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Dokumentenidentifikation DE3527961C2 11.05.1989
Titel Vorrichtung zum Beseitigen und Zerkleinern von Rebenresten, insbesondere von Hopfenrebenresten
Anmelder Soller, Josef, 8069 Geisenfeld, DE;
Soller, Anton, 8301 Wolfertshausen, DE
Erfinder Soller, Josef, 8069 Geisenfeld, DE;
Soller, Anton, 8301 Wolfertshausen, DE
Vertreter Glöser, O., Pat.-Anw., 8076 Baar-Ebenhausen
DE-Anmeldedatum 03.08.1985
DE-Aktenzeichen 3527961
Offenlegungstag 12.02.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.05.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.1989
IPC-Hauptklasse A01G 17/02
Zusammenfassung Bei einer Vorrichtung zum Beseitigen und Zerkleinern von Rebenresten, insbesondere von Hopfenrebenresten, wird angestrebt, die Rebenreste gewissermaßen in einem Zug so zu beseitigen, daß Nacharbeiten von Hand nicht mehr erforderlich sind. Dazu wird vorgeschlagen, daß zunächst die Rebenreste aufnehmende und in der Höhe bandförmig ordnende Mittel vorgesehen werden, daß hinter den ordnenden Mitteln senkrecht stehende, gegenläufig zueinander laufende und ggf. geringfügig schneller als die vorgelagerten Mittel arbeitende Transportwalzen vorgesehen sind, daß am Ende der Vorrichtung eine senkrecht arbeitende Häckseleinrichtung liegt und an der Häckseleinrichtung selbst sich ein unteres Schneidmesser für das Trennen der Rebenreste von den Wurzelstöcken befindet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Beseitigen und Zerkleinern von Rebenresten, insbesondere von wahllos am Boden liegenden und in diesem noch verwurzelten Hopfenrebenresten, die zum Ausrichten, Aufnehmen, Abschneiden und Zerkleinern der Rebenreste hergerichtet und z. B. an einer Zugmaschine angeordnet ist, wobei für die einzelnen Arbeitsgänge Ausrichtzinken, Zinkenräder, Transportmittel und Schneid- sowie Häckseleinrichtungen Verwendung finden.

Um Nährstoffverluste bzw. Pflanzensaftverluste zu vermeiden, werden bei der Ernte die Hopfenreben nicht unmittelbar über dem Boden abgeschnitten, sondern man läßt Stücke in der etwaigen Länge von 1 m bis 1,5 m am Boden liegen, die selbstverständlich noch im Boden verwurzelt verbleiben. Zu irgend einem Zeitpunkt müssen diese Rebenreste aber beseitigt werden, d. h., rechtzeitig vor der nächsten Wuchszeit. Wenn man davon ausgeht, daß in 5-6 Wochen nach der Ernte keine Wachstumsverluste mehr zu befürchten sind, gehören die Rebenreste von den Wurzelstöcken getrennt. Anfänglich wurde dies von der Hand vollzogen, was bei dem heutigen Kräftemangel bzw. wegen der hohen Kosten für Handarbeit nicht mehr tragbar ist. Demzufolge sind bereits Vorrichtungen entwickelt worden, die das Abschneiden maschinell durchführen.

So ist z. B. in der DE-OS 24 05 803 eine Vorrichtung zur Beseitigung von Rebenresten, insbesondere von Hopfenrebenresten beschrieben, die in etwa der eingangs beschriebenen Vorrichtung entspricht und bei der das Wesentliche darin besteht, daß die zunächst ausgerichteten Rebenreste einem Zinkenräderpaar zugeführt werden, deren Achsen parallel zur Zugmaschine verlaufen und sich hinter dem Zinkenräderpaar eine Abschneidvorrichtung befindet, welche die Rebenreste vom Wurzelstock trennt und einem Quertransport übergibt, der die Rebenreste einer waagerecht liegenden Häckseleinrichtung zuführt. Eine solche Vorrichtung ist insofern verbesserungsbedürftig, als alle Einrichtungen zu dicht und zu flach über dem Boden liegen und die Rebenreste nicht richtig aufgenommen werden, so daß der Quertransport die Rebenreste nicht der Häckseleinrichtung zuzuführen vermag, d. h., es verbleiben zu viele ungehäckselte Rebenreste liegen, die anschließend von Hand beseitigt werden müssen, wenn man es nicht vorzieht, nochmals den jeweiligen Bifang mit der Vorrichtung zu befahren, was aber immer noch nicht bedeutet, daß dann wirklich alle Rebenreste beseitigt sind. Eine solche Arbeitsweise wird aber von den Hopfenbauern entschieden abgelehnt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu entwickeln, die mit einem geringen Bauaufwand und mit möglichst wenig Kraftverbrauch alle Rebenreste gewissermaßen in einem Zug restlos beseitigt, so daß sich eine Nacharbeit von Hand erübrigt.

Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung, die durch die Kombination folgender, teilweise für sich allein bekannter Merkmale gekennzeichnet ist:

Alle für die einzelnen Arbeitsgänge erforderlichen Mittel liegen in einer seitlichen zur Achse der Zugmaschine o. dgl. parallel verlaufenden Reihe hintereinander; die zu beiden Seiten der Wurzelstöcke vorgesehenen Ausrichtzinken sind entgegen der Fahrtrichtung ansteigend und ggfs. leicht in das Erdreich eindringend ausgeführt; die zwei gegensinnig angetriebenen Zinkenräder sind von in radialer Richtung mit gebogenen, ggfs. leicht in den Boden eingreifenden und ggfs. mit federnden Zinken besetzten und oben abgedeckelten Scheiben gebildet, die zusammen keilförmig auf den Boden weisen; dicht hinter den die Rebenreste nach oben bandförmig ordnenden Zinkenrädern sind senkrecht stehende, gegenläufig zueinander laufende und ggfs. geringfügig schneller als die vorgelagerten Zinkenräder arbeitende Transportwalzen vorgesehen; am Ende der Vorrichtung ist eine zwar bekannte, jedoch senkrecht arbeitende Häckseleinrichtung vorgesehen und an der Häckseleinrichtung selbst ist unten ein Schneidmesser für das Trennen der Rebenreste von den Wurzelstöcken angeordnet.

Durch die Anordnung der erforderlichen Mittel in einer seitlichen, zur Achse der Zugmaschine o. dgl. parallel verlaufenden Reihe hintereinander kommt der bisher mehr oder weniger wirkungslose und lediglich Unkosten bereitende Quertransport in Wegfall, d. h. es kann in einer Linie gearbeitet werden, wodurch sich höhere Arbeitsgeschwindigkeiten ergeben, ohne daß die zerkleinernde Wirkung der Häckseleinrichtung leidet. Da ferner die zu beiden Seiten der Wurzelstöcke vorgesehenen Ausrichtzinken nicht nur ausrichtende Wirkung haben, sondern auch alle Rebenreste anheben, kommen sie mit Sicherheit in den Arbeitsbereich der Zinkenräder, deren Zinken die Rebenreste gewissermaßen zu einem in der Höhe stehenden Band auffächert und problemlos den Transportwalzen zuführt. Letzteres ist vor allem dann gegeben, wenn die gegenüber den Zinkenrädern geringfügig schneller laufenden Transportwalzen die Rebenreste gewissermaßen aus den Zinkenrädern herausziehen und damit einen die Funktion störenden Stau vermeiden. Infolge der senkrechten Anordnung der senkrecht arbeitenden Häckseleinrichtung kann es auch keine Schwierigkeiten geben, wenn die aufrecht geordneten Reben in die Häckseleinrichtung eingeschoben werden. Ebenso günstig ist es, daß die Häckseleinrichtung selbst mit einem Schneidmesser ausgestattet ist, das die Rebenreste dicht über dem Bifang von den Wurzelstöcken trennt. Es ist demnach festzustellen, daß mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht nur ein sauberer Schnitt knapp über dem Bifang erfolgt, sondern auch der "letzte Rest" der Rebenreste beseitigt wird. Dies ist in der Hauptsache darauf zurückzuführen, daß das Ausrichten, Aufnehmen und Zerkleinern gewissermaßen geradlinig in einem Zug erfolgt und daher Störungen nicht zu befürchten sind. Da sich der Bauaufwand gegenüber der bekannten Bauart nicht wesentlich verändert, ist auch die Forderung nach Wirtschaftlichkeit erfüllt.

Wichtig ist es auch, die einmal angehobenen Rebenreste auch in angehobenem Zustand mit Sicherheit an die Häckseleinrichtung weiterzugeben, wozu nach der Erfindung vorgeschlagen wird, daß die senkrechten, einen kleinen Abstand voneinander aufweisenden Transportwalzen, welche die von den Zinkenrädern hochgehobenen Rebenreste übernehmen, mit auf den Umfang verteilten, gegeneinander versetzten und bevorzugt achsparallelen, ggfs. aus verschiedenen Materialien bestehenden Stegen, Rippen o. dgl. besetzt sind.

Um die Vorrichtung den jeweiligen Verhältnissen gut anpassen zu können, ist eine weitere Besonderheit der Erfindung darin zu sehen, daß die Vorrichtung, von oben betrachtet, parallelogrammartig am Schlepper angelenkt ist, wobei Abstandsänderungen zur Schlepperachse möglich sind, indem z. B. mit Abscherbolzen ausgestattete oder mit Federn festgehaltene Stützstangen längenveränderlich an den Schlepper ansetzbar oder längenveränderbar ausgeführt sind bzw. die Lenker der Parallelogrammführung mit einem Hydraulikzylinder gesteuert werden können. Selbstverständlich könnte man den Abstand der Vorrichtung von der Schlepperachse z. B. mit einfachen Spindeln vollziehen, was jedoch eine reine Konstruktionsfrage darstellt.

Für den Antrieb der umlaufenden Teile der Vorrichtung ist vorgesehen, daß der Antrieb der umlaufenden Teile, insbesondere der Zinkenräder der Vorrichtung einzeln, z. B. durch Ölmotore, oder mit einer endlosen, über eine Vielzahl von auswechselbaren Antriebszahnrädern laufenden Spannkette erfolgt, wobei die Drehzahlen änderbar sind. Ob man die eine oder andere Antriebsart wählt, ist eine reine Konstruktionssache. Außerdem wird es darauf ankommen, wie die Rebenreste geartet sind. Bei manchen Wachstumsarten wird es erforderlich sein, z. B. die beiden gegenläufig umlaufenden Zinkenräder langsamer als die Transportwalzen laufen zu lassen, damit ein kräftiger Zug auf die Rebenreste ausgeübt wird. Andererseits könnte die Forderung bestehen, daß die Rebenreste nicht besonders gebündelt, sondern etwas auseinandergefächert der Schneidvorrichtung zugeführt werden. All dies kann man durch Geschwindigkeitesänderungen und durch Änderungen der Lage der laufenden Achsen beeinflussen.

In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht; es zeigt

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Seitenansicht, die seitlich an einen Schlepper angebaut ist;

Fig. 2 die gleiche Vorrichtung in Oberansicht, wobei bei beiden Figuren vom Schlepper nur soviel dargestellt ist, wie für das Verständnis der Erfindung erforderlich erscheint;

Fig. 3 den vorderen Teil der Vorrichtung von oben gesehen und gegenüber den vorausgegangenen Figuren vergrößert, und

Fig. 4 den rückwärtigen Teil der Vorrichtung, entgegen der Fahrtrichtung betrachtet und ebenfalls vergrößert.

Wie sich aus den Fig. 1 und 2 ergibt, ist an einen Schlepper 1 seitlich die erfindungsgemäße Vorrichtung 2 angebaut. Die Vorrichtung 2 weist ein Rahmengestell 3 auf, das über Parallelogrammlenker 4, 5 am Schlepper angreift und mit einem Hydraulikzylinder 6 im Abstand vom Schlepper 1 verändert werden kann, wie dies der Doppelpfeil 7 andeutet. Der auf die Lenker 4, 5 wirkende Hydraulikzylinder 6 dient auch dazu, um die Vorrichtung 2 an den Schlepper 1 heranzurücken, wenn eine Säule umfahren werden muß.

Am vorderen Ende des Rahmengestelles 3 sind zwei Ausrichtzinken 8, 9 vorgesehen, die von der Seite gesehen (vgl. Fig. 1) eine nicht zwingende umgekehrte S-Form haben und federnd ausgeführt sind, damit sie bei einem größeren Widerstand am bzw. im Boden 10 ausfedern können, ohne zu brechen. Außerdem werden durch die federnden Eigenschaften gegebenenfalls auftretende Bodenunebenheiten ausgeglichen. Zweckmäßigerweise sind die Ausrichtzinken 8, 9 so gestaltet, daß sie leicht in den Boden 10 eingreifen. Außerdem erkennt man, daß sie hinter der Spitze leicht ansteigen und so die wahllos und unregelmäßig herumliegenden Rebenreste 11 nicht nur richtungsmäßig ordnen, sondern auch schon leicht anheben, also auflockern.

Entgegen der Fahrtrichtung F betrachtet, folgen auf die Ausrichtzinken Zinkenräder 12, 13, die im wesentlichen aus Scheiben 14, 15 bestehen und mit festen oder federnden Zinken 16, 17 ausgestattet sind, worauf bei der Beschreibung der Fig. 4 noch näher eingegangen wird.

Hinter den Zinkenrädern 12 13 sind zwei senkrecht stehende Walzen 18, 19 vorgesehen, die mit Rippen aus beliebigen Material besetzt sind. Mit 20, 21 sind eine Spannrolle und ein Ölmotor bezeichnet. Auf die senkrechten Walzen 18, 19 folgt entgegen der Fahrtrichtung F eine Häckseleinrichtung 22 bekannter Bauart (ggfs. angetrieben von 21). Abweichend von dem Bekannten ist ein Rundmesser 23, das die in den Messerbereich kommenden Rebenreste 11 unmittelbar über der Bifangoberfläche 24 von den Wurzelstöcken trennt. Die Rebenreste 11 werden dabei von den Walzen 18, 19 in die Häckseleinrichtung 22 geschoben und zerkleinert. Die gehäckselten Rebenreste 11 werden von der Häckseleinrichtung 22 seitlich ausgeworfen und fallen auf den Boden 10.

Die vergrößerte Fig. 3 läßt erkennen, daß durch die Ausrichtzinken 8, 9 die wahllos und unregelmäßig am Boden 10 und am Bifang 24 liegenden Rebenreste 11 in etwa in die Fahrtrichtung F gebracht werden. Auf jeden Fall sorgen die Ausrichtzinken 8, 9 dafür, daß die Rebenreste, die noch im Boden verwurzelt sind, so liegen, daß sie mit Sicherheit von den Zinkenrädern 12, 13 erfaßt werden, die sich besonders gut aus Fig. 4 ergeben.

Die Zinkenräder 12, 13 sitzen auf Achsen 25, 26, die nach vorn und zueinander geneigt sind und auch in verschiedene, den jeweiligen Verhältnissen entsprechende Lagen gebracht werden können. Auf die Achsen 25, 26 wirken Ölmotoren 27, 28 ein, welche die Zinkenräder 12, 13 gegensinnig antreiben, und zwar so, daß die gebogenen federnden oder festen Zinken 16, 17 die Rebenreste 11 zueinander und anhebend in Richtung der senkrechten Walzen 18, 19 leiten. Zu den Zinkenrädern 12, 13 ist noch zu bemerken, daß sie oben mit Deckeln versehen sind und die Zinken 16, 17 dicht unter den stehenden Deckeln 29, 30 laufen, jedoch so, daß sie zu den Rebenresten 11 hin über die Ränder der Deckel 29, 30 vorstehen, während sie beim Laufen nach außen unter die Deckel 29, 30 gelangen und so gegebenenfalls anhaftende Reben abstreifen.

Die senkrechten, zwischen sich einen Spalt 31 frei lassenden Walzen 18, 19 sind mit Rippen, Rillen, Stegen 32, 33 o. dgl. besetzt, die aus verschiedenen Materialien, gegebenenfalls aus einem elastischen Material bestehen können und die Rebenreste 11 mit Sicherheit erfassen. In Fig. 4 sieht man deutlich, daß die Masse der Rebenreste 11 gewissermaßen als hochgestelltes Band der Häckseleinrichtung 22 zugeführt wird. Für den Antrieb der Walzen 18, 19 und der Häckseleinrichtung 22 ist gemäß den Fig. 1, 2 und 4 eine Kette 34 vorgesehen, die auch vom Fahrmotor angetrieben sein kann.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 2 arbeitet wie folgt:

Beim Fahren der seitlich am Schlepper 1 angeordneten Vorrichtung 2, die sich in Arbeitsstellung über dem Bifang (vgl. 24) befindet, fassen die ggfs. leicht in den Boden eindringenden Ausrichtzinken 8, 9 unter die wahllos und unregelmäßig auf dem Boden 10 (vgl. auch 24) liegenden Rebenreste 11 und bringen sie in die Lage, die sich aus Fig. 3 ergibt. Durch die anhebende Wirkung der Ausrichtzinken 8, 9 liegen die Rebenreste 11 gewissermaßen aufgelockert und gerichtet auf der Bifangoberfläche 24, so daß die ebenfalls leicht in den Boden 10 eingreifenden Zinken 16, 17 der Zinkenräder 12, 13 alle Rebenreste 11 zu erfassen vermögen, wobei durch die Neigung der Achsen 25, 26 und der Drehrichtung der Zinkenräder 12, 13 entgegen der Fahrtrichtung (vgl. die eingezeichneten Bogenpfeile in den Fig. 2 und 4) gewissermaßen ein kräftiger Anhub erfolgt und auch die Rebenreste 11 gewissermaßen zu einem in der Höhe stehenden Band aufgefächert werden. Dabei ist die Drehgeschwindigkeit der Zinkenräder 12, 13 so auf die Fahrgeschwindigkeit abgestimmt, daß praktisch durch die Zinkenräder 12, 13 kein Transport, sondern nur ein Anheben der noch zum Teil auf dem Boden 10 liegenden Rebenreste 11 erfolgt. Anders ausgedrückt bedeutet dies, daß die Fahrgeschwindigkeit des Schleppers 1 oder einer Selbstfahrvorrichtung 2 so abgestimmt ist, daß kein Transport der Rebenreste 11, sondern im wesentlichen ein Hochheben erfolgt. Man könnte aber auch sagen, daß die Umlaufgeschwindigkeit der Zinkenräder 12, 13 auf die Fahrgeschwindigkeit des Schleppers 1 abgestimmt ist.

Die angehobenen Reben 11 gelangen durch die Fahrgeschwindigkeit in den Bereich der Walzen 18, 19, deren Drehrichtung und Drehgeschwindigkeit ggfs. identisch mit den Zinkenräder 12, 13 ist. Die Reben 11 werden von den Walzen 18, 19 in der Höhe gehaten. Durch die senkrechte Anordnung und die nach unten offene Bauweise der Walzen 18, 19 können die Rebenreste 11, ohne vom Wurzelstock getrennt zu werden, die Walzen 18, 19 passieren. Durch die Vorwärtsbewegung der Vorrichtung 2 gelangen die Rebenreste 11 in den Bereich des Rundmessers 23, wo sie unmittelbar über dem Boden 10 bzw. über dem Bifang 24 vom Wurzelende, also vom Wurzelstock abgetrennt werden. Die Reben 11 werden nach dem Abtrennen von den Walzen 18, 19 bandförmig und kontinuierlich in die Häckseleinrichtung 22 eingeführt.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Beseitigen und Zerkleinern von Rebenresten, insbesondere von wahllos am Boden liegenden und in diesem noch verwurzelten Hopfenrebenresten, die zum Ausrichten, Aufnehmen, Abschneiden und Zerkleinern der Rebenreste hergerichtet und z. B. an einer Zugmaschine angeordnet ist, wobei für die einzelnen Arbeitsgänge Ausrichtzinken, Zinkenräder, Transportmittel und Schneid- sowie Häckseleinrichtungen Verwendung finden, gekennzeichnet durch die Kombination folgender, teilweise für sich allein bekannter Merkmale:
    1. a) alle für die einzelnen Arbeitsgänge erforderlichen Mittel (vgl. 8, 9 und 12 bis 23) liegen in einer seitlichen zur Achse der Zugmaschine (1) o. dgl. parallel verlaufenden Reihe hintereinander;
    2. b) die zu beiden Seiten der Wurzelstöcke (vgl. 11) vorgesehenen Ausrichtzinken (8, 9) sind entgegen der Fahrtrichtung (vgl. F) ansteigend und ggfs. leicht in das Erdreich (10) eindringend ausgeführt;
    3. c) die zwei gegensinnig angetriebenen Zinkenräder (12, 13) sind von in radialer Richtung mit gebogenen, ggfs. leicht in den Boden (10, vgl. auch 24) eingreifenden und ggfs. mit federnden Zinken (16, 17) besetzten und oben abgedeckelten (vgl. 29, 30) Scheiben (14, 15) gebildet, die zusammen keilförmig auf den Boden (10) weisen;
    4. d) dicht hinter den die Rebenreste (11) nach oben bandförmig ordnenden Zinkenrädern (12, 13) sind senkrecht stehende, gegenläufig zueinander laufende und ggfs. geringfügig schneller als die vorgelagerten Zinkenräder (12, 13) arbeitende Transportwalzen (18, 19) vorgesehen;
    5. e) am Ende der Vorrichtung (2) ist eine zwar bekannte, jedoch senkrecht arbeitende Häckseleinrichtung (22) vorgesehen und
    6. f) an der Häckseleinrichtung (22) selbst ist unten ein Schneidmesser (23) für das Trennen der Rebenreste (11) von den Wurzelstöcken angeordnet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechten, einen kleinen Abstand voneinander aufweisenden Transportwalzen (18, 19), welche die von den Zinkenrädern (12, 13) hochgehobenen Rebenreste (11) übernehmen, mit auf den Umfang verteilten, gegeneinander versetzten und bevorzugt achsparallelen, ggfs. aus verschiedenen Materialien bestehenden Stegen, Rippen (32, 33) o. dgl. besetzt sind.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (2) von oben betrachtet parallelogrammartig (vgl. 4, 5) am Schalter (1) angelenkt ist, wobei Abstandsänderungen zur Schlepperachse möglich sind, indem z. B. mit Abscherbolzen ausgestattete oder mit Federn festgehaltene Stützstangen längenveränderlich an den Schlepper (1) ansetzbar oder längenveränderbar ausgeführt sind bzw. die Lenker (4, 5) der Parallelogrammführung mit einem Hydraulikzylinder (6) gesteuert werden können.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der umlaufenden Teile, insbesondere der Zinkenräder (12, 13) der Vorrichtung (2) einzeln, z. B. durch Ölmotoren (27, 28) oder mit einer endlosen, über eine Vielzahl von auswechselbaren Antriebszahnrädern (vgl. 21) laufenden Spannkette (34 vgl. auch 20) erfolgt, wobei die Drehzahlen änderbar sind.






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