PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3005901C2 01.03.1990
Titel Transduktor
Anmelder Telefunken Fernseh und Rundfunk GmbH, 3000 Hannover, DE
Erfinder Pollak, Alfred, 3000 Hannover, DE
Vertreter Einsel, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 3100 Celle
DE-Anmeldedatum 16.02.1980
DE-Aktenzeichen 3005901
Offenlegungstag 03.09.1981
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.03.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.03.1990
IPC-Hauptklasse H03F 9/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einem Transduktor mit einer Steuerwicklung, einer Arbeitswicklung und einem Dreischenkelkern mit Luftspalt gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein derartiger Transduktor ist bekannt durch die DE-OS 24 40 766.

Ein Transduktor dient in einem Fernsehempfänger zur Beeinflussung der Amplitude des Zeilenablenkstroms, z. B. zur statischen Einstellung der Amplitude oder zur dynamischen Ost- West-Kissenkorrektur.

Bei bekannten Transduktoren sind in der Kennlinie, d. h. der Abhängigkeit der Induktivität der Arbeitswicklung von dem in die Steuerwicklung hineinfließenden Strom, der Aussteuerbereich, die Steilheit und die Linearität oft unzureichend.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Transduktor den Aussteuerbereich, die Steilheit und die Linearität der Kennlinie zu verbessern.

Diese Aufgabe wid durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Es ist auch ein Magnetverstärker bekannt (DE-AS 11 25 488), bei dem innerhalb des Kernes Materialaussparungen in Form von Einschnitten oder Löchern vorgesehen sind. Der außerhalb der Aussparungen verbleibende eigentliche Luftspalt hat dabei jedoch eine konstante Weite. Eine Anregung, den gesamten Luftspalt über den Kernquerschnitt durchgehend keilförmig auszubilden, ist dieser Schrift nicht zu entnehmen.

Es ist auch ein Zeilentransformator für einen Fernsehempfänger bekannt (US-PS 26 44 104), bei dem zur Änderung des Luftspaltes ein erstes E-förmiges Kernteil gegenüber einem zweiten E-förmigen Kernteil kippbar angeordnet ist, so daß ein Luftspalt mit sich geringfügig ändernder Weite ensteht. Dabei handelt es sich aber nicht um einen Transduktor. Die Änderung des Luftspaltes dient dort zur Änderung der Zeilenablenkamplitude und damit der Bildbreite. Auch ist die geringfügige Keilform des Luftspaltes nicht beabsichtigt, sondern nur durch die Konstruktion des Kernes bedingt.

Es hat sich überraschend gezeigt, daß durch einen Luftspalt mit sich ändernder Weite eine beträchtliche Verbesserung der genannten Parameter erreicht werden kann. Das ist vermutlich dadurch zu erklären, daß bei einem kleinen Steuerstrom zunächst der magnetische Fluß durch die Stelle mit der minimalen Weite des Luftspaltes, vorzugsweise null, relativ gering ist, so daß eine hohe Induktivität erzielt wird. Mit steigendem Steuerstrom muß der magnetische Fluß mehr und mehr auch durch die Bereiche des Luftspaltes fließen, die eine größere Weite haben. Dadurch wird bei steigendem Steuerstrom in erwünschter Weise die Induktivität der Arbeitswicklung stark verringert.

Die Erfindung wird anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Darin zeigt

Fig. 1 das elektrische Schaltbild eines Transduktors zusammen mit einem Anwendungsfall,

Fig. 2 den erfindungsgemäß ausgebildeten Kern des Transduktors und

Fig. 3 die durch die Erfindung erzielte Verbesserung in der Kennlinie des Transduktors.

Fig. 1 zeigt einen Schaltungsauszug aus einem Fernsehempfänger. Ein Zeilenablenkstrom iA fließt über die Zeilenablenkspulen 1 und den Tangenskondensator 2 und bewirkt in der Bildröhre 3 die Zeilenablenkung. Im Weg des Zeilenablenkstromes iA liegt die Arbeitswicklung 4 des Transduktors 5, die eine veränderbare Induktivität darstellt. Die Induktivität wird dadurch geändert, daß der Steuerwicklung 6 ein veränderbarer Steuerstrom is zugeführt wird. Durch Änderung der Induktivität der Arbeitswicklung 4 kann die Amplitude des Zeilenablenkstromes und damit die Bildbreite verändert werden. Bei einer Erhöhung der Induktivität der Wicklung 4 nimmt die Bildbreite ab. Der Steuerstrom is kann manuell zur Einstellung der Bildbreite verändert werden. Er kann auch in Form eines parabelförmigen Stromes zur dynamischen Ost-West-Kissenkorrektur oder für beide Zwecke dienen.

Fig. 2 zeigt das eine Ende des Transduktorkernes. Dieser besteht aus dem sogenannten I-Teil 7 und dem sogenannten E-Teil mit den beiden Außenschenkeln 8, 9 sowie dem Mittelschenkel 10. Zwischen den Enden der Kernschenkel 8, 9 und dem Kernteil 7 sind normalerweise Luftspalte konstanter Weite vorgesehen, die durch zwischengelegte Kunststoffolien gebildet sind.

In Fig. 2 hat nun im Gegensatz dazu der Luftspalt jeweils zwischen den Kernschenkeln 8, 9 und dem Kernteil 7 keine konstante Weite, sondern ist keilförmig ausgebildet. An einem Ende der Kernschenkel 8, 9 ist die Weite d des Luftspaltes 11 gleich null, die Kernschenkel stoßen hier also zusammen. Zur anderen Seite nimmt die Weite des Luftspaltes d linear zu, so daß ein keilförmiger Luftspalt entsteht. Die Kernschenkel 8, 9 sind an ihren oberen Enden plan abgeschliffen. Es kann auch vorteilhaft sein, diese Fläche gewölbt auszubilden.

In Fig. 3 gilt die Kennlinie 12 für einen bekannten Transduktor mit zwei Luftspalten konstanter Weite von 0,25 mm. Die Kurve 13 gilt für einen gemäß Fig. 2 ausgebildeten Transduktorkern mit zwei keilförmigen Luftspalten mit einer sich ändernden Weite d von 0-0,5 mm. Das Gesamtvolumen der beiden Luftspalte ist also in beiden Fällen gleich. Es ist aber ersichtlich, daß die Kennlinie 13 eine weitaus größere Änderung der Induktivität L4 der Arbeitswicklung 4 und damit einen größeren Aussteuerbereich sowie eine größere Steilheit aufweist. Es läßt sich also eine größere Änderung der Induktivität L4 durch den Steuerstrom is erreichen.

Die Arbeitswicklung 4 ist auf dem mittleren Kernschenkel 10 angeordnet und die beiden Teilwicklungen der Steuerwicklung 6 auf den Kernschenkeln 8 und 9.

In Fig. 2 ist der keilförmige Luftspalt 11 durch eine schräge Ausbildung der Kernschenkel 8, 9 des sogenannten E-Kernteils gebildet. Statt dessen ist es auch möglich, die Kernschenkel 8, 9 unverändert zu lassen, d. h. eben und senkrecht abschließen zu lassen und statt dessen den I-Teil 7 an seinen Enden schräg anzuschleifen oder ihm eine sonstige Form zu geben, so daß sich wiederum der gewünschte Luftspalt mit sich ändernden Querschnitt ergibt. Die beiden Enden des Teils 7 sind dann z. B. so geschliffen, daß die Dicke jeweils zum Rand hin abnimmt, wie in Fig. 2 gestrichelt angedeutet ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Transduktor mit einer Steuerwicklung, einer Arbeitswicklung und einem Dreischenkelkern mit Luftspalt, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftspalt (11) über den Kernquerschnitt durchgehend keilförmig ist.
  2. 2. Transduktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Weite (d) des Luftspaltes (11) an der einen Seite des Kernschenkels (8, 9) null ist.
  3. 3. Transduktor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Weite (d) des Luftspaltes (11) linear zunimmt.
  4. 4. Transduktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsfläche des Luftspaltes (11) eben ist.
  5. 5. Transduktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsfläche des Luftspaltes (11) gewölbt ist.
  6. 6. Transduktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Weite (d) des Luftspaltes (11) zum Außenrand des Transduktorkernes zunimmt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com