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Dokumentenidentifikation DE3811929A1 19.10.1989
Titel Haltevorrichtung für Filterschläuche
Anmelder Walther & Cie AG, 5000 Köln, DE
Erfinder Frank, Werner, Dipl.-Ing., 5060 Bergisch Gladbach, DE
DE-Anmeldedatum 09.04.1988
DE-Aktenzeichen 3811929
Offenlegungstag 19.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.10.1989
IPC-Hauptklasse B01D 46/00
IPC-Nebenklasse B01D 46/02   B01D 46/42   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für Filterschläuche. Eine Klemmvorrichtung ist mit dem unteren Ende jedes Filterschlauches verbunden. Ein im Filtergehäuse angeordneter Kreuzrost bildet einzelne Felder, in denen jeweils eine Klemmvorrichtung eingehängt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für Filterschläuche in Staubgasfiltern mit einem Filtergehäuse, das durch einen Schlauchboden in einen Staubluft- und einen Reinluftraum unterteilt ist, wobei die Filterschläuche mit ihrem oberen offenen Ende an dem Schlauchboden befestigt sind und mit ihrem geschlossenen unteren Ende mittels über ihr geschlossenes Ende hinaus verlängernden Stutzen in ein am Filtergehäuse befestigtes Haltesystem ragen, in dem sie in axialer Richtung frei beweglich und in radialer Richtung nahezu fixiert sind.

Mit derartigen Haltevorrichtungen werden die nach unten hängenden Filterschläuche im unteren Bereich fixiert, damit sich die Filterschläuche dort nicht aneinanderlegen und somit den Abscheidegrad des Filters verschlechtern.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Haltevorrichtung für Filterschläuche in Staubgasfiltern zu schaffen, mittels der die Filterschläuche sich in axialer Richtung frei bewegen können und in radialer Richtung nahezu fest fixiert sind.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Haltevorrichtung als Kreuzrost ausgebildet ist, der aus rechtwinklig mit Abstand angeordneten, hochkantigen Blechen besteht und somit begrenzte Felder bildet, in die Klemmvorrichtungen eingehängt sind, die jeweils mit dem unteren Filterschlauchstutzen verbunden sind.

Die hochkant stehenden Bleche des Kreuzrostes geben einerseits eine ausreichende Fixierung in radialer Richtung, lassen aber andererseits in axialer Richtung eine gewisse Bewegungsfreiheit, ohne die Fixierung zu beeinträchtigen. Dabei weisen die Bleche eine derartige Höhe auf, daß sie neben der zentrierenden Wirkung eine Gleichrichtung der Rohgasströme bewirken und damit den Verschleiß der unteren Schlauchenden vermindern.

Der untere Filterschlauchstutzen kann einen geschlossenen Boden mit Kragen aufweisen, in den eine Sicke eingelassen ist, in die ein oberer Befestigungsring der Klemmvorrichtung eingelassen ist. Dabei kann die Klemmvorrichtung zwei oder mehrere U-förmige Bügel aufweisen, wobei die freien Enden der Bügelstege mit dem Befestigungsring verbunden sind und der Verbindungssteg der Bügel eine nach innen oder außen gerichtete Wölbung aufweist.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Kreuzrostes ist darin zu sehen, daß die Bleche des Kreuzrostes versetzt angeordnete Schlitze aufweisen, mit denen sie rostbildend ineinandergesteckt sind. Damit ist eine einfache Steckverbindung geschaffen, die sich jederzeit einfach ein- und ausbauen läßt. Auch kann der Kreuzrost aus Profilblechen gebildet sein, die untereinander verbunden sind.

Sind an der Innenseite des Filtergehäuses Stützkonsolen vorgesehen, so kann der gesamte Kreuzrost ohne feste Verbindungen lose im Filtergehäuse eingelegt werden.

Mittels der Klemmvorrichtung lassen sich die unteren geschlossenen Enden der Filterschläuche in einfachster Weise in die Felder des Kreuzrostes von oben einschieben und nach oben wieder ausbauen. Die Bügel der Klemmvorrichtungen sind so elastisch, daß sie sich axial verschieben lassen, ohne größeren Verschleiß an den Innenseiten der Bleche des Kreuzrostes zu verursachen, geben aber gleichzeitig eine ausreichende Fixierung in radialer Richtung. Die Klemmvorrichtung mit den drahtförmigen Bügeln bieten dem Staub nahezu keine Auflageflächen zur Ablagerung.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:

Fig. 1 einen Schnitt durch den unteren Teil eines Filterschlauches,

Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie A-B in Fig. 1,

Fig. 3 eine räumliche Darstellung des Kreuzrostes,

Fig. 4 die Auflagerung des Kreuzrostes,

Fig. 5 bis 7 Ausgestaltungen des Kreuzrostes.

Das Filtergehäuse mit dem oberen Schlauchboden ist nicht dargestellt. Fig. 1 zeigt lediglich ein unteres Ende eines Filterschlauches 1, mit angedeutetem inneren Stützgewebe 2. Das untere Ende des Filterschlauches 1 ist mit einem Stutzen 3 verschlossen, der einen geschlossenen Boden 4 mit einem Kragen 5 aufweist. Das untere geschlossene Ende des Filterschlauches 1 ist über den Stutzen 3 gestülpt und dort befestigt. Der Kragen 5 ist mit einer rundumlaufenden Sicke 6 versehen. In diese Sicke 6 ist ein geschlossener Ring 7 eingedrückt. An der Außenseite des Ringes 7 sind zwei oder mehrere U-förmige Bügel 8 und 9 mit ihren freien Enden 8a und 9a befestigt. Die Bügel bestehen aus sich nach unten konisch erweiternden BügeIstegen 8b, 9b, die mittels eines Verbindungssteges 8c miteinander verbunden sind. Im Ausführungsbeispiel sind die Verbindungsstege mit einer nach innen gerichteten Wölbung versehen, die in Fig. 1 mit 8d bezeichnet sind. Die nicht näher bezeichnete Wölbung des Bügels 9 ist so ausgestaltet, daß sie den Bügel 8 von unten umgreift. Die Wölbung 8d in Verbindung mit dem Radius 8e verleiht dem Bügel eine gewisse Elastizität, so daß er von oben in das Feld 16 eines Kreuzrostes 11 eingeschoben und dort fixiert werden kann. Der Kreuzrost 11 besteht aus Blechen 12 und 13, die mit versetzt angeordneten Schlitzen 14 und 15 versehen sind. Mittels dieser Schlitze lassen sich die Bleche zu einem Rost ineinanderstecken. Eine Schweißverbindung oder dgl. ist dann nicht mehr erforderlich.

Wie Fig. 4 schematisch andeutet, kann das Filtergehäuse 17 an der Innenseite mit einer winkelförmigen Konsole 18 versehen werden, auf die der Kreuzrost 11 lose aufgelegt werden kann.

Im Ausführungsbeispiel besteht die Klemmvorrichtung 10 aus zwei Bügel 8 und 9. Es ist ohne weiteres denkbar, einen dritten oder vierten Bügel vorzusehen und damit eine diagonale Zentrierung vorzunehmen.

Wie die Fig. 5 und 6 zeigen, kann der Kreuzrost 11 aus Mäanderblechen 19 oder Treppenblechen 20 gebildet sein, die an den Verbindungsecken 21, 22 untereinander verbunden sind, z.B. durch eine Schweiße.


Anspruch[de]
  1. 1. Haltevorrichtung für Filterschläuche in Staubgasfiltern mit einem Filtergehäuse, das durch einen Schlauchboden in einen Staubluft- und einen Reinluftraum unterteilt ist, wobei die Filterschläuche mit ihrem oberen offenen Ende an dem Schlauchboden befestigt sind und mit ihrem geschlossenen unteren Ende mittels über ihr geschlossenes Ende hinaus verlängernden Stutzen in ein am Filtergehäuse befestigtes Haltesystem ragen, in dem sfe in axialer Richtung frei beweglich und in einer Richtung senkrecht zur axialen Richtung fixiert sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Haltesystem als Kreuzrost (11) ausgebildet ist, der aus rechtwinklig mit Abstand angeordneten hochkantigen Blechen (12, 13) besteht und somit begrenzte Felder (16) bildet, in die Klemmvorrichtungen (10) eingehängt sind, die jeweils mit dem unteren Filterschlauchstutzen (3) verbunden sind.
  2. 2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche (12, 13) des Kreuzrostes (11) eine Höhe (H) aufweisen, die zum Abstand (B) der Bleche (12, 13) ein Verhältnis von B:H=1:0,5 bis 1:5, vorzugsweise 1:1,5 aufweisen.
  3. 3. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die BIeche (12, 13) mit Verstärkungen versehen sind.
  4. 4. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stutzen (3) einen geschlossenen Boden (4) mit Kragen (5) aufweist, in den eine Sicke (6) eingelassen ist, in die ein oberer Befestigungsring (7) der Klemmbü(8) eingelassen ist.
  5. 5. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung (10) zwei oder mehrere U-förmige Bügel (8, 9) aufweist, wobei die freien Enden (8a, 9a) der Bügelstege (8b, 9b) mit dem Befestigungsring (7) verbunden sind und der Verbindungssteg (8c, 9c) der Klemmvorrichtung (10) eine nach innen oder außen gerichtete Wölbung (8d, 9d) aufweist.
  6. 6. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche (12, 13) des Kreuzrostes (11) versetzt angeordnete Schlitze (14, 15) aufweisen, mit denen die Bleche rostbildend ineinandergesteckt sind.
  7. 7. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreuzrost (11) aus Profilblechen (12a, 13a) bzw. (12b, 13b) gebildet ist, die untereinander verbunden sind.
  8. 8. Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreuzrost (11) auf mit dem Filtergehäuse (17) verbundenen Konsolen (18) lose aufliegt.






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