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Einschließ- und Abschlageinrichtung an einer zweibarrigen Nähwirkmaschine - Dokument DE3836257A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3836257A1 24.08.1989
Titel Einschließ- und Abschlageinrichtung an einer zweibarrigen Nähwirkmaschine
Anmelder VEB Kombinat Textima, DDR 9010 Karl-Marx-Stadt, DD
Erfinder Offermann, Peter, Prof. Dr.sc.techn., DDR 8020 Dresden, DD;
Hoffmann, Gerald, Dr.-Ing., DDR 8045 Dresden, DD;
Grenzendörfer, Dietmar, Dipl.-Ing., DDR 9071 Karl-Marx-Stadt, DD;
Frenzel, Betram, DDR 9061 Karl-Marx-Stadt, DD
DE-Anmeldedatum 25.10.1988
DE-Aktenzeichen 3836257
Offenlegungstag 24.08.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.1989
IPC-Hauptklasse D04B 23/02
IPC-Nebenklasse D04B 27/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Einschließ- und Abschlageinrichtung an einer zweibarrigen Nähwirkmaschine zur Verfestigung von Vliesen mittels maschenbildenden Organen, beispielsweise Schiebernadeln und Schließdraht, wobei die Schiebernadeln beidseitig vom Vlies gegenüberliegend und zueinander unter einem Winkel verschieden von 180° angeordnet sind. Die Aufgabe, eine Einschließ- und Abschlageinrichtung an einer Nähwirkmaschine mit der eine Vliesverfestigung durch Fäden und/oder Fasern erfolgt, zu schaffen, mit der die kulierten Schleifen eine kostante Länge aufweisen und mit der die Nadelbelastung gesenkt wird, wird dadurch gelöst, daß das Einschließteil zum Abschlagteil zueinander winklig, das Abschlagteil zur Schiebernadel senkrecht und das Einschließteil zur Schiebernadel mindestens unter einen Winkel von 90° angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einschließ- und Abschlageinrichtung an einer zweibarrigen Nähwirkmaschine zur Verfestigung von Vliesen mittels maschenbildenden Organen, beispielsweise Schiebernadeln und Schließdrähten, wobei die Schiebernadeln beidseitig vom Vlies gegenüberliegend und zueinander unter einem Winkel verschieden von 180° angeordnet sind.

Eine derartige Einrichtung ist aus der Druckschrift DD-PS 1 47 558 bekannt.

Gemäß dieser Druckschrift sind die Schiebernadeln in zwei gegenüberliegenden gegeneinander arbeitenden Reihen angeordnet. Die gegenüberliegenden Schiebernadeln können in gleicher Höhe oder übereinander und um eine halbe Nadelteilung versetzt auf Lücke zueinander angeordnet werden. Zusätzlich kann der Winkel, den beide Schiebernadelsysteme zueinander bilden, kleiner als 180° sein. Das Vlies wird nach diesem Patent zwischen der Einschließ- und Abschlageinrichtung geführt, wobei diese als eine bekannte Abschlagplatine mit parallel zur Vliesflußrichtung verlaufender Platinenkante ausgebildet ist.

Bei der Verfestigung des Vlieses durchstechen die Nadeln das Vlies, wobei dieses durch die Platinen der der jeweiligen Schiebernadelreihe gegenüberliegenden Einschließplatine zurückgehalten wird. Während der Rückbewegung der Schiebernadeln erfaßt der Nadelhaken Fasern und/oder Fäden des Vlieses, die durch den Schließdraht im Nadelhaken eingeschlossen werden und im folgenden mittels der Abschlagplatine zu einer Schleife kuliert werden.

Im nächsten Arbeitszyklus gelangt die gebildete Halbmasche durch die Vorwärtsbewegung der Schiebernadeln bei geöffnetem Nadelhaken auf den Nadelschaft. Es werden neue Fasern und/oder Fäden erfaßt und zu Schleifen kuliert. Während des Kuliervorganges wird die alte Halbmasche mittels der Abschlagplatine über die neu gebildete Halbmasche abgeschlagen.

Mittels der vorstehend beschriebenen Einrichtung wird das Vlies beidseitig verfestigt.

Nachteilig an dieser Einrichtung ist, daß bei einer Anordnung der beiden Schiebernadelbarren unter einem Winkel kleiner als 180° eine ungleichmäßige Maschenbildung und damit eine ungleichmäßige Verfestigung des Vlieses auftritt, da die oben im Nadelhaken liegenden Fasern zu einer längeren Schleife als die darunter liegenden Fasern kuliert werden.

Außerdem tritt bei dieser Schiebernadelanordnung eine erhöhte Schiebernadelbelastung auf, die zu großem Verschleiß bzw. zu Schäden an der Schiebernadel führen kann.

Eine senkrechte Zuordnung der Abschlagplatine zur Schiebernadel, wie sie gleichermaßen der DD-PS 1 47 558 entnehmbar ist - die Schiebernadeln stehen sich in einem Winkel von 180° gegenüber - ist nur für die Vliesverfestigung geeignet. Eine Verfestigung mittels Faden ist bei einer derartigen Zuordnung nicht möglich.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Einschließ- und Abschlageinrichtung an einer Nähwirkmaschine mit der eine Vliesverfestigung durch Fäden und/oder Fasern erfolgt, zu schaffen, mit der die kulierten Schleifen eine konstante Länge aufweisen und mit der die Nadelbelastung gesenkt wird.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe an einer Einschließ- und Abschlageinrichtung an einer zweibarrigen Nähwirkmaschine zur Verfestigung von Vliesen mit Fäden und/oder Fasern mittels maschenbildenden Organen, beispielsweise Schiebernadelbarren mit Schiebernadeln und Schließdrahtbarren mit Schließdrähten, wobei die Schiebernadelbarren unter einem Winkel α, kleiner 180° angeordnet sind und zwischen den beiden, je ein Einschließteil und ein Abschlagteil aufweisende Einschließ- und Abschlagplatinen, das zu verfestigende Vlies geführt wird, dadurch gelöst, daß das Einschließteil zum Abschlagteil zueinander winklig, das Abschlagteil zur Schiebernadel senkrecht und das Einschließteil zur Schiebernadel mindestens unter einem Winkel von 90° angeordnet sind und daß der Winkel β zwischen Einschließteil und Abschlagteil 120- 140° beträgt.

Weiterhin können das Abschlagteil und das Einschließteil der Einschließ- und Abschlagplatine getrennt voneinander ausgebildet werden und das Einschließteil ist zur Schiebernadel unter einem Winkel α angeordnet.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist die Einschließ- und Abschlagplatine schwenkbar angeordnet.

Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, daß die Schiebernadelbarren auch bei einer Anordnung unter einem Winkel kleiner 180° zueinander jeweils senkrecht auf das jeweilige Abschlagteil der Einschließ- und Abschlagplatine auftreffen.

Dadurch ist gewährleistet, daß alle kulierten Schleifen einen konstanten Weg zurücklegen, womit eine gleichmäßige Verfestigung des Vlieses erreicht wird.

Außerdem ist bei einer senkrechten Zuordnung von Abschlagteil und Schiebernadel die mechanische Beanspruchung der Schiebernadel gering, so daß diese keinem großen Verschleiß unterliegt.

Die Trennung von Einschließ- und Abschlagteil, wie in Fig. 3 dargestellt, hat den Vorteil, daß diese getrennt eingestellt werden können, wodurch ein Auswechseln der Einschließ- und Abschlagplatinen bei Spaltbreitenveränderung entfällt.

Die schwenkbewegliche Anordnung der Einschließ- und Abschlagplatine hat den Vorteil, daß bei Verwendung eines maschenbildenden Fadensystems die Fadenlegung nicht auf die Fransenlegung begrenzt ist.

Anhand eines Ausführungsbeispiels soll nachfolgend die Erfindung näher erläutert werden. In den Zeichnungen zeigt

Fig. 1 Prinzipdarstellung einer zweibarrigen Nähwirkmaschine,

Fig. 2 Einschließ- und Abschlageinrichtung gemäß Fig. 1, vergrößert dargestellt,

Fig. 3 Einschließ- und Abschlagplatine mit getrenntem Einschließ- und Abschlagteil,

Fig. 4 Einschließ- und Abschlagplatine, schwenkbar gelagert.

Fig. 1 zeigt im Ausschnitt in einer Prinzipdarstellung eine zweibarrige Nähwirkmaschine.

Dargestellt sind die Schiebernadelfassungen 1; 1.1 mit der Schiebernadel 2 und die Schließdrahtfassungen 3; 3.1 mit den Schließdrähten 4; 4.1, die mittels bekannter Getriebe angetrieben werden. Die Getriebe und Barren zur Aufnahme der Fassungen sind nicht dargestellt, da sie nicht Erfindungsgegenstand sind. Die Schiebernadelfassungen 1; 1.1 sind in einer Verfestigungslinie 5 unter einem Winkel α, kleiner 180° angeordnet, wobei die sich gegenüberliegenden Schiebernadeln 2 und 2.1 auf Lücke stehen.

Dargestellt sind weiterhin die Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 zwischen denen das zu verfestigende Vlies 7 der Verfestigungslinie 5 zugeführt wird. Unterhalb der Verfestigungslinie 5 sind Führungen 8; 8.1 vorgesehen, die zum Abführen des verfestigten Vlieses 7 dienen. Die Führungen 8; 8.1 sind zur Veränderung des Spaltes 5 bei Verarbeitung eines anderen Materials einstellbar. Die Einstellmittel sind bekannt und deshalb nicht dargestellt. Schiebernadelfassungen 1; 1.1, Schließdrahtfassungen, Führungen und die Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 sind über die Breite der Maschine angeordnet.

Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 im Bereich der Verfestigungslinie 5.

Die Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 weist ein Einschließteil 9; 10 sowie ein Abschlagteil 10; 11 auf. Das Einschließteil 9; 10 reicht von der Kante 9 zur Kante 10 und das Abschlagteil 10; 11 reicht von der Kante 10 bis zur Kante 11.

Die beiden Einschließ- und Abschlagplatinen 6; 6 sind spiegelbildlich angeordnet, wobei das Einschließteil 9; 10 und das Abschlagteil 10; 11 winklig zueinander ausgebildet sind.

Der Winkel β zwischen Einschließteil 9; 10 und Abschlagteil 10; 11 beträgt 120° bis 140°.

Die Abschlagkanten 10; 11; 10.1; 10.2 stehen senkrecht zu den jeweiligen Schiebernadeln 2; 2.1 und der Winkel (α) zwischen dem Einschließteil 9; 10; 9.1; 10.1 und der jeweiligen Schiebernadel 2; 2.1 beträgt mindestens 90°, vorzugsweise 90-110°.

Fig. 3 zeigt in vereinfachter Darstellung eine Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 bei der das Einschließteil 9; 10 und das Abschlagteil 10; 11 voneinander getrennt sind. Das Abschlagteil 10; 11 ist wieder der Führung zugeordnet. Das Einschließteil 9; 10 ist verstellbar gelagert.

Fig. 4 zeigt in vereinfachter Darstellung eine Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 die nicht mit der Führung 8; 8.1 fest verbunden ist. Die Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 ist zwecks Veränderung der Spaltbreite S verschiebbar gelagert und mittels einer Feder 12 gegen die Führung 8; 8.1 federbelastet.

Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist folgende:

Gesteuert durch die nicht dargestellten Antriebe durchstechen die Schiebernadeln 2; 2.1 das zwischen der Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 geführte Vlies 7 und ziehen bei der Rückwärtsbewegung Fasern und/oder Fäden in entgegengesetzter Richtung aus dem Vlies 7 heraus, wo sie vermascht werden. Das Einschließteil 9; 10 wirkt dabei mit den Schiebernadeln 2.1 und das Einschließteil 9.1; 10.1 wirkt dabei mit den Schiebernadeln 2 zusammen.

Das Abschlagteil 10; 11 ist der Schiebernadel 2 und das Abschlagteil 10.1; 11.1 ist der Schiebernadel 2.1 zugeordnet.

Ist es erforderlich, den Spalt S zu verändern, beispielsweise bei Verarbeitung anderer Materialien, werden die Führungen 8; 8.1 zueinander verschoben und die Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 ausgewechselt. Dies ist erforderlich, da infolge der dachförmigen Anordnung der Schiebernadeln 2; 2.1 eine Veränderung des Spaltes S auch bei Beibehaltung des Winkels zwischen Einschließ- und Abschlagteil 9; 10; 11 die Länge von Einschließ- und/oder Abschlagteil 9; 10; 11 verändert werden muß (Fig. 1).

Ist es notwendig bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 den Spalt zu verändern, so können Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 neu eingestellt werden und ein Auswechseln kann entfallen.

Die Führungen 8; 8.1 und damit das Abschlagteil 10; 11 werden verschoben. Danach wird das Einschließteil 9; 10 in Breite und Höhe eingestellt. Dabei wird der Abstand a zwischen Einschließ- und Abschlagteil zwangsläufig verändert.

Die Ausführung der Erfindung nach Fig. 4 ist bei der Verarbeitung von Fäden zur Verfestigung, außer bei Fransenlegung, anzuwenden. Um den Faden unter die Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 zwischen Führung 8; 8.1 hindurchzuführen, wirkt der Faden gegen die Feder 12 auf die Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 und kann zwischen Führung 8; 8.1 und Einschließ- und Abschlagplatine 6; 6.1 abgezogen werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Einschließ- und Abschlageinrichtung an einer zweibarrigen Nähwirkmaschine zur Verfestigung von Vliesen mit Fäden und/oder Fasern mittels maschenbildenden Organen, beispielsweise Schiebernadelbarren mit Schiebernadeln und Schließdrahtbarren mit Schließdrähten, wobei die Schiebernadelbarren unter einem Winkel α, kleiner 180° angeordnet sind und zwischen den beiden, je ein Einschließteil und ein Abschlagteil aufweisenden Einschließ- und Abschlagplatinen das zu verfestigende Vlies geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Einschließteil (9; 10) zum Abschlagteil (10; 11) zueinander winklig, das Abschlagteil (10; 11) zur Schiebernadel (2) senkrecht und das Einschließteil (9; 10) zur Schiebernadel (2.1) mindestens unter einem Winkel (α) von 90° angeordnet sind.
  2. 2. Einschließeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (β) zwischen Einschließteil (9; 10) und Abschlagteil (10; 11) 120-140° beträgt.
  3. 3. Einschließeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschlagteil (10; 11) und das Einschließteil (9; 10) der Einschließ- und Abschlagplatine (6; 6.1) getrennt voneinander ausgebildet sind.
  4. 4. Einschließeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einschließteil (9; 10) zur Schiebernadel (2; 2.1) unter einem Winkel (α) von 90-110° angeordnet ist.
  5. 5. Einschließeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschließ- und Abschlagplatine (6; 6.1) schwenkbar angeordnet ist.






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