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Dokumentenidentifikation DE3025235C2 29.06.1989
Titel Verfahrbares Ausbaugespann
Anmelder Charbonnages de France, Paris, FR
Vertreter Deufel, P., Dipl.-Chem.Dipl.-Wirtsch.-Ing.Dr.rer.nat; Schön, A., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Hertel, W., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 03.07.1980
DE-Aktenzeichen 3025235
Offenlegungstag 15.01.1981
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.06.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.1989
IPC-Hauptklasse E21D 19/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein verfahrbares Ausbaugespann mit zwei Paaren von im Abstand nebeneinander angeordneten Kettenfahrgestellen, die durch hydraulische Stempel gegen Firste und Sohle verspannbar sind.

Es sind bereits verschiedene Arten von verfahrbaren Ausbaueinheiten bekannt, die gegen das Hangende und Liegende verspannte Kettenfahrwerke aufweisen. Derartige Ausbaueinheiten werden durch eigene Antriebe vorwärts bewegt, und sind beispielsweise in der FR-PS 23 39 057 oder der FR-PS 23 56 809 beschrieben.

Diese Aubaueinheiten müssen relativ dicht nebeneinander eingebaut werden, um den Gebirgsdruck aufnehmen zu können, dem sie ausgesetzt sind. Dadurch wird der Transport von Material und der Durchgang für Maschinen erschwert.

Aus der DE-AS 12 57 721 ist ein unter Last rückbarer hydraulischer Stempelausbau bekannt, bei welchem seitliche Stempel an der Sohle über ein Fußstück miteinander verbunden sind. Damit erfolgt eine Beeinträchtigung des Transportes von Material und Maschinen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neues Ausbaugespann zu schaffen, das insbesondere auch im Streckenvortrieb verwendet werden kann, wobei dieses Gespann dadurch den Durchgang von Maschinen erleichtert, daß eine große Bodenfläche zur Verfügung gestellt wird. Dieses Ziel wird erreicht, wobei eine gute Abstützung der Firste, Personal und Material gegen Steinfall sichert. Dieses Ziel kann jedoch nicht mit einer Kappe erreicht werden, welche starr an der Firste anliegt, denn durch die Ungleichheiten der Firste wird hierbei eine schlechte Verteilung der Belastung erzielt. Es muß also eine Abstützung geschaffen werden, die sowohl einen großen Durchgang ermöglicht als auch eine gute Flexibilität, um Ungleichheiten in der Firste aufnehmen zu können.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß jedem Paar der Fahrgestelle (1/3 bzw. 2/4) mindestens zwei hintereinander angeordnete, beweglich angelenkte Stempel (43) zugeordnet sind, die beiden Kettenfahrgestellpaare durch einen oberen, mittels je eines weiteren Stempels vertikal verschiebbaren Querträger (20) derart miteinander verbunden sind, daß zwischen ihnen ein ausreichender Durchgang für den Materialtransport und die Maschinendurchfahrt verbleibt, während die Sohle frei bleibt, und der obere Querträger (20) im mittleren Bereich mindestens eine als Kettenfahrgestell ausgebildete Kappe (5) trägt.

Man erhält auf diese Weise zwei Kappen oder sogar mehr, falls dies gewünscht ist, die dauernd gegen die Firste gedrückt werden, wobei jedoch jede Kappe eine Neigung aufweist, die durch die Neigung der Firste bestimmt wird. Gleichzeitig erhält man zwischen den beiden im seitlichen Abstand voneinander angeordneten Kettenfahrgestellpaaren die gewünschte große Durchgangsöffnung.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind Einrichtungen vorgesehen, um gegenseitige Längsbelastungen zwischen der mittleren Kappe und jedem der seitlichen oberen Fahrgestelle zu übertragen.

In vorteilhafter Weise sind die Einrichtungen zur Übertragung von gegenseitigen Kräften schwenkbare Arme, die um eine Längsachse schwenkbar sind, die von dem Querträger und dem seitlichen oberen Fahrgestell getragen wird.

Auf diese Weise erhält man eine ausgezeichnete Anpassungsfähigkeit, um Ungleichheiten in der Firste aufnehmen zu können, wobei man eine sehr gute Verteilung der Last erhält und einen sehr guten Antrieb, wobei auch die mittlere Kappe mitgenommen wird.

Man erzielt ferner eine Verbesserung des Antriebes, wenn man die mittlere Kappe mit Druck beaufschlagt. Deshalb ist jedes untere Fahrgestell und das entsprechende Ende des oberen Querträgers über eine in Wanderrichtung sich schräg nach vorn erstreckende Stange verbunden, und diese Stange dient zur Übertragung der Hebelkraft des hydraulischen Stempels zum Heben und Senken des oberen Querträgers.

In vorteilhafter Weise kann das Ausbaugespann einen eigenen Antrieb für jedes Laufkettenfahrgestell aufweisen, wie es an sich bekannt ist.

Gemäß einem Merkmal der Erfindung erstreckt sich die mittlere Kappe weiter nach vorn als die beiden seitlichen oberen Fahrgestelle und wenigstens vor die Rahmen der unteren Fahrgestelle. Auf diese Weise erhält man eine Schutzzone vor dem Ausbaugespann.

Um die Anpassungsfähigkeit der oberen seitlichen Fahrgestelle einzustellen, und um diese Fahrgestelle an Ungleichheiten in der Firste anzupassen, ist es vorteilhaft, daß wenigstens eines der oberen Kettenfahrgestelle vorn einen Abschnitt aufweist, der um eine horizontale Achse, die quer verläuft, verschwenkbar ist, wobei Einstellmittel vorgesehen sind, um die Neigung dieses verschwenkbaren Teiles einzustellen.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung erfolgt die Verbindung zwischen den Stempeln und den Fahrgestellen und zwischen den Stangen und den Fahrgestellen durch Zwischenschaltung von Bügeln, wie es an sich bekannt ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine schematische Vorderansicht eines verfahrbaren Ausbaugespanns, wobei die Hubvorrichtung für den Querträger zur besseren Darstellung fortgelassen ist,

Fig. 2 eine Seitenansicht des in Fig. 1 dargestellten Ausbaugespanns, und

Fig. 3 eine schematische perspektivische Ansicht des oberen Querträgers des Ausbaugespanns mit den verschwenkbaren Armen und einem Teil der oberen Fahrgestelle, wobei die Steuerkolben und die Laufketten fortgelassen sind.

Das verfahrbare Ausbaugespann weist zwei untere Fahrgestelle 1 und 2, zwei obere Fahrgestelle 3 und 4 und eine Kappe 5 auf, die parallel zueinander verlaufen.

Die beiden unteren Fahrgestelle 1 und 2 weisen jeweils einen Rahmen 6 mit Laufkette 7 auf, dessen Teil 8, der von der Laufkette 7 umgeben wird, Querträger 9 hat, an denen seitlich äußere Flansche 10 und innere Flansche 11 befestigt sind. Diese Flansche 10 und 11 sind oberhalb des Obertrums 12 der Laufkette 7 durch zwei Querträger 13 verbunden. Die Baugruppe, die durch die beiden seitlichen Flansche 10 und 11 und die Querträger 13 gebildet wird, ist ein bügelförmiges Bauteil 14.

Das verfahrbare Ausbaugespann weist zwei obere seitliche Fahrgestelle 3 und 4 und eine zentrale Kappe 5 auf. Das obere Fahrgestell 3 bildet mit dem unteren Fahrgestell 1, über dem es senkrecht angeordnet ist, ein Paar gelenkig miteinander verbundene Kettenfahrgestelle, die ein erstes Stützelement bilden. Parallel dazu bilden das obere Fahrgestell 4 und das untere Fahrgestell 2 ein Kettenfahrgestellpaar, welches als zweites Stützelement dient.

Die mittlere Kappe 5 wird getragen von einem starren Querträger 20, der einen kreuzförmig sich nach vorn und hinten erstreckenden Holm 21 aufweist. Dieser Holm 21 bildet zusammen mit dem Querträger 20 das Chassis 22 der Kappe 5, und es handelt sich hierbei um eine als Kettenfahrgestell ausgebildete Kappe mit Laufkette 7. Jedes seitliche Ende 23 des Querträgers 20 ist nach unten abgekröpft und weist zwei fluchtende Lageransätze 24 auf, in denen das obere Ende 25 einer Stange 26 schwenkbar gelagert ist, deren unteres Ende 27 in zwei fluchtenden Lageransätzen 28 schwenkbar gelagert ist, die am oberen hinteren Ende eines jeden Flansches 10 und 11 vorgesehen sind und deren Achse parallel zu den Achsen der Lager 24 verläuft.

Die Stangen 26 weisen etwa im oberen Viertelpunkt eine Anlenkachse 29 auf, die zu den vorhergehend genannten Achsen parallel verläuft, wobei diese Anlenkachse für das obere Ende eines hydraulischen Stempels 30 bestimmt ist. Das untere Ende dieses Stempels 30 ist schwenkbar an einer Achse 31 gelagert, die über dem Obertrum 12 der Laufkette 7 die beiden Flansche 10 und 11 parallel zum Querträger 13 verbindet. Die Stangen 26 sind im allgemeinen eben, weisen jedoch eine Durchgangsöffnung 32 für Stempel auf. Die Stempel 30 können durch Druckbeaufschlagung und Ausfahren den starren Querträger 20, der die Kappe 5 trägt, unter Druck setzen, wobei sich der Querträger schräg nach vorn anhebt, und es erfolgt ein gutes Andrücken gegen die Firste wenn die Fahrgestelle das Ausbaugespann vorwärts bewegen.

Die oberen Fahrgestelle 3 und 4 weisen jeweils ein Chassis 41 auf, das von Bügeln 42 getragen wird, wobei jeder Bügel gelenkig durch einen senkrechten hydraulischen Stempel 43 abgestützt wird, dessen Fuß verschwenkbar auf einem der Querträger 13 gelagert ist, der in entsprechender Weise ausgebildet ist. Die Durchgangsöffnung 32 in den Stangen 25 ermöglichen in jeder Stellung den Durchtritt der hinteren Stempel 43.

Die Halterungsbügel 42 der Chassis 41 der oberen Fahrgestelle 3 und 4 werden jeweils von einem Arm 44 getragen, der sich im wesentlichen horizontal und parallel in der allgemeinen Richtung des Querträgers 20 erstreckt. Diese Arme 44 sind durch Schwenkzapfen 45, die parallel zum Holm 21 verlaufen, mit dem Holm 21 verbunden, der ein Ganzes mit dem Querträger 20 bildet. Die Arme 44 sind in Längsrichtung auf den Gelenkzapfen 45 derart festgelegt, daß eine gegenseitige Übertragung von Längsdruckkräften zwischen der mittleren Kappe 5 und den oberen seitlichen Fahrgestellen 3 und 4 erhalten wird.

Jedes Kettenfahrgestellpaar weist einen eigenen Antrieb zum Verfahren der Fahrgestelle 1 und 2 auf, und dieser Antrieb kann beispielsweise so ausgebildet sein, wie es in der FR-PS 23 39 057 beschrieben wird, wobei ein Organ 16 vorgesehen ist, welches direkt in die Kettenglieder 15 der Laufkette 7 einklinkbar ist. Dieses einklinkbare Organ 16 kann durch einen hydraulischen Stempel 17 hin- und herbewegt werden, der im Chassis 6 des Fahrgestells 1 oder 2 angeordnet ist.

Wie die Fig. 1 zeigt, erstrecken sich die drei oberen Fahrgestelle 3, 4 und 5 zumindest über die Rahmen 6 der unteren Fahrgestelle 1 und 2 nach vorn hinaus. Die Kappe 5 erstreckt sich jedoch noch weiter nach vorn als die beiden oberen Fahrgestelle 3 und 4.

Um einen Durchlauf im Fall von Unebenheiten der Firste zu erleichtern und um die Kette besser führen und anlegen zu können, weist das Chassis 41 jedes der oberen Fahrgestelle 3 und 4 sowie das Chassis 22 der Kappe 5 einen vorderen Abschnitt 50 auf, der um eine horizontale Querachse 51 schwenkbar gelagert ist und dessen Winkellage durch einen Stempel 52 eingestellt werden kann, der mit einem Ende mit einer Anlenkstelle 53 des mittleren Abschnittes des Chassis 41 oder 21 verbunden ist, und mit dem anderen Ende an einer Anlenkstelle 54 des vorderen Abschnittes 50, wobei diese beiden Anlenkstellen gegenüber der Achse 51 versetzt sind.

Vorstehend wurde ausgeführt, daß die Traverse 20 an ihren Enden nach unten abgekröpft ist. Diese Abkröpfung nach unten wird durch den freien Raum erforderlich, der zwischen jedem der beiden Enden des Querträgers jedes oberen Fahrgestells 3 und 4 vorhanden sein muß.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahrbares Ausbaugespann mit zwei Paaren von im Abstand nebeneinander angeordneten Kettenfahrgestellen, die durch hydraulische Stempel gegen Firste und Sohle verspannbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) jedem Paar der Fahrgestelle (1/3 bzw. 2/4) mindestens zwei hintereinander angeordnete, beweglich angelenkte Stempel (43) zugeordnet sind,
    2. b) die beiden Kettenfahrgestellpaare durch einen oberen, mittels je eines weiteren Stempels (30) vertikal verschiebbaren Querträger (20) derart miteinander verbunden sind, daß zwischen ihnen ein ausreichender Durchgang für den Materialtransport und die Maschinendurchfahrt verbleibt, während die Sohle frei bleibt, und
    3. c) der obere Querträger (20) im mittleren Bereich mindestens eine als Kettenfahrgestell ausgebildete Kappe (5) trägt.
  2. 2. Ausbaugespann nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen (44) zur Übertragung gegenseitiger Längsbelastungen zwischen der mittleren Kappe (5) und jedem der seitlichen oberen Fahrgestelle (3, 4) vorgesehen sind.
  3. 3. Ausbaugespann nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Übertragung der gegenseitigen Längsbelastungen schwenkbar gelagerte Arme (44) sind, die schwenkbar um eine Längsachse (45) am Querträger (20) gelagert sind.
  4. 4. Ausbaugespann nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes untere Fahrgestell (1, 2) und das entsprechende Ende des oberen Querträgers (20) über eine Stange (26) miteinander verbunden sind.
  5. 5. Ausbaugespann nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der hydraulische Stempel (30) zum vertikalen Verschieben des oberen Querträgers (20) an der Stange (26) angreift.
  6. 6. Ausbaugespann nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Stange (26) in Wanderrichtung schräg nach vorn erstreckt.
  7. 7. Ausbaugespann nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein eigener Antrieb (16) für jedes Fahrgestellpaar (1, 3; 2, 4) vorgesehen ist.
  8. 8. Ausbaugespann nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die mittlere Kappe (5) weiter nach vorn erstreckt als die beiden oberen seitlichen Fahrgestelle (3, 4) und wenigstens über die unteren Fahrgestelle (1, 2) hinaus.
  9. 9. Ausbaugespann nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der oberen Fahrgestelle (3, 4) vorn einen angelenkten Teil (50) aufweist, der um eine horizontale Achse (51) verschwenkbar ist und der Einstelleinrichtungen für die Winkellage dieses angelenkten Teils aufweist.
  10. 10. Ausbaugespann nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen den Stempeln (43) und den Fahrgestellen (1, 3; 2, 4) und zwischen den Stangen (26) und den Fahrgestellen (1, 3; 2, 4) durch Zwischenschaltung von Bügeln (42) erfolgt.






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