PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3935941A1 03.05.1990
Titel Vorrichtung zum Bestrahlen von strömenden Flüssigkeiten und/oder Gasen mit UV-Licht
Anmelder Wedeco Gesellschaft für Entkeimungsanlagen mbH, 4900 Herford, DE
Erfinder Wedekamp, Horst, 4900 Herford, DE
Vertreter Thömen, U., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 3000 Hannover
DE-Anmeldedatum 25.10.1989
DE-Aktenzeichen 3935941
Offenlegungstag 03.05.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.1990
IPC-Hauptklasse G21K 5/00
IPC-Nebenklasse A61L 2/10   C02F 1/32   
Zusammenfassung Vorrichtung zum Bestrahlen von strömenden Flüssigkeiten und/oder Gasen mit UV-Licht, wobei die Vorrichtung aus einem Gehäuse mit Zu- und Abführungsöffnungen besteht und eine oder mehrere UV-Lichtquellen enthält, die in UV-durchlässigen Schutzrohren angeordnet sind. Zur Erzielung eines hohen Wirkungsgrades ist die UV-Licht-Ausstrahlung gerichtet, und zwar derart, daß sich die Ausstrahlung mit ihren Maxima in die Richtungen des zu- und abströmenden Mediums erstreckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 12.

Solche zur UV-Lichtbestrahlung von Medien bestimmten Vorrichtungen sind allgemein bekannt. Dabei besteht der Wunsch, daß die Vorrichtungen zur UV-Lichtbestrahlung von Medien im Vergleich zu möglichen chemischen Verfahren bei gleicher Wirtschaftlichkeit möglichst wirkungsvoller im Behandlungseffekt sein sollen. Dies setzt eine hohe UV-Licht-Raum-Zeit-Ausbeute bei geringstem Energie- und Apparateaufwand voraus.

Für die Realisierung dieser Vorrichtungen wird in der Regel eine Kombination zwischen dem Bestrahlungsraum und der UV-Lichtquellenanordnung angestrebt, bei der jedes Volumenelement des Mediums mit einer möglichst gleich großen UV-Dosis bestrahlt wird. Der Idealfall zur Erzielung eines höchsten Wirkungsgrades besteht darin, daß die Durchschnittsdosis gleich der Mindestdosis ist. Zur Realisierung dieser Zielsetzung gilt es, folgende Kriterien zu optimieren:

  • 1. Vermeidung von Strahlungsverlusten;
  • 2. Erzielung einer möglichst gleichmäßigen Bestrahlungsstärke;
  • 3. Erzielung einer möglichst gleichmäßigen Kontaktzeit bzw. Strömungsgeschwindigkeit.


Die Voraussetzungen gemäß Ziffer 2 und 3 sind oft nur durch aufwendige Hilfseinrichtungen zur Verwirbelung des zu entkeimenden bzw. zu behandelnden Mediums zu erfüllen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Bestrahlen von strömenden Flüssigkeiten und/oder Gasen mit UV-Licht dahingehend zu verbessern, daß bei einfachem Aufbau Strahlungsverluste verringert werden, um eine möglichst hohe gleichmäßige Bestrahlungsstärke zu erreichen, und daß weiterhin gleichmäßige Kontaktzeiten erzielbar sind.

Gemäß einer ersten Alternative erfolgt die Lösung dieser Aufgabe bei der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Vorrichtung durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1.

Die neue Vorrichtung ist für den Einbau in Rohrleitungen konzipiert und verfügt hierfür über eine neuartige Strahlungsverteilung, durch welche die voranstehend genannten Kriterien weitgehend erfüllt werden können. Die Verwendung von Rohrleitungen bedeutet, daß es sich um ein Drucksystem handelt, bei welchem das Medium (Flüssigkeit und/oder Gase) mittels Druck durch die Rohrleitungen geleitet wird.

In der Mitte des Gehäuses und quer zur Strömungsrichtung des Mediums sind wahlweise ein einzelnes oder mehrere Quarzschutzrohre, die jeweils mit einer stabförmigen UV-Lichtquelle bestückt sind, angeordnet. Die Bestückung mit einer oder mehreren UV-Lichtquellen erfolgt in Abhängigkeit der gewünschten Durchsatzmenge. Für große Durchsatzleistungen wird eine Mehrzahl von UV-Lichtquellen nebeneinander und in maximal zwei Reihen eingesetzt. Bei der Anordnung in zwei Reihen sind die UV-Lichtquellen in Fließrichtung des Mediums gegeneinander versetzt.

Die UV-Lichtquellen haben vorzugsweise einen flachovalen Querschnitt und im Vergleich zu bekannten UV-Lichtquellen mit rundem Querschnitt neben höheren elektrischen Leistungen eine besondere Strahlungscharakteristik. Bei einem Flachstrahler - also bei einer UV-Lichtquelle mit einem flach-ovalen Querschnitt - wird der Strahlungfluß zu 3/4 über die Breitseite und nur zu 1/4 über die Schmalseite emittiert. Die Ausstrahlung über die Breitseite erfolgt außerdem wesentlich stärker gebündelt als bei UV-Lichtquellen mit rundem Querschnitt.

Hieraus ergibt sich eine im Maximum nach zwei Seiten gerichtete UV-Emission. Durch die Anordnung einer einzelnen oder mehrerer UV-Lichtquellen (Flachstrahler) in einer Ebene quer zur Strömungsrichtung und benachbart zu den Anschlußöffnungen des Gehäuses bzw. der angeschlossenen Rohrleitungen gelangt das Maximum der UV-Emission im weitgehend parallelen Strahlengang in die angeschlossenen Rohrleitungen, und zwar zu gleichen Teilen sowohl in das zu- als auch in das abströmende Medium.

Da die ankommende und abgehende Rohrleitung gradlinig mit der Strahlungsrichtung verlaufen soll, kann die Strahlung verlustlos, d.h., bis zu ihrer völligen Absorption im Medium eindringen. Dies ist bei den bekannten Vorrichtungen bislang nicht gegeben.

Durch die AT-PS 3 62 076 ist zwar eine Vorrichtung zum Entkeimen von Flüssigkeiten bekannt, bei welcher ein Strahlungsverlust mit Hilfe von Reflektoren zwar weitgehend vermieden wird, trotzdem geht aber ein Großteil der Strahlung nach Durchstrahlen der Bestrahlungskammer verloren.

Solche Nachteile der bekannten Vorrichtungen entfallen bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung (die auch als UV-Lichtschranke bezeichnet wird). Aufgrund ihrer Bauform und der gerichteten Strahlungsverteilung werden Wandverluste weitgehend ausgeglichen. Bei einer hohen Strahlendichte ist eine nahezu homogene Strahlungsverteilung im zu behandelnden Medium sowie ein verlustarmer Transfer des Strahlungsflusses, d.h., eine fast völlige Absorption der UV-Emission im Medium gewährleistet.

Durch die gerichtete und weitgehend parallele Ausrichtung der UV-Emission wird der mathematische Grenzfall einer ausgedehnten ebenen Strahlenquelle angenähert erreicht, und die geometrisch bedingte Abschwächung der Bestrahlungsstärke bei zunehmendem Abstand von der Strahlenquelle wird weitgehend vermieden.

Aus der Parallelität von Fließrichtung und Strahlungsrichtung folgt, daß sich die einem Volumenelement des Mediums applizierte Dosis aus dem Quotienten von Bestrahlungsstärke und Fließgeschwindigkeit des Mediums, integriert über die gesamte Länge der Rohrleitung, ergibt.

Die Abhängigkeit der applizierten Dosis vom Abstand zur Achse ist durch Multiplikation mit dem Verhältnis der radialen Verteilung von Bestrahlungsstärke und Geschwindigkeit zu berücksichtigen. Räumliche Unterschiede der Bestrahlungsstärke in axialer Richtung werden also durch Mittelwertbildung über den Weg des Volumenelements ausgeglichen. Durch diese Mittelwertbildung wird die Abhängigkeit der Bestrahlungsstärke vom axialen Abstand zur Strahlenquelle eliminiert. Ein hohes Maß an Gleichverteilung der jedem Volumenelement applizierten Dosis ist die Folge.

Die radiale Verteilung der Bestrahlungsstärke besitzt in der Rohrmitte ein flaches Maximum und schwächt sich bei der Annäherung an den Rohrrand ab. Die radiale Verteilung der Geschwindigkeit besitzt ein ähnliches Profil. Modellrechnungen ergeben, daß der Quotient beider Verteilungsfunktionen je nach Fließgeschwindigkeit und Strahleranordnung über den gesamten Rohrquerschnitt innerhalb von ±10% konstant ist.

In einer Vorrichtung nach der Erfindung wird im Gegensatz zu herkömmlichen UV-Bestrahlungsanlagen erstmalig jedem Volumenelement innerhalb weniger Prozentpunkte Schwankungsbreite die gleiche UV-Dosis appliziert.

Computersimulationen haben unter Berücksichtigung von Randeffekten, Querschnittsveränderungen, UV-Transmission des Wassers sowie der Anordnung der UV-Strahlungsquellen die in der nachstehenden Tabelle aufgeführte, beispielhafte Leistungsfähigkeit einer Vorrichtung nach der Erfindung ergeben. Die Tabelle zeigt einen rechnerischen Vergleich der Leitungsfähigkeit einer bekannten Vorrichtung vom Typ "4 - B" der Anmelderin mit einer Vorrichtung nach der Erfindung (bei einer Dosis von 35 mWs/cm2).



Vorrichtung nach der Erfindung: Durchmesser der Rohrleitungen 250 mm; Netto-Querschnitt 511 cm2. Reaktorvolumen bei der bekannten Vorrichtung: 31 Liter.

Eine Vorrichtung nach der Erfindung zeichnet sich durch einen um etwa 50% höheren Wirkungsgrad gegenüber einer herkömmlichen Vorrichtung mit Strahleranordnung in Fließrichtung aus.

Die gerichtete Strahlung der UV-Emission, die Anordnung der UV-Lichtquellen zueinander und quer zur Strömungsrichtung sowie die angepaßte Gehäuseform der Vorrichtung ergeben also einen bislang nicht erreichten Wirkungsgrad im Transfer der UV-Lichtstrahlung an das zu behandelnde Medium, der mit bekannten Vorrichtungen nicht erreicht werden kann.

Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die neue Vorrichtung geeignet ist, nachträglich in bereits bestehende Rohrleitungen eingebaut zu werden, wobei sich die Vorrichtung einfach als Zwischenstück einfügen läßt.

Gemäß einer anderen Alternative wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bei einer Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 12 durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 12 angegebenen Merkmale gelöst.

Hierbei ist keine Rohrleitung vorhanden, vielmehr wird ein von einer Flüssigkeit durchflossenes Gerinne verwendet, wie es bei Kläranlagen eingesetzt wird.

Es handelt sich hier also um ein druckloses System, wobei das Gerinne als nach oben offenes Gehäuse aufzufassen ist.

Diese Lösungsform führt ebenfalls zu den voranstehend geschilderten Vorteilen bei der Entkeimung von Flüssigkeiten mittels UV-Strahlung, die gerichtet ist und sich gradlinig in Richtung des ebenfalls gradlinigen Gerinnes erstreckt.

Vorzugsweise lassen sich mehrere in einer und auch mehreren Reihen zusammengefaßte UV-Lichtquellen nach Art eines Strahlermoduls ausgestalten, welches einfach handhabbar und somit auch einfach von oben her in das Gerinne einsetzbar ist. Bei Bedarf können in bestimmten Abständen voneinander mehrere solcher Strahlermodule in das Gerinne eingesetzt werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer in eine Rohrleitung eingefügten Vorrichtung,

Fig. 2 eine Draufsicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1,

Fig. 3 eine schematische Darstellung einer anderen Vorrichtung mit zwei Reihen von UV-Lichtquellen mit Reflektoren,

Fig. 4 eine weitere Ausführungsform, bei welcher sich der Gehäusequerschnitt der Vorrichtung zu den Anschlußstellen der Rohrleitung verjüngt,

Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Gerinnes, und

Fig. 6 eine Draufsicht des Gerinnes gemäß Fig. 5, mit darin eingesetzten Strahlermodulen.

Gemäß Fig. 1 und 2 ist eine Vorrichtung 10 mit UV-Lichtquellen 22 in eine Rohrleitung 34 eingefügt, die von einer Flüssigkeit in Richtung der Pfeile B durchströmt wird. Die Verbindung der Vorrichtung 10 erfolgt über die beiden Gehäuseanschlüsse 18 und die dazugehörigen Rohranschlüsse 36.

Die Vorrichtung 10 mit ihrem Gehäuse 12 besitzt eine Haltevorrichtung 20, welche vier in einer Reihe quer zur Strömungsrichtung B angeordnete UV-Lichtquellen trägt, die als Flachstrahler mit flachovalem Querschnitt ausgebildet und jeweils von einem Schutzrohr 24 umgeben sind. Außerhalb der Haltevorrichtung 20 verlaufen die elektrischen Anschlüsse 26 der Flachstrahler 22.

Eine in Strömungsrichtung B in der Rohrleitung 34 fließende Flüssigkeit gelangt durch eine Zuführungsöffnung 14 in das Gehäuse 12 der Vorrichtung, und durch eine Abführungsöffnung 16 fließt die Flüssigkeit über den rechten Teil der Rohrleitung 34 ab. Die Flüssigkeit durchströmt also das Gehäuse 12 mit den Flachstrahlern 22, die in einer Reihe quer zur Strömungsrichtung B angeordnet sind.

Aufgrund seiner an sich bekannten Eigenschaft erzeugt jeder Flachstrahler 22 eine Strahlung mit einer bevorzugten Strahlungsrichtung A. Das Maximum der UV-Licht-Ausstrahlung ist also gerichtet und erstreckt sich in Strömungsrichtung bzw. in entgegengesetzter Strömungsrichtung B der Flüssigkeit. Somit kann sich die UV-Strahlung über das Gehäuse 12 hinaus in die geradlinig verlaufende Rohrleitung 34 zu beiden Seiten der Vorrichtung 10 erstrecken. Das Gehäuse 12 und die Rohrleitung 34 besitzen hier jeweils den gleichen Querschnitt.

Bei der Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Fig. 3 sind zwei quer zur Strömungsrichtung B angeordnete Reihen von UV-Lichtquellen 22 vorgesehen, die zur Unterstützung und Verbesserung einer gerichteten Ausstrahlung A mit Reflektoren 28 versehen sind. Durch diese Reflektoren 28 wird die Strahlung der einzelnen Flachstrahler 22 so umgelenkt und beeinflußt, daß sie - wie in Fig. 3 durch die Pfeile A angedeutet - verstärkt jeweils nur entweder nach links oder nach rechts eine gerichtete Strahlung abgeben. Grundsätzlich sind auch andere Reflektortypen denkbar, und es lassen sich auch UV-Lichtquellen mit rundem Querschnitt verwenden, bei denen durch geeignete Reflektoren eine gerichtete Strahlung erzeugt werden kann. Zu beachten ist bei den in Fig. 3 dargestellten Flachstrahlern 22, daß sich ihre Breitseiten hier nicht quer, sondern parallel zur Strömungsrichtung B erstrecken, weil dadurch in Verbindung mit den Reflektoren 28eine optimale gerichtete UV-Lichtstrahlung A erzielt werden kann.

In Fig. 4 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher der mittige Gehäusequerschnitt 38 im Bereich der Flachstrahler 22 größer ausgebildet ist als der Querschnitt der angeschlossenen Rohrleitung 34. Durch diese Maßnahme läßt sich die Verweildauer der Flüssigkeit innerhalb des Gehäuses 12 erhöhen, was zu einer noch besseren Entkeimung führt. Die konische Verjüngung des Gehäusequerschnittes 38 zu den beiden Gehäuseanschlüssen 18 erfolgt vorzugsweise unter einem Winkel α, der nicht größer als 45° ist. Ferner wird das Verhältnis des Gehäusequerschnittes 38 zum Querschnitt der angeschlossenen Rohrleitung 34 nicht größer als 1 : 1,5 gewählt. Mit diesen Randbedingungen lassen sich besonders hervorragende Ergebnisse erzielen.

Von Vorteil sind auch noch folgende Maßnahmen. Der in Fig. 4 zu erkennende Abstand 30 zwischen dem Schutzrohr der äußeren UV-Lichtquellen 22 einer Reihe und der Gehäusewand des Gehäuses 12 ist so klein bemessen, daß die Bestrahlungsstärke der auf die Gehäusewand gerichteten Strahlung unmittelbar vor dem Auftreffen auf die Gehäusewand immer noch etwa 50% der von der betreffenden UV-Lichtquelle erzeugten Bestrahlungsstärke beträgt. Ferner sind die Abstände 32 zwischen den Schutzrohren der benachbarten UV-Lichtquellen 22 mindestens doppelt so groß gewählt, wie die voranstehend erwähnten Abstände 30.

Die Flachstrahler 22 strahlen nämlich mit ihrem Maximum nicht nur in Richtung A, sondern - wenn auch wesentlich geringer - quer zur Strömungsrichtung B. Durch die vorgegebene Bemessung der Abstände 30 und 32 ist dabei gewährleistet, daß auch zwischen den benachbarten UV-Lichtquellen noch eine hinreichende Bestrahlungsstärke gegeben ist, daß also das hier vorbeifließende Medium noch in gewünschtem Maße der UV-Strahlung ausgesetzt ist.

Die soweit beschriebenen Vorrichtungen gemäß Fig. 1-4 betreffen einen Aufbau mit einer Rohrleitung. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Drucksystem, bei welchem die Flüssigkeit unter Druck durch die Rohrleitung 34 und das Gehäuse 12 der Vorrichtung 10 geführt ist.

Die Erfindung läßt sich aber mit Vorteil auch bei drucklosen Systemen einsetzen. Hierzu zeigt Fig. 5 ein bei Klärwerken verwendetes nach oben hin offenes Gerinne 40, welches nach Art eines Grabens ausgebildet ist und von einer Flüssigkeit 42 durchflossen wird.

Bei einem solchen drucklosen System mit einem Gerinne 40 läßt sich nach der Erfindung gemäß der Darstellung in Fig. 6 von oben her in einfacher Weise ein Strahlermodul 44 einsetzen, welches mehrere in einer Reihe quer zur Strömungsrichtung angeordnete UV-Flachstrahler umfaßt. Dabei tauchen die UV-Flachstrahler 22 mit ihren üblichen Schutzrohren in die Flüssigkeit 42 ein. Die UV-Licht-Ausstrahlung A ist wiederum gerichtet und verläuft mit ihren Maxima in die Richtungen B der zu- und abströmenden Flüssigkeit 42.

Bei Bedarf können in Abständen voneinander auch mehrere Strahlermodule 44 eingesetzt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Bestrahlen von strömenden Flüssigkeiten und/oder Gasen mit UV-Licht, bestehend aus einem Gehäuse mit Zu- und Abführungsöffnungen und einer oder mehrerer in UV-durchlässigen Schutzrohren angeordneten UV-Lichtquellen, dadurch gekennzeichnet, daß die UV-Licht-Ausstrahlung (A) gerichtet ist und mit ihren Maxima in die Richtungen (B) des zu- und abströmenden Mediums erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die UV-Lichtquellen (22) zur Erzeugung einer gerichteten Strahlungsverteilung (A) und erhöhten Strahlendichte einen flach-ovalen Querschnitt aufweisen und/oder Schutzrohre (24) mit lichtumlenkenden Eigenschaften, wie z.B. durch Riffelungen und/oder Lichtreflektionen (28) verwendet werden.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von UV-Lichtquellen (22) nebeneinander in einer oder mehreren Reihen quer zur Strömungsrichtung (B) eingesetzt sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände (30) zwischen den seitlichen Gehäusewänden der Vorrichtung (10) und den jeweils nächsten UV-Lichtquellen so klein bemessen sind, daß die Bestrahlungsstärke (Strahlendichte) längs dieses Abstandes nicht mehr als 50% abnimmt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Einsatz mehrerer UV-Lichtquellen (22) die Abstände (32) der UV-Lichtquellen (22) einer Reihe zueinander mindestens doppelt so groß sind, wie die Abstände (30) zu den seitlichen Gehäusewänden des Gehäuses (12) der Vorrichtung (10).
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Zuführungsöffnung (14) und der Abführungsöffnung (16) gleich dem Querschnitt des Gehäuses (12) ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Zuführungsöffnung (14) und der Abführungsöffnung (16) halb so groß ist, wie die gesamte Querschnittsfläche, die sich aus den freien Durchgängen bzw. Abständen (32) zwischen den einzelenen UV-Lichtquellen (22) mit ihren Schutzrohren (24) sowie aus den Abständen (30) zu den seitlichen Gehäusewänden ergibt.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt (38) des Gehäuses (12) größer als der Querschnitt der Zuführungsöffnung (14) und der Abführungsöffnung (16) ist, und daß der Gehäusequerschnitt (38) an seinen beiden Enden sich auf den Querschnitt der Zuführungsöffnung (14) und der Abführungsöffnung (16) verjüngt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Gehäusequerschnitt (38) vorzugsweise konisch verjüngt, wobei das Verhältnis des mittigen unverjüngten Gehäusequerschnittes (38) zum Querschnitt der mit unverändertem Radius angeschlossenen Rohrleitungen (34) nicht größer als 1 : 1,5 ist, und daß der Verjüngungswinkel (α) nicht größer als 45° ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitungen (34) für das zu behandelnde Medium sich in den Richtungen der maximalen Lichtausstrahlung der UV-Lichtquellen (22) erstrecken.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß temperaturstabilisierte UV-Lichtquellen (22) eingesetzt sind.
  12. 12. Vorrichtung zum Bestrahlen von strömenden Flüssigkeiten mit UV-Licht, bestehend aus einem Gehäuse mit Zu- und Abführungsöffnungen und einer oder mehrerer in UV-durchlässigen Schutzrohren angeordneten UV-Lichtquellen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse als nach oben offenes Gehäuse in Form eines von Flüssigkeit (42) durchflossenen Gerinnes (40) ausgebildet ist, und daß die UV-Licht-Ausstrahlung (A) gerichtet ist und mit ihren Maxima in die Richtungen (B) des zu- und abströmenden Mediums erfolgt.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von UV-Lichtquellen (22) nebeneinander in einer oder mehreren Reihen quer zur Strömungsrichtung (B) eingesetzt sind, wobei die UV-Lichtquellen zu einem Strahlermodul (44) als Baueinheit zusammengefaßt sind.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß in Abständen längs des Gerinnes (40) Strahlermodule (44) eingesetzt sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com