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Dokumentenidentifikation DE3742795A1 29.06.1989
Titel Überspannungsschutzgerät
Anmelder OBO Bettermann oHG, 5750 Menden, DE
Erfinder Trinkwald, Jürgen, Dipl.-Ing., 5750 Menden, DE
Vertreter Köchling, C., Dipl.-Ing.; Köchling, C., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 5800 Hagen
DE-Anmeldedatum 17.12.1987
DE-Aktenzeichen 3742795
Offenlegungstag 29.06.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.1989
IPC-Hauptklasse H01R 13/713
IPC-Nebenklasse H01H 83/10   
Zusammenfassung Um ein Überspannungsschutzgerät an einer elektrischen Netzsteckdose, wobei dem Überspannungsschutzgerät eine elektrische Abschaltvorrichtung und eine zumindest die vollzogene Abschaltung anzeigende Signalvorrichtung zugeordnet ist, das Überspannungsschutzgerät samt Abschalt- und Signalvorrichtung zu einer Montageeinheit zusammengefaßt sind und letztere neben der Netzsteckdose von dieser gehaltert angeordnet sowie über zumindest bei montierter Steckdose unlösbare Leiter mit dieser elektrisch verbunden ist, nach Patentanmeldung P 3706419.3-34, wobei ferner das Überspannungsschutzgerät samt Abschalt- und Signalvorrichtung in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind zu schaffen, bei dem zwei voneinander unabhängige Netze auf engem Raum untergebracht und gegeneinander abgesichert werden können, wird vorgeschlagen, daß das Gehäuse (3) einen weiteren Netzanschlußteil mit Eingang und Ausgang sowie Schutzleiter aufweist und der Schutzleiter mit dem Schutzleiter der Netzsteckdose (1) über eine beiden gemeinsame Koppelfunkenstrecke verbunden ist, die im Gehäuse (3) angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Überspannungsschutzgerät an einer elektrischen Netzsteckdose, wobei dem Überspannungsschutzgerät eine elektrische Abschaltvorrichtung und eine zumindest die vollzogene Abschaltung anzeigende Signalvorrichtung zugeordnet ist, das Überspannungsschutzgerät samt Abschaltund Signalvorrichtung zu einer Montageeinheit zusammengefaßt sind und letztere neben der Netzsteckdose von dieser gehaltert angeordnet sowie über zumindest bei montierter Steckdose unlösbare Leiter mit dieser elektrisch verbunden ist, nach Patentanmeldung P 37 06 419.3-34, wobei ferner das Überspannungsschutzgerät samt Abschalt- und Signalvorrichtung in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein derartiges Überspannungsschutzgerät zu schaffen, bei dem zwei voneinander unabhängige Netze auf engem Raum untergebracht und gegeneinander abgesichert werden können.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß das Gehäuse einen weiteren Netzanschlußteil mit Eingang und Ausgang sowie Schutzleiter aufweist und der Schutzleiter mit dem Schutzleiter der Netzsteckdose über eine beiden gemeinsame Koppelfunkenstrecke verbunden ist, die im Gehäuse angeordnet ist.

Durch diese Anordnung wird erreicht, daß zwei voneinander unabhängige Netze, zum Beispiel Niederspannungsnetz und Datennetz, räumlich in einem Gehäuse untergebracht werden können, wobei die Schutzleiter der beiden Stromkreise über eine gemeinsame Koppelfunkenstrecke miteinander verbunden sind.

Aus dieser Anordnung resultiert der Vorteil, daß bei Überspannung die Schutzbeschaltungen und/oder der an die Netzsteckdose oder den weiteren Netzanschluß angeschlossene Verbraucher vom Netz getrennt werden, wobei eine hohe Funktionssicherheit bei gleichzeitig eindeutiger Signalisierung erreicht ist.

Zudem wird die unbefugte Entfernung des Überspannungsschutzgerätes sehr erschwert und ein Spannungsüberschlag von dem einen Netz auf das andere Netz durch die Koppelfunkenstrecke unterbunden.

Der weitere Netzanschluß kann zum Beispiel ein Datennetzanschluß sein, der über ein an das Überspannungsschutzgerät angeschlossenes Datenkabel verbunden ist.

Die Erfindung ist nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben.

Es zeigt:

Fig. 1 Eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Ansicht;

Fig. 2 desgleichen in Seitenansicht;

Fig. 3 eine Variante in Ansicht;

Fig. 4 eine Einzelheit in Ansicht.

Gemäß Ausführungsbeispiel ist neben einer Unterputznetzsteckdose 1 mit einer im wesentlichen quadratischen Blende 2 ein im wesentlichen quaderförmiges Gehäuse 3 aus Isolierstoff angeordnet, in welches ein nicht dargestelltes Überspannungsschutzgerät mit einer elektrischen Abschaltvorrichtung und einer Signalvorrichtung eingefügt ist.

Desweiteren ist in das Gehäuse 3 ein weiteres Netzanschlußteil integriert, welches eine Steckdose 14 und einen Stecker 15 besitzt, welcher über eine Zuleitung 16 aus dem Gehäuse 3 herausgeführt ist.

Steckdose 14 und Stecker 15 sind als übliche Datennetzstecker ausgebildet.

Innerhalb des Gehäuses 3 ist der Schutzleiter des weiteren Netzanschlußteiles über eine Koppelfunkenstrecke mit dem Schutzleiter der Netzsteckdose 1 verbunden.

Das Gehäuse 3 hat eine der Seitenlänge der Blende 2 gleiche Länge und ist mit den langen Seiten zur Blende 2 parallel und niveaugleich angeordnet. Am Gehäuse ist ein dessen Basis bildendes, flaches Tragteil 4 angeformt, welches zwischen der Blende 2 und der Halterung 5 der Netzsteckdose 1 eingeklemmt ist. Das Tragteil 4 hat eine solche Länge und Breite, daß dessen seitliche Ränder und der dem Gehäuse 3 abgewandte Rand des Tragteiles mit den Rändern der Blende 2 bündig abschließen.

In der Frontseite des Gehäuses 3 ist ein Fenster 6 vorgesehen, hinter welchem die nicht dargestellte Signalvorrichtung, zum Beispiel eine Glühlampe angeordnet ist.

Es kann auch eine das Fenster durchgreifende mechanische Signalvorrichtung angeordnet sein.

Gemäß Ausführungsbeispiel Fig. 3 ist neben der Netzsteckdose 1 eine weitere Netzsteckdose 7 angeordnet.

Damit letztere zur Steckdose 1 niveaugleich angeordnet ist, ist hier hinter der Blende der Steckdose 7 ein nicht dargestellter Distanzring angeordnet, der die gleiche Dicke wie das Tragteil 4 aufweist.

Gemäß Ausführungsbeispiel Fig. 4 ist das Tragteil 4 mit dem angeformten Gehäuse 3 und entsprechenden Durchgriffsöffnungen für die Steckerteile dargestellt.

Desweiteren sind flexibele elektrische Leitungen 10 zur elektrischen Verbindung des Überspannungsschutzgerätes mit der Steckdose gezeigt, die hinterseitig des Tragteiles 4 geführt und mit der entsprechenden Steckdose verbindbar sind.

Desweiteren ist bei diesem Ausführungsbeispiel das Tragteil 4 zur Aufnahme von zwei Steckdosen 1 bzw. 7 vorgesehen, wobei der in der Zeichnung untere Teil des Tragteiles 4 an der Sollbruchstelle 11 von dem oberen Teil abgetrennt werden kann.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist es möglich, zwei voneinander unabhängige Netze, zum Beispiel Niederspannungsnetz und Datennetz, räumlich in einem Gehäuse unterzubringen, wobei die Schutzleiter der beiden Stromkreise über eine gemeinsame Koppelfunkenstrecke miteinander verbunden sind.

Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.

Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Überspannungsschutzgerät an einer elektrischen Netzsteckdose, wobei dem Überspannungsschutzgerät eine elektrische Abschaltvorrichtung und eine zumindest die vollzogene Abschaltung anzeigende Signalvorrichtung zugeordnet ist, das Überspannungsschutzgerät samt Abschalt- und Signalvorrichtung zu einer Montageeinheit zusammengefaßt sind und letztere neben der Netzsteckdose von dieser gehaltert angeordnet sowie über zumindest bei montierter Steckdose unlösbare Leiter mit dieser elektrisch verbunden ist, nach Patentanmeldung P 37 06 419.3-34, wobei ferner das Überspannungsschutzgerät samt Abschalt- und Signalvorrichtung in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) einen weiteren Netzanschlußteil mit Eingang und Ausgang sowie Schutzleiter aufweist und der Schutzleiter mit dem Schutzleiter der Netzsteckdose (1) über eine beiden gemeinsame Koppelfunkenstrecke verbunden ist, die im Gehäuse (3) angeordnet ist.
  2. 2. Überspannungsschutzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Netzanschluß ein Datennetzanschluß mit einer frontseitig des Gehäuses (3) zugänglichen Steckdose (14) und einem über eine Zuleitung (16) aus dem Gehäuse (3) herausgeführten Stecker (15) ist.
  3. 3. Überspannungsschutzgerät nach Anspruch 1 oder 2, bei dem vom Überspannungsschutzgerät samt Abschaltund Signalvorrichtung und Netzanschlußteil ein die Basis bildendes, flaches und mindestens zur mechanischen Verbindung mit der Netzsteckdose (1) ausgebildetes Tragteil (4) seitlich abstrebt.
  4. 4. Überspannungsschutzgerät nach Anspruch 3, bei dem das Tragteil (4) am Gehäuse (3) des Überspannungsschutzgerätes samt Abschalt- und Signalvorrichtung und Netzanschlußteil angeformt ist.






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