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Dokumentenidentifikation DE3805365A1 31.08.1989
Titel Verfahren und Einrichtung zum Abgleichen einer Aufzeichnungslichtquelle in einer Fotosetzmaschine
Anmelder H. Berthold AG, 1000 Berlin, DE
Erfinder Alexander, Volker;
Hillenbrand, Franz, Dr.-Ing., 1000 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 17.02.1988
DE-Aktenzeichen 3805365
Offenlegungstag 31.08.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.08.1989
IPC-Hauptklasse B41B 21/08
IPC-Nebenklasse G03C 5/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Abgleichen einer Kathodenstrahlröhre oder einer Laserlichtquelle in einer Fotosetzmaschine, in dem die tatsächlichen Werte des Aufzeichnungsstrahles, bezüglich seiner Intensität dadurch überwacht, gemessen und korrigiert werden, indem ein mit dieser Fotosetzmaschine belichteter Probefilm mit verschiedenen Rastern unterschiedlicher Flächendeckungsgrade und mindestens einer Volltonfläche, als Referenzfilm einer wiederum in der Fotosetzmaschine angeordneten densitometrischen Auswerteeinrichtung zugeführt wird, die so erhaltenen Dichte- bzw. Schwärzungswerte mit den vorgegebenen Sollwerten verglichen werden und als Differenzwerte eine unmittelbare Intensitätsegalisierung der Kathodenstrahlröhre oder der Laserlichtquelle bewirken.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Abgleichen einer Kathodenstrahlröhre oder einer Laserlichtquelle in einer Fotosetzmaschine, indem die tatsächlichen Werte des Aufzeichnungsstrahles, bezüglich seiner Intensität dadurch überwacht, gemessen und korrigiert werden, indem ein mit dieser Fotosetzmaschine belichteter Probefilm mit verschiedenen Rastern unterschiedlicher Flächendeckungsgrade und mindestens einer Volltonfläche, als Referenzfilm einer wiederum in der Fotosetzmaschine angeordneten densitometrischen Auswerteeinrichtung zugeführt wird, die so erhaltenen Dichte- bzw. Schwärzungswerte mit den vorgegebenen Sollwerten verglichen werden und als Differenzwerte eine unmittelbare Intensitätsegalisierung der Kathodenstrahlröhre oder der Laserlichtquelle bewirken.

Bekanntlich dienen Fotosetzmaschinen dem Zweck, mittels einer Vielzahl abgespeicherter Schriftarten, Sonderzeichen und sonstiger Bildelemente, insbesondere Überschriften, Texte und auch schwarzweiße Grafiken in hoher typografischer Qualität auf ein fotosensitives Material zu belichten. Dieses Material dient dann als Vorlage für verschiedene nachfolgende Druckverfahren. Ein Teil der bekannten Fotosetzmaschinen betrifft die sog. Digitalbelichter, bei denen entweder als Lichtquelle eine Kathodenstrahlröhre oder Laserlichtquelle verwendet werden. Der nachfolgend beispielhaft beschriebene Bereich der Kathodenstrahlbelichter, im weiteren Verlauf auch mit CRT-Belichter bezeichnet, ist überwiegend so aufgebaut, daß auf dem Schirm der CRT-Röhre nacheinander einzelne Linien (Strokes) hell getastet werden, die dem zwischen einer Innen- und einer Außenkontur eines Buchstabens zu füllenden Bereich entsprechen. Eine Linie (Stroke) entsteht aus einer Vielzahl kleinster Punkte (Pixel), mit einer bekannten Feinheit von ca. 0,010 mm Durchmesser. Das zu belichtende Zeichen entsteht somit durch Nebeneinanderfügen oder Überlappen der in X-Richtung auf dem Röhrenbildschirm hell getasteten Linie.

Die typografische Qualität der mit bekannten CRT-Belichtern hergestellten Fotosatzarbeit hängt auch im wesentliche davon ab, mit welcher Feinheit, also Auflösung oder Anzahl von Linien pro Maßeinheit die CRT-Röhre betrieben wird und wie exakt diese Linien genau auf die erforderliche Stelle des fotosensitiven Materials plaziert werden können.

Die Intentsität des Lichtstrahles ist zu dieser belichteten Fläche beim Setzen von Texten und Strichzeichnungen nur von untergeordneter Bedeutung, auch wenn die Intensität allgemein regelbar ist und auch in CRT-Belichtern beispielsweise für das Belichten unterschiedlich empfindlicher Materialien genutzt wird. Nach dem Entwickeln des fotosensitiven Materials muß die belichtete Fläche eine Mindestdichte aufweisen. Primär soll die belichtete Fläche einen möglichst klaren und exakten Konturenübergang zur unbelichteten Fläche aufweisen, bei dem keine sichtbare Lageveränderung einzelner Belichtungsstrahlen den Konturenverlauf der Schriftzeichen unterbricht. Vorstehendes gilt zum Stand der Technik für bekannte CRT-Belichter.

Wenn nun ein derartiger Belichter darüber hinaus neben den o.g. Belichtungsmöglichkeiten auch noch gerasterte Bilder belichten soll, die in einem digitalen Bildspeicher abgelegt sind und mittels variabler Parameter wie Rasterpunktgröße, prozentuale Tonwerte, Rasterwinkel und Vergrößerungsfaktor, ein gleichzeitiges Belichten mit Texten auf ein fotosensitives Material ermöglichen soll, weisen bekannte CRT-Belichter nunmehr für diese Arbeiten gravierende Mängel auf.

Die Leistung einer Kathodenstrahlröhre wird nämlich durch eine Vielzahl von Parametern wie die Phosphornachleuchtdauer, die aktinische Leistung, den Kontrast des Schirmträgers, Alterung und Verbrennung des Phosphors in der Röhre, Phosphorkörnung, Unregelmäßigkeiten in der Punktgröße und verwendete Betriebsgröße begrenzt. Somit sind die Eigenschaften einer Kathodenstrahlröhre ständig zu kontrollieren und zu überwachen.

Weniger bekannt sind demnach CRT-Fotosatz-Belichter für Text, Bild und Grafik, wobei die Bilder mittels Punktrastern zusammen mit den Texten auf ein gemeinsames Material belichtet werden können.

Aus dem benachbarten Gebiet der Bildreproduktion ist bekannt, daß eine Vorlage, auch farbig, abgetastet, in die einzelnen Farbraster zerlegt und mittels eines Rasterbelichters auf einzelne Druckrasterfilme ausgegeben werden kann.

Da aber die Verschmelzung von Texten und Bildern zur Ganzseitenherstellung gewünscht und erforderlich ist, sollten dementsprechend auch Fotosatzbelichter gerasterte Bilder belichten können. Wenn man bedenkt, daß mit der Rasterung eines Bildes in mehreren hundert Graustufen und in einem breiten Bereich von Tonwertabstufungen, sowie Rasterpunkten in verschiedenen geometrischen Formen und Lagen, in einer Fotosetzmaschine möglich sein sollen, erkennt man, daß hier allerhöchste Anforderungen an die Genauigkeit, insbesondere an die Steuerung und Regelung und Überwachung der Lichtquelle gestellt werden. Denn gerade bei Rasterungen ist das menschliche Auge beispielsweise in der Lage, Tonwertveränderungen unter 1% bei makroskopischen Mustern sogar in der Größe von 0,003 mm zu erkennen. Die Schwierigkeiten und Anforderungen steigern sich nochmals, wenn in einem Fotosatzbelichter die gerasterten Bilder streifenweise belichtet und zusammengesetzt werden sollen.

Ein derartiger CRT-Fotosatzbelichter ist aus der DE-OS 36 15 126 bekannt, mit dem Texte und auch gerasterte Bilder für die Ganzseitenbelichtung gemeinsam belichtet werden können und zur Überwachung, Regelung und Steuerung der CRT-Röhre ein in der Belichtungsebene angeordneter Sensor die Lage, Fokus und Intensität des Belichtungsstrahles angeordnet ist. Dabei hat sich gezeigt, daß die streifenweise zusammengesetzten Rasterbilder fast nicht meßbare, aber sichtbare Differenzen in der Gleichmäßigkeit eines Rasters in einem gewünschten Flächendeckungsgrad aufweisen, die auch durch den verwendeten Sensor, mit lediglich einer Korrekturmöglichkeit für die Intensität, nicht ausgeglichen werden können.

Auch bei Laserbelichtern mit Polygon- oder Einfachspiegeln hat sich gezeigt, daß der Dichteverlauf von Rasterungen über die gesamte Breite, z.B. einer DIN-A4-Seite, nicht gleichmäßig ist, sondern teilweise von links nach rechts zu- oder abnimmt. Der nicht senkrecht auf das Filmmaterial auftreffende, sondern z.T. stark abgelenkte Lichtstrahl bewirkt eine Querschnittsänderung.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Einrichtung zum Abgleichen einer Kathodenstrahlröhre und/oder Laserlichtquelle in einer Fotosetzmaschine so zu verbessern, daß belichtete Rasterflächen eines ganz bestimmten prozentualen Flächendeckungsgrades, in jeder geometrischen Ausdehnung, ein hohes Maß von Gleichmäßigkeit und Reproduzierbarkeit aufweisen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird zur Lösung dieser gestellten Aufgabe ein Verfahren und eine Einrichtung vorgeschlagen, in dem die Fotosetzmaschine ihre eigenen aktuellen Belichtungsarbeiten, insbesondere beim Rastern in verschiedenen Flächendeckungsgraden, in einer Art Selbstbewertungsverfahren mit vorgegebenen Sollwerten vergleichen kann und beim Feststellen von Differenzen, ein automatisches Korrigieren einleitet und vornimmt.

Es ist damit möglich, den aktuellen Betriebszustand einer derartigen Fotosetzmaschine sozusagen halbautomatisch zu überwachen und zu korrigieren, indem die von der Maschine belichteten Probe- bzw. Musterfilme in verschiedenen unterschiedlichen Rasterungen durch eine Öffnung zum Selbstbewerten kurzzeitig überlassen werden. Diese Auswerte- oder Prüfeinrichtung erfaßt densitometrisch diese Probefilme, gibt die gemessenen Werte als digitale Signale an einen Rechner, der diese Istwerte mit den abgelegten Sollwerten vergleicht und unmittelbare Intensitätsregulierung der Lichtquelle bewirken kann. Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels mit den Zeichnungen. Dabei zeigt:

Fig. 1 ein Prinzipbild des CRT-Belichters mit der densitometrischen Prüfeinrichtung,

Fig. 2 einen Muster- bzw. Probefilmstreifen,

Fig. 3 einen Kurvenverlauf eines gerasterten Filmstreifens in einem bestimmten Flächendeckungsgrad.

Das erfindungsgemäße Verfahren und die Einrichtung finden Anwendung in einem Fotosatzbelichter, wobei als Lichtquelle eine CRT-Röhre benutzt wird und unter Verwendung bekannter Bauelemente. In Fig. 1 ist eine Prinzipskizze aufgezeichnet. Eine CRT-Röhre 1, in diesem Fall eine Rechteck-Ausführung, ist mit einem Umlenkspiegel 2 und einem Abbildungsobjektiv 3 zusammen auf einem nicht näher dargestellten, in X-Richtung, also in Zeilenrichtung verfahrbaren Schlitten angeordnet. Das fotosensitive Material 4, dabei kann es sich um lichtempfindliches Film- oder Papiermaterial handeln, wird streifenweise belichtet und anschließend um die Streifenbreite in Y-Richtung verschoben. Der hier beschriebene Belichter kann mit einer Auflösung, senkrecht und waagerecht, von ca. 70 Linien pro Millimeter betrieben werden, wobei mit dieser Auflösung im normalen Satzbetrieb bereits hochwertige typografische Qualität von Text- und Strichbildern erzeugt wird und für besonders hohe Ansprüche, z. B. für Rasterungen von Bildern, kann die Schreibdichte auch auf ca. 140 Linien pro Millimeter erhöht werden.

Dies bedingt ein hohes technisches Know-how und erfordert hohe Ansprüche an die Fertigungsqualität, an die elektronische Steuerung und Regelung eines Belichterteils. Das während des Belichtungsvorgangs ortsfeste Material 4 wird, wie bereits erwähnt, streifenweise belichtet, wobei ein erster Streifen 5 durch das kontinuierliche Verfahren der CRT-Röhre 1 in X-Richtung und Streifen 6 während der Rücklaufbewegung belichtet werden.

Ein Sensorfeld 8 ist vorzugsweise so in der Nähe der oberen linken Ecke eines zu belichtenden Formates 4 und in der Belichtungsebene angeordnet und dient der Messung und Regelung des Abbildungsstrahles 18, bezüglich Focus, Lage auf dem Film und Intensität.

Die Signale des Sensors 8 werden über eine Auswerteelektronik 9 dem Rechner 10 zugeführt. Dies ist ausführlich Gegenstand der bereits genannten DE-OS 36 15 126 und braucht daher hier nicht näher erläutert zu werden. Doch hat es sich in der Praxis herausgestellt, daß die mittels des Sensors 8 erhaltenen Signale zur Intensitätskontrolle und Regelung eine nicht ausreichende Genauigkeit während des Belichtens von Rasterungen bringt, da diese Art der Messung nicht die geometrische Form des Lichtstrahls berücksichtigt und damit auch nicht die genaue geometrische Verteilung der Intensität im auftreffenden Strahlquerschnitt, insbesondere auch zu den verschiedenen Abstrahlorten auf der CRT-Röhre berücksichtigt. Es hat sich deshalb in der Praxis gezeigt, daß der Dichteverlauf der zu rasternden Flächen besser erfaßt werden kann, wenn man das Belichtungsergebnis, in diesem Fall ein Probefilm, selbst als Muster abfragt und somit den tatsächlichen Belichtungs- oder Dichteverlauf als Korrekturmittel einsetzen kann, indem der so densitometrisch erfaßte Istwert mit dem idealen Dichteverlauf als Sollwert verglichen wird und damit korrigierbar ist.

Fig. 2 zeigt zunächst einen Test- oder Musterfilm 21, als Streifen eines möglichen größeren Filmformates 22, wie weiter unten noch näher erläutert wird. Dieser Teststreifen 21 wurde in besagtem CRT-Fotosatzbelichter belichtet und anschließend mit den üblichen Mitteln entwickelt. Belichtet werden im wesentlichen, mittels vorgegebenem Testprogramm für Größe, Lage und Inhalt, 3 Spuren. Die Spur 23 ist eine Volltonspur, also absolut dunkel oder schwarz, die mittlere Spur 24 ist eine Referenz- oder Taktspur zur Ableitung einer Wegeinformation. Sie besteht, hier willkürlich und übertrieben dargestellt, aus breiten Schwarzbalken 25 und schmaleren, durchlässigen Leerstellen dazwischen. Beispielsweise kann das Verhältnis der Breite der Schwarzbalken 25 zu den Leerstellen dazwischen eine Größe von 28 Pixel zu 4 Pixel betragen, wobei ein Pixel ca. 0,0075 mm groß ist. Die dritte und hier dargestellte rechte Spur ist die eigentliche Meßspur 26. In nicht maßstäblicher Weise ist hier als Beispiel eine Rasterfläche 27 mit 50% Flächendeckungsgrad dargestellt. Auf dieser Meßspur 26 können nun unterschiedliche Raster in verschiedenen Flächendeckungsgraden belichtet werden, z. B. von 15%, 30%, 50%, 85% und als Volltonfläche zur Ermittlung des Dichteverlaufs über eine bestimmte Strecke. In vorteilhafter Weise werden deshalb alle gewünschten Raster auf einem gemeinsamen Testfilm 22 belichtet, wie es mit der strichpunktierten Linie angedeutet ist, z.B. Rasterfläche 27A in 30% usw., und anschließend entwickelt und zerschnitten. Damit der Bediener der Fotosetzmaschine den Teststreifen in die richtige Meßposition bringen kann, trägt die Einführungsseite entsprechende Markierungen 28. In einem Feld 29 hinter den Meßspuren 24, 26 können Maschinen- und Tagesdaten automatisch einbelichtet sein.

Die Auswertung dieses Meßstreifens 21 wird nun anhand der densitometrischen Meß- und Auswerte-Einrichtung 30 wie in Fig. 1 dargestellt näher beschrieben. Das nicht näher dargestellte Gehäuse einer Fotosetzmaschine weist einen Einführungsschlitz 31 auf, in den der Teststreifen 21 geschoben wird. Sobald die Meßspur 23 eine Lichtschranke 32, 33 aktiviert, wird dieses Signal einer Treiberschaltung 34 für den Motor 35 zugeführt und eine Transportwalze 36 mit gefederter Andruckwalze 37 beginnt mit dem Einziehen des Testfilmstreifens 21. Dieses Einziehen erfolgt mit erhöhter Vorschubgeschwindigkeit so lange, bis die Taktspur 24 eine weitere Lichtschranke erreicht. Diese Lichtschranke setzt sich aus der Fotodiode 38 und einem entsprechenden Empfänger 39 zusammen, die beide einer Steuer- und Meßeinrichtung 40 entsprechende Signale melden, die dann über Leitung 41 wiederum die Ansteuerung für den Motor 35 zu einer bestimmten Transportgeschwindigkeit bewirkt. Mit dieser Lichtschranke 38, 39 wird über die Balken 25 und entsprechende Leerstellen ein Wegesignal erzeugt, welches für die Auswertung der eigentlichen Raster- oder Meßspur 26 benötigt wird. Parallel zu der Lichtschranke 38, 39 ist ebenfalls eine Leuchtdiode 42 mit entsprechendem Empfänger 43 angeordnet, wobei der Empfänger 43 seine Signale ebenfalls an die Steuer- und Meßeinrichtung 40 abgibt. Die Taktspur 24 und die Meßspur 26 werden über eine Schlitzblende 44 geführt, wobei die beiden dargestellten Schlitze jeweils nur 0,1 mm Öffnungsbreite besitzen.

Die Bedeutung dieser Meßeinrichtung ist nunmehr klar, indem mit der Taktspur 24 über die Lichtschranke 38, 39 eine Wegeinformation ermittelt wird, die benötigt wird, um den Dichteverlauf der über die Lichtquelle und Empfänger 42, 43 ermittelten Informationen eines ganz bestimmten Flächendeckungsgrades zu erhalten. Diese beiden Signale werden gemeinsam in der Steuer- und Meßeinrichtung 40 aufbereitet und über Leitung 47 dem Rechner 10 zugeführt. Im Rechner 10 werden die so erhaltenen densometrischen Werte mit vorgegebenen Meßwerten verglichen und für nachfolgende Belichtungen gespeichert. Bei einer erneuten Belichtung mit einem Raster des gleichen Flächendeckungsgrades kann dieser gespeicherte Wert dann der Helligkeitssteuerung 48 für eine entsprechende Erhöhung oder Minderung der Intensität vorgegeben werden.

Man kann somit sehr genau feststellen, in welchem örtlichen Bereich auf der Meßspur 26, 27, durch Mitzählen auf der Taktspur 24, sich die Dichte verändert hat.

Die hier im Beispiel dargestellte Art der densitometrischen Messung nach der Durchlichtmethode benutzt ein Filmmaterial mit lichtdurchlässigen und -undurchlässigen Bereichen. Vorzugsweise liegt die entwickelte Schicht des Films dabei direkt auf der Schlitzblende 44 auf.

Es ist aber auch möglich, die Empfänger 39, 43 oberhalb des Testfilms anzuordnen und einen undurchsichtigen Testfilm mit schwarzen und weißen Bereichen mittels der Auflichtmethode abzufragen.

Es wurde bereits erwähnt, daß die Meßspur 26 nicht nur Rasterungen in verschiedenen Flächendeckungsgraden beinhalten kann, sondern auch eine Volltonfläche zur Feststellung einer Schwärzung, z. B. der Dichte 3,0. Somit ist hier eine Möglichkeit gegeben, die belichteten Fotosatzfilme, als Vorlage für die weitere drucktechnische Verarbeitung mit einer gewünschten Mindestdichte zu belichten.

Aus Fig. 3 kann man den Dichteverlauf einer beispielsweisen Messung von Rasterungen in verschiedenen Flächendeckungsgraden von 15% bis 85% zu ihrem jeweiligen Idealverlauf (50) entnehmen. Zum Beispiel ergibt sich bei der 15%igen Flächendeckung eine Messung, die hier in gestrichelter Linie (51) dargestellt ist, deren maximale Abweichung "0" in der Nähe der Wegeinformation (140) liegt. Nicht nur, daß man aus der Linie (51) erkennt, daß diese generell unterhalb der Ideallinie (50) bei 15% Flächendeckungsgrad liegt und deshalb angehoben werden muß, wird außerdem erkannt, daß die größte Abweichung "D" bei der Wegeinformation (140) liegt und damit einer weiteren Anhebung bedarf. Wie bereits erwähnt werden diese Differenzwerte "D" im Rechner (10) an die Idealwerte (50) angepaßt, und in diesem Beispiel wird die CRT-Röhre (1) über ihre Helligkeitssteuerung (48) zur Intensitätsegalisierung in Verbindung mit einer Ortsinformation veranlaßt.

Abschließend soll noch erwähnt werden, daß diese vorstehend beschriebene Art der Messung von Flächendeckungsgraden von Rasterungen sowohl in der Hauptsetzrichtung "X", als auch in Y-Richtung möglich ist, d.h., daß die Meßspur 26 eines Probefilms 21, 22 entweder einem waagerechten Teil einer gerasterten Fläche einer Probelichtung entspricht oder einem senkrechten Teil.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Abgleichen einer Kathodenstrahlröhre oder Laserlichtquelle in einer Fotosetzmaschine, wobei die tatsächlichen Werte des Aufzeichnungsstrahles bezüglich seiner Intensität überwacht, gemessen und korrigiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein belichteter Testfilm (21, 22) mit verschiedenen Rastern unterschiedlicher Flächendeckungsgrade (27, 27a) und mindestens einer Volltonfläche, von dem zu prüfenden Kathodenstrahl- oder Laserbelichter belichtet wird, dieser Film in einzelne Teststreifen (21, 22) zerschnitten und nacheinander einer in diesem Belichter angeordneten densitometrischen Meß- und Auswerte-Einrichtung (30) zugeführt und der so ermittelte Dichteverlauf für jeden Flächendeckungsgrad als Istwert einem Rechner (10) zugeführt und mit dort vorgegebenen Sollwerten verglichen und bei Differenz der Helligkeitssteuerung (48) ein Korrekturwert zugeführt wird.
  2. 2. Fotosetzmaschine mit einer Kathodenstrahlröhre oder einer Laserlichtquelle und einem optischen Abbildungssystem, wobei zwischen Lichtquelle und Aufzeichnungsmaterial eine translatorische Bewegung stattfindet, dadurch gekennzeichnet, daß in der Fotosetzmaschine eine densitometrische Meß- und Auswerte-Einrichtung (30) zur Auswertung von auf dieser Fotosetzmaschine belichteten Probefilmstreifen (21, 22) angeordnet ist, wobei der mittels Sensoren (42, 43) ermittelte Dichteverlauf der Meßspur (26) in Ortsbeziehung zu den mittels der Taktspur (25) und den Sensoren (38, 39) parallel erzeugten Wegesignalen gebracht, über eine Steuer- und Meßeinrichtung (40) dem Rechner (10) zugeführt wird, wobei die Lichtquelle (1) über die Helligkeitssteuerung (48) mit dem Rechner (10) verbunden ist und von diesem mit Korrekturwerten beaufschlagt werden kann.
  3. 3. Vorrichtung zur Kontrolle des Dichteverlaufs von Rasterungen unterschiedlicher Flächendeckungsgrade in einer Fotosetzmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Testfilm (21, 22) mit einer Volltonspur (23), einer Taktspur (25) und einer Meßspur (26) versehen ist, wobei die Meßspur (26) in einem bestimmten prozentualen Flächendeckungsgrad (27, 27a) gerastert oder eine Volltonfläche ist.
  4. 4. Vorrichtung nach den vorherigen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß in Einschubeinrichtung des Testfilmstreifens (21) vor der Transportwalze (36) und der Andruckwalze (37) eine Gabellichtschranke (32, 33) angeordnet ist, die bei Unterbrechung durch die Volltonfläche (23) des Testfilms (21) ein Signal an die Treiberschaltung (34) abgibt und von dieser der Motor (35) der Transportwalze (36) mit entsprechenden Wegesignalen beaufschlagbar ist.






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