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Dokumentenidentifikation DE3920499A1 11.01.1990
Titel Bandspanner und Enstpannvorrichtung für einen Bandschleifer
Anmelder Milwaukee Electric Tool Corp., Brookfield, Wis., US
Erfinder Farmerie, Joseph G., New Berlin, Wis., US
Vertreter Grünecker, A., Dipl.-Ing.; Kinkeldey, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Stockmair, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Ae.E. Cal Tech; Schumann, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Jakob, P., Dipl.-Ing.; Bezold, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Meister, W., Dipl.-Ing.; Hilgers, H., Dipl.-Ing.; Meyer-Plath, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Ehnold, A., Dipl.-Ing.; Schuster, T., Dipl.-Phys.; Goldbach, K., Dipl.-Ing.Dr.-Ing.; Aufenanger, M., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 22.06.1989
DE-Aktenzeichen 3920499
Offenlegungstag 11.01.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.01.1990
IPC-Hauptklasse B24B 23/06
Zusammenfassung Ein Bandschleifer hat einen Rahmen, auf welchem ein eine Bandrolle tragender Lagerbügel um eine Schraube herum verschwenkbar gelagert ist. Das Verschwenken des Lagerbügels erfolgt mittels einer Verstelleinrichtung mit einer unverdrehbar in einem Schlitz des Lagerbügels gehaltenen Einstellschraube. Der Schlitz erlaubt die Verschiebung des Lagerbügels relativ zur Einstellschraube. Diese durchsetzt eine Bohrung des Gehäuses und trägt außerhalb desselben eine Rändelmutter. Eine zwischen dem Lagerbügel und dem Gehäuse unter Kompression gehaltene Feder übt eine Belastung auf die Rändelmutter aus, so daß diese durch Reibung in der gewählten Einstellung festgehalten ist. Mittels des Lagerbügels ist die eine Bandrolle von einer feststehenden Bandrolle weg bewegbar, bis ein Schleifband zwischen den beiden Bandrollen gespannt ist. Dabei wird eine Zugfeder gespannt, um das Schleifband unter Spannung zu halten. Bei der Betätigung eines Hebels zum Zurückziehen der beweglichen Bandrolle für die Auswechslung des Schleifbands wird die Wirkung der Zugfeder aufgehoben. Bei Anlage eines am Lagerbügel angeordneten Abtastglieds an einem mittels des Hebels betätigbaren Kämmglied bleibt die Länge der Feder konstant, so daß eine sehr geringe Betätigungskraft notwendig ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Bandschleifer und richtet sich insbesondere auf eine Bandspannvorrichtung für den Antrieb eines Schleifbands mit einem geringstmöglichen Schlupf.

Bei bekannten Bandschleifern ist gewöhnlich eine Bandrolle durch wenigstens eine Feder in Anlage am Schleifband belastet, um die für den Antrieb erforderliche Reibung zu gewährleisten. Zum Wechseln des Schleifbands muß die auf es einwirkende Federbelastung aufgehoben werden, wobei die Feder in bekannten Ausführungen noch stärker gespannt wird, so daß der Entspannhebel nur schwer betätigbar ist. Die Betätigungskraft beträgt dabei üblicherweise etwa 6 bis 9 kp.

Eine bekannte Schleifband Führungs- und Spannvorrichtung ist in einer früheren Patentanmeldung der Anmelderin beschrieben.

Ein Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer leicht lösbaren Spannvorrichtung für einen Bandschleifer, welche zu ihrer lösenden Betätigung einen sehr geringen Kraftaufwand in der Größenordnung von etwa 05, bis 1,5 kp erfordert.

Das genannte Ziel ist gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß beide Enden der Schleifband-Spannfeder an beweglichen Punkten verankert sind und ein Kämmglied für die Verschiebung eines mit einem Ende der Feder verbundenen Lagerbügels vorgesehen ist. Solange kein Schleifband aufgezogen ist, bleibt daher der Abstand zwischen den Verankerungspunkten der Feder in allen Stellungen des Spannhebels gleich. Für die Betätigung des Spannhebels braucht daher die Federkraft nicht verändert oder überwunden zu werden, so daß für die Betätigung des Hebels nur wenig Kraft erforderlich ist. Bei Vorhandensein eines aufgezogenen Schleifbands ist bei der Betätigung des Spannhebels nur ein geringer Widerstand der Feder spürbar.

Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung in Draufsicht von Teilen eines Bandschleifers mit einer Verstellvorrichtung für eine Bandrolle, einer Spannvorrichtung und einer mit konstanter Kraft betätigbaren Entspannvorrichtung, wobei die vordere Bandrolle leicht verkantet dargestellt ist,

Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende Draufsicht mit parallel zur hinteren Bandrolle eingestellter vorderer Bandrolle,

Fig. 3 eine Fig. 1 entsprechende Draufsicht zu Beginn der Betätigung eines Entspannhebels,

Fig. 4 eine Fig. 1 entsprechende Draufsicht am Ende der Betätigung des Entspannhebels mit entsprechend zurückgezogener vorderer Bandrolle,

Fig. 5 eine Schrägansicht des Bandschleifers, in welcher ein Gehäuse und ein Handgriff desselben gestrichelt angedeutet sind, und

Fig. 6 eine zerlegte Schrägansicht der wesentlichen Teile des Bandschleifers.

Ein in Fig. 5 insgesamt mit 10 bezeichneter Bandschleifer hat einen Rahmen 12 mit Seitenwänden 14, 16 und Stirnwänden 16, 20. In Fig. 1 bis 4 liegt das vordere Ende des Bandschleifers jeweils oben, während es in Fig. 5 und 6 nach rechts weist. Ein Lagerbügel 22 ist auf einer einen darin ausgebildeten Schlitz 25 durchsetzenden und in einen auf dem Rahmen 12 ausgebildeten Bock 26 geschraubten Schraube 24 in Längsrichtung verschieblich und begrenzt verdrehbar geführt. Ein ebenfalls auf der Schraube 24 gelagerter Entspannhebel 28 hat ein an einer Seite des Werkzeugs liegendes Griffteil 30, welches in der in Fig. 3 und 4 gezeigten Weise betätigbar ist. Eine Feder 32 ist zwischen einem am Entspannhebel 28 hervorstehenden Finger 34 und einem am Lagerbügel 22 hervorstehenden Finger 36 gespannt. Diese Anordnung unterscheidet sich von bekannten Ausführungsformen dadurch, daß beide Verankerungspunkte 34 und 36 der Feder 32 beweglich sind. Der Finger 36 trägt außerdem eine reibungsarm gelagerte Rolle 38, welche sich in Anlage an einer Kämmfläche 40 des Hebels 28 befindet und als Abtastglied wirksam ist.

Bei einer in Fig. 2 bis 4 dargestellten Verdrehung des Hebels 28 im Uhrzeigersinn um die Schraube 24 übt die Kämmfläche 40 einen Druck auf die Rolle 38 aus, um diese und damit über den Finger 36 auch den Lagerbügel 22 rückwärts zu verschieben. Dadurch wird eine zwischen vorderen Armen 44, 46 des Lagerbügels 22 gelagerte vordere Bandrolle 42 rückwärts in Richtung auf eine im Rahmen 12 gelagerte hintere Bandrolle 48 bewegt. Dadurch verringert sich die Spannung eines auf die Rollen 42 und 46 aufgezogenen Schleifbands, so daß dieses entfernt und ausgewechselt werden kann. Während dieser Bewegung erfährt der Abstand zwischen den beiden Fingern 34 und 36, an denen die Feder 32 verankert ist, keine Veränderung, so daß zum Auswechseln des Schleifbands allein eine zum Bewegen der verschiedenen Teile notwendige geringe Kraft ausgeübt zu werden braucht. Beim Zurückbewegen des Hebels 28 mit dem Griffteil 30 in die in Fig. 2 gezeigte Arbeitsstellung ist die vordere Bandrolle 42 bestrebt, einen größeren Abstand von der hinteren Bandrolle 48 einzunehmen, als dies das Schleifband gestattet. Dadurch wird die Feder 32 um ein Stück gedehnt, um das Schleifband zu spannen und so die für den über die hintere Bandrolle 48 erfolgenden Antrieb notwendige Reibung zu gewährleisten.

In Fig. 1 bis 4 ist kein Schleifband auf die Bandrollen aufgezogen, so daß die Rolle 38 des Lagerbügels 22 von der Feder 32 immer in Anlage an der Kämmfläche 40 gehalten ist. Dadurch ist die Kraft der Feder 32 nicht nach außen wirksam. Ist dagegen die Bewegung der vorderen Bandrolle 42 von der hinteren Bandrolle 48 weg durch ein Schleifband behindert, dann hebt die Rolle 38 von der Kämmfläche 40 ab und das Schleifband wird durch die Feder 32 gespannt. Die am Finger 34 angreifende Federkraft verläuft links am Drehpunkt 24 des Hebels 28 vorbei, so daß dieser im Gegenzeigersinn belastet und sein Griffteil 30 dadurch an der Seite des Bandschleifers festgehalten ist, wie in Fig. 2 zu erkennen. Beim Verdrehen des Hebels 28 in die in Fig. 3 gezeigte Stellung bewegt sich der Angriffspunkt der Federkraft nach rechts und ist dann im Uhrzeigersinn wirksam, um das Lösen der Spannung zu unterstützen. Etwa in der in Fig. 3 gezeigten Stellung kommt dabei die Rolle 38 in Anlage an der Kämmfläche 40, um damit die Federkraft abzufangen. Beim Aufziehen eines neuen Schleifbands tritt in der in Fig. 3 gezeigten Stellung der umgekehrte Effekt ein. Die Feder wird dann gegen den Widerstand des Schleifbands zunehmend gespannt, bis der Angriffspunkt der Federkraft wieder nach links über den Drehpunkt hinweg wandert. Aufgrund des langen Hebelarms ist die dabei auf den Hebel 28 auszuübende Kraft geringer als die auf das Schleifband einwirkende Kraft. In Abwesenheit eines Schleifbands bleibt der Abstand zwischen den Angriffspunkten der Feder 32 stets gleich und die Federkraft ist aufgehoben.

Die vordere Bandrolle 42 muß immer parallel zur hinteren Bandrolle 48 ausgerichtet sein, damit das Schleifband gerade geführt ist und nicht von den Rollen abläuft. Es ist daher eine Einrichtung notwendig, mittels welcher sich die vordere Bandrolle ausrichten läßt. In Fig. 1 ist die vordere Bandrolle 42 um einen Betrag D verstellt. Eine als Schloßschraube ausgebildete Einstellschraube 50 durchsetzt einen im Arm 46 des Lagerbügels 22 ausgebildeten Schlitz 52. Der unterhalb des Kopfs der Einstellschraube 50 ausgebildete Vierkantansatz ist unverdrehbar und längsverschieblich in dem Schlitz 52 geführt und ermöglicht so die Längsverschiebung des Lagerbügels 22. Eine auf den Schaft der Schraube 50 gezogene Feder 54 ist zwischen dem Arm 46 und einem Wandteil 56 des in Fig. 5 gestrichelt angedeuteten Gehäuses unter Kompression gehalten und stützt sich an als Lagerflächen dienenden Scheiben 53 und 55 ab. Die Einstellschraube 50 durchsetzt eine Bohrung des Wandteils 56 und trägt außerhalb desselben eine Rändelmutter 60. Durch Anziehen der Rändelmutter 60 läßt sich der Lagerbügel 22 in Richtung auf das Wandteil 56 zu verschwenken. Beim Zurückdrehen der Rändelmutter 60 wird der Lagerbügel 22 von der Feder 54 vom Wandteil 56 weg verschwenkt. Auf diese Weise läßt sich die vordere Bandrolle 42 durch Betätigung der Rändelmutter 60 parallel zur hinteren Bandrolle 46 ausrichten.


Anspruch[de]
  1. 1. Bandschleifer, gekennzeichnet durch einen Rahmen (12),

    durch eine im Rahmen gelagerte hintere Bandrolle (48),

    durch einen verschieblich im Rahmen gelagerten Lagerbügel (22),

    durch eine im Lagerbügel gelagerte vordere Bandrolle (42), welche zum Spannen und Entspannen eines auf die Bandrollen gezogenen Schleifbands von der hinteren Bandrolle weg bzw. auf diese zu bewegbar ist,

    durch eine verdrehbar am Rahmen gelagerte und in Wirkverbindung mit dem Lagerbügel bringbare Kämmeinrichtung (28) zum Bewegen des Lagerbügels auf die hintere Bandrolle zu und von ihr weg,

    durch eine mit dem Lagerbügel und der Kämmeinrichtung verbundene Federanordnung (32), welche in der Arbeitsstellung der Kämmeinrichtung die vordere Bandrolle in Anlage an einem auf die Bandrollen aufgezogenen Schleifband belastet, wobei die Kämmeinrichtung in ihrer Arbeitsstellung nicht in Wirkverbindung mit dem Lagerbügel steht, und

    durch eine die Wirkung der Federanordnung (32) bei der Bewegung der Kämmeinrichtung von der Arbeitsstellung in eine Entspannstellung, in welcher die vordere Bandrolle zum Entfernen des Schleifbands näher an die hintere Bandrolle herangerückt ist, von einer bestimmten Stelle an aufhebende Einrichtung (40, 38).
  2. 2. Bandschleifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kämmeinrichtung (40) durch die Federanordnung (32) in der Arbeitsstellung gehalten ist.
  3. 3. Bandschleifer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kämmeinrichtung einen Hebel (28, 30) für ihre Betätigung sowie ein am Lagerbügel (22) angeordnetes Abtatsglied (38) für die Kämmeinrichtung aufweist und daß die Federanordnung (32) mit der Kämmeinrichtung und mit dem Lagerbügel verbunden ist.
  4. 4. Bandschleifer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem Verbindungspunkt (36) der Federanordnung (32) mit dem Lagerbügel (22) und dem Verbindungspunkt (34) der Federanordnung mit der Kämmeinrichtung (28, 40) bei der Bewegung des Hebels (28, 30) zwischen der Arbeitsstellung und der Entspannstellung im wesentlichen konstant ist, solange sich das Abtastglied (38) in Anlage an der Kämmeinrichtung (40) befindet.
  5. 5. Bandschleifer, gekennzeichnet

    durch einen Rahmen (12),

    durch eine im Rahmen gelagerte hintere Bandrolle (48),

    durch einen verschieblich im Rahmen gelagerten Lagerbügel (22),

    durch eine im Lagerbügel gelagerte vordere Bandrolle (42), welche zum Spannen und Entspannen eines auf die Bandrollen aufgezogenen Schleifbands von der hinteren Bandrolle weg bzw. auf sie zu bewegbar ist,

    durch einen zwischen einer Arbeitsstellung und einer Entspannstellung verschwenkbar am Rahmen gelagerten Hebel (28, 30),

    durch ein mittels des Hebels betätigbares und mit dem Lagerbügel in Wirkverbindung bringbares Kämmglied (40) und

    durch eine mit dem Kämmglied und dem Lagerbügel verbundene Spannfeder (32) zum Spannen des Schleifbands.
  6. 6. Bandschleifer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem Verbindungspunkt (36) der Feder (32) mit dem Kämmglied (40) und dem Verbindungspunkt (34) der Feder mit dem Lagerbügel (22) bei der Bewegung des Hebels (28, 30) zwischen der Entspannstellung und der Arbeitsstellung im wesentlichen konstant ist, sofern kein Schleifband auf die Bandrollen (42, 48) aufgezogen ist.
  7. 7. Bandschleifer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich der genannte Abstand vergrößert, wenn die Bewegung der vorderen Bandrolle (42) durch Anlage an einem Schleifband begrenzt ist.
  8. 8. Bandschleifer, gekennzeichnet

    durch einen eine hintere Bandrolle (48) tragenden Rahmen (12),

    durch einen verschieblich auf dem Rahmen gelagerten Lagerbügel (22),

    durch eine im Lagerbügel gelagerte vordere Bandrolle (42),

    durch ein am Lagerbügel angreifendes Kämmglied (40),

    durch einen von Hand bedienbaren Hebel (28, 30) zum Betätigen des Kämmglieds und

    durch eine zwischen dem Kämmglied und dem Lagerbügel wirksame Feder (32) zum Belasten des Lagerbügels in Vorwärtsrichtung relativ zum Rahmen.






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