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Dokumentenidentifikation DE3828786C1 12.10.1989
Titel Verfahren zur Herstellung von Bier
Anmelder Fürstliche Brauerei Thurn und Taxis Regensburg GmbH, 8400 Regensburg, DE
Erfinder Schifferl, Ludwig, Dipl.-Braum., 8411 Sinzing, DE;
Hopfensitz, Hans-Georg, 7085 Bopfingen, DE
Vertreter Beetz sen., R., Dipl.-Ing.; Beetz jun., R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Timpe, W., Dr.-Ing.; Siegfried, J., Dipl.-Ing.; Schmitt-Fumian, W., Prof. Dr.rer.nat.; Mayr, C., Dipl.-Phys.Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 25.08.1988
DE-Aktenzeichen 3828786
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1989
IPC-Hauptklasse C12C 7/00
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Roggenbier unter Verwendung eines wesentlichen Anteils von Roggen durch Herstellung eines Malzes, Herstellung einer Würze durch Maischen des Malzes und Gärung der Würze unter Zusatz von Hefe, und ist gekennzeichnet durch folgendes spezielles Zweimaischverfahren: - Einmaischen bei einer Temperatur im Bereich von 30 bis 40°C, - Halten der Maische auf dieser Temperatur, - Abziehen der 1. Teilmaische bei dieser Temperatur, - Halten der 1. Hauptmaische auf dieser Temperatur, - Zumischen der 1. Teilmaische nach dem Kochen zur 1. Hauptmaische unter Erzielung einer Temperatur der Gesamtmaische von 50 bis 55°C, - Abziehen der 2. Teilmaische, - Halten der 2. Hauptmaische auf dieser Temperatur für 20 bis 40 min, - Erwärmen der 2. Hauptmaische auf eine Temperatur im Bereich von 60 bis 65°C und Halten auf dieser Temperatur für 20 bis 40 min sowie - Zumischen der 2. Teilmaische nach dem Kochen zur 2. Hauptmaische unter Erzielung einer Temperatur der Gesamtmaische von 70 bis 80°C.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Bier aus einem Malz mit einem wesentlichen Anteil von Roggen.

Bier wird in der Bundesrepublik Deutschland bisher nur aus den Getreidearten Gerste und Weizen sowie Hopfen, Wasser und Hefe hergestellt. Die Herstellung läßt sich in drei große Abschnitte aufgliedern, nämlich die Malzbereitung, d. h. Quellen, Keimen und Darren, des Getreides, die Herstellung der Würze aus dem erhaltenen Malz und an die abschließende Gärung und Lagerung.

Das gemahlene Malz wird mit Wasser eingemaischt, im allgemeinen bei obergärigem Bier bei 35°C, und anschließend erwärmt. Nach dem sog. Zweimaischverfahren (vgl. L. Narziss, Die Technologie der Würzebereitung, Ferd. Enke Verlag Stuttgart, 6. Aufl. 1985, S. 168-171) wird z. B. bei ca. 50°C von der Hauptmaische, die auf dieser Temperatur für längere Zeit verbleibt, eine erste Teilmaische zur Kochung abgetrennt. Zur Bildung von Zucker und damit auch für einen entsprechenden Alkoholgehalt des Biers wird bei Erwärmung der ersten Teilmaische noch jeweils bei ca. 64°C und 72°C für ca. 10 Minuten eine Temperaturrast, d. h. eine Unterbrechung der Erwärmung, vorgenommen. Nach der Kochung der ersten Teilmaschine erfolgt wieder eine Vermischung mit der Hauptmaische bei 64°C, wonach eine zweite Teilmaische zum erneuten Kochen abgezogen wird, während die Hauptmaische so lange auf der Mischungstemperatur gehalten wird, bis das Wiedereinmischen der zweiten Teilmaische zum Schluß eine Temperatur von ca. 72°C ergibt.

Nach Läuterung, d. h. Absitzenlassen oder Filtration der festen Bestandteile, Treber genannt, wird die entstandene Würze zur Konzentrierung, Sterilisierung und Ausfällung der löslichen Proteine in Würzepfannen gekocht und gehopft. Unter Zusatz von Hefe gibt man dann die abgekühlte Würze in Gärbottiche zur Durchführung der Hauptgärung.

Zur Nachgärung wird im allgemeinen Speise, d. h. unvergorene Bierwürze vom letzten Biersud, verwendet.

Die Verwendung von anderen Getreidearten neben Gerste und Weizen würde zu einer Bereicherung der vorhandenen Biersorten führen, jedoch wurde aus verschiedenen Gründen eine wirtschaftliche Herstellung solcher Biere nicht als durchführbar angesehen. Insbesondere gilt dies für die Herstellung von Bier unter Verwendung von Roggen, das einen aromatischen, würzigen und kernigen Geschmack erwarten ließ. Die wesentlichen Gründe waren der schlechtere Aufschluß des Korns und die hohe Viskosität der Würze im Vergleich zur Verwendung von Gerste, die nahezu dreifach höher ist und damit bei der Herstellung von Bier zu bisher nicht verfahrenstechnischen Problemen geführt hätte, besonders bei der Abläuterung bzw. Filtration.

In der Monographie von A. Maurizio "Geschichte der gegorenen Getränke", Verlag Dr. Martin Sändig oHG, Wiesbaden, 1970, ist auf Seite 105 als Biergetreide des Mittelalters auch Roggen genannt, ohne daß allerdings hierzu nähere Angaben gemacht sind.

Der sog. Brotkwaß ist ferner als ein russisches Nationalgetränk bekannt (W. W. Rudolf, Die Lebensmittel-Industrie 16 (1969), Heft 4, Seiten 133-135). Der Brotkwaß wird durch eine unterbrochene Milchsäuregärung und alkoholische Gärung der Extraktivstoffe einer Maische erhalten, die aus Brotstücken mit und ohne Malzzusatz und Zucker oder unmittelbar aus einem Gemisch von Roggenmalz, Gerstenmalz und Roggenmehl hergestellt wird (vgl. auch DE 15 17 864 A1). Die Kwaßbrote werden speziell zu diesem Zweck aus einem Gemisch von Roggenmehl, Gerstenmalz und Roggenvollkornmehl gebacken. Die Maischeherstellung geschieht durch Auszug der Extraktivstoffe aus den Kwaßbroten mit heißem Wasser und Abtrennung der unlöslichen Bestandteile. Die Vergärung der Maische erfolgt nach Zusatz von Hefe und Milchsäurebakterien und Zucker. Zur Erzeugung des typischen Brotaromas werden Roggenmalz und Roggenmehl vor dem Maischen gebrannt. Aufgrund der sehr speziellen Ausgangsmaterialien und der besonderen Herstellungsweise sowie der resultierenden Produkteigenschaften ist die Kwaßerzeugung nicht mit der Bierherstellung zu vergleichen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Bier unter Verwendung eines Malzes mit einem wesentlichen Anteil von Roggen anzugeben, das zu einem Bier mit Roggengeschmack führt und in wirtschaftlicher Weise durchführbar ist.

Die Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 gelöst. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausführungsformen.

Die Zusammenmischung der ersten Teilmaische nach dem Kochen mit der 1. Hauptmaische erfolgt vorteilhaft mit einem oder mehreren Temperaturrasten, wonach dann die zweite Teilmaische zur erneuten Kochung wieder abgezogen wird.

Während bei dem bekannten Zweimaischverfahren eine erste Temperaturrast erst bei ca. 50°C durchgeführt wird, bei der das Abziehen der ersten Teilmaische von der ersten Hauptmaische erfolgt, wobei dann die Hauptmaische bis zur Vermischung mit der ersten Teilmaische nach der Kochung auf dieser Temperatur verbleibt, wird erfindungsgemäß bereits bei 30 bis 40°C und vorteilhaft bei 35°C eine erste Temperaturrast durchgeführt, d. h., die erste Hauptmaische verbleibt bis zur Zusammenmischung mit der ersten Teilmaische nach der Kochung auf diesem Temperaturniveau.

In überraschender Weise hat sich nämlich gezeigt, daß man durch die frühzeitige Temperaturrast und die Beibehaltung dieser Temperatur für die Hauptmaische präexistierende Enzyme und Phosphate besser in Lösung bringen kann. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird die Viskosität der Roggenwürze deutlich besser abgebaut.

Im Unterschied zu den bekannten Verfahren, bei denen die Hauptmaische nach der Zusammenmischung mit der ersten Teilmaische auf einer Temperatur von 64°C verbleibt, wird die Hauptmaische erfindungsgemäß demgegenüber für längere Zeit auf einer niedrigen Temperatur im Bereich von 50 bis 55°C gehalten und erst dann weiter aufgeheizt. Auch diese Maßnahme wirkt sich sehr positiv auf den Anschluß und den Abbau der hohen Viskosität aus. Insbesondere können dabei die Gummistoffe besser entfernt werden, die sich vor allem im Temperaturbereich um 50°C auflösen.

Gemäß einer erfindungsgemäßen Weiterbildung wird bei der Erwärmung der ersten Teilmaische jeweils eine Temperaturrast von mehreren Minuten, vorzugsweise jeweils ca. 10 Minuten, bei 50 und bei 70°C durchgeführt.

Dies bedeutet, daß im Unterschied zu dem bekannten Maischverfahren die Temperaturen im Bereich um 60°C rasch durchlaufen, die Temperaturen um 50 und 70°C hingegen stärker betont werden. Die Temperaturrast bei 50°C ist auch für den Eiweißabbau wichtig, während die Temperaturrast bei 70°C für die Bildung der Zucker wesentlich ist. Bei dieser Temperatur entstehen nämlich beim Roggenmalz schwer vergärbare Zucker, wodurch der erzielbare Vergärungsgrad niedriger wird. Bei Temperaturen im Bereich um 60°C resultiert ein höherer Zuckergehalt, der einen höheren Vergärungsgrad und damit auch mehr Alkohol ergeben würde. Beim erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von Bier aus Roggen erzeugt man somit weniger vergärbare Zucker.

Im Vergleich zu den bekannten Maischverfahren ist somit das erfindungsgemäße Verfahren temperaturmäßig gewissermaßen phasenverschoben.

In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß zur Nachgärung Weizenbierspeise zugegeben wird.

Bei einer Zugabe von Roggenbierspeise hat sich herausgestellt, daß der Schaum zusammenfällt. Als eine der Hauptursachen wurde dabei gefunden, daß dies im wesentlichen am Vorhandensein von deutlich mehr höheren Fettsäuren liegt.

In überraschender Weise wurde jedoch festgestellt, daß man dieses Problem dadurch vermeiden kann, daß man statt Roggenbierspeise Weizenbierspeise zusetzt.

In gleicher Weise ergab sich, daß man die Schaumhaltbarkeit deutlich verbessern kann, wenn man das Bier nach der Hauptgärung filtriert. Weizenbier wird hingegen normalerweise lediglich zentrifugiert. Wird das erfindungsgemäß hergestellte Roggenbier filtriert, ist die Schaumhaltbarkeit erheblich verbessert.

Die Filtration nimmt man vorzugsweise mit Kieselgur vor.

Von Vorteil ist es auch, wenn man das Bier vor der Nachgärung noch einer Kurzzeiterhitzung unterzieht, die vorteilhaft durch ca. 0,5 bis 2 min langes Erhitzen auf Temperaturen von ca. 65 bis 75°C vorgenommen wird. Auf diese Weise werden Proteinasen zerstört. Es wurde nämlich festgestellt, daß bei Vorhandensein von Proteinasen bei der Lagerung die Schaumbildung verringert ist. Inaktiviert man die Proteinasen mit Hitze, wird konstante Schaumbildung erhalten.

Abschließend wird zur Nachgärung in der Flasche nochmals Hefe zugegeben.

Eine sehr vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß Roggenmalzbrotfladen nach der Hauptgärung und vor der Filtration zugegeben werden.

Da bei der Hauptgärung die Hefe einen Teil des guten Roggengeschmacks wegnimmt, wird durch die erfindungsgemäße Zugabe der Roggenmalzbrotfladen der typische Roggen- bzw. Brotgeschmack wieder verstärkt. Es ist lediglich erforderlich, daß man die Fladen vor der Filtration zusetzt, damit deren Festbestandteile bei der Filtration wieder herausgeholt werden können.

Zur Herstellung von Roggenmalzbrotfladen kann man Roggenmalzschrot mit Wasser und Bierhefe mischen, anschließend gehen bzw. quellen lassen und dann backen.

Statt Roggenmalzbrotfladen kann man auch karamelisierten Roggenbierextrakt nach der Hauptgärung zusetzen. Auf diese Weise wird ebenfalls ein stärkerer Roggen- bzw. Brotgeschmack erreicht. Der Roggenbierextrakt kann auf einfache Weise durch Aufsprühen von Roggenbier auf eine beheizte Fläche oder auf heiße Steine erhalten werden.

Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.

In seinem prinzipiellen Ablauf entspricht das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Roggenbier der bekannten Verfahrensweise, weshalb im folgenden nur die für die Erfindung wesentlichen Abweichungen und Ergänzungen des üblichen Verfahrens näher beschrieben werden.

Beispiel

Als Rohstoff wird eine Malzmsichung, bestehend aus 50% Roggenmalz, 10% Weizenmalz und 40% Gerstenmalz verwendet. Die Einquellung des Roggens, des Weizens und der Gerste erfolgt in einem Behälter mit Wasser bei einer Keimgutfeuchte von 45% und einer Temperatur von 18°C. Im Laufe des Mälzens wird die Keimgutfeuchte auf unter 40% abgesenkt, während gleichzeitig die Temperatur bis auf 24°C erhöht wird.

Nach dem Mälzen wird das gemahlene Malz mit Wasser bei 35 °C eingemaischt. Die Gesamtmaische wird dabei für ca. 15 Minuten auf dieser Temperatur gehalten, wonach eine erste Teilmaische abgezogen und erwärmt wird, während die verbleibende erste Hauptmaische auf dieser Temperatur verbleibt. Während der Erwärmung der ersten Teilmaische auf Kochtemperatur wird bei ca. 50°C und bei ca. 70°C jeweils eine Temperaturrast unter Aufrechterhaltung einer konstanten Temperatur für jeweils 10 Minuten vorgenommen.

Nach ca. 20 Minuten Kochen der ersten Teilmaische wird diese mit der ersten Hauptmaische wieder vermischt, wobei sich eine Gemischtemperatur von ca. 47°C einstellt. In kleinen Stufen wird anschließend die Gesamtmaische bis auf ca 53°C leicht erwärmt, wonach eine zweite Teilmaische zur erneuten Kochung abgezogen wird, während die verbleibende zweite Hauptmaische für ca. 30 Minuten weiterhin auf der Temperatur von 53°C gehalten wird.

Während der Erwärmung der zweiten Teilmaische auf Kochtemperatur wird bei 70°C nochmals eine Temperaturrast von ca. 10 Minuten durchgeführt, während der keine weitere Erwärmung stattfindet. Nach der zweiten Kochung, die ebenfalls 20 Minuten dauern kann, erfolgt wiederum eine Vereinigung mit der zweiten Hauptmaische, die zuvor auf 62°C erwärmt und für ca. 30 Minuten auf dieser erhöhten Temperatur gehalten worden ist. Die Vermischung der zweiten Teilmaische mit der zweiten Hauptmaische erfolgt bei 74°C. Anschließend wird die Gesamtmaische einer Läuterung unterzogen. Die Läuterung wird mit einem Filter bzw. in einem Läuterbottich durchgeführt, wobei die Treber als Sieb wirken.

Die dabei erhaltene Würze wird dann in Würzepfannen ca. 60 Minuten gekocht und mit Hopfen versetzt. Die abgekühlte Würze wird anschließend unter Zusatz von obergäriger Hefe zur Gärung bei ca. 15 bis 22°C in Gärbottiche gebracht.

Nach dieser Hauptgärung wird dem Bier ca. 15 bis 20% Weizenbierspeise, d. h. unvergorene Bierwürze aus einem anderen Biersud, zugegeben.

Zur Steigerung des Roggengeschmacks werden auch noch Brotfladen aus Roggenmalz zugegeben. Zur Herstellung der Brotfladen werden ein Teil Roggenschmalzschrot und ein Teil Wasser mit 1 bis 2% Bierhefe gemischt. Den erhaltenen Teig läßt man ca. 1 Stunde quellen, streicht ihn anschließend auf einem Backblech aus und läßt ihn nochmals für ca. 1/2 Stunde gehen. Anschließend wird der Teig ca. 1 Stunde bei 180 bis 250°C und vorzugsweise 220°C gebacken, wonach die auf diese Weise hergestellten Roggenmalzbrotfladen wie oben angegeben in das Bier eingebracht werden und damit den würzigen Brotgeschmack ergeben.

Die Dauer des Backvorganges für die Roggenmalzbrotfladen kann frei gewählt werden und richtet sich nach dem Verzuckerungsgrad, den man durch das Backen erreichen möchte.

Statt einer Zugabe von Roggenmalzbrotfladen kann auch karamelisierter Roggenbierextrakt zugegeben werden, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Nach der erwähnten Zugabe von Weizenbierspeise und der Brotfladen erfolgt eine Filtration des Bieres mit Kieselgur; danach wird das Bier einer Kurzzeiterhitzung auf ca. 65 bis 75°C für ca. 0,5 bis 2 Minuten zur Inaktivierung der Proteinasen unterworfen. Abschließend erfolgt in üblicher Weise eine Nachgärung unter erneuter Zugabe von obergäriger Hefe in Tanks für ca. 2 bis 3 Wochen, wonach das Bier mit der Hefe abgefüllt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung von Bier unter Verwendung eines wesentlichen Anteils von Roggen durch Herstellung eines Malzes, Herstellung einer Würze durch Maischen des Malzes und Gärung der Würze unter Zusatz von Hefe, gekennzeichnet durch Maischen nach folgendem Zweimaischverfahren:
    1. - Einmaischen bei einer Temperatur im Bereich von 30 bis 40°C,
    2. - Halten der Maische auf dieser Temperatur,
    3. - Abziehen der 1. Teilmaische bei dieser Temperatur,
    4. - Halten der 1. Hauptmaische auf dieser Temperatur, Zumischen der 1. Teilmaische nach dem Kochen zur 1. Hauptmaische unter Erzielung einer Temperatur der Gesamtmaische von 50 bis 55°C,
    5. - Abziehen der 2. Teilmaische,
    6. - Halten der 2. Hauptmaische auf dieser Temperatur für 20 bis 40 min,
    7. - Erwärmen der 2. Hauptmaische auf eine Temperatur im Bereich von 60 bis 65°C und Halten auf dieser Temperatur für 20 bis 40 min
  2. sowie
    1. - Zumischen der 2. Teilmaische nach dem Kochen zur 2. Hauptmaische unter Erzielung einer Temperatur der Gesamtmaische von 70 bis 80°C.
  3. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Durchführung einer Temperaturrast der 1. Teilmaische von mehreren Minuten bei Erreichen von etwa 50°C sowie bei Erreichen von etwa 70°C.
  4. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Verwendung einer Malzmischung bestehend aus 50% Roggenmalz, 10% Weizenmalz und 40% Gerstenmalz.
  5. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Nachgärung Weizenbierspeise zugegeben wird.
  6. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Hauptgärung und vor der Filtration Roggenmalzbrotfladen zugegeben werden.
  7. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Roggenschmalzbrotfladen zugegeben werden, die durch Mischen von Roggenschrot, Wasser und Bierhefe, Gehenlassen und Backen hergestellt sind.
  8. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Hauptgärung karamelisierter Roggenbierextrakt zugegeben wird.
  9. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß karamelisierter Roggenbierextrakt zugegeben wird, der durch Aufsprühen von Roggenbier auf eine erwärmte Fläche erhalten ist.
  10. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Bier nach der Hauptgärung filtriert wird.
  11. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß das Bier vor der Lagerung einer Kurzzeiterhitzung unterzogen wird.
  12. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurzzeiterhitzung bei Temperaturen von 65-75°C für 0,5-2 Minuten durchgeführt wird.
  13. 12. Roggenbier, erhältlich nach dem Verfahren der Ansprüche 4, 9, 10 oder 11.






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