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Dokumentenidentifikation DE3738375A1 24.05.1989
Titel Vorrichtung zum Einsetzen von mit Stahlkugeln bestückten Testküvetten in eine Meßvorrichtung eines Analysegerätes
Anmelder Heinrich Amelung GmbH, 4920 Lemgo, DE
Erfinder Amelung, Rolf, Dipl.-Ing.;
Brakemeier, Ernst-Aug.;
Becker, Helmut, 4920 Lemgo, DE
Vertreter Stracke, A., Dipl.-Ing.; Loesenbeck, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4800 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 12.11.1987
DE-Aktenzeichen 3738375
Offenlegungstag 24.05.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.1989
IPC-Hauptklasse G01N 21/01
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einsetzen von mit Stahlkugeln bestückten Testküvetten in eine Meßvorrichtung eines Analysegerätes. Um das Einsetzen von mit Stahlkugeln bestückten Testküvetten in eine Meßvorrichtung eines Analysegerätes zu vereinfachen, ist ein Halte- und Verschlußstreifen (10) vorgesehen, an dem eine Vielzahl von Testküvetten (11) befestigt ist, wobei die Testküvetten (11) schon mit Stahlkugeln (12) bestückt sind. Der Halte- und Verschlußstreifen (10) ist lösbar mit den Testküvetten (11) verbunden und deckt die Beschickungsöffnungen der Testküvetten (11) vollständig ab, so daß die Stahlkugeln (12) vor Entfernen des Halte- und Verschlußstreifens (10) nicht verloren gehen können. Die am Halte- und Verschlußstreifen (10) befestigten Testküvetten können in ihrer Gesamtheit in einem Arbeitsgang in eine Meßvorrichtung eines Analysegerätes eingesetzt werden. Danach wird der Halte- und Verschlußstreifen (10) entfernt und die Testküvetten (11) können dann in herkömmlicher Weise befüllt werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einsetzen von mit Stahlkugeln bestückten Testküvetten in eine Meßvorrichtung eines Analysegerätes.

Testküvetten, die mit Stahlkugeln bestückt und in eine Meßvorrichtung eines Analysegerätes, beispielsweise eines Mehrkanal-Kugel-Coagulometers, eingesetzt werden müssen, werden bislang einzeln und von Hand in die besagte Meßvorrichtung eingesetzt, anschließend mit einer Stahlkugel bestückt und anschließend beispielsweise mit Blut-Plasma gefüllt.

Das Einsetzen der einzelnen Testküvetten in die Meßvorrichtung und das Bestücken der einzelnen Testküvetten mit je einer Stahlkugel bringt einen erheblichen Zeitaufwand mit sich und ist demzufolge vergleichsweise teuer.

Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Einsetzen von mit Stahlkugeln bestückten Testküvetten in eine Meßvorrichtung eines Analysegerätes zu schaffen, mittels derer ein rationelles und schnell durchführbares Einsetzen einer Vielzahl von Testküvetten in eine Meßeinrichtung eines Analysegerätes ermöglicht wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Halte- und Verschlußstreifen, der lösbar mit einer oder mehreren Testküvetten verbunden ist und die Beschickungsöffnung der Testküvette bzw. die Beschickungsöffnungen der Testküvetten vollständig abdeckt.

Mit der vorliegenden Erfindung wird das Einsetzen von mit Stahlkugeln bestückten Testküvetten in eine Meßvorrichtung eines Analysegerätes erheblich vereinfacht und in zeitlicher Hinsicht beträchtlich abgekürzt, da nicht nur jede Testküvette schon mit einer Stahlkugel bestückt ist, sondern darüberhinaus auch die Zusammenfassung mehrerer Testküvetten mit einem Halte- und Verschlußstreifen die Möglichkeit eröffnet, pro Arbeitsgang eine Vielzahl von Testküvetten gleichzeitig in die Meßvorrichtung einsetzen zu können. Anschließend ist es nur noch erforderlich, den Halte- und Verschlußstreifen vollständig zu entfernen.

Die Vorbereitungszeit für entsprechende Analysen wird hierdurch ganz beträchtlich verkürzt.

Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.

In der beigefügten Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, welches im folgenden näher beschrieben wird. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Halte- und Verschlußstreifens mit einer Vielzahl von daran befestigten Testküvetten

Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles in Fig. 1

Fig. 3 eine Teildraufsicht auf den Halte- und Verschlußstreifen gemäß Fig. 1

Fig. 4 einen Teilschnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3

In den Fig. 1 bis 4 ist mit dem Bezugszeichen 10 ein Halte- und Verschlußstreifen bezeichnet, der vorteilhafterweise aus Papier, Karton, Kunststoff oder einem ähnlichen, flexiblen Material hergestellt ist.

Dieser Halte- und Verschlußstreifen 10 dient einerseits als Träger für eine Vielzahl von Testküvetten 11, andererseits aber auch als Verschluß für die Beschickungsöffnungen dieser Testküvetten 11.

Wie in den Fig. angedeutet ist, sind die Testküvetten 11 mit einer Stahlkugel 12 bestückt, die durch die Verwendung des Halte- und Verschlußstreifens 10 nicht aus den Testküvetten 11 herausfallen kann.

Der Halte- und Verschlußstreifen 10 ist so gestaltet, daß er bei Bedarf relativ leicht von den Testküvetten 11 abgenommen werden kann, d.h., der Halte- und Verschlußstreifen 10 ist letztendlich lösbar mit den Testküvetten 11 verbunden.

Eine besonders sinnvolle Verbindungsart ergibt sich besonders anschaulich aus den Darstellungen in den Fig. 3 und 4.

Wie diese beiden Fig. deutlich zeigen, sind die Testküvetten, die im wesentlichen eine zylindrische Grundform aufweisen, im Bereich ihrer Beschickungsöffnung 13 mit einem einstückig angeformten, umlaufenden Flansch 14 versehen.

Der Halte- und Verschlußstreifen 10 ist jeweils in dem Bereich, in dem eine Testküvette 11 aufgenommen werden soll, mit zwei Durchbrechungen 15 versehen, die etwa L-förmig gestaltet sind.

Die jeweils längeren Schenkel 16 dieser Durchbrechungen 15 verlaufen parallel zueinander und weisen einen Abstand zueinander auf, der mindestens dem Durchmesser einer Testküvette 11 entspricht.

Die jeweils kürzeren Schenkel 17 der Durchbrechungen 15 sind, was Fig. 3 besonders deutlich zeigt, einander abgewandt.

Die Länge dieser kürzeren Schenkel 17 entspricht etwa der Breite des schon erwähnten Flansches 14 einer Testküvette 11.

Durch diese Durchbrechungen 15 besteht die Möglichkeit, eine Testküvette 11 mit ihrem umlaufenden Flansch 14 unter Verformung des Materials des Halte- und Verschlußstreifens 10 an diesen gewissermaßen anzuklemmen.

Um eine ungewollte Verschiebung einer befestigten Testküvette oder ein unbeabsichtigtes Lösen einer Testküvette vom Halte- und Verschlußstreifen 10 zu verhindern, ist der Halte- und Verschlußstreifen 10 jeweils zwischen zwei einander zugeordneten Durchbrechungen 15 im Bereich der jeweils kürzeren Schenkel 17 mit einer Ausprägung 18 versehen, die sich zur Befestigungsseite der jeweiligen Testküvette 11 hin erstreckt. Diese Ausprägung 18 sichert weitestgehend die Lage einer in die Durchbrechungen 15 eingeschobenen Testküvette.

Die gesamte Einheit - bestehend aus Halte- und Verschlußstreifen 10 und den daran befestigten Testküvetten 11 mit eingefüllten Stahlkugeln 12 - kann leicht und praktisch gehandhabt werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Stahlkugeln 12 verloren gehen. Es besteht auch die Möglichkeit, die am Halte- und Verschlußstreifen 10 befestigten Testküvetten 11 in ihrer Gesamtheit in einem Arbeitsgang in eine Meßvorrichtung eines Analysegerätes einsetzen zu können. Nach diesem Einsetzen wird wiederum in einem Arbeitsgang der komplette Halte- und Verschlußstreifen 10 entfernt, so daß die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten für die Durchführung einer Analyse erheblich vereinfacht und zeitlich verkürzt werden.

Selbstverständlich können auch andere Einheiten als dargestellt zum Einsatz gelangen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind an dem Halte- und Verschlußstreifen 10 insgesamt zehn Testküvetten 11 befestigt. Hier sind auch andere Zahleneinheiten denkbar, und zwar sowohl hinsichtlich einer Vergrößerung wie auch einer Verkleinerung der Anzahl der an einem Halte- und Verschlußstreifen 10 angeschlossenen Testküvetten 11.

Selbstverständlich können auch andere Verbindungsmethoden zwischen Halte- und Verschlußstreifen 10 und Testküvetten 11 zum Einsatz gelangen, entscheidens ist lediglich, daß einerseits die Beschickungsöffnungen 13 des Testküvetten 11 vom Halte- und Verschlußstreifen 10 vollständig abgedeckt werden und andererseits die Möglichkeit besteht, daß der Halte- und Verschlußstreifen 10 bei Bedarf vergleichsweise leicht von den Testküvetten 11 abgenommen werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Einsetzen von mit Stahlkugeln bestückten Testküvetten in eine Meßvorrichtung eines Analysegerätes, gekennzeichnet durch einen Halte- und Verschlußstreifen (10), der lösbar mit einer oder mehreren Testküvetten (11) verbunden ist und die Beschickungsöffnung (13) der Testküvette (11) bzw. die Beschickungsöffnungen (13) der Testküvetten (11) vollständig abdeckt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Halte- und Verschlußstreifen (10) aus Papier, Karton, Kunststoff oder einem ähnlichen, flexiblen Material hergestellt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halte- und Verschlußstreifen (10) im Bereich jeder aufzunehmenden Testküvette (11) mit zwei in etwa L-förmigen Durchbrechungen (15) versehen ist, wobei die jeweils längeren Schenkel (16) dieser Durchbrechungen (15) parallel zueinander verlaufen und einen mindestens dem Durchmesser einer Testküvette (11) entsprechenden Abstand zueinander aufweisen und die jeweils kürzeren Schenkel (17) dieser Durchbrechungen (15) einander abgewandt sind und eine Länge aufweisen, die etwa der Breite eines im Bereich der Beschickungsöffnung (13) einer Testküvette angeformten, umlaufenden Flansches (14) entspricht.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei einander zugeordneten Durchbrechungen (15) im Bereich der jeweils kürzeren Schenkel (17) eine zur Befestigungsseite der Testküvetten (11) hin verlaufende Ausprägung (18) vorgesehen ist.






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