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Dokumentenidentifikation DE3929882A1 22.03.1990
Titel Fadenabzuggerät
Anmelder Barmag AG, 5630 Remscheid, DE
Erfinder Stitz, Albert, Dipl.-Ing., 5067 Kürten, DE
DE-Anmeldedatum 08.09.1989
DE-Aktenzeichen 3929882
Offenlegungstag 22.03.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.03.1990
IPC-Hauptklasse B65H 51/20
IPC-Nebenklasse D01D 11/04   
Zusammenfassung Zum Abziehen eines Fadens ist ein Fadenlieferwerk 1 einer Saugvorrichtung 24 unmittelbar vorgeordnet. Das Fadenlieferwerk besteht aus einer rotierenden Rolle, die durch ein Turbinenrad 9 angetrieben wird. Rolle und Turbinenrad sind an den Enden einer Welle 2 gelagert. Durch eine Schikane 17 ist das Gehäuse des Turbinenrades gegenüber dem Lagergehäuse pneumatisch abgesperrt und es besteht eine Verbindung zwischen dem Gehäuse der Rolle und dem Lagergehäuse.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fadenabzuggerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Dieses Fadenabzuggerät ist durch die EP-Anmeldung 8 71 05 166 (EP-1556) bekannt.

Der Antrieb dieses Fadenabzuggerätes durch eine Luftturbine bietet sich an, weil die Luftturbine zum einen leicht ist und zum anderen dieselbe Energieart, nämlich Druckluft nutzt, wie das Fadenabzuggerät selbst.

Beim Abziehen von Multifilamentfäden, deren Einzelfilamente sehr dünn sind, erweist sich, daß das Fadenabzuggehäuse, in dem die Rolle untergebracht ist, vor störenden Luftströmungen geschützt werden muß.

Diese Aufgabe wird nach dem Kennzeichen des Anspruchs gelöst.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Die Zeichnung stellt einen Axialschnitt dar.

Die Rolle 1 ist an einem Ende der Welle 2 auskragend befestigt. Dabei ragt die Rolle 1 in ein Fadenabzugsgehäuse 3, das an einem Ende des Gehäuses 5 des Fadenabzuggerätes gebildet wird. Das Fadenabzuggehäuse 3 wird durch einen Deckel 4 verschlossen. Der Einlaßkanal und Auslaßkanal ist hier nicht dargestellt, der Auslaßkanal ist mit 7 bezeichnet. Wegen weiterer Einzelheiten wird auf die zitierte Anmeldung verwiesen. Die Welle 2 ist in Kugellagern 8 in einem zylindrischen Lagergehäuse 6 gelagert.

Das Lagergehäuse 6 ist in das Gehäuse 5 eingepaßt. An dem anderen freien Ende der Welle 2 ist das Turbinenrad 9 befestigt. Das Turbinenrad 9 wird von einem Turbinengehäuse 10 umgeben. Das Turbinengehäuse 10 wird dadurch gebildet, daß auf das Gehäuse 5 ein topfförmiger Deckel 11 aufgesetzt ist. Dieser weist Luftaustauschlöcher 12 auf. Das Turbinenrad 9 weist auf seinem Umfang Turbinenschaufeln auf, die hier als Löcher 13 ausgeführt sind. Die Löcher 13 liegen auf einem Kreis, der einen etwas kleineren Durchmesser als der Außenumfang hat. Die Löcher 13 liegen jeweils auf einer Tangentialebene dieses Kreises. Der Austritt dieser Löcher in das Turbinengehäuse ist so gerichtet, daß eine Komponente in Richtung der Tangente weist. Das Gehäuse 5 weist einen Ringkanal 14 auf, der auf demselben Durchmesser wie die Löcher 13 liegen. Der Ringkanal 14 ist über ein nichtdargestelltes Ventil mit einer nichtdargestellten Druckluftquelle verbunden. Der Ringkanal 14 wird zum Turbinengehäuse 10 hin durch einen Lochring 15 verschlossen. Der Lochring 15 weist eine Serie von Austrittslöchern 16 auf. Die Austrittslöcher 16 liegen im wesentlichen auf demselben Kreis wie die Löcher 13 des Turbinenrades. Das Turbinenrad liegt mit engem Spalt vor diesem Lochring 5. Die Löcher 16 können mit derselben Teilung wie die Löcher 13 angeordnet sein, es ist jedoch auch eine andere Teilung möglich. Der Spalt zwischen dem Turbinenrad 9 und dem Lochring 15 ist sehr eng. Er wird zusätzlich durch eine Schikane 17 versperrt, welche zwischen dem Kreis, auf dem die Löcher 16, 13 liegen, und der Welle 2 liegt. Diese Schikane ist hier als eine ringförmige Feder 18 am Turbinenrad 9 ausgeführt, die in einer Nut 19 in der Stirnfläche des Gehäuses 5 kämmt, und ein ringförmiges Labyrinth bildet. Das Lagergehäuse 6 weist auf seinem Außenumfang achsparallele Nuten 20 auf, die die beiden Wellenenden pneumatisch miteinander verbinden.

Zur Funktion

Zum Fadenanlegen wird der Ringkanal 14 mit Druckluft beschickt. Die Druckluft strömt durch die Löcher 16 des Lochringes 15 mit hoher Geschwindigkeit in die Löcher 13 des Turbinenrades und setzt das Turbinenrad 9 in Umdrehung. Die Luft kann durch die Löcher 12 des Deckels entweichen. Zum Fadenanlegen wird in dem Fadenabzuggehäuse 3 eine Saugströmung hergestellt, die durch den Auslaßkanal 7 abgezogen wird. Hierdurch wird der Faden durch den nichtdargestellten Einlaßkanal angesaugt. Der Faden umschlingt einmal die Rolle 1 und wird dann durch den Absaugkanal 7 abgesaugt. Hierdurch kann der Faden mit hoher Fadenspannung abgezogen werden. Der Spalt, den die dem Gehäuse 6 benachbarte Stirnfläche der Rolle 1 mit dem Gehäuse 6 bildet, ist eng und stellt für die Luft eine Drosselung dar. Andererseits wird auch die Luftströmung in dem Spalt zwischen Turbinenrad 9 und Gehäuse 6 in dem engen Spalt und durch die dort vorgesehenen Schikanen sehr stark gedrosselt. Daher ist die Nut 20, die auf dem Außenumfang des Lagergehäuses 6 vorgesehen ist, in der Lage, einen Druckausgleich zwischen den beiden Enden der Welle 2, herbeizuführen. Dadurch wird zum einen verhindert, daß Druckluft aus dem Turbinengehäuse in das Fadenabzuggehäuse 3 gelangt. Zum anderen wird auch Druckausgleich zwischen den beiden Enden des Lagergehäuses 6 hergestellt. Dadurch wird vermieden, daß in dem Lagergehäuse eine Luftströmung entsteht, die das Schmiermittel aus den Lagern wäscht.


Anspruch[de]
  1. Fadenabzuggerät zum Abziehen eines laufenden Fadens mit einer den Faden in einem Luftstrom abführenden Saugvorrichtung und einem Fadenlieferwerk (1), welches der Saugvorrichtung (24) unmittelbar vorgeordnet ist und welches aus einer angetriebenen, vom Faden zu umschlingenden Rolle besteht, die sich zwischen Fadenzulauf und Fadenablauf verjüngt, wobei die Saugmündung (16) im Fadenlauf hinter und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Oberfläche des Lieferwerks (1) liegt, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Rolle (1) auf der einen Seite einer Welle (2) und das Turbinenrad (9) auf der anderen Seite der Welle angebracht ist,

    daß die Welle zwischen der Rolle und dem Turbinenrad gelagert ist,

    daß das Turbinengehäuse gegenüber dem Lagergehäuse durch einen engen Spalt (Schikane (17)) pneumatisch abgesperrt ist und

    und daß das Gehäuse (3) der Rolle mit dem turbinenseitigen Ende des Lagergehäuses pneumatisch (Drosselkanal (2)) verbunden ist.






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