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Verfahren zur Herstellung spektral korrigierender Reflektorscheiben für Elektronenblitzgeräte - Dokument DE3933755A1
 
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Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf die Korrektur der spektralen Strahlungsverteilung der von einem Elektronenblitzgerät abgegebenen Strahlung, wobei das Elektronenblitzgerät an der Lichtaustrittsseite eine Reflektorscheibe auf Polymethylmethacrylat besitzt.

Zur Objektbestrahlung bei fotografischen Aufnahmen mittels Blitzlicht besteht insbesondere bei Computerblitzgeräten zum Erhalt qualitativ hochwertiger farbtongerechter Bilder die Forderung, daß sämtliche das Blitzgerät verlassende Strahlenanteile in ihrer spektralen Strahlungsverteilung an diejenigen des natürlichen Tageslichtes mit der ähnlichsten Farbtemperatur von 5500 K, LichtartD55&min; anzupassen sind.

Bekannt sind dafür beispielsweise Elektronenblitzgeräte mit sogenannten Goldtonstrahlern. Der Anpassungseffekt erfolgt hier durch auf die Blitzröhre aufgebrachte, die spektrale Transmission verändernde homogene Schichten bzw. Schichtsysteme. Die Herstellung dieser homogenen Schichten definierter Dicke erfolgt in aufwendigen und komplizierten technologischen Prozessen.

Aufgabe der Erfindung ist es, mittels eines Behandlungsverfahrens die Reflektorscheiben für Elektronenblitzgeräte in ihrer spektralen Transmission so zu verändern, daß die spektrale Strahlungsverteilung der vom Elektronenblitzgerät abgegebenen Strahlung an die der vorgeschriebenen Lichtart D55 angepaßt wird.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch realisiert, daß die spritzgießtechnisch hergestellten Reflektorscheiben vor ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung einer energiereichen Strahlung, vorzugsweise einer γ-Strahlung, mit dosierten Bestrahlungsparametern ausgesetzt werden, die von der Art und der Konzentration der Zusätze im Polymethylmethacrylat und der geforderten spektralen Transmission abhängig sind, und einer anschließenden Lagerung nach einem definierten Temperatur-Zeitregime unterzogen werden.

Die Aufgabe kann vorteilhaft auch dadurch realisiert werden, daß bereits das als glasklares Granulat vorliegende Polymethylmethacrylat einer energiereichen Strahlung, vorzugsweise einer γ-Strahlung, ausgesetzt wird, deren Bestrahlungsparameter nach den bereits genannten Abhängigkeiten dosiert sind. Daran schließt sich die spritzgießtechnische Weiterverarbeitung zu Reflektorscheiben an, die dann einer einem definierten Temperatur-Zeitregime entsprechenden Lagerung unterliegen.

Zur Lösung der Aufgabe ist als weitere Variante die bereits beschriebene Bestrahlung des glasklaren Polymethylmethacrylatgranulats und dessen anschließende Lagerung unter den genannten Bedingungen durchführbar. Aus dem abgelagerten Polymethylmethacrylatgranulat erfolgt dann die spritzgießtechnische Weiterverarbeitung zu Reflektorscheiben. Vorzugsweise gelangen eine Kobalt-60-γ-Strahlung mit einer Energiedosis von 75 KGy ± 10 KGy und einer Energiedosisleistung von 5 · 102Gyh-1 sowie eine Temperung der Reflektorscheiben bei 80°C in 8 Stunden zur Anwendung.

Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Eine in die Lichtaustrittsseite eines Elektronenblitzgerätes im Bereich der Elektronenblitzröhre, Typ XEHS 19/ 35-1, einzusetzende Reflektorscheibe wird spritzgießtechnisch aus als glasklares Granulat vorliegendem Polymethylmethacrylat vom Typ 7N, kurz PMMA genannt, mit gebrauchsfähigen geometrischen Maßen und in geforderter Struktur hergestellt. Danach wird die Reflektorscheibe einer energiereichen Strahlung, vorzugsweise einer Kobalt-60-γ -Strahlung, ausgesetzt. Die Bestrahlung kann simultan für eine große Stückzahl von Reflektorscheiben erfolgen. Es kommt eine Energiedosis von 75 KGy ± 10 KGy bei einer Dosisleistung zwischen 5 · 10 Gyh-1 und 104 Gyh-1, vorzugsweise 5 · 102 Gyh-1 zur Anwendung. Durch den Einfluß der Bestrahlung wird die Reflektorscheibe gelb eingefärbt; sie weist neben dabei gebildeten konjugierten Doppelbindungen (irreversible Verfärbung) auch eine durch die Bildung von freien Radikalen hervorgerufene reversible Verfärbung auf. Um einen stationären Zustand zu erreichen, muß der reversible Anteil vor dem verwendungsfähigen Einsatz im Blitzgerät eliminiert werden. Das erreicht man durch eine Lagerung der Reflektorscheiben entsprechend einem definierten Temperatur-Zeitregime. Beispielsweise ist die Lagerung bei einer Raumtemperatur von 20°C in 500 Stunden oder mit einer Temperung der Reflektorscheiben bei 80°C in 8 Stunden möglich.

Infolge der beschriebenen Maßnahmen wird das Absorptionsspektrum des PMMA-Materials auf einen irreversiblen Zustand so eingestellt, daß der zur Anpassung an die Lichtart D55 notwendige spektrale Transmissionsverlauf realisiert wird, wenn eine derartig behandelte Reflektorscheibe aus PMMA im Elektronenblitzgerät, bestückt mit Elektronenblitzröhre Typ XEHS 19/35-1, eingesetzt wird.

Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel zur Herstellung spektral korrigierender Reflektorscheiben ist es möglich, bereits das als glasklares PMMA-Granulat vorliegende Material energiereich wie gerade beschrieben, zu bestrahlen und einer spritzgießtechnischen Weiterverarbeitung zuzuführen. Daran schließt sich die schon beschriebene Lagerung der Reflektorscheiben bis zum Einsatz im Elektronenblitzgerät an.

Es ist ebenfalls möglich, das bestrahlte PMMA-Granulat gleich der definierten Lagerung zu unterziehen und nach deren Ablauf die spritzgießtechnische Herstellung der Reflektorscheiben durchzuführen.

Eine Korrektur der spektralen Strahlungsverteilung von Elektronenblitzgeräten mit bestrahlten Reflektorscheiben bringt wesentliche Vorteile mit sich: Reflektorscheiben reproduzierbarer homogener Transmission stehen zur Verfügung; sie besitzen eine hohe Langzeitstabilität, kein zusätzlicher Materialeinsatz zum Einfärben oder Beschichten ist erforderlich; es handelt sich um ein sehr kostengünstiges Verfahren; die Durchführbarkeit des Verfahrens ist technologisch gut beherrschbar; eine radioaktive Aktivierung des behandelten Materials ist ausgeschlossen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung spektral korrigierender Reflektorscheiben für Elektronenblitzgeräte aus Polymethylmethacrylat, gekennzeichnet dadurch, daß die spritzgießtechnisch hergestellten Reflektorscheiben vor ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung einer energiereichen Strahlung, vorzugsweise einer γ-Strahlung, mit in Abhängigkeit von Art und Konzentration der Zusätze im Polymethylmethacrylat und entsprechend der geforderten spektralen Transmission dosierten Bestrahlungsparametern ausgesetzt und einer anschließenden Lagerung unterzogen werden, die einem definierten Temperatur-Zeitregime unterliegt.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung spektral korrigierender Reflektorscheiben für Elektronenblitzgeräte aus Polymethylmethacrylat, gekennzeichnet dadurch, daß das als glasklares Granulat vorliegende Polymethylmethacrylat einer energiereichen Strahlung, vorzugsweise einer γ-Strahlung, mit in Abhängigkeit von Art und Konzentration der Zusätze im Polymethylmethacrylat und entsprechend der geforderten spektralen Transmission dosierten Bestrahlungsparametern ausgesetzt, anschließend einer spritzgießtechnischen Weiterverarbeitung zu Reflektorscheiben zugeführt wird und die gefertigten Reflektorscheiben einer Lagerung unter einem definierten Temperatur-Zeitregime unterzogen werden.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung spektral korrigierender Reflektorscheiben für Elektronenblitzgeräte aus Polymethylmethacrylat, gekennzeichnet dadurch, daß das als glasklares Granulat vorliegende Polymethylmethacrylat einer energiereichen Strahlung, vorzugsweise einer γ-Strahlung, mit in Abhängigkeit von Art und Konzentration der Zusätze im Polymethylmethacrylat und entsprechend der geforderten spektralen Transmission dosierten Bestrahlungsparametern ausgesetzt, einer anschließenden Lagerung entsprechend einem definierten Temperatur-Zeitregime unterzogen und danach spritzgießtechnisch zu Reflektorscheiben weiterverarbeitet wird.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß vorzugsweise eine Kobalt-60-γ-Strahlung mit einer Energiedosis von 75 KGy ± 10 KGy und einer Dosisleistung von 5 · 102 Gyh-1 und eine Temperung der Reflektorscheiben bei 80°C in 8 Stunden zur Anwendung kommen.






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