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Dokumentenidentifikation DE3930542A1 22.03.1990
Titel Radialkolbenpumpe
Anmelder Zahnradfabrik Friedrichshafen AG, 7990 Friedrichshafen, DE
Erfinder Schmid, Peter, 7076 Waldstetten, DE;
Pannek, Günter, 7079 Böbingen, DE;
Weckbrodt, Klaus, 7072 Heubach, DE;
Reichenmiller, Michael, 7076 Waldstetten, DE
DE-Anmeldedatum 13.09.1989
DE-Aktenzeichen 3930542
Offenlegungstag 22.03.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.03.1990
IPC-Hauptklasse F04B 49/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Radialkolbenpumpe, in deren Saugbohrung (22) ein Leistungsregler (24) eingesetzt ist. Die Regelung der Pumpe soll so vorgenommen werden, daß ein Konstantstrom und je nach Bedarf ein unterschiedlich großer Regelstrom zur Verfügung steht. Zu diesem Zweck ist in eine die Saugbohrung (22) schneidende Bohrung (23) ein elektromagnetisch betätigbarer Kolbenschieber (26) eingesetzt, der zur Bereitstellung des Regelstromes mit einem Bund (33) eine Verbindung zu einem an einen Nockenraum (14) angeschlossenen Saugkanal (28) herstellen kann. Von der Saugbohrung (22) zweigt außerdem eine Blendenbohrung (34) ab, die über eine Ringnut (35) und weitere Bohrungen (36) im Pumpengehäuse (3) gleichfalls an den Nockenraum (14) angeschlossen ist. Die Blendenbohrung (34) begrenzt den Konstantstrom. Den Regelstrom führt man einem Verbraucher mit schwankender Leistungsaufnahme, z. B. einem Hydrolüfter, zu, der mit zur Kühlwassertemperatur proportionaler Drehzahl angetrieben wird. Der Konstantstrom dient zur Versorgung z. B. einer Niveauregulierung und als Schmierstrom. Der Leistungsregler (24) sowie die Ölführungen (Bohrungen, Kanäle, Ringnuten) sind in einen Deckel (2) eingearbeitet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Radialkolbenpumpe nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Eine Radialkolbenpumpe mit einem in eine Saugbohrung eingesetzten Leistungsregler ist bereits aus der DE-OS 37 34 928 bekannt. Dieser Leistungsregler weist einen Drehkolben auf, der in seiner einen Endstellung einen maximalen Durchflußquerschnitt freigibt. Beim Drehen des Leistungsreglers in Richtung der anderen Endstellung verkleinert sich der Durchflußquerschnitt bis ein Minimalwert erreicht wird. Die Einstellung des Leistungsreglers erfolgt von außen durch einen Stellantrieb. Der Einbau eines Leistungsreglers ermöglicht es, die Ausgangsleistung einer Radialkolbenpumpe mit guter Genauigkeit an die Erfordernisse eines Verbrauchers mit stark schwankender Leistungsaufnahme, z. B. eines Hydromotors für den Lüfterantrieb in Kraftfahrzeugen, anzupassen. Dies ergibt im Fahrbetrieb eine Leistungsersparnis und damit einen geringeren Kraftstoffverbrauch. Diese bekannte Anordnung arbeitet jedoch hinsichtlich einer gleichmäßigen Befüllung der Förderzylinder, insbesondere im unteren Regelbereich bei Teilbefüllung, noch nicht voll zufriedenstellend. Durch ungleichmäßiges Befüllen vergrößern sich die bei Radialkolbenpumpen bauartbedingten Druckpulsationen und damit auch die Geräusche.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Radialkolbenpumpe so auszulegen, daß diese über einen möglichst großen Regelbereich von einem oder mehreren Verbrauchern benötigtes Öl bereitstellen kann. Dabei soll sich bei jeder momentanen Fördermenge eine gleichmäßige Befüllung aller Förderzylinder aufrechterhalten lassen.

Diese Forderung soll mit möglichst geringem Bauaufwand und nur unwesentlich veränderten Außenabmessungen der Pumpe verwirklicht werden.

Diese Aufgabe ist durch die Merkmale der Ansprüche 1 bis 13 gelöst.

Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Merkmalskombinationen der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und einzelnen Anspruchsmerkmalen aus der Aufgabenstellung.

Nach der Erfindung teilt sich der Förderstrom in der Saugbohrung in einen Regelstrom und einen verhältnismäßig kleinen Konstantstrom auf, wobei die Summe der beiden Ströme am Pumpenausgang für die Verbraucher bereitsteht. Als Leistungsregler für den Regelstrom kommt in der Saugbohrung ein kostengünstiges elektromagnetisch verstellbares Ventilglied, z. B. ein Kolbenschieber, zum Einbau. Der Regelstrom steht über eine große Spannbreite von z. B. 0,3 bis 10,0 dm3/min je nach Anforderung dem Hydromotor eines Kühlerlüfters und gegebenenfalls weiteren Verbrauchern zur Verfügung. Der Konstantstrom von 0,3 dm3/min dient beispielsweise der Versorgung einer Niveauregulierung und als Schmierstrom. Auf diese Weise läßt sich eine bedarfsabhängige und damit energiesparende Ansaugstromregelung für den Hauptverbraucher erzielen, während der für die Niveauregulierung erforderliche Konstantstrom (Mindeststrom) jederzeit bereitsteht.

Nach Anspruch 2 ist das Ventilglied des Leistungsreglers in einer die Saugbohrung schneidenden Bohrung geführt, wobei diese Bohrung in einen zur Saugbohrung parallelen, an die Förderkolben der Pumpe angeschlossenen Saugkanal mündet. Das Ventilglied hat für die Zufuhr des Regelstromes an seinem freien Ende ein dem Saugkanal zugewandtes Schließglied, während die Saugbohrung außerdem über eine Blendenbohrung für den Konstantstrom ständig an die Förderkolben angeschlossen ist. Durch diese spezielle Anordnung ermöglicht man eine raumsparende Aufteilung des Förderstromes.

Die vorteilhafte Lage des Ventilgliedes unmittelbar am Nockenraum gemäß Anspruch 3 schafft kurze Strömungswege zu den Förderkolben und damit auch einen ruhigen Förderbetrieb.

Nach den Ansprüchen 4 und 5 läßt sich das Ventilglied vorteilhaft als Kolbenschieber oder als Sitzventil ausführen. Um die Versorgung durch die Pumpe jederzeit sicherzustellen, gibt das Ventilglied nach Anspruch 6 bei einem eventuellen Stromausfall immer den größten Regelquerschnitt frei.

Zur raumsparenden Unterbringung des Leistungsreglers trägt nach Anspruch 7 außerdem bei, daß dieser radial zur Antriebswelle in einen Gehäusedeckel eingesetzt ist.

Nach dem Merkmal von Anspruch 8 steht die enge Bohrung für den Konstantstrom mit einer in eine Stirnseite des Gehäusedeckels eingearbeiteten Ringnut in Verbindung, die über mehrere Bohrungen in den Nockenraum mündet. Das Aufnahmevolumen der Ringnut wählt man so, daß diese durch den Konstantstrom aufgefüllt ist. Dadurch läßt sich eine gleichmäßige Verteilung des Drucköls auf dem gesamten Umfang des Nockenraumes erreichen, in welchen die Förderkolben zur Ölaufnahme eintauchen. Auch in Betriebszeiten, in welchen der Pumpe nur der Konstantstrom zur Verfügung steht, erhält man somit eine gleichmäßige Teilbefüllung der Förderkolben. Dies begünstigt einen ruhigeren Pumpenlauf.

Nach Anspruch 9 ist es außerdem zweckmäßig, daß der über das Ventilglied an die Saugbohrung anschließbare Saugkanal über eine Ringnut und über auf den Umfang gleichmäßig verteilte Öffnungen des Gehäusedeckel mit dem Nockenraum verbunden ist. Dadurch erfolgt ein gleichmäßiges Einströmen des Drucköls in den Nockenraum unterhalb der Förderkolben. Nach Anspruch 10 ist es hierbei vorteilhaft, die in Einbaulage der Pumpe unterhalb der Mitte des Gehäusedeckels liegenden Öffnungen kleiner zu wählen als die oberhalb der Deckelmitte liegenden Öffnungen. Dadurch läßt sich vermeiden, daß zu viel Öl über die Ringnut zu den unten liegenden Förderkolben abströmt und die auf dem Umfang weiter oben liegenden Förderkolben unterbefüllt werden. Die erwähnten Merkmale sichern einerseits eine gute Aufladung der Förderkolben bei großen Regelmengen und hoher Drehzahl und andererseits läßt sich auch bei beliebigen Abregelmengen eine gleichmäßige Teilbefüllung aller Förderkolben erreichen, was zu der bereits erwähnten Geräuschverminderung beiträgt.

Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht außerdem darin, daß sich nahezu alle für die Ölstromteilung und Ölführung auf der Saugseite notwendigen Bohrungen und Kanäle mit geringem Aufwand in den Gehäusedeckel einarbeiten lassen.

Nach Anspruch 11 kann man von der den Konstantstrom führenden Ringnut zu jeder Zylinderbohrung axial verlaufende Bohrungen legen. Diese Bohrungen sind in der unteren Totpunktlage der Förderkolben geöffnet, so daß sich der Konstantstrom unmittelbar einspritzen läßt. Diese Maßnahme ermöglicht eine besonders gleichmäßige Zylinderfüllung.

Da in einer nach Anspruch 11 ausgeführten Pumpe bei zugeregeltem Leistungsventil ein verhältnismäßig hoher Saugunterdruck im Nockenraum entstehen kann, sieht man zweckmäßig eine Druckentlastung des Einbauraumes eines Wellendichtringes zur Saugbohrung vor. Auf diese Weise kann man ein Ansaugen von Außenluft über den Wellendichtring vermeiden.

Eine weitere Möglichkeit für die Druckentlastung des Wellendichtringes und die Versorgung des Nockenraumes mit dem Konstantstrom läßt sich dem Anspruch 13 entnehmen. Man verbindet zweckmäßig die Saugbohrung über eine Bohrung im Pumpengehäuse mit einer Ringnut im Einbauraum für den Wellendichtring. Von dieser Ringnut führen Blendenbohrungen zum Nockenraum. Diese Ausführung ist dann vorteilhaft, wenn kein ausreichender Raum zur Unterbringung einer Ringnut im Deckel vorhanden ist.

Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand der Zeichnung nachfolgend näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 einen vereinfachten Schnitt durch eine Radialkolbenpumpe mit einem Leistungsregelventil;

Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt in stark vereinfachter Darstellung durch eine weitere Ausführungsform eines Leistungsregelventils;

Fig. 3 einen Schnitt durch eine Radialkolbenpumpe entsprechend Fig. 1 mit einer anderen Konstantstromführung und

Fig. 4 eine weitere Konstantstromführung im Schnitt, entsprechend Fig. 1 und 3.

Die Pumpe nach Fig. 1 weist ein durch Deckel 1 und 2 verschlossenes Gehäuse 3 mit einer Welle 4 auf. Die Welle 4 trägt einen Nocken 5, der z. B. sechs sternförmig zur Welle angeordnete Förderkolben 6 nacheinander in eine Hubbewegung versetzt. Eine in einem Innenraum 7 abgestützte Feder 8 hält den Förderkolben 6 an einer Umfangsfläche des Nockens 5 in Anlage. Der Förderkolben 6 bewegt sich in einer Zylinderbohrung 10, die durch eine Schraubkappe verschlossen ist. Die Schraubkappe 11 dient gleichzeitig zum Abstützen der durch einen Bolzen 12 geführten Feder 8. Jeder Förderkolben 6 weist Einlaßöffnungen 13 auf, die beim Saughub in einen Nockenraum 14 eintauchen. Alle Innenräume 7 der Förderkolben 6 können über Druckkanäle 15 mit einem Ringraum 16 in Verbindung treten. Als Auslaßventil enthält der Ringraum 16 eine durch einen gummielastischen Ring 17 gegen die Druckkanäle 15 gepreßte Dichtscheibe 18 aus Federstahl. Selbstverständlich kann man anstelle des gezeichneten Auslaßventils auch Einzelventile, z. B. in Form von Kugelrückschlagventilen, vorsehen. Der Ringraum 16 führt über eine Bohrung 20 zu einem mit Verbrauchern verbundenen Auslaßanschluß 21.

Nach der Erfindung befindet sich im Deckel 2 eine mit einem Tank (nicht dargestellt) verbundene Saugbohrung 22. In eine die Saugbohrung 22 senkrecht schneidende Bohrung 23 ist ein Leistungsregler 24 eingesetzt und in einer Gewindebohrung 25 des Deckels 2 verschraubt. Der Leistungsregler 24 besteht im wesentlichen aus einem als Kolbenschieber 26 ausgeführten Ventilglied und einem mit diesem verbundenen Elektromagnet 27. Parallel zur Saugbohrung 22 liegt ein Saugkanal 28, welcher mit einer in den Deckel 2 eingegossenen Ringnut 30 Verbindung hat. Die Ringnut 30 wiederum ist über mehrere auf dem Umfang einer mit dem Deckel 2 einstückigen Prallplatte 31 gleichmäßig verteilte Öffnungen 32 an den Nockenraum 14angeschlossen. Diese Öffnungen 32 können in Einbaulage unterhalb der Mitte M des Gehäusedeckels 2 kleiner ausgeführt sein als die weiter oben liegenden Öffnungen.

Der Kolbenschieber 26 hat an seinem freien Ende als Schließglied einen Bund 33, der den von der Saugbohrung 22 in den Saugkanal 28 fließenden Regelstrom bestimmt, der dann in dem Nockenraum 14 zum Ansaugen durch die Förderkolben 6 bereitsteht. Der Saugkanal 22 hat außerdem über eine Blendenbohrung 34 mit einer weiteren Ringnut 35 Verbindung. Diese Ringnut 35 ist über mehrere zwischen den Förderkolben 6 liegende schräge Bohrungen 36 im Gehäuse 3 gleichfalls an den Nockenraum 14 angeschlossen. Die Blendenbohrung 34 bestimmt den Konstantstrom, der über die Saugbohrung 22 und eine Einschnürung 37 des Kolbenschiebers 26 jederzeit zufließen kann. Das von der Pumpe angesaugte Öl wird also in der Saugbohrung 22 in zwei verschiedene Saugströme aufgeteilt, die sich im Nockenraum 14 wieder vereinen.

Anstelle des Leistungsregelventils 24 mit einem Kolbenschieber 26 als Ventilglied, kann man nach Fig. 2 auch ein Leistungsregelventil 38 mit einem Sitzventil 40 vorsehen. Das Schließglied besteht hier aus einem Ventilkegel 41, dessen Schaft 45 in einer in eine Bohrung 42 des Deckels 2 eingesetzten Büchse 43 geführt ist. Der Ventilkegel 41 dichtet gegen einen Ventilsitz 44 der Büchse 43. Der Schaft 45 trägt einen mit einer Magnetspule 46 zusammenwirkenden Anker 47.

Der Zulauf des Drucköls in einen Innenraum 48 erfolgt von der Saugbohrung 22 über einen Ringkanal 49 und mehrere Bohrungen 50 der Büchse 43. Der Ringkanal 49 steht außerdem mit der Blendenbohrung 34 und der Ringnut 35 für den Konstantstrom in Verbindung. Eine Ausgleichsbohrung 52sorgt für einen Druckausgleich auf beiden Seiten des Sitzventils 40. Bei Ausfall des Magnetstromes drücken der Saugdruck und eine Feder 53 den Ventilkegel 41 in die gezeichnete Öffnungsstellung, so daß dann eine ungeregelte Verbraucherversorgung gesichert ist.

Die Leistungsregelventile 24 bzw. 38 lassen sich über ein elektronisches Schaltgerät (nicht dargestellt) in Abhängigkeit von der Kühlwassertemperatur ansteuern. Entsprechend der Ansteuerung des Elektromagnets 27 oder 46, 47 strömt mehr oder weniger Öl in den Saugkanal 28 bzw. den Nockenraum 14 ein, so daß man eine zur Kühlwassertemperatur proportionale Lüfterregelung erhält.

Die in Fig. 1 gezeichnete Sperrstellung, in welcher der Bund 33 die Bohrung 23 verschließt, kommt bei voller Erregung des Magnets 27 zustande, wenn die Kühlwassertemperatur niedrig liegt. Die Förderkolben 6 können dann lediglich den durch die Blendenbohrung 34 festgelegten Konstantstrom ansaugen, der über den Weg der Ringnut 35 und die Bohrungen 36 im Nockenraum 14 verfügbar ist. Der Ölbedarf der Niveauregulierung läßt sich auf diese Weise jederzeit decken. Außerdem steht ein ausreichender Schmierstrom in der Pumpe zur Verfügung.

Sobald die Kühlwassertemperatur ansteigt, verringert sich der Erregerstrom zum Elektromagnet 27, so daß sich der Kolbenschieber 26 durch den Saugdruck und die Federkraft geringfügig in den Saugkanal 28 hineinbewegt. Dabei gibt der Bund 33 einen entsprechenden Regelquerschnitt frei. Der dann fließende Regelstrom treibt den Hydrolüfter mit der zugehörigen Drehzahl an. Auf diese Weise läßt sich die Pumpenleistung an den jeweiligen Kühlbedarf anpassen. Der Konstantstrom für die Niveauregulierung bleibt hiervon unbeeinflußt.

Das Leistungsregelventil 38 in der Ausführung als Sitzventil nach Fig. 2 arbeitet in entsprechender Weise.

Während man in Fig. 1 für die Verteilung des Konstantstromes mehrere von der Ringnut 35 abzweigende schräggerichtete Bohrungen 36 in Nockenraum 14 vorsieht, zeigt die Fig. 3 ersatzweise in die Zylinderbohrungen 10 mündende axiale Bohrungen 54. Diese Bohrungen 54 sind in der unteren Totpunktlage (Saugphase) der Förderkolben 6 ganz geöffnet. Die Exzentrizität des Nockens 5, die Einlaßbohrungen 13 und die Bohrungen 54 sind so aufeinander abgestimmt, daß kein Kurzschluß zwischen den genannten Bohrungen 13 und 54 stattfinden kann. Der Konstantstrom läßt sich also durch "Direkteinspritzung" zuführen, wodurch eine noch gleichmäßigere Zylinderfüllung erzielt wird. Auf diese Weise erhält man eine sehr geringe Konstantstrommenge (Mindeststrom), der für die Aufrechterhaltung der Schmierung, zur Vermeidung von Temperaturschocks im Verbraucher sowie für die eventuelle Versorgung von Nebenverbrauchern benötigt wird. Die gleichmäßige Befüllung bewirkt eine geringe Druckpulsation und damit auch einen niedrigeren Geräuschpegel.

In dieser Anordnung kann bei zugeregeltem Leistungsregelventil 24 ein verhältnismäßig hoher Saugunterdruck im Nockenraum 14 entstehen. Damit über einen Wellendichtring 56 und ein Gleitlager keine Außenluft angesaugt wird, entlastet man einen Einbauraum 55 des Wellendichtringes 56 über Bohrungen 57 und 58 zur Saugbohrung 22.

In der Ausführung nach Fig. 4 steht die Saugbohrung 22 über eine Bohrung 60 mit einer Ringnut 61 des Einbauraums 55 für den Wellendichtring 56 in Verbindung. Von dieser Ringnut 61 zweigen mehrere in den Nockenraum 14mündende Blendenbohrungen 62 ab. Durch ihre Länge und den engen Querschnitt liefern die Blendenbohrungen den gewünschten Konstantstrom. In diesem Falle dient die Bohrung 60 zur Entlastung des Wellendichtringes 56 und zugleich als "Zubringer" für den Konstantstrom bei zugeregeltem Kolbenschieber 26.

Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß man in Radialkolbenpumpen mit z. B. in zwei radialen Ebenen liegenden Kolbengruppen zur Versorgung von zwei Verbraucherkreisen, die eine Kolbengruppe mit den Bohrungen 54, einschließlich der Ringnut 35 (Fig. 3), und die andere Kolbengruppe mit den Bohrungen 60 bzw. 62 (Fig. 4) ausrüsten kann. Die betreffenden Bohrungsanordnungen befinden sich dann, - gesehen in axialer Richtung -, im vorderen (Welleneingang) und im hinteren Pumpenteil. Die Konstantstromversorgung läßt sich somit unter Berücksichtigung der Raumverhältnisse in der Pumpe festlegen.

Bezugszeichen

1 Deckel

2 Deckel

3 Gehäuse

4 Welle

5 Nocken

6 Förderkolben

7 Innenraum

8 Feder

9 -

10 Zylinderbohrung

11 Schraubkappe

12 Bolzen

13 Einlaßöffnungen

14 Nockenraum

15 Druckkanal

16 Ringraum

17 gummielastischer Ring

18 Dichtscheibe

19 -

20 Bohrung

21 Auslaßanschluß

22 Saugbohrung

23 Bohrung für 26

24 Leistungsregelventil

25 Gewindebohrung

26 Kolbenschieber

27 Elektromagnet

28 Saugkanal

29 -

30 Ringnut

31 Prallplatte

32 Öffnungen

33 Bund

34 Blendenbohrung

35 Ringnut

36 Bohrung

37 Einschnürung an 26

38 Leistungsregelventil

39 -

40 Sitzventil

41 Ventilkegel

42 Bohrung

43 Büchse

44 Ventilsitz

45 Schaft

46 Magnetspule

47 Anker

48 Innenraum

49 Ringkanal

50 Bohrung

51 -

52 Ausgleichsbohrung

53 Feder

54 Bohrungen

55 Einbauraum für WDR

56 Wellendichtring

57 Bohrung

58 Bohrung

59 -

60 Bohrung

61 Ringnut

62 Blendenbohrung

M Mitte von 2


Anspruch[de]
  1. 1. Radialkolbenpumpe mit folgenden Merkmalen:
    1. - in einem Pumpengehäuse ist mindestens ein Förderkolben durch einen auf einer Antriebswelle befestigten Exzenter betätigbar;
    2. - die Förderkolben saugen Drucköl über eine Saugbohrung in einen Nockenraum an;
    3. - die Förderkolben haben Einlaßbohrungen, die in den Nockenraum eintauchen;
    4. - in der Saugbohrung sitzt ein Leistungsregler mit einem verstellbaren Ventilglied, welches den Durchflußquerschnitt zu den Förderkolben verändern kann, so daß ein von der Leistungsaufnahme eines an die Pumpe angeschlossenen Verbrauchers abhängiger Regelstrom verfügbar ist,
  2. gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    1. - in der Saugbohrung (22) erfolgt eine Stromteilung, so daß neben dem Regelstrom ein Konstantstrom bereitsteht;
    2. - das den Regelstrom bestimmende Ventilglied (Kolbenschieber 26, Sitzventil 40) ist durch einen Elektromagnet (27) betätigbar.
  3. 2. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    1. - das Ventilglied (26; 41, 43) ist in einer die Saugbohrung (22) schneidenden Bohrung (23, 42) geführt;
    2. - die Bohrung (23, 42) mündet in einen zur Saugbohrung (22) parallelen an den Nockenraum (14) angeschlossenen Saugkanal (28);
    3. - das Ventilglied (26; 41, 43) hat an seinem freien Ende ein dem Saugkanal (28) zugewandtes Schließglied (Bund 33; Ventilkegel 41) für den Regelstrom und
    4. - die Saugbohrung (22) steht über eine Blendenbohrung (34) für den Konstantstrom ständig mit dem Nockenraum (14) in Verbindung.
  4. 3. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilglied (Kolbenschieber 26; Sitzventil 40) unmittelbar am Nockenraum (14) liegt.
  5. 4. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilglied als Kolbenschieber (26) ausgeführt ist.
  6. 5. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilglied als Sitzventil (40) ausgeführt ist.
  7. 6. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilglied (26; 41, 43) des Leistungsregelventils (24, 38) bei Stromausfall den größten Regelquerschnitt freigibt.
  8. 7. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Leistungsregelventil (24, 38) radial zur Antriebswelle (4) in einen Gehäusedeckel (2) eingebaut ist.
  9. 8. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenbohrung (34) für den Konstantstrom mit einer Ringnut (35) im Gehäusedeckel (2) in Verbindung steht und die Ringnut (35) über mehrere Bohrungen (36) in den Nockenraum (14) mündet.
  10. 9. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der über das Ventilglied (26, 40) an die Saugbohrung (22) anschließbare Saugkanal (28) über eine Ringnut (30) und über auf den Umfang gleichmäßig verteilte Öffnungen (32) im Gehäusedeckel (2) mit dem Nockenraum (14) verbunden ist.
  11. 10. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die in Einbaulage der Pumpe unterhalb der Mitte (M) des Gehäusedeckels (2) liegenden Öffnungen (32) kleiner sind als die weiter oben liegenden Öffnungen (32).
  12. 11. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Blendenbohrung (34) für den Konstantstrom verbundene Ringnut (35) über Bohrungen (54) an die Zylinderbohrungen (10) der Förderkolben (6) angeschlossen ist.
  13. 12. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Einbauraum (55) eines Wellendichtringes (56) zur Saugbohrung (22) über Bohrungen (57, 58) druckentlastet ist.
  14. 13. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    1. - von der Saugbohrung (22) führt eine Bohrung (60) zu einer Ringnut (61) des Einbauraumes (55) und
    2. - die Ringnut (61) steht über mehrere Blendenbohrungen (62) mit dem Nockenraum (14) in Verbindung.






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