbar ist.






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