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Dokumentenidentifikation DE3128963C2 30.11.1989
Titel Messerkopf für einen Profilzerspaner
Anmelder Rautio, Kauko, Mäntyharju, FI
Erfinder Rautio, Kauko, Mäntyharju, FI
Vertreter Stenger, A., Dipl.-Ing.; Watzke, W., Dipl.-Ing.; Ring, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 22.07.1981
DE-Aktenzeichen 3128963
Offenlegungstag 09.06.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.11.1989
IPC-Hauptklasse B27L 11/02
Zusammenfassung Schneide für eine Kantholz-Beilmaschine, bestehend aus einer Schneidenscheibe mit der Form eines abgeschnittenen Kegels, an deren Mantelfläche Schneidenstücke in Aufeinanderfolge in Spiralform so befestigt sind, daß ein Schnitt mit jedem Schneidenstück der Reihe nach stattfindet, am Außenumfang des Schneidenkegels beginnend und nach innen fort schreitend, und welches Schneidenstück zwei schneidende Schneidkanten aufweist, die in der Fortsetzung zueinander liegen und einen stumpfen Winkel einschließen, wobei die eine Schneidkante sich parallel zu den Fasern im Holz bewegt und die andere Schneidkante schräg zu den Fasern des Holzes, wobei das Beilen eines Kantholzes durch Einführen des Stammes zwischen zwei einander gegenüberliegenden Schneiden oder Schneidenpaaren erfolgt. Das Schneidenstück ist an der Schneidenscheibe durch die auf das Zentrum der Schneidenscheibe hinweisende Schneidenstück-Fortsetzung der Schneidkante befestigt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Messerkopf für einen Profilzerspaner, bestehend aus einer Schneidenscheibe mit der Form eines abgeschnittenen Kegels, an deren Mantelfläche Schneidwerkzeuge in Aufeinanderfolge in Spiralform befestigt sind, welche zwei in Fortsetzung zueinander liegende und einen stumpfen Winkel einschließende Schneidkanten aufweisen, wobei die eine Schneidkante sich parallel zu den Fasern im Holz bewegt und die andere Schneidkante schräg zu den Fasern des Holzes.

Aus der DE-OS 28 49 215 ist ein Messerkopf für einen Profilzerspaner bekannt, bei dem die mit zwei zueinander abgewinkelten Schneidkanten versehenen Schneidwerkzeuge an einer schräg zur Umfangsrichtung des Messerkopfes angeordneten Flachseite befestigt sind. Die Befestigung erfolgt durch Klemmung des Schneidwerkzeuges zwischen dieser Flachseite und einem durch eine Schraube angezogenen Klemmbacken. Die Befestigung des Schneidwerkzeuges erfolgt damit an einer quer zur Hauptschneide verlaufenden Verlängerung, die mehr oder weniger tangential zum Messerkopf verläuft. Nach jedem Wechsel des Schneidwerkzeuges, beispielsweise nach einem Nachschleifen oder einem Austausch durch ein anders geartetes Schneidwerkzeug, muß eine neue Justierung durchgeführt werden, um für jedes Schneidwerkzeug die Breite des jeweils abgehobenen Holzspanes neu zu bestimmen. Wird die Einstellung aller Schneidwerkzeuge nicht exakt aufeinander abgestimmt, so führt dies zu einem unruhigen Lauf des Messerkopfes.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Messerkopf für einen Profilzerspaner zu schaffen, bei dem sich die Schneidwerkzeuge mit einem geringen Aufwand an Befestigungsmitteln schnell austauschen lassen, wobei eine jeweils neue Justierung der Schneidwerkzeuge nach einem Austausch oder einem Nachschärfen entfällt.

Die Lösung dieser Aufgabenstellung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidwerkzeug an der Schneidenscheibe durch eine auf das Zentrum der Schneidenscheibe hinweisende Fortsetzung der Schneidkante befestigt ist.

Der erfindungsgemäße Messerkopf erfordert keine neue Justierung der Schneidwerkzeuge nach deren Austausch, da durch die Ausrichtung des Schneidwerkzeuges parallel zu den Fasern des Holzes die Länge des Schneidwerkzeuges keinen Einfluß auf die Dicke des abgehobenen Holzspanes hat. Dadurch können die Schneidwerkzeuge stets in der gleichen Lage an der Schneidenscheibe befestigt werden, wodurch sich deren Austausch wesentlich vereinfacht.

Die erfindungsgemäße Befestigung der Schneidwerkzeuge an der Schneidenscheibe macht es möglich, den Messerkopf um etwa 2/3 kleiner und leichter als bei bekannten Problemlösungen zu konstruieren, wobei man neben sonstigen Vorteilen festen Sitz der Schneidwerkzeuge an der Schneidenscheibe erzielt und ferner die Wartung und das Auswechseln der Schneidenstücke eine einfache und schnelle Arbeit wird. Die Schneidwerkzeuge können je nach den Eigenschaften der Holzsorte gewechselt werden, wobei die Schneide infolge ihrer geringen rotierenden Masse weniger Antriebsenergie verbraucht und der Messerkopf mit nur einer Zuführvorrichtung arbeitend gebaut werden kann, wodurch das Beilen von Kantholz auch mit Beobachtung der Krümmung des Stammes erfolgen kann. Mit der Schneide läßt sich bei dem Holzspan eine außerordentlich feine Oberfläche erreichen. Es werden Späne mit gleichbleibender Qualität geschnitten, deren Faserlänge beispielsweise für die Zellstoffindustrie gut geeignet ist.

Bei Benutzung des erfindungsgemäßen Messerkopfes fliegen die Späne infolge der Fliehkraft zur Seite, ohne hängenzubleiben und sich an Vorsprüngen des Schneidwerkzeuges und der Schneidenscheibe anzuhäufen, da die jeweils arbeitende Schneidkante an ihrer Schneidstelle der äußerste Teil des Schneidwerkzeuges ist.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß im Mantel der Schneidenscheibe bei den Schneidkanten eine Aussparung als Spanraum vorgesehen ist.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidenscheibe für das Schneidwerkzeug eine dem Fußteil des Schneidwerkzeuges entsprechende Vertiefung aufweist. Demzufolge wird das Schneidwerkzeug von sogar nur einer Schraube stabil an seiner Stelle gehalten, und zwar jederzeit an gleicher Stelle.

Die Erfindung wird nachstehend mit Hilfe eines Beispiels mit Hinweis auf die Zeichnungen erläutert, in denen

Fig. 1 zwei einander gegenübergestellte Messerköpfe und einen Sparren zwischen denselben darstellt,

Fig. 2 den Messerkopf von der Seite gesehen darstellt,

Fig. 3 den Messerkopf in Ansicht darstellt,

Fig. 4, 5 und 6 das Schneidwerkzeug aus verschiedenen Richtungen gesehen zeigen,

Fig. 7 die Befestigungsstelle des Schneidwerkzeuges an der Schneidenscheibe wiedergibt.

Der Messerkopf 1 besteht aus einer Schneidenscheibe 2 mit konischer Form, an deren Mantelfläche Schneidwerkzeuge 3 befestigt sind. Das Herstellen von Kantholz geschieht durch Zuführen eines Stammes 4 in den Raum zwischen zwei einander gegenüberliegenden Messerköpfen 1. Die Schneidwerkzeuge 3 sind an der Kegelfläche der Schneidenscheibe 2 in Aufeinanderfolge spiralig angeordnet befestigt, so daß ein Schnitt mit jedem Schneidwerkzeug 3 der Reihe nach stattfindet, am Außenumfang der Schneidenscheibe 2 beginnend und nach innen fortschreitend. Die Schneidwerkzeuge 3 bilden auf dem Mantel der Schneidenscheibe 2 eine oder mehrere Gewindelinien.

Das Schneidwerkzeug 3 hat Schneidkanten 5, 6, die in der Fortsetzung zueinander liegen und einen stumpfen Winkel bilden. Die eine Schneidkante 5 bewegt sich parallel zu den Fasern im Holz und die andere Schneidkante 6 schräg im Verhältnis zu den Fasern des Holzes. Man ersieht aus Fig. 7, daß das Schneidwerkzeug 3 an der Schneidenscheibe 2 durch diejenige Fortsetzung der in der Holzfaserrichtung schneidenden Schneidkante 5 befestigt ist, die auf das Zentrum der Schneidenscheibe 2 hinweist. Man kann dann den Messerkopf 1 klein in Ausmaßen und Gewicht bauen und so, daß er mit nur einer Baumstamm-Zuführvorrichtung arbeitet. Im Mantel der Schneidenscheibe 2 ist bei den Schneidkanten 5, 6 eine Vertiefung 7 als Spanraum vorgesehen. Da die Schneidkanten 5 und 6 des Schneidwerkzeuges 3 an ihrer Schnittstelle jeweils den äußersten Punkt des Schneidwerkzeuges 3 ausmachen, fliegen die Späne infolge der Fliehkraft weg, ohne sich an den Vorsprüngen des Schneidwerkzeuges 3 oder der Schneidenscheibe 2 zu fangen und anzuhäufen. Zur stabilen Befestigung des Schneidwerkzeuges 3 durch die auf das Zentrum der Schneidenscheibe 2 hinweisende Fortsetzung der Schneidkante 5 genügt beispielsweise eine Schraube, womit die Wartung und das Auswechseln der Schneidwerkzeuge 3 schnell und einfach sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Messerkopf (1) für einen Profilzerspaner, bestehend aus einer Schneidenscheibe (2) mit der Form eines abgeschnittenen Kegels, an deren Mantelfläche Schneidwerkzeuge (3) in Aufeinanderfolge in Spiralform befestigt sind, welche zwei in Fortsetzung zueinander liegende und einen stumpfen Winkel einschließende Schneidkanten (5, 6) aufweisen, wobei die eine Schneidkante (5) sich parallel zu den Fasern im Holz bewegt und die andere Schneidkante (6) schräg zu den Fasern des Holzes, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidwerkzeug (3) an der Schneidenscheibe (2) durch eine auf das Zentrum der Schneidenscheibe (2) hinweisende Fortsetzung der Schneidkante (5) befestigt ist.
  2. 2. Messerkopf gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Mantel der Schneidenscheibe (2) bei den Schneidkanten (5, 6) eine Vertiefung (7) als Spanraum vorgesehen ist.
  3. 3. Messerkopf gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidenscheibe (2) für das Schneidwerkzeug (3) eine dem Fußteil des Schneidwerkzeuges (3) entsprechende Vertiefung aufweist.






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