PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3831564A1 30.03.1989
Titel Anordnung eines Ölkühlers an einem Fahrzeug
Anmelder Nissan Motor Co., Ltd., Yokohama, Kanagawa, JP
Erfinder Hayashida, Tsutomu, Sagamihara, JP;
Shizuta, Atsushi, Atsugi, JP
Vertreter ter Meer, N., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Müller, F., Dipl.-Ing., 8000 München; Steinmeister, H., Dipl.-Ing.; Wiebusch, M., Pat.-Anwälte, 4800 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 16.09.1988
DE-Aktenzeichen 3831564
Offenlegungstag 30.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.1989
IPC-Hauptklasse F01P 11/08
Zusammenfassung Ein Ölkühler (18) für End- oder Differentialgetriebe (12) befindet sich an der Unterseite eines Fahrzeugs in einem rückwärtigen, erhöhten Bereich einer rückwärtigen Bodenplatte unterhalb eines Rücksitzes (19). Bei einer Ausführungsform dient ein Ansatz nicht nur als Halterung für den Ölkühler, sondern auch als Deflektor zum Einleiten von Luft in den Ölkühler.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Anordnung eines Ölkühlers gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Bei Kraftfahrzeugen mit Frontmotor und Hinterradantrieb wid die Antriebskraft der Maschine über eine Kardanwelle zu einem Endgetriebe übertragen, von dem aus sie auf die beiden Hinterräder verteilt wird. Das Endgetriebe umfaßt ein Reduktionsgetriebe und ein Differentialgetriebe, die sich in einem mit Schmieröl gefüllten Gehäuse befinden.

Das Schmieröl erwärmt sich auf hohe Temperaturen, sofern sich das Fahrzeug über längere Zeit schnell bewegt. Zur Verhinderung einer Erwärmung des Schmieröls auf hohe Temperaturen ist es möglich, das Endgetriebe mit einem Ölkühler zu versehen. Der Ölkühler erfordert jedoch eine Position angrenzend an das rückwärtige Ende des Fahrzeugs und unterhalb des Fahrzeugbodens, so daß der Brennstofftank oder der Fahrgastraum oder der Kofferraum verkleinert werden müssen. Fig. 8 zeigt eine bekannte Anordnung, bei der aufgrund der Unterbringung eines Ölkühlers 2 für ein Endgetriebe 4 eines Fahrzeugs 1 der Tank 3 verkleinert ist. Wenn das Fahrzeug 1 nicht mit einem derartigen Ölkühler 2 versehen ist, kann der Fahrzeugtank 3 größer sein, wie es in Fig. 8 strichpunktiert angedeutet ist. Die Bezugsziffer 5 bezeichnet den Fahrzeugboden, und mit 6 ist eine Ölpumpe bezeichnet, die Schmieröl zwischen dem Ölkühler 2 und dem Endgetriebe 4 umwälzt.

Die Erfindung ist darauf gerichtet, die Anordnung eines Ölkühlers eines Endgetriebes zu verbessern.

Die Erfindung ergibt sich im einzelnen aus dem kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs.

Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeug mit einem Rücksitz, einem Fahrzeugboden und einem Ölkühler für ein Endgetriebe. Der Ölkühler befindet sich an der Unterseite des Fahrzeugbodens unterhalb des Rücksitzes.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist ein Ansatz zur Anbringung des Ölkühlers an dem Fahrzeugboden vorgesehen. Der Ansatz umfaßt ein Befestigungsteil und einen Luftkanal, die gemeinsam einen kastenförmigen Querschnitt bilden und in diesem den Ölkühler aufnehmen. Das Befestigungsteil ist abgewinkelt und weist erste und zweite flache Ablenkwände auf, die sich zunächst nach vorwärts und abwärts vom Ölkühler aus und sodann vom vorderen Ende der ersten Ablenkwand vorwärts und aufwärts erstrecken. Der Luftkanal weist eine Bodenwand und zwei Seitenwände auf. Die Bodenwand erstreckt sich von dem Ölkühler aus in zunehmendem Maße schräg abwärts nach vorne. Die beiden Seitenwände sind am oberen Rand im vorderen Bereich von dem Befestigungsteil getrennt und erstrecken sich in zunehmendem Maße abwärts.

Die erfindungsgemäße Anordnung des Ölkühlers eines Endgetriebes ermöglicht dessen Unterbringung, ohne daß das Volumen des Brennstofftanks, der Fahrgastraum oder der Kofferraum verringert werden müssen.

Darüber hinaus wird die Kühlleistung des Ölkühlers erhöht, so daß der Ölkühler eine geringere Größe aufweisen kann.

Dadurch ergibt sich eine Gewichtsreduzierung für das Fahrzeug insgesamt.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.

Fig. 1 ist eine Teil-Unteransicht der Unterseite eines Fahrzeugs mit Ölkühler für ein Endgetriebe gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 2 ist eine Seitenansicht zu Fig. 1;

Fig. 3 ist eine ähnliche Darstellung einer zweite Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 4 ist eine vergrößerte Unteransicht des Fahrzeugbodens mit einem Ölkühler eines Endgetriebes gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 5 ist eine Seitenansicht zu Fig. 4;

Fig. 6 ist eine ähnliche Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 7 ist eine perspektivische Darstellung eines Ölkühlers gemäß Fig. 4;

Fig. 8 ist eine Seitenansicht ähnlich Fig. 2, zeigt jedoch eine bekannte Anordnung.

Fig. 1 und 2 zeigen eine Fahrzeug-Unterseite 10. Ein Endgetriebe ist mit 12 bezeichnet. Eine Kardanwelle 15 befindet sich in einem Tunnel 14, der im Fahrzeugboden 13 ausgebildet ist. Das Endgetriebe 12 ist mit der Kardanwelle 15 verbunden und verteilt die Antriebskraft auf zwei Antriebswellen 16 und 17. Ein Ölkühler 18 befindet sich an dem Fahrzeugboden 13 in einem rückwärtigen erhöhten Bereich 24 unterhalb des Rücksitzes 19. Der Ölkühler 18 ist in bezug auf die Kardanwelle 15 auf der gegenüberliegenden Seite zu dem Auspuffsystem angeordnet, das ein Auspuffrohr 25, einen Dämpfer 20 etc. umfaßt.

Das Schmieröl in dem Endgetriebe 12 wird in eine Ölpumpe 21 eingeleitet und gelangt aus dieser über eine Leitung 22 zu dem Ölkühler 18. Es wird sodann über eine Leitung 23 zu dem Endgetriebe 12 zurückgeführt.

Bei dieser Anordnung befindet sich der Ölkühler 18 am Fahrzeugboden 13 in einem rückwärtigen, erhöhten Bereich 24 des Fahrzeugbodens unterhalb des Rücksitzes 19, so daß es nicht notwendig wird, die Größe des Brennstofftanks, des Kofferraums oder des Fahrgastraumes zu verringern.

Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung bei der die Fahrzeug-Unterseite 30 eine vordere Bodenplatte 31, eine rückwärtige Bodenplatte 32 und eine unterhalb des Sitzes liegende Traverse 34 umfaßt. Die rückwärtige Bodenplatte 32 ist am rückwärtigen Ende der vorderen Bodenplatte 31 befestigt und weist einen angehobenen Bereich 33 auf. Die unterhalb des Rücksitzes liegende, quergerichtete Traverse 34 befindet sich hinter dem vorderen Endbereich der rückwärtigen Bodenplatte 32 und verstärkt diese. Der vordere Endbereich der rückwärtigen Bodenplatte 32 weist einen abgewinkelten Querschnitt auf und wirkt mit der Traverse 34 zusammen, die ebenfalls einen abgewinkelten Querschnitt besitzt und mit dem vorderen Bereich der rückwärtigen Bodenplatte 32 ein im Querschnitt kastenförmiges Gebilde schafft. Der Ölkühler 18 des Endgetriebes 12 befindet sich in dem erhöhten Bereich 33 der rückwärtigen Bodenplatte unterhalb des Rücksitzes 19.

Die Traverse 34 weist eine geneigte untere Wandfläche 35 auf, die in Richtung des oberen Endes des Ölkühlers 18 verläuft. Die untere Wandfläche 35 ist so geneigt, daß ihre Verlängerung mit dem oberen Ende des Ölkühlers 18 zusammentrifft oder an diesem vorbeiläuft.

Bei dieser Anordnung wird der Luftstrom, der durch die Bewegung des Fahrzeugs erzeugt wird, gemäß dem in Fig. 3 gezeigten Pfeil durch die geneigte untere Wandfläche 35 der Traverse 34 abgelenkt und wirksam dem Ölkühler 18 zugeleitet. Auf diese Weise kann die Kühlleistung des Ölkühlers 18 erhöht werden, und es wird die gewünschte Kühlung des Schmieröls mit einem Ölkühler geringer Größe erreicht, der zur Reduzierung des Gewichts des Fahrzeugs beiträgt.

Fig. 4 und 5 zeigen eine andere Ausführungsform der Erfindung. Die Unterseite 40 des Fahrzeugs wird gebildet durch eine vordere Bodenplatte 48, eine rückwärtige Bodenplatte 42 und eine unter dem Rücksitz befindliche Traverse 43, die oberhalb des vorderen Endbereiches der rückwärtigen Bodenplatte 42 liegt. Die vordere Bodenplatte 41 weist eine rückwärtige Verlängerung 44 auf, die sich nach rückwärts und oben von der Verbindungsstelle der vorderen und rückwärtigen Bodenplatte 41, 42 erstreckt. Die Verlängerung 44 dient als Deflektor und ist in Richtung des oberen Endes des Ölkühlers 18 gerichtet, so daß der durch die Fahrzeugbewegung erzeugte Luftstrom dem Ölkühler 18 zugeführt wird und im wesentlichen der selbe Effekt erreicht wird, wie es bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 der Fall ist.

Fig. 6 und 7 zeigen eine Ausführung, bei der ein Ansatz 50 nicht nur zur Unterbringung des Ölkühlers 18 an der rückwärtigen Bodenplatte 52, sondern auch zum wirksamen Einleiten von Luft in den Ölkühler 18 vorgesehen ist. Der Ansatz 50 besteht aus einem Befestigungsteil 51 und einem Luftkanal 53. Der Befestigungsteil 51 weist eine flache Ablenkwand 51a auf, die sich von dem Ölkühler aus nach vorne und unten erstreckt und den entlang dem Fahrzeugboden strömenden Luftstrom in dem Ölkühler 18 einleitet. Der Luftkanal 53 weist eine Bodenwand 53a und zwei Seitenwände 53b auf. Die Bodenwand 53a und die Seitenwände 53b erstrecken sich von dem Ölkühler 18 aus nach vorne und wirken mit dem Befestigungsteil 51 zusammen zur Begrenzung eines Lufteinlasses mit rechteckigem Querschnitt, der sich zum vorderen Ende des Ansatzes 50 hin erweitert. Das Befestigungsteil 51 ist abgewinkelt und weist neben der zuvor erwähnten Ablenkwand 51a eine weitere Ablenkwand 51b auf, die sich nach vorne und oben zum vorderen Rand der Ablenkwand 51a erstreckt. Das Befestigungsteil 51 ist mit Hilfe von Schrauben oder in anderer Weise an seinem vorderen und hinteren Ende an der Bodenplatte 52 befestigt. Die Bodenwand 53a des Luftkanals 53 ist in zunehmendem Maße zum vorderen Ende hin nach unten gekrümmt oder abgeschrägt. Jede Seitenwand 53b weist einen oberen Rand auf, der sich im vorderen Bereich in zunehmendem Maße von dem Befestigungsteil 51 entfernt.

Bei dieser Anordnung kann eine erhöhte Kühlluftmenge in den Ölkühler 18 eingeleitet werden, so daß eine gewünschte Kühlung des Schmieröls mit einem Ölkühler geringer Abmessungen erreicht werden kann, das Fahrzeuggewicht verringert wird und zugleich größere Bewegungsfreiheit bei der Unterbringung des Ölkühlers am Fahrzeug besteht.


Anspruch[de]
  1. 1. Anordnung eines Ölkühlers für ein Endgetriebe an einem Fahrzeug mit einem Fahrzeugboden und einem Rücksitz, dadurch gekennzeichnet, daß der Ölkühler (18) an der Unterseite des Fahrzeugbodens (13) unterhalb des Rücksitzes (19) angebracht ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrzeugboden (13) einen rückwärtigen, erhöhten Bereich (24) aufweist, in dem der Ölkühler (18) angebracht ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ölkühler (18), bezogen auf die Kardanwelle (15), auf der dem Auspuffsystem (20, 25) gegenüberliegenden Seite angebracht ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, bei einem Fahrzeugboden, der eine vordere Bodenplatte (31, 41) und eine rückwärtige Bodenplatte (32, 42), die den erhöhten Bereich (24) bildet, und eine quer zum Fahrzeug verlaufende Traverse (34, 44) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Traverse (34, 44) unter dem vorderen Endbereich der rückwärtigen Bodenplatte (32, 42) liegt und eine geneigte untere Wandfläche (35) aufweist, die in Richtung des oberen Endes des Ölkühlers (18) gerichtet ist.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, bei einem Fahrzeugboden, der eine vordere Bodenplatte (41), eine rückwärtgige Bodenplatte (42), die den erhöhten Bereich bildet, und eine unter dem Sitz in Querrichtung verlaufende Traverse (43) umfaßt, die sich oberhalb des vorderen Endbereichs der rückwärtigen Bodenplatte befindet, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Bodenplatte (41) eine rückwärtige Verlängerung (44) aufweist, die sich von der Verbindungsposition zwischen der vorderen und rückwärtigen Bodenplatte schräg nach rückwärts und aufwärts in Richtung des oberen Endes des Ölkühlers erstreckt.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch einen Ansatz (50) zur Anbringung des Ölkühlers (18) in dem rückwärtigen erhöhten Bereich des Fahrzeugbodens unterhalb des Fahrzeugsitzes, welcher Ansatz ein Befestigungsteil (51) und einen Luftkanal (53) umfaßt, die einen Luftdurchlaß mit kastenförmigem Querschnitt bilden und den Ölkühler (18) aufnehmen, welches Befestigungsteil (51) derart abgewinkelt ist, daß eine erste flache Ablenkwand (51a), die nach vorwärts und abwärts von dem Ölkühler (18) aus gerichtet ist, und eine zweite flache Ablenkwand (51b), die nach vorwärts und aufwärts vom vorderen Ende der ersten Ablenkwand (51a) aus gerichtet ist, gebildet werden, welcher Luftkanal (53) eine Bodenwand (53a) und Seitenwände (53b) umfaßt, wobei die Bodenwand (53a) vom Ölkühler (18) aus in zunehmendem Maße vorwärts und abwärts verläuft und die Seitenwände (53b) obere Ränder im vorderen Bereich aufweisen, die sich von dem Befestigungsteil (51) entfernen und nach vorne und abwärts gerichtet sind.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsteil (51) am vorderen und hinteren Ende am Fahrzeugboden befestigt ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com