| Dokumentenidentifikation |
DE3415508C2 13.07.1989 |
| Titel |
Feldhäcksler |
| Anmelder |
Karl Mengele & Söhne Maschinenfabrik und Eisengießerei GmbH & Co, 8870 Günzburg, DE |
| Erfinder |
Lenzer, Xaver, 8871 Kötz, DE; Wistuba, Eberhard, 8871 Rettenbach, DE; Mödinger, Hermann, 8878 Bibertal, DE |
| DE-Anmeldedatum |
26.04.1984 |
| DE-Aktenzeichen |
3415508 |
| Offenlegungstag |
07.11.1985 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
13.07.1989 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.07.1989 |
| Addition |
35223766 |
| IPC-Hauptklasse |
A01F 29/12
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| IPC-Nebenklasse |
A01D 43/08
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| Zusammenfassung |
Bei einem Feldhäcksler in Scheibenradbauweise ist eine aus wenigstens einer Quetschwalze bestehende Schrotvorrichtung mit ihrem Einzug an der die Rückhaltewand fortsetzenden Seite des Auswurfrohres angeordnet und an der der Schrotvorrichtung gegenüberliegenden Rohrseite ein Überströmkanal für den von den Häckslerschaufeln erzeugten Luftstrom freigelassen, der die Förderung des von der Schrotvorrichtung ausgestoßenen Gutes unterstützt.
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| Beschreibung[de] |
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Feldhäcksler mit einer aus einem Scheibenradhäcksler bestehenden
Zerkleinerungsvorrichtung und einer nachgeschalteten aus
wenigstens einer Schrot- bzw. Quetschwalze und ortsfestem
Gegenwerkzeugboden oder aus wenigstens zwei gegenläufig
umlaufenden Schrot- bzw. Quetschwalzen bestehenden Vorrichtung.
Es sind bereits eine Reihe von Feldhäckslern dieser Art bekannt
- vgl. FR-PS 24 55 852 und ED-OS 00 58 431 - bei denen die
Zerkleinerungsvorrichtung aus einem Trommelhäcksler besteht.
Die Quetschvorrichtung (im Nachfolgenden wird eine
Schrotvorrichtung als äquivalent angesehen) ist hierbei in einem nach
dem Gegenmesser nach unten sich öffnenden Gehäuseabschnitt
der Messertrommel, dem Strom des von den Häckselmessern
abgeschleuderten bzw. auf dem Gehäuseboden herangeschaufelten
Häckselgutes entgegengerichtet, angeordnet. Da auf der kurzen
Förderstrecke von dem Gegenmesser bis zu dem Quetschwerk
eine Entmischung des Häckselgutes derart, daß die schweren
Teilchen wie Körner an den Messern nach außen wandern, nicht
erfolgt, wird das gesamte Häckselgut vor dem Quetschwerk
angehäuft, das dadurch leicht überlastet werden kann. Das
hierbei von dem Quetschwerk nicht angenommene, in dem Weg
der Messer angehäufte Häckselgut wird von der Messertrommel
wieder mitgenommen und direkt ohne das Quetschwerk zu passieren
in den Auswurf befördert, wobei ein Großteil der Körner
unzerkleinert bleibt. Im Quetschwerk dagegen behindern die leichteren
meist faserigen Häckselgutbestandteile infolge ihrer Elastizität
die Zerkleinerung der Körner. Da die Walzen im Verhältnis
zur Häckseltrommel einen weit kleineren Durchmesser und somit
eine kleinere Umfangsgeschwindigkeit haben, bremsen die
leichteren Teilchen auch den Weitertransport des Gutes so,
daß in der Regel weitere Transportmittel, wie im Falle der
erstgenannten Druckschrift ein Gebläse und im Fallen der
zweitgenannten Druckschrift eine Förderschnecke, erforderlich sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht demzufolge darin, einen
Feldhäcksler der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß
weitere sich an die Quetschvorrichtung anschließende und
daher geräte- und antriebsmäßig aufwendige Transportmittel
für das Gut entbehrlich sind.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist folgende überraschende
Vorteile auf:
- a) Auf der verhältnismäßig großen Förderstrecke vom Gegenmesser
entlang der Rückhaltewand des Häckslers und in dem Auswurfrohr
bis zu dem Quetschwerk tritt durch die Zentrifugalkraftwirkung
und durch Wandreibung ein gewisser Entmischungseffekt ein,
bei dem die schweren Teilchen an der Rückhaltewand und der
sie fortsetzenden Rohrwand haften bzw. sich zu dieser hinschieben
und die leichteren sich hiervon abheben und von dem Luftstrom
mitgerissen werden, so daß das Quetschwerk von den die
Zerkleinerung der Körner behindernden sonstigen Pflanzenteilchen
entlastet wird.
- b) Die Geschwindigkeit der im Überschuß vorhandenen Gebläseluft
wird in dem sich verengenden Übertrömkanal zwischen der
Rohrwand und der benachbarten Quetschwalze oder durch
entsprechende diese umhüllende Leitwände stark beschleunigt,
so daß sie die Geschwindigkeit der aus dem Quetschwerk austretenden
und nun um vieles leichteren, weil weiter zerkleinerten Teilchen
übersteigt und deren Weitertransport wesentlich unterstützt.
- c) Das Quetsch- bzw. Schrotwerk ist in einfacher Weise
auszuschalten, so daß der Häcksler universal verwendbar ist.
In den Unteransprüchen 2 bis 6 sind zweckmäßige Ausgestaltungen
des Erfindungsgegenstandes aufgeführt. Die Erfindung ist
in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher
erläutert und beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung eines
Scheibenradhäckslers in der Vorderansicht von der nicht
dargestellten Einzugsvorrichtung her;
Fig. 2 eine Seitenansicht des Scheibenradhäckslers
gemäß Fig. 1;
Fig. 3 eine Einzelheit mit einer anderen Ausgestaltung
der in Fig. 1 und 2 gezeigten Vorrichtung;
Fig. 4 eine andere Ansicht der Einzelheit gemäß Fig. 3.
In der Zeichnung ist mit 1 das Gehäuse, mit 1a die
Rückhaltewand eines Scheibenwandhäckslers und mit 2 dessen
Scheibenrad mit den daran angedeuteten, an einem festen Gegenmesser
3 vorbeistreichenden Messern 4 bezeichnet. 5 sind unten
an dem Scheibenrad 2 angeordnete Schaufeln.
An das Gehäuse 1 schließt sich oben das Auswurfrohr 6
an, in welches ein Abschnitt 6a mit dem Quetschwerk 7
eingeschoben ist. Dieses besteht aus zwei Quetschwalzen 8 und 9,
die in der durch Pfeile a-b gekennzeichneten Richtung
gegenläufig rotieren. Mit dem Pfeil c ist der Einzugsspalt
gekennzeichnet.
Wie zu sehen, endet die die Rückhaltewand 1a des Gehäuses 1
fortsetzende Rohrseite 6b - in Auswurfrichtung gesehen -
vor dem Einzugsspalt - Pfeil c -. Zwischen der Quetschwalze
8 und der ihr benachbarten Rohrwand 6c ist - wie des
weiteren zu sehen - ein Freiraum 6a als Überströmkanal
- Pfeil d - vorgesehen, durch den der von den Schaufeln 5
erzeugte Luftstrom hindurchtritt.
In den Überströmkanal - Pfeil d - ist die in Schlitzen 10
verschiebbare Quetschwalze 8 in eine Außerbetriebstellung
zurückschiebbar.
Andererseits kann der das Quetschwerk enthaltende Rohrabschnitt
6a nach Lösen der Flanschanschlüsse 6e leicht ausgebaut
werden, so daß der Feldhäcksler jederzeit für andere Erntearbeiten
leicht umrüstbar ist, sollte z. B. die in den Schlitz 10
zurückschiebbare Quetschwalze 8 hierbei immer noch hinderlich
sein. Den Zweck einer Umrüstung zum normalen Feldhäckslerbetrieb
erfüllt auch - wie in den Fig. 3/4 gezeigt - ein insgesamt
in Führungen 15 mittels Gleitteilen 16 verschiebbares
Zwischenstück 17, das sowohl einen Teil 17a mit dem
Quetschwerk 8/9, als auch einen Abschnitt 17b mit normaler
Rohrfortsetzung enthält. Bei dieser Ausführung ist desweiteren
die Walze 8 teilweise von einem Luftleitblech 18 umgeben,
das oben mit dem benachbarten in dem Auswurfrohr 6 angeordneten
Verdrängungskörper 19 einen sich verengenden Ringspalt
bildet. Der Antrieb der Quetschwalzen 8 und 9 erfolgt über
ein mit der Scheibenradwelle 12 verbundenes Keilriemengetriebe
11. 14 ist eine Riemenspannvorrichtung.
Die dargestellte Häcksel-Quetschvorrichtung funktioniert
wie folgt:
Das von den Messern 4 an dem Gegenmesser 3 zerkleinerte
z. B. aus Maispflanzen bestehende Erntegut wird von den Schaufeln
5 erfaßt und durch diese und die Rückhaltewand in das erweiterte
Auswurfrohr 6 geführt und dort abgeschleudert. Die noch
besonders auf die schweren Teilchen wie Körner einwirkende
Zentrifugalkraft treibt diese an die Rohrseite 6b, so daß
eine gewisse Entmischung stattfindet, wobei die leichteren
Teilchen von der Luftströmung erfaßt werden. In den Einzugsspalt
des Quetschwerkes gelangen somit vorwiegend die Körner, so
daß der Quetschvorgang nicht durch die an ich größere Masse
der leichteren und elastischen Pflanzenteile, wie z. B. die
Lieschen und Stengelteile behindert wird. Der in dem Durchtritt
zwischen der Rohrwand 6c und der Quetschwalze 8
(Überströmkanal - Pfeil d -) sowie den Luftleitblechen 18 und dem
Verdrängungskörper 19 beschleunigte Luftstrom wird in einem
spitzen Winkel gegen die Rohrseite 6b in den oberen
Auswurfrohrabschnitt eingeblasen und unterstützt den Weitertransport
der nun weit leichteren aus dem Quetschwerk ausgestoßenen
Teilchen.
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| Anspruch[de] |
- 1. Feldhäcksler mit einer aus einem Scheibenradhäcksler bestehenden
Zerkleinerungsvorrichtung und einer nachgeschalteten aus
wenigstens einer Schrot- bzw. Quetschwalze und ortsfestem
Gegenwerkzeugboden oder aus wenigstens zwei gegenläufig
umlaufenden Schrot- bzw. Quetschwalzen bestehenden Vorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß das Auswurfrohr (6) des Feldhäckslers
mit seiner, die Rückhaltewand (1a) des Gehäuses 1) des
Scheibenradhäckslers fortsetzenden Rohrseite (6b) das an ihr geführte
Häckselgut in den Einzugsspalt (Pfeil c) eines in dem Auswurfrohr
(6) angeordneten Quetschwerkes (8/9) leitet und zwischen der
einzigen bzw. der zweiten Walze (8) des Quetschwerkes (8/9)
und der benachbarten Rohrwand (6c) ein Überströmkanal
(Pfeil d) für den von den Häckslerschaufeln (5) erzeugten
Luftstrom freigelassen ist.
- 2. Feldhäcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Überströmkanal - Pfeil d - an der der Rohrwand (6c)
gegenüberliegenden Seite durch ein die Quetschwalze (8)
teilweise umfangendes Luftleitblech (18) begrenzt ist.
- 3. Feldhäcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Quetschwerk (8/9) aufnehmende Abschnitt (6a) des
Auswurfrohres (6) als ein mittels Flanschanschlüssen (6e) demontierbar
oder an Gleitteilen (16) in Führungen (15) verschiebbares
sowohl ein Rohrfortsetzungsteil (17b) als auch ein Quetschwerk
(8/9) aufweisendes Teil (17a) eines Zwischenstückes (17)
ausgebildet ist.
- 4. Feldhäcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Auswurfrohr (6) mindestens nach dem Überströmkanal - Pfeil d -
eine bis zum Auswurf durchgehende Verjüngung aufweist.
- 5. Feldhäcksler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das die Quetschwalze (8) umschlingende Luftleitblech (18)
an seinem Ende etwa parallel zu der Auswurfrohrwand (6b) verläuft.
- 6. Feldhäcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Quetschwalzen (8/9) mit dem Rohrabschnitt (6a) ggf. mit
dem Luftleitblech (18), eine größere Länge aufweisen als
der Häcksler in Erstreckung der Scheibenradwelle (12).
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Patent Zeichnungen (PDF)
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