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Dokumentenidentifikation DE3211666A1 07.06.1990
Titel Induktiver Annäherungszünder
Anmelder TELEFUNKEN SYSTEMTECHNIK GMBH, 7900 Ulm, DE
Erfinder Schneemann, Jörg, Dr.-Ing., 7910 Neu-Ulm, DE
DE-Anmeldedatum 30.03.1982
DE-Aktenzeichen 3211666
Offenlegungstag 07.06.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.06.1990
IPC-Hauptklasse F42C 13/08
Zusammenfassung Ein oder zwei Sensorspulen des Zünders sind Bestandteile der Schwingkreise eines Referenzoszillators und eines spannungsgesteuerten Oszillators, die in einem Phasenregelkreis synchronisiert werden. Nach dem Einrasten des Phasenregelkreises bewirken Änderungen der Sensorinduktivitäten Änderungen der Regelspannung des Phasenregelkreises, die beim Überschreiten einer Spannungsschwelle den Zündmechanismus betätigen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen induktiven Annäherungszünder für Geschosse mit einer oder mehreren Spulen, deren Induktivitätsänderung bei ihrer Annäherung an einen ferromagnetischen und/oder elektrisch leitenden Gegenstand zur Zündung ausgenutzt wird.

Die bekannten kapazitiven Annäherungszünder besitzen den Nachteil, daß eine Unterscheidung zwischen ferromagnetischen Zielen und elektrisch leitenden nichtmetallischen Objekten (Wasser, Pflanzen) nicht möglich ist. Dieses Problem kann bei kapazitiven Zündern - z. B. nach Patentanmeldung P 30 25 287.0 - nur mit einem Mehrfrequenzverfahren gelöst werden, welches einen hohen Schaltungsaufwand erfordert. Eine für die Bekämpfung gepanzerter Ziele wünschenswerte Unterscheidung von ferromagnetischen und NE-Metallen ist jedoch prinzipiell nicht möglich, so daß Störmaßnahmen z. B. mittels Metallfolien nicht unterdrückbar sind.

Die geschilderten Nachteile lassen sich durch induktive oder magnetische Zünder vermeiden. Magnetische Zünder verwenden zur Zündung den bekannten Effekt, daß sich das lokale Erdmagnetfeld in der Umgebung eines ferromagnetischen Körpers ändert. Ein entsprechender Zünder ist aus der DE-OS 29 22 583 bekannt. Wegen der geringen Änderung des lokalen Erdmagnetfeldes ist das Verfahren für Geschosse, die in einer ausreichenden genau definierten Entfernung vom Ziel zünden sollen, bisher nicht anwendbar.

Aus der DE-OS 28 21 529 ist ein elektromagnetischer Näherungszünder bekannt, der eine Sende- und eine oder mehrere Empfangsspulen besitzt. Das von der Sendespule erzeugte magnetische Wechselfeld wird bei Annäherung eines leitenden Gegenstandes in seiner Intensität verändert, wodurch eine Induktionsänderung in der Empfangsspule hervorgerufen wird. Daraus resultiert eine Änderung der induzierten Spannung, die zur Zündung ausgenutzt wird.

Dieser Zünder ist jedoch entweder relativ unempfindlich und daher nur für geringe Zielabstände verwendbar oder aber sehr störanfällig. Daher ist ein zweiter z. B. optischer Zünder zur Vervollständigung erforderlich. Wegen der geringen Induktionsänderung von 1‰ ist neben einer aufwendigen Auswerteschaltung eine sorgfältige Kompensation der direkt induzierten Spannung nach Betrag und Phase nötig. Nach längeren Lagerzeiten von mehreren Jahren muß der Zünder nochmals überprüft und gegebenenfalls nachjustiert werden. Wegen der geänderten Umgebungsbedingungen nach dem Abschuß tritt jedoch bereits beim Verlassen des Geschützrohres eine Dekompensation auf.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Stand der Technik zu verbessern. Insbesondere soll der Zünder unempfindlich gegen Bauelementetoleranzen sein und als integrierte Schaltung in Großserien wirtschaftlich herstellbar sein. Weiterhin sollen keine Justierarbeiten erforderlich und eine Unterscheidung von ferromagnetischen und elektrisch leitenden Objekten möglich sein.

Diese Aufgabe wird bei einem Zünder der eingangs genannten Art durch die im Anspruch 1 genannte Erfindung gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die wichtigsten Vorteile des erfindungsgemäßen Zünders sind einmal, daß der genaue Abgleich der Oszillatoren erst nach dem Abschuß erfolgt, so daß ein Fehlabgleich durch Umgebungseinflüsse auf der Erde vermieden wird. Zum anderen ist bei geeigneter Wahl der Oszillatorfrequenz eine Unterscheidung zwischen ferromagnetischen und anderen elektrisch leitenden Objekten möglich. Während letztere infolge von Stromverdrängung die Sensorinduktivität erniedrigen, wird bei ferromagnetischen Gegenständen die Induktivität erhöht. Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt bei modernen Panzerungen, die ähnlich wie Transformatorkerne aus mehreren Schichten von Ferrometallen und Keramik (Sandwichbauweise) aufgebaut sind.

Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert: Es zeigt

Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Sensorspule;

Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der Sensorspule mit Wechselstromschirmung;

Fig. 3 eine erste Ausführungsform mit zwei Sensorspulen;

Fig. 4 eine zweite Ausführungsform mit zwei Sensorspulen und mit Wechselstromschirmung;

Fig. 5 Blockschaltbild der Auswerteschaltung des erfindungsgemäßen Zünders;

Fig. 6 Blockschaltbild eines Signaländerungsdetektors;

Fig. 7 Schaltbild eines Signaländerungsdetektors mit in der Schaltung integrierter Halteschaltung;

Fig. 8 wie Fig. 7, jedoch mit einem Kondensator in der Rückkopplung.

Wesentliche Baugruppen sind zum einen der induktive Sensor und zum anderen die Auswerteschaltung. Fig. 1 zeigt eine in der (kegelförmigen) Spitze eines Geschosses 10 auf einem HF-Eisen-Kern 3 (z. B. Ferritkern; im folgenden mit Kern bezeichnet) angebrachte Sensorspule 1, deren Induktivitätsänderung bei Annäherung an ein ferromagnetisches und/oder leitendes Objekt zur Zündung ausgenutzt wird. Nähert sich das Geschoß einem ferromagnetischen bzw. elektrisch leitenden Körper M, so werden die durch die Pfeile 6 dargestellten magnetischen Feldlinien verkürzt bzw. verlängert, woraus eine Erhöhung bzw. Erniedrigung der Spuleninduktivität resultiert. Da die Empfindlichkeit des Zünders - d. h. die relative Induktivitätsänderung - unter anderem von dem Verhältnis effektiver Spulendurchmesser zur Zielentfernung bestimmt wird, ist die Spule 1 mit Kern 3 in der Geschoßspitze nahe der Geschoßoberfläche anzuordnen. Der Kern 3 dient zur geeigneten Formung des Empfindlichkeitsdiagramms und zur Abschirmung gegen das Geschoß. Bei Annäherungszündern ist der Kern 3 so auszubilden, daß sich ein maximales Feld vor der Geschoßspitze ausbildet und bei Überflugsensoren so, daß sich ein maximales Feld seitlich des Geschosses ausbildet. Der Kern 3 kann eine zentrische Bohrung besitzen, um z. B. einen besseren Durchgang von Hohlladungen zu gewährleisten.

Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform der Sensorspule. Hier ist eine Spule 1 ohne Kern in einer Nut auf der Geschoßspitze angebracht und durch eine Wirbelstromschirmung 4 - z. B. eine Kupferplatte - gegenüber dem Geschoß abgeschirmt.

Zur Vermeidung von Verlusten besteht die Geschoßspitze bis zur Wirbelstromschirmung 4 in vorteilhafter Weise aus einem nichtleitenden Material. Die Anordnung nach Fig. 2 besitzt gegenüber der Anordnung nach Fig. 1 die Vorteile, daß sich bei ihr eine geringere Spuleninduktivität - d. h. höhere Oszillatorfrequenz - erzielen läßt und daß sie einfacher und billiger herstellbar ist.

Die Fig. 3 und 4 zeigen den Fig. 1 und 2 entsprechende Anordnungen, jedoch mit zwei Spulen 1 und 2, deren Induktivitätsänderungen zur Formung der Richtungsabhängigkeit der Zündcharakteristik ausgenutzt wird.

Bei Zündern mit zwei Spulen nutzt man die Tatsache aus, daß sich bei Annäherung eines auf der Geschoßachse liegenden Ziels, die Induktivität der Spule 1 stärker ändert als die der Spule 2, während sich beim Vorbeiflug des Geschosses an einem Objekt beide Induktivitäten ungefähr gleich stark ändern.

Fig. 3 zeigt eine Anordnung mit zwei Spulen 1 und 2 und zwei HF-Kernen 3 und 6. Die Form der Kerne ist so zu wählen, daß sich bei Spule 1 ein maximales Feld vor der Geschoßspitze ausbildet. Für Spule 2 ist ein maximales Feld senkrecht zur Geschoßachse anzustreben. Im übrigen gilt das zu Fig. 1 Gesagte entsprechend.

Fig. 4 zeigt eine Anordnung von zwei Spulen 1 und 2 ohne HF-Kern mit zwei Wirbelstromschirmungen 4 und 5. Die Wirbelstromschirmung 5 dient zur Entkopplung der beiden Spulen 1 und 2. Im übrigen gilt das zu Fig. 2 Gesagte entsprechend.

Eine andere vorteilhafte Ausbildung der Sensorinduktivitäten, die sich besonders für Überflugsensoren eignet, besteht in der Reihen- oder Parallelschaltung mehrerer auf dem Geschoßumfang angeordneter Spulen mit zur Geschoßachse senkrechten Spulenachsen. Hierdurch wird eine gute Seitenempfindlichkeit erzielt.

Fig. 5 zeigt das Blockschaltbild einer vorteilhaften Auswerteschaltung des erfindungsgemäßen Zünders. Die Sensorinduktivität 1 ist frequenzbestimmender Bestandteil eines Referenzoszillators 11, dessen Ausgang mit einem Phasendetektor 13 verbunden ist. Der Phasendetektor 13 ist Teil eines Phasenregelkreises, bestehend aus einem spannungsgesteuerten Oszillator 12, dem Phasendetektor 13 und einem Loopfilter 14. Der Ausgang des Loopfilters 14 ist mit einem von einer Zündfreigabeschaltung 18 gesteuerten Signaländerungsdetektor 15 und der Ausgang des Signaländerungsdetektors 15 mit einem die Zündung auslösenden Zündimpulsgenerator 17 verbunden.

Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Zünders ist wie folgt: Durch den Abschuß des Geschosses wird die Batterie des Zünders aktiviert und der Referenzoszillator 11, der spannungsgesteuerte Oszillator 12 und die Zündfreigabeschaltung 18 arbeiten. Nachdem der Phasenregelkreis die Oszillatoren 11 und 12 synchronisiert hat, bleibt die Ausgangsspannung des Loopfilters 14 konstant. Gibt nun die Zündfreigabeschaltung 18 ein Signal an den Signaländerungsdetektor 15 ab, so wird die zu diesem Zeitpunkt anliegende Loopfilterausgangsspannung vom Signaländerungsdetektor 15 gespeichert.

Erhöht sich nun die Induktivität der Spule 1 durch Annäherung des Zünders an einen ferromagnetischen Gegenstand, so ändert sich die Loopfilterausgangsspannung. Überschreitet diese Spannungsänderung einen durch die Schwellenspannung US vorgegebenen Wert, dann aktiviert der Ausgang des Signaländerungsdetektors 15 den Zündimpulsgenerator 17, der die Zündung auslöst.

Bei der Annäherung des Zünders an einen nichtferromagnetischen Gegenstand erfolgt keine Zündung, da in diesem Fall eine Erniedrigung der Sensorinduktivität der Spule 1 eintritt, so daß die Änderung der Loopfilterausgangsspannung ein negatives Vorzeichen gegenüber der Änderung bei ferromagnetischen Objekten besitzt. Es ist daher möglich, je nach Ausbildung des Signaländerungsdetektors 15, die Zündung entweder bei ferromagnetischen oder bei nichtferromagnetischen Objekten oder auch in beiden Fällen auszulösen.

Anstatt die Sensorinduktivität 1 dem Referenzoszillator zuzuordnen, kann sie auch als frequenzbestimmender Bestandteil dem spannungsgesteuerten Oszillator 12 zugeordnet werden. Die Funktionsweise des Zünders ändert sich dadurch nicht. Diese Variante erhält man, wenn in Fig. 5 die Spule 1 an die Klemmen B angeschlossen wird.

Soll beim Vorbeiflug des Geschosses an einem Gegenstand die Zündung nicht erfolgen, so werden sowohl der Referenzoszillator 11 als auch der spannungsgesteuerte Oszillator durch je eine Sensorinduktivität - z. B. die Spulen 1 und 2 aus Fig. 3 oder 4 - in ihrer Frequenz beeinflußt. Solange die relativen Induktivitätsänderungen beider Spulen gleich groß sind, bleibt die Frequenzdifferenz der Oszillatoren 11 und 12 Null und die Loopfilterausgangsspannung damit konstant. Dies ist der Fall, wenn das Geschoß seitlich an einem Gegenstand vorbeifliegt. Befindet sich aber das Ziel vor dem Geschoß, so ändert sich die Induktivität der Spule 1 stärker als die der Spule 2. Dies hat eine Änderung der Regelspannung am Loopfilterausgang zur Folge, die, wie oben für den Fall lediglich einer Sensorinduktivität beschrieben, über den Signaländerungsdetektor 15 die Zündung auslöst. Die Schwelle kann in vorteilhafter Weise so eingestellt werden, daß nur beim Annähern des Geschosses an ein Ziel unter einem für die Geschoßwirkung günstigen Auftreffwinkel eine Zündung erfolgt.

Bei geringeren Anforderungen kann als Loopfilter 14 ein RC-Tiefpaß vorgesehen werden. Für höhere Ansprüche wird man vorteilhafterweise Filter höherer Ordnung verwenden.

Im Hinblick auf einen geringen Justieraufwand und geringe Bauelementetoleranzanforderungen ist es vorteilhaft, den Synchronisationsbereich des Phasenregelkreises durch die Verwendung eines frequenz- und phasensensitiven Phasendetektors zu erweitern.

Wie Fig. 6 zeigt, kann der Signaländerungsdetektor in einfacher Weise aus der Reihenschaltung eines Differenzverstärkers 151 und einer Schwellenschaltung 153 bestehen, wobei der Eingang P des Differenzverstärkers mit dem Eingang E des Signaländerungsdetektors und der Eingang Q des Differenzverstärkers zum einen mit einer Halteschaltung 152 und zum anderen über einen von der Zündfreigabeschaltung 18 steuerbaren Schalter S mit dem Eingang P des Differenzverstärkers 151 verbunden ist.

Als Freigabekriterium der Zündfreigabeschaltung 18 für das Öffnen des Schalters S und gegebenenfalls auch für die Aktivierung der Schwellenspannung US kann beispielsweise eine bestimmte Zeitspanne nach dem Abschluß vorgesehen werden. Der Schalter S ist im Hinblick auf die Beschleunigungsfestigkeit zweckmäßigerweise elektronisch auszubilden.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Schwellenschaltung mit integrierter Halteschaltung zeigt Fig. 7. Wie ersichtlich, enthält der Signaländerungsdetektor 15 einen Differenzverstärker 151, dessen Eingang P, im Ausführungsbeispiel der nichtinvertierende Eingang, am Abgriff eines zwischen dem Eingang E und dem Ausgang A des Signaländerungsdetektors geschalteten, aus den Widerständen R&sub1; und R&sub2; gebildeten ohmschen Spannungsteiler angeschlossen ist, wobei der Widerstand R&sub2; zwischen dem Eingang P und dem Ausgang A des Differenzverstärkers 151 ist mit dem Ausgang A des Signaländerungsdetektors verbunden.

Der Eingang Q des Differenzverstärkers 151, im Ausführungsbeispiel der invertierende Eingang, ist zum einen über einen Kondensator C&sub2; und zum anderen über die Reihenschaltung eines steuerbaren Schalters S und eines Widerstandes R&sub2;* mit einem Anschluß B für die Schwellenspannung US verbunden. Der Verbindungspunkt C zwischen Schalter S und Widerstand R&sub2;* ist über eine Parallelschaltung eines Widerstandes R&sub1;* mit einem zweiten Kondensator C&sub1; ebenfalls an den Eingang E des Signaländerungsdetektors angeschlossen.

Im Ausführungsbeispiel ist R&sub1;=R&sub1;* und R&sub2;=R&sub2;*. Um zu gewährleisten, daß die Schaltschwelle von der Größe der Eingangsspannung UL zum Freigabezeitpunkt unabhängig ist, genügt es jedoch, wenn R&sub1;/R&sub2;=R&sub1;*/R&sub2;* ist. Für ein sicheres Arbeiten der Schaltung muß ferner gelten: C&sub1; · R&sub1;*=C&sub2; · R&sub2;*. Die Widerstandswerte von R&sub1; und R&sub2; liegen in der Größenordnung von 100 kΩ bzw. 1 MΩ.

Beim Abschluß des Geschosses wird zunächst die Betriebsspannung angelegt und im Ausführungsbeispiel eine positive Schwellenspannung US. Der Schalter S ist geschlossen. Die positive Schwellenspannung US bewirkt, daß der Eingang Qpositiver wird als der Eingang P des Differenzverstärkers, wodurch die Ausgangsspannung des Differenzverstärkers auf "Low" liegen bleibt.

Wird durch die Zündfreigabeschaltung 18 der Schalter S geöffnet, so wird die zuletzt am Eingang Q des Differenzverstärkers anliegende Spannung im Kondensator C&sub2; gehalten. Die Schaltung arbeitet nun als modifizierter Schmitt-Trigger. Nach einem Anstieg der Eingangsspannung UL gegenüber der Spannung zum Zeitpunkt der Freigabe um ΔUL=US · R&sub1;/R&sub2; für US>0 bzw. nach einem Absinken um ΔUL=-US · R&sub1;/R&sub2; für US>0, springt die Ausgangsspannung auf den jeweiligen anderen Pegel "High" bzw. "Low". Da die Schaltschwelle außer von der Schwellenspannung US vom Spannungsteilerverhältnis R&sub1;/R&sub2; abhängt, kann sie auch mit Hilfe einstellbarer Spannungsteiler R&sub1;/R&sub2; oder R&sub1;*/R&sub2;* verändert werden. Damit während der Synchronisation des spannungsgesteuerten Oszillators 12 keine Zündung erfolgt, muß gelten: C&sub1; · R&sub1;*=C&sub2; · R&sub2;*.

Eine Weiterentwicklung der Schaltung nach Fig. 7 zeigt Fig. 8. Der Signaländerungsdetektor 15 enthält wiederum den Differenzverstärker 151. Sein Eingang P ist zum einen über einen Kondensator C&sub2; mit dem Ausgang A verbunden und ebenso der Ausgang des Differenzverstärkers. Ferner ist der Eingang P über einen steuerbaren Schalter S, der von der Zündfreigeschaltung 18 steuerbar ist, mit einem Schaltungspunkt C verbunden. Dieser Schaltungspunkt C ist zum einen über einen Widerstand R&sub2;* mit einer Bezugspotential führenden Leitung und zum anderen über die Parallelschaltung eines Widerstandes R&sub1;* und eines Kondensators C&sub1; mit dem Eingang E der Schaltung verbunden.

Der Eingang Q des Differenzverstärkers, im Ausführungsbeispiel der invertierende, ist zum einen über einen Widerstand R&sub2; mit einem Anschluß B für die Schwellenspannung US und zum anderen über einen Widerstand R&sub1; mit dem Eingang E der Schaltung verbunden. Bei dieser Schaltungsanordnung gelten die gleichen Beziehungen zwischen den Widerständen und den Kondensatoren wie bei der in Fig. 7 gezeigten. In Fig. 8 ist der Kondensator C&sub2; der Haltekondensator und ist am nichtinvertierenden Eingang und am Ausgang des Differenzverstärkers angeschlossen. Der Vorteil dieser Schaltung besteht in der kapazitiven Rückkopplung über den Haltekondensator C&sub2;, die eine steilere Flanke beim Über- oder Unterschreiten der Schaltschwelle bewirkt. Ansonsten ist die Wirkungsweise der Schaltung gleich der in Fig. 7 gezeigten.


Anspruch[de]
  1. 1. Induktiver Annäherungszünder für Geschosse mit einer oder mehreren Spulen, deren Induktivitätsänderung bei ihrer Annäherung an einen ferromagnetischen und/oder elektrisch leitenden Gegenstand zur Zündung ausgenutzt wird, dadurch gekennzeichnet,

    daß eine oder zwei Sensorspulen (1, 2) frequenzbestimmende Bestandteile eines Referenzoszillators (11) oder bzw. und eines spannungsgesteuerten Oszillators (12) sind,

    daß der spannungsgesteuerte Oszillator (12) Bestandteil eines Phasenregelkreises mit einem Loopfilter (14) und einem Phasendetektor (13) ist, dessen einer Eingang mit dem Ausgang des Referenzoszillators (11) und dessen zweiter Eingang mit dem Ausgang des spannungsgesteuerten Oszillators (12) verbunden ist,

    daß der Ausgang des Loopfilters (14) mit einem von einer Zündfreigabeschaltung (18) gesteuerten Signaländerungsdetektor (15) und der Ausgang des Signaländerungsdetektors (15) mit einem die Zündung bewirkenden Zündgenerator (17) verbunden ist (Fig. 5).
  2. 2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Geschoßachse rotationssymmetrische Sensorspule (1) unter der Oberfläche der Spitze des Geschosses (10) angeordnet ist und die Sensorspule (1) einen hochpermeablen Kern (3) mit zentrischer Bohrung besitzt (Fig. 1).
  3. 3. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Geschoßachse rotationssymmetrische Sensorspule (1) unter der Oberfläche der Spitze des Geschosses (10) angeordnet ist und die Sensorspule (1) durch eine Wirbelstromschirmung (4) gegen den Geschoßkörper abgeschirmt ist (Fig. 2).
  4. 4. Zünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Sensorspule (2) mit einem hochpermeablen Kern (6) in der Spitze des Geschosses (10) angeordnet ist (Fig. 3).
  5. 5. Zünder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Sensorspule (2) hinter der Sensorspule (1) angeordnet ist (Fig. 4).
  6. 6. Zünder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Sensorspulen (1) und (2) eine Wirbelstromschirmung (5) angeordnet ist (Fig. 4).
  7. 7. Zünder nach Anspruch 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirbelstromschirmungen (4) und (5) zentrische Bohrungen besitzen (Fig. 2 und 4).
  8. 8. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere parallel oder in Reihe geschaltete Sensorspulen auf dem Geschoßumfang angeordnet sind, deren Spulenachsen mit der Geschoßachse einen Winkel von etwa 45° bis 90° bilden.
  9. 9. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Zündfreigabeschaltung (18) das Freigabekriterium die Zeitspanne nach dem Abschuß des Geschosses und/oder der Synchronisationszustand des Phasenregelkreises ist.
  10. 10. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Loopfilter (14) ein Filter höherer Ordnung ist.
  11. 11. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfindlichkeit des Signaländerungsdetektors (15) einstellbar ist.
  12. 12. Zünder nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Signaländerungsdetektor (15) aus der Reihenschaltung eines Differenzverstärkers (151) und einer Schwellenschaltung (153) besteht,

    daß der erste Eingang (P) des Differenzverstärkers mit dem Eingang (E) des Signaländerungsdetektors verbunden ist und

    daß der zweite Eingang (Q) des Differenzverstärkers zum einen mit einer Halteschaltung (152) und zum anderen über einen steuerbaren Schalter (S) mit dem ersten Eingang (P) des Differenzverstärkers verbunden ist (Fig. 6).
  13. 13. Zünder nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Signaländerungsdetektor (15) einen Differenzverstärker (151) enthält, dessen erster Eingang (P) am Abgriff eines zwischen dem Eingang (E) und dem Ausgang (A) des Signaländerungsdetektors geschalteten, aus einem ersten Widerstand (R&sub1;) und einem zweiten Widerstand (R&sub2;) gebildeten ohmschen Spannungsteiler angeschlossen ist, wobei der zweite Widerstand (R&sub2;) zwischen dem ersten Eingang (P) und dem Ausgang (A) des Signaländerungsdetektors liegt und der Ausgang des Differenzverstärkers mit dem Ausgang (A) des Signaländerungsdetektors verbunden ist und der zweite Eingang (Q) des Differenzverstärkers zum einen über einen ersten Kondensator (Haltekondensator C&sub2;) und zum anderen über die Reihenschaltung eines steuerbaren Schalters (S) und eines dritten Widerstandes (R&sub2;*) mit einem Anschluß (B) für die Schwellenspannung (US) verbunden ist und der Verbindungspunkt (C) zwischen Schalter (S) und drittem Widerstand (R&sub2;*) über eine Parallelschaltung eines vierten Widerstandes (R&sub1;*) mit einem zweiten Kondensator (C&sub1;) ebenfalls an den Eingang (E) des Signaländerungsdetektors angeschlossen ist (Fig. 7).
  14. 14. Zünder nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Signaländerungsdetektor (15) einen Differenzverstärker (151) enthält, dessen erster Eingang (P) zum einen über einen ersten Kondensator (Haltekondensator C&sub2;) mit dem Ausgang (A) des Differenzverstärkers (151) verbunden ist, wobei der Ausgang des Differenzverstärkers (151) an den Ausgang (A) des Signaländerungsdetektors angeschlossen ist, und zum anderen über einen steuerbaren Schalter (S) mit einem Schaltungspunkt (C) verbunden ist,

    daß der Schaltungspunkt (C) zum einen über einen ersten Widerstand (R&sub2;*) mit einer Bezugspotential führenden Leitung und zum anderen die Parallelschaltung eines zweiten Widerstandes (R&sub1;*) und eines zweiten Kondensators (C&sub1;) mit dem Eingang (E) des Signaländerungsdetektors verbunden ist und

    daß der zweite Eingang (Q) des Differenzverstärkers (151) zum einen über einen dritten Widerstand (R&sub2;) mit einem Anschluß (B) für die Schwellenspannung (US) und zum anderen über einen vierten Widerstand (R&sub1;) ebenfalls mit dem Eingang (E) des Signaländerungsdetektors verbunden ist (Fig. 8).






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