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Dokumentenidentifikation DE3730431A1 30.03.1989
Titel Kabelverschraubung mit Schirmanschluß
Anmelder Amphenol Corp., Wallingford, Conn., US
Erfinder Schuder, Bernd, 7103 Schwaigern, DE;
Wodok, Hans, 7100 Heilbronn, DE
Vertreter Wagner, K., Dipl.-Ing.; Geyer, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 10.09.1987
DE-Aktenzeichen 3730431
Offenlegungstag 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse H02G 15/00
Zusammenfassung Kabelverschraubung mit Schirmanschluß für ein abgeschirmtes, eine Abschirmung beispielsweise ein Schirmgeflecht aufweisendes Kabel, wobei eine Kontaktscheibe vorgesehen ist, die eine zum Hülsenteil hinweisende Schirmkontaktfläche und entgegengesetzt dazu eine Anpreßfläche aufweist, um als Anlage für eine Druckkraft zu dienen, welche die Kontaktscheibe unter Zwischenlage des Schirms gegen den Hülsenteil dann drückt, wenn die Klemmschraube in das Hülsenteil eingeschraubt ist, und daß im Außenumfang der Kontaktscheibe eine Nut ausgebildet ist, in der eine Dichtung sitzt, welche eine Radialabdichtung gegenüber dem Hülsenteil vorsieht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kabelverschraubung mit Schirmanschluß. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf einen Steckverbinder mit einem Anschluß für den Schirm eines elektrischen Kabels. Speziell bezieht sich die Erfindung auf eine Kontaktscheibe für einen Schirmanschluß.

Bei der Verwendung geschirmter Leitungen ist es bekannt und erforderlich, die Abschirmung zu kontaktieren und im allgemeinen mit Erde zu verbinden. Zu diesem Zweck sind bereits sog. Erdungs-Kabelverschraubungen bekannt, die ein auf die Leitung aufgesetztes Gehäuse verwenden, welches eine Bohrung mit einer Anschlagfläche aufweist. In diese Bohrung setzt man eine Metallscheibe, gefolgt von einem Dichtring und einer weiteren Metallscheibe ein, an der dann das von einem Klemmring gehaltene Schirmgeflechtende anliegt. Sodann wird eine Klemmschraube in das Gehäuse eingeschraubt, um sämtliche Bauteile zusammenzudrücken. Es sind ferner bereits Steckverbinder mit Mitteln zum Anschluß eines Schirmgeflechts bekannt. Ferner ist die Verwendung eines Klemmkäfigs bereits bekannt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Steckverbinder für ein abgeschirmtes Kabel, insbesondere auch für ein HF-Koaxialkabel und auch eine Erdungs-Kabelverschraubung derart vorzusehen, daß die Nachteile des Standes der Technik vermieden werden. Insbesondere soll durch die Erfindung eine ausgezeichnete Schirmgeflechtkontaktgabe erzielt werden, und zwar mit einem Minimum an Bauteilen.

Ferner soll trotz der guten Kontaktgabe eine ausgezeichnete Abdichtung erreicht werden. Dadurch wird die Schirmanschlußstelle vollständig gegenüber Umwelteinflüssen geschützt.

Bei der erfindungsgemäßen Kabelverschraubung ist besonders vorteilhaft, daß weitgehend auf handelsübliche Bauteile zurückgegriffen werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung bei einem Steckverbinder eine Kontaktscheibe vor, die stirnseitig eine Schirmkontaktfläche aufweist, an der das Geflecht angeordnet wird, um gegen eine Anschlagfläche am Steckerendgehäuse gepreßt zu werden. Im Außenumfang der Kontaktscheibe ist dabei eine Dichtung untergebracht, welche eine Abdichtung gegenüber der Längsbohrung des Steckerendgehäuses vorsieht. Die erfindungsgemäße Kontaktscheibe wird vorzugsweise zusammen mit einem Dichtring verwendet, der an einer konisch nach innen verlaufenden Fläche der Kontaktscheibe anliegt, und zwar durch einen auf dem Dichtring zum Teil aufliegenden Klemmring, der durch eine Klemmschraube in die Längsbohrung gedrückt wird.

Weitere Vorteile, Ziele und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung; in der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Steckverbindung;

Fig. 2 die Einzelheit A der Fig. 1 in vergrößerter Darstellung;

Fig. 3 eine erfindungsgemäße stark vergrößerte Kontaktscheibe, wie sie beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 eingesetzt werden kann, wobei aber die Kontaktscheibe gemäß Fig. 3 abgewandelt gegenüber der in Fig. 1 verwendeten Kontaktscheibe ausgebildet ist;

Fig. 4 eine stark vergrößerte Vorderansicht eines an sich bekannten Klemmkäfigs, wie er bei der Steckverbindung gemäß Fig. 1 verwendet wird;

Fig. 5 einen Längsschnitt durch den Klemmkäfig der Fig. 4;

Fig. 6 eine teilweise geschnittene stark vergrößerte Ansicht einer an sich bekannten Klemmschraube, wie sie bei der Steckverbindung gemäß Fig. 1 verwendet wird;

Fig. 7 einen Schnitt durch einen stark vergrößerten bekannten Dichtring wie er beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 verwendet wird;

Fig. 8 ein erfindungsgemäßes Verbindungselement in seinem abgewickelten Zustand, welches bei der Steckverbindung gemäß Fig. 1 eingesetzt wird;

Fig. 9 einen Schnitt längs Linie 9-9 in Fig. 8;

Fig. 10 einen Schnitt längs Linie 10-10 in Fig. 8;

Fig. 11 einen Schnitt längs Linie 11-11 in Fig. 8;

Fig. 12 eine Stirnansicht des Verbindungselements aus Richtung des Pfeils B in Fig. 13;

Fig. 13 einen Längsschnitt durch das Verbindungselement der Fig. 12 nachdem dies von seinem Pilotstreifen getrennt und gerollt wurde, d. h. in eine im wesentlichen zylindrische Form gebracht wurde;

Fig. 14 schematisch eine Einzelheit des Verbindungsgelements und der damit zusammenwirkenden Bauteile des freien Steckverbinders der erfindungsgemäßen Steckverbindung.

In den Fig. 1-14 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Steckverbindung 1 dargestellt. Die Steckverbindung 1 - vgl. dazu Fig. 1 - weist einen Gegensteckverbinder in der Form eines festen Steckverbinders 2 und einen freien Steckverbinder 3 auf.

Der feste Steckverbinder 2 besitzt eine Gerätedose 5 mit Außengewinde 6, auf welche eine Festlegmutter 7 zum Zwecke der Befestigung der Hülse 5 an einer Gerätewand 4 aufgeschraubt ist. Die Hülse 5 ist mit einem Innengewinde 8 ausgestattet, welches zum Befestigen mit einem Außengewinde des freien Steckverbinders 2 in einer noch zu beschreibenden Art und Weise dient. Die Anordnung kann auch umgekehrt vorgesehen sein, d.h. die Gerätedose 5 hat an dieser Stelle ein Außengewinde und die Verriegelungshülse besitzt dann ein Innengewinde. Im Inneren der Gerrätedose (Hülse) 5 ist ferner ein Isolierkörper 9 befestigt, beispielsweise eingeschraubt. Innerhalb des Isolierkörpers 9 befindet sich ein Kontaktelement 10.

Bei der in Fig. 1 gezeigten Steckverbindung 1 ist der freie Steckverbinder 3 bereits am festen Steckverbinder 2 befestigt, und zwar ist zu diesem Zwecke eine Verriegelungshülse 13 des freien Steckverbinders 3 mit ihrem Außengewinde 14 in das Innengewinde 8 eingeschraubt. Dabei kommt ein Kontaktelement 20 des freien Steckverbinders 3 mit dem Kontaktelement 10 in Eingriff. Es können natürlich mehrere Kontaktelemente 10, 20 vorhanden sein.

Die Verriegelungshülse 13 ist drehbar und unverlierbar auf einem Steckerendgehäuse (Hülsenteil bei einer Kabelverschraubung) 12 des freien Steckverbinders 3 gelagert. Gemäß einem Aspekt der Erfindung bezieht sich die Erfindung insbesondere auf die Anordnung dieser Verriegelungshülse 13 auf dem Steckerendgehäuse 12.

Zunächst sei noch bemerkt, daß das Steckerendgehäuse 12 eine Längsbohrung 16 mit unterschiedlichen Durchmessern aufweist. Ein erster (in Fig. 1 links) angeordneter Bohrungsabschnitt 41 weist ein Innengewinde 17 auf, so daß ein ein Außengewinde aufweisender Isolierkörper 18 soweit in das Steckerendgehäuse 12 eingeschraubt werden kann, bis ein Ringflansch 19 des Isolierkörpers 18 an der entsprechenden Stirnfläche des Steckerendgehäuses 12 zur Anlage kommt. In einer Bohrung des Isolierkörpers 18 sitzt das Kontaktelement 20. Auf dem zweiten größeren Bohrungsabschnitt 42 wird weiter unten eingegangen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel - vgl. dazu die Fig. 1, 2 und 13 - ist das Steckerendgehäuse 12 mit einem ersten Außendurchmesser 22 (etwa im Bereich des ersten Bohrungsabschnitts 41) und einem zweiten, etwa im Bereich des zweiten Bohrungsabschnitts 42, Außendurchmesser 23 ausgestattet.

Erfindungsgemäß ist zwischen der Verriegelungshülse 13 und dem Steckerendgehäuse 12 ein Verbindungselement 35 in der Form einer Arretierungsfeder vorgesehen. Ein Federraum 28 dient zur Aufnahme des noch näher zu beschreibenden Verbindungselements 35. Diese Arretierungsfeder 35 ist von größter Wichtigkeit, denn sie dient einmal zur mechanischen Kupplung zwischen der Verriegelungshülse 13 und dem Steckerendgehäuse 12. Zum anderen wird durch sie ein einwandfreier elektrischer Kontakt zwischen der Verriegelungshülse 13 und dem Steckerendgehäuse 12 geschaffen.

Am Außenumfang des Steckerendgehäuses 12 ist im Bereich des ersten Außendurchmessers 22 eine Ringvertiefung oder Ringnut 26 ausgebildet, die zur Aufnahme und Halterung des Verbindungselements 35 dient. Die Länge (Breite) der Nut 26 in Richtung der Längsachse 40 des Steckverbinders entspricht in etwa der Länge L (vgl. Fig. 8 und 13) des Verbindungselements 35. Das Verbindungselement 35 kann sich dann, wenn es in der Ringnut 26 angeordnet ist, nur wenig in Richtung der Längsachse 40 verschieben. Die beiden Stirnseiten (Anlageflächen) 96, 97 des Verbindungselements 35 liegen praktisch an den entgegengesetzten, durch die Nut 26 gebildeten Stirnseiten (Anlageflächen) 29 und 30 an.

Um nun die Verriegelungshülse 13 drehbar, aber axial, d. h. in Richtung der Längsachse 40 praktisch unbeweglich anzuordnen, sind mechanische Hülsen-Verbindungsmittel an der Verriegelungshülse 13 vorgesehen, die mit dem Verbindungselement 35 in Eingriff kommen und dieses axial festlegen. Die Hülsen-Verbindungsmittel umfassen im dargestellten Ausführungsbeispiel Rastmittel in der Form einer in einer Innenwand 31 der Verriegelunshülse 13 ausgebildeten Ringnut 32, die einen Anschlag 33 bildet. Mit diesem Anschlag 33 kommen zum Zwecke der Verrastung - vgl. dazu insbesondere Fig. 2 - noch näher zu erläuternde Sicken 84, 85 des Verbindungselements 35 in Eingriff. Die Sicken 84, 85 bilden ganz allgemein verbindungselementseitige mechanische Verbindungs- bzw. Rastmittel.

Bevor das erfindungsgemäße Verbindungselement 35 näher anhand der Fig. 8-14 erläutert wird, sei zunächst die Beschreibung der Steckverbindung gemäß Fig. 1, und zwar insbesondere deren rechter Teil anhand der Fig. 1-7 fortgesetzt. Dabei sei auf einen zweiten Aspekt der Erfindung eingegangen.

Die Längsbohrung 16 des Steckerendgehäuses 12 bildet durch den ersten Bohrungsabschnitt 41 mit kleinerem Durchmesser und den zweiten Bohrungsabschnitt 42 mit größerem Durchmesser eine Anschlagfläche 43. Ferner ist mindestens in einem Teil des zweiten Bohrungsabschnitts 42 ein Innengewinde 44 (Fig. 2) ausgebildet.

Es sei nun erläutert, wie eine bei 60 gezeigte elektrische Leitung mit ihrem Schirmgeflecht (Abschirmung, Schirm) 62 mit dem Steckerendgehäuse 12 elektrisch und mechanisch verbunden wird. Die Leitung 60 weist im dargestellten Ausführungsbeispiel einen Innenleiter 64 auf, der von Isoliermaterial 63 umgeben ist, auf dem dann das Geflecht 62 aufgebracht ist. Das Geflecht seinerseits ist von einem Mantel 61 umgeben. Natürlich können statt eines Leiters 64 mehrere solche Leiter vorgesehen sein. Der Leiter 64 ist mit dem Kontaktelement 20 beispielsweise durch Crimpen in üblicher Weise verbunden.

Von großer Bedeutung ist nun gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung die Verbindung des teilweise vom Mantel 61 freigelegten Geflechts 62 mit dem Steckerendgehäuse 12 g.g.f. im Falle einer Kabelverschraubung mit einem Hülsenteil, welches hier der Einfachheit halber auch mit 12 bezeichnet sei. Zu diesem Zweck dient eine gemäß der Erfindung vorgesehene Kontaktscheibe 47, die hier anhand von zwei Ausführungsbeispielen, nämlich dem in Fig. 2 und dem in Fig. 3 dargestellt ist. Die Kontaktscheibe 47 hat auf ihrer einen (in den Fig. 2, 3 rechten) Stirnseite für die Berührung mit einem Dichtring 52 eine radial innen liegende konische Fläche 50 und sie endet in einer radial außen liegenden Radialfläche 51. Die beiden Ausführungsbeispiele der Kontaktscheibe 47 unterscheiden sich durch ihre unterschiedlichen Schirmkontaktflächen 57 an der linken Sirnseite. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist im wesentlichen die gesamte Schirmkontaktfläche 57 radial, also senkrecht zur Längsachse 40 verlaufend ausgebildet, während beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 die Schirmkontaktfläche 57 eine radial innen liegende Radialfläche 58 und daran radial nach außen anschließend eine in Fig. 3 nach rechts verlaufende Schrägfläche 59 besitzt.

Im Außenumfang der Kontaktscheibe 47 ist eine Ringnut 48 ausgebildet, die zur Aufnahme eines Dichtrings 49 dient. Durch den Dichtring 49 wird sichergestellt, daß in Fig. 1 von rechts her keine Flüssigkeit zur Kontaktstelle zwischen Schirm 62 und Steckerendgehäuse 12 eindringen kann. Der Außendurchmesser 65 der Kontaktscheibe 47 ist etwas kleiner als der Innendurchmesser des zweiten Bohrungsabschnitts 42, so daß ein leichtes Einsetzen möglich ist. Der Innendurchmesser 66 ist mindestens so groß, daß die Kontaktscheibe 47 ohne weiteres über den Außenmantel 61 des Kabels 60 geschoben werden kann.

Beim Anschließen des Kabels 61, insbesondere der hier interessierenden Schirmkontaktierung wird somit die Kontaktscheibe 47 über den Kabelmantel 61 geschoben, nachdem das Geflecht 42 im wesentlichen rechtwinklig umgebogen und entsprechend dem Innendurchmesser des zweiten Bohrungabschnittes 42 zugestutzt wurde. Man setzt dann die Kontaktscheibe 47 in den zweiten Bohrungsabschnitt 42 ein und darauffolgend dem vorzugsweise aus Gummi bestehenden, an sich bekannten in Fig. 3 gezeigten Dichtring 52. Auf diesen Dichtring 52 setzt man dann in an sich bekannter Weise den ebenfalls an sich bekannten Klemmkäfig 53 mit seinem den Federarmen 56 entgegengesetzen Ende auf. Daraufhin schraubt man die an sich bekannte Klemmschraube 54 mit deren Außengewinde 55 in das Innengewinde 44 ein, so daß die Schräge 67 der Schraube 54 auf die Außenflächen der Federarme 56 aufläuft, so daß diese schließlich in den Mantel 61 eingreifen. Beim Einschrauben wird auch der Dichtring 52 gegen die konische Fläche 50 gedrückt und die Kontaktscheibe 47 wird mit der Schirmkontaktfläche 57 zusammen mit dem Schirm 62 fest gegen die Anschlagfläche 43 gedrückt.

Im folgenden sei auf den ersten Aspekt der Erfindung zurückgekommen, und zwar insbesondere die Ausbildung der Arretierungsfeder oder des Verbindungselements 35 sowie dessen Funktion, was anhand der Fig. 8-14 erläutert sei.

Das erfindungsgemäße Verbindungselement 35 wird aus einem Metallblechstreifen in großen Stückzahlen hergestellt, wobei sich die in Fig. 8 gezeigte Abwicklung ergibt. Die Verbindungselemente 35 sind nach den verschiedenen Herstellungsschritten durch Verbindungstege 71 an einem Pilotstreifen 70 angeordnet. Sie werden danach von diesem Pilotstreifen 70 getrennt und gerollt, d. h. in die in Fig. 12 gezeigte Form gebracht. Vorzugsweise wird das Verbindungselement 35 direkt auf das Steckerendgehäuse 12, d. h. in die Nut 26 im Rahmen der Herstellung des im ganzen kreisförmigen Querschnitts, aufgebracht.

Das Verbindungselement 35 weist im wesentlichen zwei Arten von Verbindungsmitteln auf, und zwar (bereits erwähnte) mechanische Verbindungsmittel ausgebildet als Rastmittel in der Form von mehreren Sicken 84, 85 und elektrische Verbindungsmittel in der Form von mehreren Federzungen (aufgebogene Lappen) 93, 94, 95. Erfindungsgemäß sind die elektrischen und mechanischen Verbindungsmittel winkelmäßig mit Abstand zueinander und einander abwechselnd angeordnet. Beispielsweise sind zwei mechanische Verbindungsmittel (Sicken) 84, 85 und drei elektrische Verbindungsmittel 94, 93, 95 vorgesehen. Die elektrischen Verbindungsmittel in Form von Federzungen 93, 95 werden durch einen Spalt 99 (vgl. Fig. 12) aufgeteilt und bilden praktisch was ihre Breite in Umfangsrichtung angeht nur ein Verbindungsmittel.

Speziell bildet das Verbindungselement 35 drei Abschnitte 90, 91, 92 in denen jeweils eine der Federzungen 94, 93, 95 ausgebildet ist. Praktisch kann man die beiden Federzungen 93 und 95 als eine Federzunge ansehen, die durch den auf die Herstellung zurückzuführenden Spalt 99 (Fig. 12) in zwei Federzungen 93, 95, aufgeteilt ist. Sinngemäßes gilt für die Abschnitte 90, 92. Die freien anderen 100 der Abschnitte 90, 91, 92 liegen an der Anlage - oder Stirnflächen 30 an.

Ferner bildet das Verbindungselement 35 Federarme 82 und 83, in denen die Sicken 84, 85 ausgeformt sind.

Die Federarme 82, 83 und die Abschnitte 90, 91, 92 werden durch in Fig. 8 von rechts her verlaufende Schlitze 72, 73, 74 und 75 mit einer Schlitzbreite 81 unter Zurücklassung eines Kragens 69 gebildet. Begrenzungsschlitze 68 trennen die verschiedenen am Pilotstreifen befindlichen Arretierungsfedern 35.

In den Abschnitten 90, 91 und 92 bilden weitere Schlitze 76, 77, 78, 79 mit der Schlitzbreite 81 sowie Schlitze 80 mit praktisch keiner Schlitzbreite die Federzungen 93, 94 und 95, die aus der Zeichenebene herausgebogen werden und an ihren Enden, wie in Fig. 11 gezeigt, zur elektrischen Kontaktgabe leicht abgerundet sind. Diese Federzungen 93, 94, 95 erstrecken sich mit ihren freien Enden nach links, d.h. in Richtung zu der einen Anlagefläche 96 (Fig. 8, 13) des Verbindungselements 35 hin. Das Verbindungselement 35 weist engegengesetzt zur Anlagefläche 96 die durch die Schlitze 72, 73, 74 und 75 unterbrochene Anlagefläche 97 auf. Die freien nach rechts in Fig. 8, 13 ragenden Enden 98 der Federarme 82, 83 sind aus der Zeichenebene in Fig. 8 herausgebogen. Vergleiche dazu auch die Fig. 12 bis 14 (Winkel alpha). Die freien Enden 98 liegen daher nicht an der Anschlagfläche 30 des Steckerendegehäuses 12 an.

Auf den Federarmen 82, 83 sind die bereits erwähnten Sicken 84, 85 herausgedrückt, und zwar derart, daß sich benachbart zu den Schlitzen 86, 87 an dem herausgedrückten Teil der Sicke Rastflächen 88, 89 bilden. Diese Rastflächen 88, 89 können, wie bereits erwähnt, hinter den Ringanschlag 33 schnappen, wenn die Verriegelungshülse 13 auf das Steckerendgehäuse 12 aufgeschoben wird. Dadurch wird sichergestellt, daß die Verriegelungshülse 13 nicht mehr vom Steckerendgehäuse 12 unbeabsichtigt abgezogen werden kann. Die Verriegelungshülse 13 kann aber noch immer gedreht werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein axiales Spiel nicht erwünscht, kann aber bei einer abgewandelten Ausführung vorgesehen sein.

Will man die Verriegelungshülse 13 absichtlich von dem Steckerendgehäuse 12 abnehmen, so muß man nur auf die freien Enden 98 der radial nach außen gespreizten freien Federarme 82, 83 drücken, um so die Verriegelung oder Verbindung zwischen der ringförmigen Anschlagfläche 33 und den Rastflächen 88, 89 zu lösen. Die Hülse 13 kann dann abgezogen werden.

Zur Fig. 14 sei noch bemerkt, daß es sich hier um eine schematische stark vergrößerte Darstellung handelt, wobei der Schnitt, ähnlich wie in Fig. 2 dargestellt ist, der Schnitt verläuft durch eine Sicke 85, wobei der die Sicke tragende Federarm 83 radial nach außen schwingt. Man sieht auch noch den praktisch hinter dem Federarm 83 liegenden Abschnitt 91, der ja eine Federzunge 94 noch weiter umfangsmäßig nach hinten versetzt bildet, weshalb diese Federzunge 94 nur gestrichelt dargestellt ist. Die Federzunge 94 ist einmal in ihrer oberen oder freien Position dargestellt und zum anderen in ihrer unteren oder Kontaktposition, wo sie einen ausgezeichneten elektrischen Kontakt mit der Innenwand 31 der Hülse 13 bildet.

Das Steckerendgehäuse 12, die Verriegelungshülse 13 und die Kontaktscheibe 47 bestehen vorzugsweise aus Metall.

Der hier gezeigte Anschluß eines Kabels kann auch als Kabelverschraubung unter entsprechender Abwandlung des Steckerendgehäuses eingesetzt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Kabelverschraubung mit Schirmanschluß für ein abgeschirmtes, eine Abschirmung beispielsweise ein Schirmgeflecht aufweisendes Kabel, wobei folgendes vorgesehen ist:

    ein auf das vom Schirm befreite Kabel aufschiebbares Hülsenteil (12),

    eine Klemmschraube (54), die auf einen Teil des Kabels aufschiebbar ist, welcher von einem etwa vorhandenen Isoliermantel (61) befreit ist, aber noch die Abschirmung (62) besitzt, und

    mehrere Bauteile, angeordnet zwischen dem Hülsenteil (12) und der Klemmschraube (54), um beim Einschrauben der Klemmschraube (54) in das Hülsenteil am Kabel mechanisch festgelegt zu sein und um die Abschirmung elektrisch mit dem Hülsenteil zu kontaktieren, dadurch gekennzeichnet, daß

    eine Kontaktscheibe (47) vorgesehen ist, die eine zum Hülsenteil (12) hinweisende Schirmkontaktfläche (57) und entgegengesetzt dazu eine Anpreßfläche (50) aufweist, um als Anlage für eine Druckkraft zu dienen, welche die Kontaktscheibe unter Zwischenlage des Schirms gegen den Hülsenteil (12) dann drückt, wenn die Klenmschraube (54) in das Hülsenteil (12) eingeschraubt ist,

    und daß im Außenumfang der Kontaktscheibe (47) eine Nut (48) ausgebildet ist, in der eine Dichtung (49) sitzt, welche eine Radialabdichtung gegenüber dem Hülsenteil (12) vorsieht.
  2. 2. Kabelverschraubung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirmkontaktfläche (57) eben ausgebildet ist und eine Breite besitzt, die in etwa der Breite der Anschlagfläche (43) des Hülsenteils (12) entspricht.
  3. 3. Kabelverschraubung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirmkontaktfläche (57) eine Radialfläche (58) und daran anschließend eine schräg gegenüber der Radialfläche (58) in Richtung auf die Nut (48) hin verlaufende Schrägfläche (59) besitzt.
  4. 4. Kabelverschraubung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die den Druck der Klemmschraube aufnehmende Stirnfläche (50) konisch zum Inneren der Kontaktscheibe (47) hin ausgebildet ist.
  5. 5. Kabelverschraubung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche (50) außen eine Radialfläche (51) aufweist.
  6. 6. Kabelverschraubung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Dichtring (52) vorgesehen ist, auf dem ein Klemmkäfig (53) sitzt, der seinerseits durch die Klemmschraube (54) beim Einschrauben derselben druckbeaufschlagbar ist.
  7. 7. Kabelverschraubung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmkäfig (53) Federarme (56) aufweist, die in den Außenmantel des Kabels beim Einschrauben der Klemmschraube (54) eingreifen und so eine Zugentlastung bilden.
  8. 8. Kontaktscheibe für eine Kabelverschraubung dadurch gekennzeichnet, daß diese die Merkmale einer oder mehrerer der kennzeichnenden Teile der Ansprüche 1, 2, 3, 4, oder 5 aufweist.






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