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Dokumentenidentifikation DE3830350A1 30.03.1989
Titel Pedalkombination
Anmelder Manoel Bouchet, S.A., Ladoix-Serrigny, FR;
Christol, Lilian, Clermont L'Herault, FR
Erfinder Christol, Lilian, Clermont L`Herault, FR
Vertreter Schröter, M., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 5860 Iserlohn
DE-Anmeldedatum 07.09.1988
DE-Aktenzeichen 3830350
Offenlegungstag 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse B62M 3/16
IPC-Nebenklasse A43B 5/14   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich darauf, eine Pedalkombination der Art vorzuschlagen, bei der an der Tretkurbel angeordnete Aufsatz zwei in Form eines V sich nach hinten öffnende seitliche Kulissen umfaßt, die mit in den Kanten der Sohle des vom Rennfahrer getragenen Spezialschuhs vorgesehenen Nuten zusammenarbeiten, wobei die Vorrichtung weiterhin Einrichtungen umfaßt, um den Schuh relativ zum Aufsatz in der Längsrichtung zu verriegeln. Diese Kombination ist dadurch gekennzeichnet, daß der Aufsatz (3) aus zwei Teilen (3a, 3b) besteht, wovon jeder lediglich eine der Kulissen (5a, 5b) des Aufsatzes (3) umfaßt und die relativ zueinander schwenkbar sind, während sie in der gleichen Ebene verbleiben, wobei dieser Schwenkbewegung durch elastische Rückholeinrichtungen (8) entgegengewirkt wird und die Schenkel der Kulissen (5a, 5b) sich V-förmig öffnen. Anwendung bei Rennfahrrädern.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Pedalsportschuhkombination für Rennfahrräder und insbesondere auf eine Pedalkombination mit einem Pedalaufsatz, der an der Pedalachse gelagert ist und mit einem Spezialschuh zusammenarbeitet, der mit dem Aufsatz verwendet wird, um den Fuß des Rennfahrers fest mit dem Pedal verbunden zu halten, wobei allerdings der Fuß vom Pedal leicht trennbar sein soll, falls dies vonnöten sein sollte.

Abgesehen von Schuhverankerungssystemen mit Keilwirkung in verschiedenen Formen sind Pedaleinrichtungen bekannt, deren Aufsatz mit feststehenden seitlichen Kulissen ausgestattet ist, die in den entsprechenden Nuten oder den Rillen des Schuhs zu liegen kommen oder die mit am Schuh seitlich vorgesehenen Flügeln zusammenarbeiten, während ein Riegel senkrecht zum Aufsatz und aus diesem heraus nach oben mittels eines Handgriffs bewegt werden kann, so daß der Riegel in eine gegenüberliegende Öffnung in der Schuhsohle eingeführt wird, um den Schuh in der Längsrichtung zu verriegeln, wobei der Schuh durch Zurückziehen des Riegels und durch eine Gleitbewegung der Schuhseiten nach hinten in den seitlichen Kulissen des Aufsatzes freigegeben werden kann.

Eine solche Einrichtung ist aus der P-FR 82 08 222 bekannt, deren Arbeitsweise sehr zufriedenstellend ist, die aber verschiedene Nachteile aufweist, wie z. B. die Tatsache, daß der Rennfahrer einen Handgriff betätigen muß, ehe er seinen Fuß freibekommt. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß die Ausnehmung in der Schuhsohle vorhanden sein muß die den Riegel der Einrichtung aufnimmt und die unerwünschterweise auch Fremdkörper wie z. B. Steine aufnehmen kann, so daß der Mechanismus dann blockiert bleibt, wenn man ihn erneut betätigen möchte.

Deshalb liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Pedalkombination der Art vorzuschlagen, bei der der an der Tretkurbel angeordnete Aufsatz zwei in Form eines V sich nach hinten öffnende seitliche Kulissen umfaßt, die mit in den Kanten der Sohle des vom Rennfahrer getragenen Spezialschuhs vorgesehenen Nuten zusammenarbeiten, wobei die Vorrichtung weiterhin Einrichtungen umfaßt, um den Schuh relativ zum Aufsatz in der Längsrichtung zu verriegeln, und wobei aber durch die Vorrichtung die Nachteile der obengenannten bekannten Vorrichtungen vermindert werden und wobei außerdem die Vorrichtung einfacher ist als die Pedaleinrichtung gemäß der obengenannten P-FR 82 08 222 und die sicherer und leichter zu handhaben ist.

Gemäß der Erfindung werden diese und andere noch zu erläuternden Teilaufgaben der Erfindung dank einer Pedaleinrichtung der obengenannten Art erreicht, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Aufsatz aus zwei Teilen besteht, wovon jeder lediglich eine der Kulissen des Aufsatzes umfaßt und die relativ zueinander schwenkbar sind, während sie in der gleichen Ebene verbleiben, wobei dieser Schwenkbewegung durch elastische Rückholeinrichtungen entgegengewirkt wird und die Schenkel der Kulissen sich V-förmig öffnen.

Wie man sieht, reicht es jetzt dem Benutzer der erfindungsgemäßen Pedalvorrichtung dank dieser Merkmale aus, wenn er sein Schuhwerk mit dem Aufsatz verbinden möchte, daß er die Schuhsohle auf dem Aufsatz gleiten läßt, indem er seinen Fuß nach vorn schiebt. Die Kulissen des Aufsatzes greifen in die Nuten der Sohle ein, wobei die Schenkel in V-Form, die durch die Nuten gebildet werden, entgegen der Wirkung der elastischen Rückholeinrichtungen nach außen öffnen. Am Ende der Bewegung treten die obengenannten Verriegelungseinrichtungen, die in der Längsrichtung wirken, in Aktion, um zu verhindern daß die Kulissen des Aufsatzes die entsprechenden Nuten der Sohle durch einfaches nach hinten gerichtetes Gleiten des Schuhs verlassen. Man sieht, daß der Benutzer den Schuh in beiden Richtungen auf die einfachste Art verriegeln kann, wobei er nicht gezwungen ist, etwa einen Handgriff zu betätigen und nur eine Bewegung des Fußes nötig ist, die genau so natürlich wie einfach ist.

Will der Radfahrer den Schuh lösen, dann reicht es aus, wenn er den Schuh nach außen zur Seite schwenkt, um die entsprechende Kulisse nach außen gleiten zu lassen, was gleichzeitig die entgegengesetzte Kulisse entfernt, in die sie eingreift. Nach Lösen der Sohle, reicht es für den Benutzer, der den Fuß ganz befreien möchte, vollständig aus, wenn er ihn nach hinten löst, während er die Kulisse nach außen hält. Die Kulissen bewegen sich dann unter der Wirkung der elastischen Rückholeinrichtungen in ihre Anfangsstellung. Dieses Lösen ist sehr einfach und schnell, so daß es bald zu einer Art Reflexbewegung wird und, falls nötig, der Radfahrer sich am Boden abstützen kann, um jede Möglichkeit eines Unfalles zu verhindern.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Schuhpedalkombination der Erfindung ist derjenige Teil des Aufsatzes, der der Pedalachse zugewandt ist, an der dieser Achse fest zugeordneten Abstützung montiert, wobei sie eine Achse aufweist, die im wesentlichen rechtwinkelig in bezug auf ihre Ebene angeordnet ist, um die der andere, äußere Teil des Aufsatzes schwenkbar ist.

In diesem Fall umfaßt der Aufsatz einen inneren, in bezug auf die Abstützung feststehenden Teil und einen äußeren schwenkbaren Teil, die unten der "feststehende" bzw. der "schwenkbare" Teil genannt werden, wobei es offensichtlich ist, daß die Kulisse vom letzteren, diejenige ist, die vom Fuß des Radfahrers nach außen verschoben wird, um sich zu lösen. Die eben beschriebene Anordnung erleichtert das Lösen des Schuhwerks, wobei letzteres eigentlich nicht bei seiner Bewegung nach außen und zur Seite durch die verschiedenen Teile des Fahrrades behindert wird.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung besteht der schwenkbare Teil des Aufsatzes im wesentlichen aus einer Platte, die zwischen seinem feststehenden Teil und der an der Achse des Pedals angeordneten Abstützung eingefügt ist.

Hier sind auch die elastischen Einrichtungen angeordnet, die den schwenkbaren Teil des Aufsatzes in Richtung auf den feststehenden Teil zurückholen, wobei die durch die entsprechenden Kulissen gebildete V-Anordnung geschlossen wird. Es ist von Vorteil, wenn diese elastischen Einrichtungen als eine U-förmige Druckfeder gebildet sind, deren einer Schenkel sich nach außen an einen mit dem feststehenden Teil des Aufsatzes angeordneten Anschlag abstützt, wobei das Ende des anderen Schenkels am schwenkbaren Teil des Aufsatzes festgelegt ist, um ihn in Richtung auf seinen feststehenden Teil zurückzuholen.

Außerdem umfaßt die erfindungsgemäße Pedalvorrichtung vorteilhaft Einrichtungen, um den einen der feststehenden bzw. schwenkbaren Teile des Aufsatzes in bezug auf den anderen dann einrasten zu lassen, wenn ihre Kulisen sich in der, das Schuhwerk festhaltenden Stellung befinden, wobei diese Einrichtungen automatisch außer Eingriff geraten, sobald die Kulissen sich dann öffnen, wenn sie in ihre das Schuhwerk freigebende Stellung gelangen.

Um deshalb das Schuhwerk vom Aufsatz freizugeben, ist es nötig, daß durch den Fuß des Benutzers kurze Zeit eine seitliche, die Kraft der Rückholfeder übersteigende Kraft ausgeübt wird, was das Risiko einer unabsichtlichen Freigabe beseitigt.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform dieser Einrasteinrichtungen umfassen sie einen abgeschrägten Finger, der gleitend in einer am feststehenden Teil des Aufsatzes vorgesehenen Hülse angeordnet ist, und der durch eine Druckfeder in Richtung auf eine entsprechende, im Umfang des schwenkbaren Teils vorgesehene Ausnehmung belastet ist. Unter diesen Umständen ist einzusehen, daß eine Krafteinwirkung mit dem Zweck, letzteren zu verschwenken, zum Ergebnis hat, daß der abgeschrägte Finger gegen die Wirkung der Feder über die Kanten der Ausnehmung, in die er gelangt, durch die Gleitbewegung zurückgezogen wird, wonach er dann auf den äußeren Umfang des schwenkbaren Teils des Aufsatzes gelangt.

Die Abstützkraft des abgeschrägten Fingers am äußeren Umfang des schwenkbaren Teils und deshalb die Krafteinwirkung der Schwenkbewegung sind vorzugsweise dadurch einstellbar, daß die Druckfeder in ihrer Hülse zwischen dem Kopf des abgeschrägten Fingers und einem Stöpsel mit Außengewinde, angeordnet ist, dessen Eindringtiefe in der Hülse eingestellt werden kann.

Man wird mit Interesse zur Kenntnis nehmen, daß dank der obengenannten Merkmale der Benutzer beim Stemmen in die Pedale eine Winkelversetzung des Fusses am Aufsatz erhält, weil die Kulisse leicht nach außen gleitet, während die Kraft der Drehbewegung seines Fusses die Kraft der Rückholfeder nicht übersteigt. Deswegen kann der Fuß eine natürliche Stellung einnehmen, wobei eine mögliche Fehleinstellung des Winkels des Aufsatzes an seiner Abstützung korrigiert wird, und zwar ohne die Wirksamkeit der Pedalbedienung zu beeinträchtigen.

In Zusammenhang mit den obengenannten Einrichtungen zur Blockierung des Schuhwerks relativ zum Aufsatz in der Längsrichtung ist noch zu bemerken, daß sie ganz einfach dadurch verwirklicht werden können, daß dessen Nuten eine Länge aufweisen, die kaum die Länge der Kulissen des Aufsatzes übersteigt.

Es ist jedoch möglich, die Nuten länger als die Kulissen zu gestalten, wobei allerdings die Kombination dann mit zusammenarbeitenden Einrasteinrichtungen ausgestattet ist, die z. B. als ein auf jeder Kulisse vorhandener Einschnitt ausgebildet sein können, der mit einer Vertiefung am Boden der entsprechenden Nut dank der natürlichen Elastizität der Sohle im Bereich dieser Vertiefung zusammenarbeitet.

Vorzugsweise umfaßt die Pedalkombination gemäß der Erfindung Einrichtungen zum Einstellen der Winkel- und Längsstellung des Aufsatzes relativ zur Abstützung, die an der Pedalachse angebracht ist, und um den Aufsatz in der gewählten Stellung zu blockieren. Es ist klar, daß diese Anordnung im wesentlichen den Benutzerkomfort und den Wirkungsgrad seiner Anstrengungen erhöht, weil die erfindungsgemäße Vorrichtung leicht auch der Körperform des Benutzers angepaßt werden kann.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform dieser Einstelleinrichtungen ist der Aufsatz der Vorrichtung an seiner Abstützung durch eine vordere und zwei hintere Schrauben des Aufsatzes befestigt, die sich durch die Bohrungen im Aufsatz erstrecken und in Langlöcher der Abstützung aufgenommen werden, wobei das Loch der vorderen Schraube feststehend und in der Längsrichtung ausgerichtet ist, während die Löcher der hinteren Schrauben in Scheiben vorgesehen sind, die vor dem Blockieren der entsprechenden Schrauben in geeigneten Ausnehmungen derselben Abstützung verdreht werden können.

Wenn man jetzt die Scheiben, in denen die hinteren Löcher vorgesehen sind, verdreht, so daß sie wie das vordere Loch in der Längsrichtung ausgerichtet sind, so kann der Aufsatz in der Längsrichtung relativ zur Abstützung verschoben und in der gewünschten Stellung durch die obengenannten Schrauben blockiert werden.

Wenn man andererseits die hinteren Löcher in eine quer zum vorderen Loch liegende Stellung bringt, so kann man dann den Aufsatz relativ zur vorderen Schraube verschwenken, so daß der Winkel eingestellt wird. Es ist aber zu bemerken, daß kombinierte Winkel- und Längsbewegungen dann möglich sind, wenn die hinteren Löcher in bezug auf das vordere Loch schräggestellt sind.

Die nun folgende, durchaus nicht als einschränkend zu verstehende Beschreibung versetzt den Leser in die Lage, die Erfindung von der praktischen Seite her anhand der beiliegenden Zeichungen zu verstehen. Es zeigen:

Fig. 1 eine Ansicht von unten des Pedalaufsatzes und der Abstützung, die ihn mit der Pedalachse verbindet,

Fig. 2 einen schematischen Schnitt des Gegenstandes der Fig. 1 gemäß der Linie II-II dieser Figur,

Fig. 3 eine Ansicht von unten gesehen des Pedalaufsatzes ohne Abstützung, und

Fig. 4 eine schematische Seitenansicht des Spezialschuhwerks, das gemäß der Erfindung mit der Vorrichtung nach Fig. 1 zusammenarbeitet.

Im folgenden wird davon ausgegangen, daß die erfindungsgemäße Pedalkombination sich in ihrer normalen Gebrauchsstellung befindet, auf deren Basis die Ausdrücke "oben" und "vertikal" zu verstehen sind.

Auf dieser Grundlage besteht gemäß den Figuren die Pedalkombination aus einer Abstützung 1 mit einer einstückigen Achse, die an der Pedalachse 2 der Tretkurbel befestigt ist und mit der ein allgemein durch das Bezugszeichen 3 bezeichneter Aufsatz verschraubt ist. Dieser Aufsatz besteht aus zwei als Platten ausgebildeten Teilen, d. h. einem oberen feststehenden Teil 3a und einem schwenkbaren Teil 3b, der in einem Raum zwischen der Abstützung 2 und dem feststehenden Teil 3a angeordnet ist und innerhalb bestimmter Grenzen unter Vollziehung einer Gleitbewegung in seiner Ebene nach außen um eine Achse verschwenkt werden kann, die am feststehenden Teil 3a des Aufsatzes verschwenkt werden kann.

An ihren äußeren Rändern werden der feststehende Teil und der schwenkbare Teile 3a bzw. 3b nach oben als eine Kulisse 5a bzw. 5b verlängert, die jeweils oben nach innen gebördelt ist, so daß sie in eine entsprechende Nut 6 (Fig. 4) eingreifen kann, die in der Seite des Spezialschuhs vorgesehen ist, der gemäß der Erfindung gebraucht wird.

In einer in der Mitte des Schwenkteils 3b des Aufsatzes 3b (Fig. 3) vorgesehenen Öffnung 7 ist die mittlere Windung einer Druckfeder 8 mit der Form eines U auf einer am feststehenden Teil des Aufsatzes 3 befestigten Klemmschraube 9 im Bereich dessen Mitte angeordnet, wobei ein Schenkel der Feder sich an einem Anschlag 10 am selben feststehenden Teil 3a abstützt. Das Ende des anderen Schenkels der Feder erstreckt sich in eine Öffnung 11 hinein, die in einer Kante 12 der Öffnung 7 vorgesehen ist, so daß es sie und gleichzeitig die mit ihr einstückige schwenkbare Kulisse 5b in Richtung auf die Kulisse 5a des feststehenden Teils (Pfeil F) verschiebt. Deswegen zieht die Feder 8 unter Schwenken um die Achse 4 die Schenkel des von den Kulissen 5a und 5b gebildeten V zusammen und führt letztere in die Nuten des Schuhs des Benutzers hinein.

Falls die Länge jeder Kulisse 5a und 5b - oder genauer die Länge deren nach innen gebördelten Kante - im wesentlichen der Länge der Nuten 6 des Schuhs entspricht, in denen sie aufgenommen sind, so wird klar daß letztere in der Längsrichtung - wie im übrigen vertikal und in der Seitenrichtung - relativ zum Aufsatz 3 blockiert sind. Wie oben erläutert ist es dennoch möglich, die Nuten 6 länger zu gestalten und Längseinrichtungen zur Blockierung vorzusehen.

Was die Funktionsweise der Vorrichtung sowohl in bezug auf die Blockierung und die Freigabe angeht, so ist sie schon weiter oben im einzelnen beschrieben worden, so daß keine Wiederholung nötig ist.

Die Pedalkombination gemäß der Erfindung kann ebenfalls eine Einrasteinrichtung in bezug auf den feststehenden und schwenkbaren Teil 3a bzw 3b des Aufsatzes aufweisen, wenn dieser sich in der Blockierstellung des Schuhwerks befindet. Diese Einrichtung umfaßt einen abgeschrägten Finger 13, der in eine am feststehenden Teil 3a befestigten Hülse 14 gleiten kann und der durch eine Druckfeder 15 in eine Ausnehmung 16 entsprechender Gestalt gedrückt wird, die am Umfang des schwenkbaren Teils 3b des Aufsatzes 3 vorgesehen ist. Genauer gesagt ist die Feder 15 zwischen dem Finger 13 und einem Gewindestöpsel 17 in der Hülse angeordnet, wobei durch Hineinschrauben und Zurückschrauben des Stöpsels aus dem freien Ende der Hülse 14 die Feder 15 mehr oder weniger zusammengedrückt wird und so den Eingriff der Abschrägung des Fingers 13 in der Ausnehmung 16 steuert. Es ist klar, daß bei Drehung des Schwenkteils 3b des Aufsatzes 3 entgegen der Pfeilrichtung F die Gleitbewegung der Seite des Fingers 13 an der Seite des Ausnehmung 16 den Finger 13 in die Hülse 14 zurückdrängt. Er gelangt danach auf den Umfang des Teils 3b, wobei die Einrastwirkung unterdrückt wird.

Die Befestigung des Aufsatzes 3 gemäß der Erfindung an der Abstützung 1, die an der Pedalachse 2 der Tretkurbel angeordnet ist, und die Einstellung auf den gewünschten Winkel bzw. in der Längsrichtung werden durch drei Schrauben bewirkt, die in drei geeigneten Löchern des Aufsatzes 3 aufgenommen werden, und zwar in einem Loch 18 im Bereich der Schwenkachse 4 und zwei weiteren 19 und 20, die in bezug auf die Achse der Einrichtung dahinter symmetrisch angeordnet sind.

In der Abstützung sind die Schrauben 18, 19 und 20 in den Langlöchern 18a, 19a bzw. 20a angeordnet, wovon ersteres, das feststeht, sich in der Längsrichtung erstreckt, während die zwei anderen Löcher in Scheiben 19b und 20b vorgesehen sind, die jeweils in einer entsprechenden Ausnehmung der Abstützung 1 gedreht werden können.

Wie ohne weiteres ersichtlich, dadurch, daß man so die Scheiben 19b und 20b dreht, daß sie sich wie das vordere Loch 18a längsgerichtet sind, wird es möglich, den Aufsatz 3 relativ zur Abstützung und in der Längsrichtung um die Länge der infrage kommenden Löcher zu verschieben. Es genügt dann die Schrauben 18, 19 und 19 zu blockieren, um den Aufsatz 3 in der ausgewählten Stellung zu verankern, wodurch diese auch längsausgerichtet ist.

Wenn man andererseits die drehbaren Längslöcher 19a und 20a schräg relativ zum längsgerichteten Langloch 18a einstellt, so ist der Aufsatz 3 um die Schraube 18 schwenkbar, die sich durch letzteren erstreckt und die außerdem mehr oder weniger in der Längsrichtung verschiebbar ist, und zwar wie der Aufsatz gemäß der schrägen Stellung der Langlöcher 19a und 20a. Im extremen Fall, wo letztere quergerichtet sind, wird der Aufsatz ohne Längsverschiebung durch den Winkel α verschwenkt (Fig. 1), der nur durch die Länge der Langlöcher 19a und 20a beschränkt ist. Auf diese Weise wird die Winkellage der Stellung des Aufsatzes 3 relativ zur Abstützung gesteuert.

Ohne den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung zu verlassen, ist es möglich, verschiedene Abwandlungen in den soeben beschriebenen Ausführungsformen zu verwirklichen. Man kann z. B. die Rückholkraft der schwenkbaren Kulisse 5b in Richtung auf die feststehende Kulisse 5a dadurch verändern, daß der Angriffspunkt wenigstens eines Schenkels der Feder 8 verändert wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Pedalkombination, bei der der an der Tretkurbel angeordnete Aufsatz zwei in Form eines V sich nach hinten öffnende seitliche Kulissen umfaßt, die mit in den Kanten der Sohle des vom Rennfahrer getragenen Spezialschuhs vorgesehenen Nuten zusammenarbeiten, wobei die Vorrichtung weiterhin Einrichtungen umfaßt, um den Schuh relativ zum Aufsatz in der Längsrichtung zu verriegeln, dadurch gekennzeichnet ist, daß der Aufsatz (3) aus zwei Teilen (3a, 3b) besteht, wovon jeder lediglich eine der Kulissen (5a, 5b) des Aufsatzes (3) umfaßt und die relativ zueinander schwenkbar sind, während sie in der gleichen Ebene verbleiben, wobei dieser Schwenkbewegung durch elastische Rückholeinrichtungen (8) entgegengewirkt wird und die Schenkel der Kulissen (5a, 5b) sich V-förmig öffnen.
  2. 2. Pedalkombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß derjenige Teil (3a) des (3) Aufsatzes, der der Pedalachse (2) zugewandt ist, an der die dieser Achse (2) fest zugeordneten Abstützung (1) montiert ist, wobei sie eine Achse (4) aufweist, die im wesentlichen rechtwinkelig in bezug auf ihre Ebene angeordnet ist, um die der andere, äußere Teil (3b) des Aufsatzes (3) schwenkbar ist.
  3. 3. Pedalkombination nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare Teil (3b) des Aufsatzes (3) im wesentlichen aus einer Platte besteht, die zwischen seinem feststehenden Teil (3a) und der an der Achse (2) des Pedals angeordneten Abstützung (1) eingefügt ist.
  4. 4. Pedalkombination nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Einrichtungen als eine U-förmige Druckfeder (8) gebildet sind, deren einer Schenkel nach außen an einen mit dem feststenden Teil (3a) des Aufsatzes (3) angeordneten Anschlag (10) abstützt, wobei das Ende des anderen Schenkels am schwenkbaren Teil (3b) des Aufsatzes (3) festgelegt ist, um ihn in Richtung auf seinen feststehenden Teil zurückzuholen.
  5. 5. Pedalkombination nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch Einrichtungen (13, 15), um den einen feststenden bzw. schwenkbaren Teil (3a bzw. 3b) des Aufsatzes in bezug auf den anderen dann einrasten zu lassen, wenn ihre Kulissen (5a, 5b) sich in der das Schuhwerk festhaltenden Stellung befinden, wobei diese Einrichtungen automatisch außer Eingriff geraten, sobald die Kulissen sich dann öffnen, wenn sie in ihre das Schuhwerk freigebende Stellung gelangen.
  6. 6. Pedalkombination nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß diese Einrichtungen einen abgeschrägten Finger (13), der gleitend in einer am festehenden Teil (3a) des Aufsatzes (3) vorgesehenen Hülse (14) angeordnet ist, und der durch eine Druckfeder (15) in Richtung auf eine entsprechende, im Umfang des schwenkbaren Teils (3b) vorgesehene Ausnehmung (16) belastet ist.
  7. 7. Pedalkombination nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (15) in ihrer Hülse (14) zwischen dem Kopf des abgeschrägten Fingers (13) und einem Stöpsel mit Außengewinde, angeordnet ist, dessen Eindringtiefe in der Hülse (14) eingestellt werden kann.
  8. 8. Pedalkombination nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Nuten (6) der Sohle des Spezialschuhs kaum die Länge der Kulissen (5a, 5b) des Aufsatzes (3) übersteigt, um die Sohle relativ zum Aufsatz in der Längsrichtung zu blockieren.
  9. 9. Pedalkombination nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch Einrichtungen zum Einstellen der Winkel- und Längsstellung des Aufsatzes (3) relativ zur Abstützung (1), die durch die Pedalachse (2) getragen ist, und um den Aufsatz (3) in der gewünschten Stellung zu verriegeln.
  10. 10. Pedalkombination nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufsatz (3) der Vorrichtung an seiner Abstützung (1) durch eine vordere (18) und zwei hintere (19, 20) Schrauben des Aufsatzes (3) befestigt ist, die sich durch die Bohrungen im Aufsatz erstrecken und in Langlöcher der Abstützung (1) aufgenommen werden, wobei das Loch (18a) der vorderen Schraube (18) feststehend und in der Längsrichtung ausgerichtet ist, während die Löcher (19, 20) der hinteren Schrauben (19a, 20a) in Scheiben (19b, 20b) vorgesehen sind, die vor dem Blockieren der entsprecheden Schrauben (19, 20) in geeigneten Ausnehmungen derselben Abstützung verdeht werden können.






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