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Dokumentenidentifikation DE3920500A1 28.12.1989
Titel Bandschleifer
Anmelder Milwaukee Electric Tool Corp., Brookfield, Wis., US
Erfinder Farmerie, Joseph G., New Berlin, Wis., US
Vertreter Grünecker, A., Dipl.-Ing.; Kinkeldey, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Stockmair, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Ae.E. Cal Tech; Schumann, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Jakob, P., Dipl.-Ing.; Bezold, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Meister, W., Dipl.-Ing.; Hilgers, H., Dipl.-Ing.; Meyer-Plath, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Ehnold, A., Dipl.-Ing.; Schuster, T., Dipl.-Phys.; Goldbach, K., Dipl.-Ing.Dr.-Ing.; Aufenanger, M., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 22.06.1989
DE-Aktenzeichen 3920500
Offenlegungstag 28.12.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.12.1989
IPC-Hauptklasse B24B 23/06
Zusammenfassung Ein eine Rolle tragendes Joch ist auf der Basis des Bandschleifers befestigt und von einem Einstellmechanismus um eine Schraube schwenkbar angeordnet, wobei der Einstellmechanismus eine Versenkschraube enthält, die nicht-drehbar in einem Schlitz des Jochs befestigt ist. Der Schlitz erlaubt eine Relativbewegung des Jochs gegenüber der Schraube. Die Schraube steht durch ein Loch in dem Gehäuse vor und ist in einen Einstellknopf eingeschraubt. Eine Feder ist zwischen dem Joch und dem Gehäuse angeordnet und übt auf den Knopf eine Kraft aus, so daß dieser die jeweilige Einstellung beibehält. Das Joch bewegt die Rolle weg von der feststehenden Rolle, bis die Rolle an einem Band anliegt, woraufhin eine Feder gespannt wird, die ihrerseits das Band spannt. Die Spannkraft der Feder ist aufgehoben, wenn der Hebel betätigt wird, um die Rolle zum Austausch des Bandes zurückzuziehen. Wenn ein Nockenfolger an dem Joch durch Betätigung des Hebels an dem Nocken anliegt, verbleibt die Länge der Feder konstant, wodurch die Betätigungskraft minimal ist.

Beschreibung[de]

Bei Bandschleifern ist die Position einer der Rollen einstellbar, damit gewährleistet ist, daß diese parallel zu der anderen Rolle verläuft, damit das Schleifband korrekt abläuft, anstatt von den Rollen abzulaufen. Der herkömmliche Einstellmechanismus hat einen Einstellknopf, der gegen ein Joch drückt, an dem die Rolle befestigt ist, eine Feder, die sich an dem Joch abstützt und gegen die Einstellschraube drückt, sowie eine weitere Feder, die den Einstellknopf beaufschlagt, so daß dieser nicht seine Position ändert.

Die vorliegende Konstruktion ist in Verbindung mit einem Bandschleifer dargestellt, der einen neuen Spannungsfreigabemechanismus aufweist, der in der anhängigen Anmeldung Serial No. 2 11 866, Anmeldetag 27. Juni 1988, beansprucht ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgebe zugrunde, einen derartigen Bandschleifer durch Verringerung der Bauteile zu vereinfachen.

Die vorliegende Konstruktion verwendet eine Kompressionsfeder, die zwischen dem Joch und dem Gehäuse wirkt, um eine Federkraft auf das Joch auszuüben und dieses in eine Richtung zu drücken, während eine Versenkschraube oder ein Versenkbolzen, die bzw. der sich zwischen dem Joch und einem Einstellknopf erstreckt, gedreht wird, um die Position des Joches einzustellen.

Die Erfindung wird nachstehend in näheren Einzelheiten mit Bezug auf die Zeichnung beschrieben. Dabei zeigen:

Fig. 1 einen Bandschleifer mit einem verbesserten Gleichlauf- und Vorspannungsmechanismus und einem Spannungsfreigabemechanismus konstanter Kraft in einer vereinfachten Aufsicht, wobei die vordere Rolle gegenüber der korrekten Position abgewinkelt ist;

Fig. 2 die vordere Rolle in paralleler Einstellung zu der rückwärtigen Rolle;

Fig. 3 einen Zustand, in dem der Hebel des Freigabemechanismus teilweise betätigt ist, um den Rückzug der vorderen Rolle einzuleiten und die Spannung des Bandes aufzuheben;

Fig. 4 eine Darstellung ähnlich Fig. 3, jedoch mit vollständig zurückgezogener Vorderrolle;

Fig. 5 eine perspektivische Aufsicht auf die zusammengesetzte Basis, wobei das obere Gehäuse und ein Handgriff zu Orientierungszwecken in gestrichelten Linien vermerkt sind und

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der Konstruktion in einer auseinandergezogenen Darstellung.

Der Bandschleifer 10 hat eine Basis 12 mit Seitenwänden 14, 16 und Endwänden 18, 20. In den Fig. 1 bis 4 befindet sich an der Oberseite der Abbildungen die Vorderseite des Bandschleifers, die sich in den Fig. 5 und 6 an der rechten Seite befindet. Ein Joch 22 ist vorwärts und rückwärts hin- und herbeweglich sowie begrenzt schwenkbar auf der Schraube oder Achse 24 befestigt, die sich durch einen Schlitz 25 erstreckt und in den an der Basis angeformten Ansatz 26 eingeschraubt ist. Ein Freigabehebel 28 ist ebenfalls drehbar auf der Schraube 24 gelagert und hat einen Betätigungsabschnitt 30, der an der Seite des Werkzeugs liegt und so betätigt werden kann, wie dies in den Fig. 2 bis 4 abgebildet ist. Eine Feder 32 ist zwischen einem Finger 34 an dem Hebel 28 und einem Finger 36 gespannt, der sich von dem Joch aufwärts erstreckt. Beide Punkte bewegen sich, wobei sich dies vom Stand der Technik unterscheidet. Der Finger 36 trägt ferner ein Antifriktionsrollelement oder Lager 38, das an dem gekrümmten Nocken 40 des Hebels 28 anliegt. Das Lager wirkt wie ein Nockenfolger. Die Einstellbewegung des Jochs wird weiter unten beschrieben.

Mit Bezug auf die Fig. 2 bis 4 wird darauf hingewiesen, daß dann wenn der Hebel 28 im Uhrzeigersinn um die Schraube 24 gedreht wird, der Nocken 40 gegen das Rollelement 28 drückt, wodurch das Element und der Finger 36 nach unten gedrückt werden und sich das Joch 22 dorthin bewegt. Dies bedeutet, daß die Bandrolle 42, die an den Halterungen 44, 46 gelagert ist, die sich von dem Joch nach vorne erstrecken, nach unten in Richtung der rückwärtigen Rolle 48 bewegt wird, die an der Basis 12 gelagert ist. Dies nimmt dem Sandpapierband die Spannung und erlaubt den Austausch des Bandes. Es wird darauf hingewiesen, daß während dieser Bewegung der Abstand X zwischen den Fingern 34 und 36 (die die Ankerpunkte der Feder 32 bilden) nicht verändert wird, sondern konstant gleich X bleibt. Deshalb ist keine Kraft erforderlich, um die Teile zu bewegen. Wenn der Hebel 30 in seine normale Position gemäß Fig. 2 zurückbewegt ist, ist die Rolle 42 bestrebt, weiter von der Rolle 48 entfernt zu liegen, als dies das Band erlaubt. Deshalb wird die Feder 32 gespannt, wodurch eine Kraft auf das Band ausgeübt wird, die das Band spannt, wodurch die erforderliche Antriebsreibung gewährleistet ist. Der Antrieb vollzieht sich durch die rückwärtige Rolle.

Es folgt nachstehend eine nähere Analyse des erfindungsgemäßen Mechanismus. In den Fig. 2 bis 4 ist kein Band dargestellt, so daß die Jochrolle 38 stets von der Feder 32 gegen den Nocken 40 gezogen ist. Die Federkraft 32 ist ausgeschaltet. Wenn ein Schleifband die Bewegung der Rolle 42 weg von der Rolle 48 behindert, wird das Lager 38 von dem Nocken 40 beabstandet, wobei die Feder 32 das Band spannt. Die auf den Finger 34 einwirkende Federkraft verläuft links von der Achse 24 und beaufschlagt den Hebel 28 im Gegenuhrzeigersinn, um den Hebel 28 gegen die Seite des Schleifers zu halten, wie in Fig. 2 dargestellt ist. Wenn der Hebel in Richtung der in Fig. 3 dargestellten Position bewegt wird, verläuft die Federkraft über den Drehpunkt und wirkt im Uhrzeigersinn in Öffnungsrichtung, um die Öffnung zu unterstützen. Irgendwann in der Nähe der in Fig. 3 dargestellten Position gerät das Jochlager 38 in Anlage an den Nocken 40, womit die Federkraft ausgeschaltet ist. Wenn ein neues Band aufgebracht ist, kehren sich die Bewegung und die Kräfte im Bereich der in Fig. 3 dargestellten Position um. Das Band ist gespannt und die widerstehende Federkraft nimmt zu, bis sie gemäß Fig. 2 über das Zentrum geht, wo die Feder dazu beiträgt, den Hebel zu schließen. Die für den Hebel erforderliche Kraft ist wegen der Hebelwirkung des Hebels geringer als die Kraft, die auf das Band ausgeübt wird. Ohne ein Schleifband ist die Federlänge stets X, wobei keine Federkraft wirkt.

Die Rolle 42 muß parallel zu der Rolle 48 angeordnet sein, da anderenfalls das Band nicht korrekt läuft, sondern von den Enden abläuft. Daher muß die vordere Rolle einstellbar sein, so daß sie parallel zu der rückwärtigen Rolle verläuft. In Fig. 1 ist die vordere Rolle 42 um eine Strecke D fehlerhaft ausgerichtet. Eine Versenkschraube bzw. ein Versenkbolzen 50 erstreckt sich durch den Schlitz 52 in dem Tragarm 46 an dem Joch. Die Versenkschraube kann als Gewindestift bezeichnet werden. Das übliche "Quadrat" unter dem Kopf der Schraube greift in den Schlitz ein, um eine Drehung der Schraube zu verhindern, und wirkt mit den Rändern des Schlitzes 52 zusammen um die Hin- und Herbewegung des Joches 22 zu führen. Eine Feder 54 sitzt auf dem Schaft der Schraube bzw. des Bolzens 50 und ist zwischen dem Haltearm 46 und dem Gehäuse 56 zusammengedrückt, welch letzteres Teil der Abdeckung und Handgriffanordnung ist, die in Fig. 5 gestrichelt angedeutet sind. Zwischenringe 53 und 55 bilden Lagerflächen für die Feder 54. Die Versenkschraube erstreckt sich durch das Loch in der Seitenwand 56 und ist in den Einstellknopf 60 eingeschraubt. Wenn der Einstellknopf 60 angezogen wird, wirkt er als Mutter auf die Versenkschraube und dreht das Joch in Richtung des Knopfes. Wenn der Knopf gelöst wird, drückt die Feder zwischen dem Gehäuse und dem Joch das letztere weg von dem Knopf Der Knopf wird gedreht, um die Rolle 52 einzustellen, bis sie parallel zu der rückwärtigen Rolle 48 angeordnet ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Bandschleifer gekennzeichnet durch eine Basis (12), eine vertikale Drehachse (24), die an der Basis befestigt ist, ein allgemein horizontal angeordnetes Joch (22) mit einem in Längsrichtung verlaufenden Schlitz (25) in einem Endbereich, wobei der Schlitz von der Achse durchgriffen ist, so daß das Joch axial gegenüber dem Stift verschieblich und schwenkbar ist, wobei das Joch ferner voneinander beabstandete, allgemein vertikale Haltearme (44, 46) an seinem anderen Ende aufweist, eine Freilaufrolle (42), die drehbar zwischen den Armen befestigt ist, ein Gehäuse, das an der Basis befestigt ist und eine allgemein vertikale Seitenwand aufweist, einen allgemein in Längsrichtung sich erstreckenden Schlitz (52) in einem der Arme (46), einen mit einem Kopf versehenen Gewindestift (50), der verschieblich, jedoch nicht-drehbar in dem Schlitz des einen Armes angeordnet ist und dessen Gewindeabschnitt durch die Seitenwand nach außen vorsteht, einen Einstellknopf (60), der auf den Stift (50) außerhalb des Gehäuses aufgeschraubt ist, und eine Feder (54), die zwischen der Seitenwand und dem einen Arm (46) angeordnet ist, um den einen Arm gegen den Kopf des Stiftes (50) zu drücken und den Einstellknopf gegen die Außenseite des Gehäuses zu halten, so daß durch Drehen des Einstellknopfs das Joch um den Stift 24 schwenkbar und einstellbar ist.
  2. 2. Bandschleifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewindestift eine Versenkschraube (50) mit einem Abschnitt eines rechtwinkligen Querschnitts ist, der in den Schlitz (52) des einen Armes (46) eingreift, um den Gewindestift gegen Drehung zu halten.






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