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Dokumentenidentifikation DE3544213C2 24.08.1989
Titel Zylinderblock einer wassergekühlten Brennkraftmaschine
Anmelder Honda Giken Kogyo K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Anno, Nobuo, Urawa, Saitama, JP;
Arai, Takeo, Higashimatsuyama, Saitama, JP
Vertreter Weickmann, H., Dipl.-Ing.; Fincke, K., Dipl.-Phys. Dr.; Weickmann, F., Dipl.-Ing.; Huber, B., Dipl.-Chem.; Liska, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Prechtel, J., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 13.12.1985
DE-Aktenzeichen 3544213
Offenlegungstag 26.06.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.08.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.1989
IPC-Hauptklasse F01P 11/08
IPC-Nebenklasse F01M 5/00   F02F 1/14   F02F 1/20   
Zusammenfassung Schmieröl-Durchflußeinrichtung für eine wassergekühlte Brennkraftmaschine mit einem Zylinderblock (B), der mehrere Zylinderbohrungen (3) und einen die Zylinderbohrungen umgebenden Wassermantel (12) aufweist. Der Zylinderblock weist eine Seitenwand (13) und ein von der Seitenwand (13) lateral nach auswärts ragendes Vorsprungsteil (14) zur Definition eines Schmieröl-Durchflußkanals (15) neben dem Wassermantel auf. Das durch den Schmieröl-Durchflußkanal strömende Schmieröl wird durch das Kühlwasser im Wassermantel effektiv gekühlt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zylinderblock einer wassergekühlten Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein nach der DE-PS 8 64 477 bekannter Zylinderblock dieser Art weist nur einen einzigen, in Richtung der Reihe der Zylinderbohrungen verlaufenden Schmierölkanal auf, der zum Kühlen eines Schmieröls von einem Wassermantel umgeben ist.

Nach der CH-PS 3 56 312 ist ein Schmierölkanal bekannt, der neben einem Wasserkanal verläuft.

Nach der DE-AS 12 71 461 ist ein Schmierölkanal bekannt, der neben einer Wasserkammer verläuft. Der Schmierölkanal ist teilweise durch eine Abdeckplatte begrenzt, die an einen Rahmen geschraubt ist.

Nach der DE-OS 33 42 516 sind Schmierölkanäle bekannt, die vertikal innerhalb einer Seitenwand eines Zylinderblocks verlaufen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine besonders starke Kühlung des Schmieröls bei einem Zylinderblock mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bei geringem Aufwand zu erreichen.

Die Lösung dieser Aufgabe ist in Anspruch 1 angegeben.

Bei dem erfindungsgemäßen Zylinderblock bewirkt der weitere Schmierölkanal eine zusätzliche Kühlung des Schmieröls. Dadurch, daß die beiden Schmierölkanäle in Vorsprüngen ausgebildet sind, die an einer ihnen gemeinsamen Stelle zusammentreffen, ist es ohne Schwierigkeit möglich, dort die beiden Schmierölkanäle mit dem Ölfilter zu verbinden. Das Ölfilter wird so auf einfache Weise an einer Seitenwand des Zylinderblocks befestigbar.

Eine noch weitergehendere Kühlung des Schmieröls erhält man durch die Ausbildung nach Anspruch 2.

Um den dritten Schmierölkanal in einfacher Weise beim Gießen des Zylinderblocks herstellen zu können, ist bevorzugt eine Ausbildung nach Anspruch 3 vorgesehen.

Weitere bevorzugte Ausgestaltungen sind in den Ansprüchen 4 und 5 angegeben.

Die Erfindung wird im folgenden an einem Ausführungsbeispiel unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen erläutert.

Fig. 1 zeigt einen vertikalen Schnitt durch eine Brennkraftmaschine im Bereich der hier interessierenden Schmierölkanäle.

Fig. 2 zeigt eine Aufsicht auf den Zylinderblock nach Fig. 1.

Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Zylinderblocks nach Fig. 1 in Blickrichtung III der Fig. 2.

Fig. 4 zeigt einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 2.

Fig. 5 zeigt einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 4.

In den Figuren ist eine vier Zylinder in Reihe aufweisende, wassergekühlte Brennkraftmaschine E gezeigt, die einen Zylinderblock B und einen darauf montierten Zylinderkopf H aufweist. Zwischen dem Zylinderblock B und dem Zylinderkopf H ist eine Dichtung G angeordnet.

Der Zylinderblock B ist als Ganzes aus einer Aluminiumlegierung nach dem aus den US-Patentschriften 44 36 140 und 45 19 436 entnehmbaren Gießverfahren gegossen. Der Zylinderblock B weist einen oberen, Zylinder begrenzenden Abschnitt 1 und einen unteren, ein Kurbelgehäuse begrenzenden Abschnitt 2 auf. Der obere Abschnitt 1 hat vier in Reihe angeordnete Zylinderbohrungen 3 in siamesischer Anordnung ohne Wassermäntel in Trennwänden 5 zwischen benachbarten Zylinderbohrungen 3. In jede Zylinderbohrung 3 ist eine rohrförmige Zylinderbuchse 4 eingesetzt, in der ein Kolben 6 gleitet.

Der untere Abschnitt 2 des Zylinderblocks B hat mehrere angegossene Kurbelwellen-Lagerwände 7, die in Richtung der Reihe der Zylinderbohrungen 3 Abstände voneinander aufweisen. An der unteren Begrenzungsfläche jeder Lagerwand 7 ist eine Lagerkappe 8 befestigt. Eine Kurbelwelle 10 ist in Lagerlöchern 9 gelagert, die von den Lagerwänden 7 und den Lagerkappen 8 begrenzt sind. Die Kurbelwelle 10 ist durch Pleuelstangen 11 mit dem Kolben 6 verbunden.

In dem Abschnitt 1 befindet sich ein Wassermantel 12, der sich im wesentlichen über die ganze Länge jeder Zylinderbohrung 3 erstreckt und die Zylinderbohrungen 3 umschließt.

Von der Außenfläche einer Seitenwand 13 des Zylinderblocks B ragt ein im wesentlichen T-förmiger Vorsprung 14 seitlich nach auswärts. In dem Vorsprung 14 ist eine Schmieröl-Kanalanordnung 15, beispielsweise durch einen beim Gießen des Zylinderblocks B verwendeten Kern. Die Schmieröl-Kanalanordnung 15 umfaßt einen ersten Schmierölkanal 15a, der sich vertikal und parallel zur Achse einer der Zylinderbohrungen 3 erstreckt, einen zweiten Schmierölkanal 15b, der sich im wesentlichen horizontal und parallel zur Kurbelwelle 10 erstreckt, und einen dritten Schmierölkanal 15c, der sich im wesentlichen horizontal in Richtung normal zur Kurbelwelle 10 erstreckt. Der erste Schmierölkanal 15a und der zweite Schmierölkanal 15b sind durch ein Ölfilter 19 miteinander verbunden. Der erste Schmierölkanal 15a erstreckt sich im wesentlichen parallel zum Wassermantel 12 neben einer Seite dieses Wassermantels 12, mündet in einer oberen Auflagefläche 16 des Zylinderblocks B und steht von dort aus mit einem in dem Zylinderkopf H befindlichen, nicht dargestellten Schmierölsystem in Verbindung. Ein unterer Abschnitt des ersten Schmierölkanals 15a erstreckt sich durch eine Lagerwand 7, mündet in der unteren Begrenzungsfläche dieser Lagerwand 7 und steht von dort aus mit einem Schmierölkanal 17 in der zugeordneten Lagerkappe 8 in Verbindung. Der Schmierölkanal 17 umfaßt einen Hauptabschnitt 17&min; zur Zuführung von Schmieröl zu den zu schmierenden Stellen. Der zweite Schmierölkanal 15b erstreckt sich in Richtung der Reihe der Zylinderbohrungen 3 am Boden des Wassermantels 12, mündet in einer Endfläche des Zylinderblocks B und steht von dort aus mit einer nicht dargestellten Ölpumpe in Verbindung. Eine Auslaßbohrung 18 verbindet den zweiten Schmierölkanal 15b in der Nähe seines inneren Endes mit dem Einlaß des Ölfilters 19, das auf der Seitenwand 13 des Zylinderblocks B befestigt ist. Der dritte Schmierölkanal 15c erstreckt sich von dem Vorsprung 14 in Richtung der Kurbelwellen-Lagerwand 7 im wesentlichen horizontal, normal zur Kurbelwelle 10, hat ein unterhalb des Wassermantels 12 angeordnetes geschlossenes inneres Ende (Fig. 4 und 5) und ein äußeres Ende, das mit einer mit einem Auslaß des Ölfilters 19 verbundenen Einlaßbohrung 20 in der Seitenwand 13 des Zylinderblocks B in Verbindung steht.

Wenn die Brennkraftmaschine E betrieben wird, strömt Schmieröl aus der ölpumpe unter Druck durch den zweiten Schmierölkanal 15b in das Ölfilter 19 und, nachdem es durch das Ölfilter 19 gefiltert worden ist, in den dritten Schmierölkanal 15c, von wo aus es aufwärts und abwärts durch den ersten Schmierölkanal 15a in das Schmierölsystem im Zylinderkopf H und in den Schmierölkanal 17 in der Lagerkappe 8 zu den zu schmierenden Stellen gelangt.

Das durch die drei Schmierölkanäle 15a, 15b, 15c strömende Schmieröl wird durch das durch den Wassermantel 12 strömende Kühlwasser gekühlt, weil alle Schmierölkanäle 15a, 15b, 15c wenigstens abschnittsweise neben dem Wassermantel 12 angeordnet sind. Dadurch wird die Maschinenleistung verbessert und die Kapazität des Ölfilters 19 kann gemindert werden.

Wenn der Zylinderblock B aus einer Aluminiumlegierung nach dem obengenannten Gießverfahren gegossen wird, kühlt sich die geschmolzene Aluminiumlegierung schnell ab und verfestigt sich in kurzer Zeit, da keine dicken Wände und Blöcke auszubilden sind, die eine große, auch Gießfehler, beispielsweise Hohlräume, begünstigende Menge geschmolzenen Metalls erfordern. Wenn der dritte Schmierölkanal 15c beim Gießen durch einen Gußkern in der Lagerwand 7 gebildet wird, ist zum Gießen nur eine relativ geringe Menge geschmolzenen Metalls erforderlich, wodurch die Lagerwand 7 ohne Gießfehler gegossen werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Zylinderblock (B) einer wassergekühlten Brennkraftmaschine (E), mit mehreren, in Reihe angeordneten und von einem Wassermantel (12) umgebenen Zylinderbohrungen (3), mit einem in Längsrichtung der Reihe verlaufenden, von einer den Wassermantel (12) einschließenden Seitenwand (13) des Zylinderblocks (B) nach außen ragenden und mit dem Zylinderblock (B) ein Stück bildenden Vorsprung, und mit einem in dem Vorsprung ausgebildeten und in Längsrichtung der Reihe neben dem Wassermantel (12) verlaufenden Schmierölkanal (15b) zum Kühlen von Schmieröl, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer, in Längsrichtung der Achse einer Zylinderbohrung (3) verlaufender, von der einen Seitenwand (13) des Zylinderblocks (B) nach außen ragender und mit dem Zylinderblock (B) ein Stück bildender Vorsprung (14) vorgesehen ist, daß in dem weiteren Vorsprung (14) ein weiterer, in Längsrichtung der Achse der einen Zylinderbohrung (3) neben dem Wassermantel (12) verlaufender Schmierölkanal (15a) zum Kühlen von Schmieröl ausgebildet ist und daß die beiden Vorsprünge (14) an einer gemeinsamen Stelle aufeinandertreffen, an der die Befestigung eines Ölfilters (19) derart vorgesehen ist, daß die beiden Schmierölkanäle (15b, 15a) jeweils mit dem Ölfilter (19) verbindbar sind.
  2. 2. Zylinderblock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich ein dritter Schmierölkanal (15c) zum Verbinden des Ölfilters (19) mit dem weiteren Schmierölkanal (15a) von diesem weiteren Schmierölkanal (15a) zu einer unterhalb des Wassermantels (12) und nahe bei ihm befindlichen Stelle einwärts in den Zylinderblock (B) erstreckt.
  3. 3. Zylinderblock nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der dritte Schmierölkanal (15c) nach einwärts in eine Kurbelwellen-Lagerwand (7) erstreckt, die zwischen benachbarten Zylinderbohrungen (3) angeordnet ist.
  4. 4. Zylinderblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schmierölkanal (15b) mit einem Einlaß des Ölfilters (19) und der weitere Schmierölkanal (15a) mit einem Auslaß des Ölfilters (19) verbindbar ist.
  5. 5. Zylinderblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der eine Schmierölkanal (15b) im wesentlichen horizontal längs eines Bodens des Wassermantels (12) erstreckt.






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