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Dokumentenidentifikation DE3404370C2 29.06.1989
Titel Scheibenradhäcksler zum Ernten von Mais oder ähnlichen stengelartigen Erntegut
Anmelder Karl Mengele & Söhne Maschinenfabrik und Eisengießerei GmbH & Co, 8870 Günzburg, DE
Erfinder Lippl, Wilhelm, 8871 Oxenbronn, DE
DE-Anmeldedatum 08.02.1984
DE-Aktenzeichen 3404370
Offenlegungstag 14.08.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.06.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.1989
IPC-Hauptklasse A01F 29/02
IPC-Nebenklasse A01F 29/14   A01D 45/02   
Zusammenfassung Bei einem Scheibenradhäcksler sind die seinem Mundstück vorgelagerten Einzugswalzen durch ein obenliegendes Stirnradgetriebe gegenläufig umlaufend durch ein Ritzel eines Winkelgetriebes angetrieben. Das Winkelgetriebe weist außen an seinem Gehäuse einen Zapfwellenantriebsanschluß an seiner Eingangswelle auf und erstreckt sich über die erste Einzugswalze nach der Häckslermitte und ist auch an diesem ihrem anderen Ende mit einem in ihrem Gehäuse gelagerten Winkelgetriebe versehen. An der Abtriebswelle des inneren Winkelgetriebes, das mit seinem Gehäuseteil an die Gehäusewand des Häckslers angeschlossen ist, ist das Messerrad des Häckslers freifliegend und von außen zugänglich gelagert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Scheibenradhäcksler zum Ernten von Mais oder ähnlichem stengelartigen Erntegut mit seinem Mundstück vorgelagerten, um aufwärts gerichtete Achsen gegenläufig umlaufenden Einzugswalzen,an deren unteren Enden eine Schneidvorrichtung vorgesehen ist und die durch ein, an der Ausgangswelle eines Winkelgetriebes angeordnetes Stirnrad angetrieben sind, sowie mit einer Häckselvorrichtung, die im wesentlichen aus einem Messerrad besteht, das an einer Häckslerwelle befestigt ist.

Die vor dem Schneidmundstück des Scheibenradhäckslers angeordneten Einzugswalzen haben die Aufgabe, die von der unten angeordneten Schneidvorrichtung abgeschnittenen Stengel in das Schneidmundstück des Häckslers einzuführen.

Aus der DE-OS 21 57 088 ist es bekannt, die zum Antrieb dienenden, oben fest mit den Einzugswalzen verbundenen ineinander kämmenden Zahnräder durch ein kleineres Stirnrad anzutreiben, das an der Ausgangswelle eines antriebsseitig am vorderen Ende der Häckslerwelle des Scheibenradhäckslers angeordneten Winkelgetriebes angebracht ist. Die am Tragrahmen und Häckslergehäuse gelagerte Häckslerwelle ist durch ein am rückseitigen Ende der Häckslerwelle und am Tragrahmen angeordnetes Riemengetriebe angetrieben, das die Häckslerwelle mit der Zapfwelle des Schleppers kuppelt.

Derartige zur Einleitung der Antriebsleistung vorgesehene Riementriebe bestehen in der Regel aus mehreren Keilriemen oder Ketten und werden entsprechend ihrem kleinen Umschlingungwinkel stark beansprucht und verschleißen dadurch stark. Auch muß der Keilriementrieb mit einem aufwendigen Gehäuse geschützt sein.

Dieser allgemein bei Scheibenradhäckslern gebräuchliche Antrieb ihres Messerrades an der Aufnahmeseite gegenüberliegenden Rückseite oder die dort vorgesehene zweite Lagerung der Messerradwelle hat den weiteren Nachteil, daß man für Wartungs- und Reparaturarbeiten wie zum Nachstellen der Messer durch Axialverschiebung des Messerrades den Häcksler weitgehend auseinandernehmen muß, bzw. das hintere Ketten- oder Riemenrad oder das hintere Wellenlager abbauen muß.

Um die freie Zugänglichkeit der Messer und des Messerrades zu erreichen, hat man gemäß der DE-OS 25 03 380 bereits schon vorgesehen, die Achse des Messerrades und der Einzugsvorrichtung des Häckslers an einer Trennlinie um eine unten angebrachte Schwenkachse auseinanderzuklappen. Eine derartige Einrichtung, die an der Schwenkachse gegenüberliegenden Seite ferner eine Verriegelungsvorrichtung benötigt, ist aufwendig und erfordert versteifte Gehäuse.

Die der Erfindung vorangegangene Aufgabe besteht demzufolge darin, einen einfachen Antrieb für Scheibenradhäcksler zu schaffen, bei dem die Rückseite des Häckslergehäuses in einfacher Weise frei zugänglich und somit ohne weiteres abnehmbar ist.

Diese Aufgabe wir durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs gelöst.

Die Erfindung ist in der Zeichnung an der Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert und beschrieben.

Es zeigt

Fig. 1 einen einreihigen Maishäcksler in Draufsicht;

Fig. 2 ein Schnittbild A-B durch die Vorrichtung gemäß Fig. 1 In Fig. 1 ist ein mit seinem Auslegerarm 1 am Unterlenker 2 eines Schleppers anbaubarer, durch ein Rad 3 abgestützter Maishäcksler 4 zu sehen. Der Maishäcksler 4 besteht im wesentlichen aus einer Häckselvorrichtung 5 mit dem Auswurf 6, in dessen Mundstück eine Messerleiste 7 angeordnet ist und in dessen Gehäuse 5a ein Messerrad mit Messern 8 und Schaufeln 9 umläuft.

10 und 11 - Fig. 2 - sind Einzugswalzen, an denen unten zwei als Schneidvorrichtung wirkende ineinander greifende Messer 12 und 13 angeordnet sind. Die Einzugswalzen sind oben mit sie gegenläufig antreibenden, in Eingriff miteinander befindlichen Zahnrädern 14 und 15 durch ein äußeres Stirnrad 16 angetrieben. Letzteres ist durch eine Antriebs- oder Ausgangswelle 17 eines, aus einem oben an ihr angeordneten Kegelrades 18 und einem an einer Eingangswelle 19 angeordneten Kegelrades 20 bestehenden Winkelgetriebes angetrieben. Die mit letzteren zusammen in einem Gehäuse 21 gelagerte Eingangswelle 19 mündet rechts in einen außenliegenden Zapfwellenantriebsanschluß 19a. An ihrem linken Ende ist ein weiteres Kegelrad 22 angeordnet, das mit einem, an der im Gehäuse 21 gelagerten Häckslerwelle 23 angeordneten Kegelrad ein weiteres Winkelgetriebe bildet. Hierbei ist der die Häckslerwelle 23 umgebende Teil 21a an das Häckslergehäuse 5a angeflanscht.

Die Antriebsleistung der Schlepperzapfwelle 25 wird über eine Gelenkwelle 26, die an ihrem anderen Ende an einen Zapfwellenanschluß 27a eines an dem Auslegerarm 1 angeordneten Winkelgetriebes 27 angekuppelt ist, auf diese übertragen.

Ein maschinenseitiger Zapfwellenantriebsanschluß 27b des Winkelgetriebes ist durch eine Gelenkwelle mit dem Antriebswellenanschluß 19a der Eingangswelle 19 des Maishäckslers 4 verbunden, die über ihre beiden Winkelgetriebe 18/20 und 22/23 die Einzugswalzen 10 und 11 sowie die Messer 12 und 13 über das Zahnradgetriebe 14-16 und die Hackselvorrichtung direkt antreibt.


Anspruch[de]
  1. Scheibenradhäcksler zum Ernten von Mais oder ähnlichem stengelartigen Erntegut mit seinem Mundstück vorgelagerten, um aufwärts gerichtete Achsen gegenläufig umlaufenden Einzugswalzen, an deren unteren Enden eine Schneidvorrichtung vorgesehen ist und die durch ein an der Ausgangswelle eines Winkelgetriebes angeordnetes Stirnrad angetrieben sind, sowie mit einer Häckselvorrichtung, die im wesentlichen aus einem Messerrad besteht, das an einer Häckslerwelle befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Eingangswelle (19) des Winkelgetriebes (18/20) zum Antrieb der Einzugswalzen (10/11) an der Vorderseite der Häckselvorrichtung (5) quer zur Fahrtrichtung zur mittigen Häckslerwelle (23) hin erstreckt und über ein zweites Winkelgetriebe (22/23) die Häckslerwelle (23) antreibt, die in einem für beide Winkelgetriebe (18/20 und 22/23) gemeinsamen Gehäuse (21) gelagert ist und auf deren rückseitigen, aus dem Gehäuse (21) herausragenden Ende lediglich die Häckselvorrichtung (5) angeordnet ist.






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