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Dokumentenidentifikation DE3335147C2 07.06.1990
Titel Vorrichtung zur Herstellung von Gußkörpern, insbesondere von Terrazzoplatten od. dgl.
Anmelder Sociedad Arequipena de Patentes y Marcas S.A., Industrial, Ciudad de Panama, PA
Erfinder Rodriguez Nogueira, Secundino, Ciudad de Panama, PA
Vertreter Weickmann, H., Dipl.-Ing.; Fincke, K., Dipl.-Phys. Dr.; Weickmann, F., Dipl.-Ing.; Huber, B., Dipl.-Chem.; Liska, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Prechtel, J., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 28.09.1983
DE-Aktenzeichen 3335147
Offenlegungstag 04.10.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.06.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.06.1990
IPC-Hauptklasse B28B 5/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Gußkörpern, insbesondere von Terrazzoplatten od. dgl., gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei einer derartigen in der Zeitschrift "Betonwerk + Fertigteil-Technik", 1974, Heft 11, S. 749, beschriebenen Vorrichtung befinden sich die Formen in einem kontinuierlichen Umlauf nach dem Fließbandverfahren und werden während des Produktionsablaufs auf Förderbändern horizontal geführt, wobei ihre Bewegungsbahn jedoch nicht immer horizontal verläuft. Die Formen durchlaufen auch vertikale Bewegungen beim Transport zu und von der Preßstation, denn für diesen Bearbeitungsschritt werden die Platten der Vorrichtung entnommen und ihr anschließend wieder zugeführt. Dementsprechend werden zusätzliche Einrichtungen für den Transport zu und von der Preßstation benötigt, wodurch der Aufbau der bekannten Vorrichtung komplizierter wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Herstellung von Gußkörpern der eingangs genannten Art zu schaffen, die einen einfacheren Aufbau aufweist.

Diese Aufgabe ist bei einer Vorrichtung mit den Merkmalen nach dem Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weitergestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäß vorgesehene rechteckige, horizontale, durchgehende Umlaufbahn für die Formen ermöglicht es, jeweils eine Formenreihe mittels der dafür vorgesehenen Vorschubeinrichtungen zu verschieben. Zweckmäßig weisen die Formen einen Rahmen mit rechteckigem Grundriß auf. Dies gestattet eine besonders zeit- und raumsparende Ausgestaltung der Vorrichtung. Der Wirkungsgrad beim Herstellungsprozeß ist durch diesen Aufbau vorteilhaft hoch.

Die Verschiebung der Formen entlang der geraden Bahnabschnitte erfolgt mittels der Hubvorrichtungen, die sich jeweils vor dem Bahnabschnitt befinden und deren Hub den Ausmaßen einer Form entspricht oder größer als diese ist. Mit der Verschiebung einer Form wird, wie erwähnt, zugleich die Verschiebung sämtlicher vor dieser Form befindlichen weiteren Formen bewirkt. Am entgegengesetzten Ende der geraden Bahnabschnitte befinden sich jeweils die Bewegungsanschläge, die die ankommenden Formen abbremsen, so daß diese nicht hart anschlagen, und deren Umlenkung mit bewirken. Die Betätigung der Bewegungsanschläge und Hubvorrichtungen ist synchronisiert. Während die Bewegungsanschläge und Hubvorrichtungen zweier paralleler Bahnabschnitte in Betrieb sind, bleiben die Bewegungsanschläge und Hubvorrichtungen der benachbarten Bahnabschnitte in Ruhestellung, bis die ersteren Bewegungsanschläge und Hubvorrichtungen in Ruhestellung gelangen, und gehen dann in Betrieb. Es ergibt sich so ein wechselweiser Betrieb der Bewegungsanschläge und der Hubvorrichtungspaare auf den Bahnabschnittspaaren. Bei dieser schrittweisen Vorwärtsbewegung werden die Formen gut kanalisiert und geführt, ohne daß eine Abweichung von der geraden Strecke zugelassen wird, so daß die Formen bei Durchläufen der Füll-, Preß- und Entnahmestationen zentriert unter die entsprechenden Füll-, Stempel- und Entformungsvorrichtungen zu liegen kommen. Der benötigte Zeitraum für das Füllen, Pressen und Entnehmen pro Form ist genauso lang wie die Stillstandsphase beim schrittweisen Verschieben, die ihrerseits durch die synchronisierte taktweise Betätigung der Hubvorrichtungen und Bewegungsanschläge bestimmt ist. Auf diese Weise durchlaufen die Formen kontinuierlich und zyklisch die gesamte rechteckige Führungsbahn und damit wiederholt die verschiedenen Bearbeitungsstationen, ohne daß die Formen aus dem kontinuierlichen Umlauf herausgenommen werden, es sei denn, die Formen müßten durch andere ersetzt werden.

Vorteilhaft sitzen aus Stäben bestehende Führungen an ihren Enden in zangenförmigen Halterungen. Dies gestattet ein Verdrehen der Stäbe um ihre Achse, so daß abgenutzte Bereiche aus dem Verschiebebereich gebracht werden können.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und der Zeichnung beschrieben.

Fig. 1 der Zeichnung zeigt eine schematische Draufsicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung plattenförmiger Gußkörper, die den allgemeinen Aufbau veranschaulicht.

Fig. 2 zeigt einen Querschnitt der Verschiebeführung der Formen mit einem ersten Einfülltrichter für das Füllmaterial der ersten bzw. Sichtschicht des herzustellenden Gußkörpers, wobei die Konstruktion der Verschiebeführung, der Aufbau der Formen und der Aufbau des im Längsquerschnitt dargestellten Trichters veranschaulicht sind.

Fig. 3 und 4 zeigen im Querschnitt bzw. in der Seitenansicht die Verschiebeführung der Formen in Vorpreßstellung bzw. die erste Presse für das Material der ersten Schicht des Gußkörpers, wobei der Aufbau der Presse bei der Betätigung über der entsprechenden Form ersichtlich ist.

Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht der Verschiebeführung der Formen bei einem zweiten Einfülltrichter für das Material der zweiten Schicht des herzustellenden Gußkörpers.

Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch die Verschiebeführung der Formen, hier bestehend aus der zweiten Presse oder Fertigpresse für den herzustellenden Gußkörper, wobei der Aufbau dieser Presse ersichtlich ist.

Fig. 7 zeigt schließlich einen Längsschnitt der Verschiebeführung der Formen bei der Bürstvorrichtung zum Reinigen der Formen, wobei diese Vorrichtung im Aufriß gezeigt ist.

Aus der Beschreibung und der Zeichnung sind der Aufbau und die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ersichtlich, die nachfolgend erläutert werden.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von Gußkörpersn, insbesondere von Terrazzoplatten od. dgl., besteht im wesentlichen aus mehreren Formen 1 (Fig. 1) zur Bildung der Werkstücke. Die Formen gelangen nacheinander in die geradlinigen horizontalen Abschnitte einer rechteckigen Führungsbahn, die eine Führung der Formen 1 bildet.

Die Führungsbahn der Formen 1 besteht entlang der gesamten Bahnlänge aus einer Reihe von parallelen Stäben 2, die in einer horizontalen Ebene mit Ausnahme der Stellen liegen, an denen die Teller 3 der Pressen selbst die Verschiebeführung in ihrer horizontalen Einstellung bilden. Ferner wirken Bewegungsanschläge 4 als seitliche Führungen auf die Formen 1 auf jedem Bahnabschnitt der rechteckigen Führungsbahn, so daß die Formen geradlinig verschoben werden.

Jeder der geraden Abschnitte der Führungsbahn der Formen 1 hat an seinem Ende einen Hubzylinder 5 und am entgegengesetzten Ende einen Bewegungsanschlag 4 zur Aufnahme und zum Abdämpfen ankommender Formen 1.

Die Anordnung und seitliche Betätigung der verschiedenen Hubzylinder 5 bewirkt nacheinander auf jedem Bahnabschnitt der Führungsbahn eine Verschiebung der entsprechenden Reihe der Formen 1. Es ist hierbei unbedingt erforderlich, daß die Formen 1 die Führungsbahn einnehmen und mindestens den Platz einer Form freilasssen, der dem Hub der Hubzylinder 5 entspricht.

Infolgedessen verursacht die sukzessive Betätigung der Hubzylinder 5 nach und nach einen intermittierenden Vorschub der Formen 1 entlang der geschlossenen Führungsbahn, wobei der freie Platz nach und nach auf dem entsprechenden Bahnabschnitt steht. Die Formen 1 gelangen in kontinuierlichem Takt durch Stationen, bei denen verschiedene Arbeiten wie Füllen, Pressen, Entnahme von Teilen und sonstige Neben- und Zusatzarbeiten ausgeführt werden.

Die Formen 1 bestehen aus flachen Rahmen, die eine Reihe von Hohlräumen 7 bilden und durch einzelne Böden 8 geschlossen sind. Diese befinden sich in unterschiedlichen Höhen innerhalb der Rahmen oder Hohlräume 7 und bestimmen so das Füllvolumen. Die Böden 8 stützen sich zusammen mit den die Formen 1 bildenden Rahmen bei ihrer Verschiebung auf die die Führungsbahn bildenden Stäbe 2. Zu diesem Zweck haben die Stäbe 2 einen Abstand, der kleiner als die Abmessungen der Böden 8 ist (vgl. Fig. 1, 2, 3, 6 und 7).

Die Böden 8 der Formen 1 haben an ihrem Umfang eine vorzugsweise elastische Dichtung 9 (Fig. 2), um zu vermeiden, daß beim entsprechenden Preßvorgang Flüssigkeit austritt.

Eine Verschiebung oder vertikale Bewegung der Böden 8 der Formen 1 erfolgt durch eine konventionelle Hubvorrichtung, vorzugsweise mit hydraulischem, pneumatischem oder mechanischem Kolben 10 an den Betätigungsstellen, die mit dem taktmäßigen Anhalten der Formen 1 zusammenfallen. Die Verbindung mit den die Böden bewegenden Kolben 10, ggf. die Verkoppelung dieser Kolben 10 mit den zu bewegenden Böden 8, erfolgt mittels Elektromagnet-Elementen 11 (Fig. 1, 2 und 7).

Die vorzugsweise zylindrischen oder prismatischen Stäbe 2, die die Führungsbahn der Formen 1 bilden, sind an ihren Enden auf zangenförmigen Halterungen 12 montiert, wodurch die Stäbe drehbar sind, damit ihre Kontaktfläche mit den Formen 1 bei Abnützung ausgetauscht bzw. die Gleitfläche gewechselt werden kann.

Der als Aufnahme- und Anschlagdämpfer der Formen 1 gegenüber jedem Hubzylinder 5 montierte Bewegungsanschlag 6 besteht aus einem Schaft bzw. einer Stange, die beim Auftreffen auf eine Form 1 entsprechend hydraulisch (Kolben 13), pneumatisch oder mechanisch bewegt wird und eine Reibungsbremsvorrichtung 14 aufweist, um das harte Aufschlagen der Form zu vermeiden, wenn diese auf die seitlichen Führungen bzw. Bewegungsanschläge 4 an Ecken oder Umlenkwinkeln der rechteckigen Führungsbahn trifft.

Auf der Führung zum Gleiten oder Verschieben der Formen 1 sind entsprechend dem Taktvorschub verschiedene Vorrichtungen zum Füllen, Pressen, Entnehmen und Reinigen der Formen angebracht.

An einer ersten Stelle für eine derartige Vorrichtung befindet sich ein Einfülltrichter 15 für die erste Materialschicht, die die Sichtseite der Gußkörper bildet. Dieser Trichter 15 (Fig. 1 und 2) wirkt mit einer Verschlußplatte 16 zusammen, die über der Bahn der Formen 1 als eine Art Portal angeordnet ist und Öffnungen 17 aufweist, die beim Anhalten mit den Hohlräumen 7 der Formen 1 zusammentreffen. Über dieser Verschlußplatte 16 bewegt sich der Trichter 15 durch Betätigen eines Zylinders 18 für das Füllen der Form 1, vordosiert durch das Heben der Böden 8 durch die obenerwähnte Hubvorrichtung. Der Trichter 15 hat eine Rüttelvorrichtung 19, die das Entleeren des Materials erleichtert, sowie einen Dichtungsrahmen 20, der für den elastischen Verschluß zwischen dem unteren Ende des Trichters 15 und der Verschlußplatte 16 sorgt.

Entsprechend einem zweiten Bearbeitungsschritt befindet sich an einer zweiten Stelle oberhalb der Formen 1 eine Preßvorrichtung 21, die über der Führungsbahn angeodnet ist (Fig. -1, 3 und 4) und mit Hilfe von Stempeln 22 entsprechend den Hohlräumen 7 der Formen 1 ein leichtes Pressen oder Vorpressen (Verdichten) des Materials durchführt, das die erste Schicht oder Sichtschicht der herzustellenden Platte bildet. Die Anzahl der Stempel entspricht der verwendeten Form. Anstelle oder zusätzlich zu der Preßvorrichtung 21 ist ein (nicht abgebildeter) Rüttler entsprechend dem für die erste Materialschicht verwendeten Produkt vorgesehen.

Entsprechend einem dritten Bearbeitungsschritt weist die Vorrichtung oberhalb der Formen 1 einen zweiten Trichter 23 (Fig. 1 und 5) auf, der über den Formen 1 angeordnet ist und mit der intermittierenden, taktmäßigen Haltestellung zusammenfällt. Der zweite Trichter 23 sorgt für das Füllen des Materials der zweiten Schicht der herzustellenden Gußkörper, wobei der Trichter ortsfest ist und einen oder mehrere Ausläufe 24 hat, versehen mit einem elastischen Dichtungsrahmen 25. Der Dichtungsrahmen dient zum Abdichten des Trichters zur Form 1 hin und zum Ausgleich eventueller Unebenheiten und ist in seiner anfänglichen Arbeitsstellung in bezug auf den Hohlraum der Form zurückversetzt, um das vollständige Füllen und Ausgleichen des Materials zu gewährleisten. Quer zur Bewegungsrichtung der Formen 1 sind verlängerte Ausläufe 24 vorgesehen. Ferner enthält der Trichter eine Rüttelvorrichtung 26, die das Entleeren erleichtert. Am zweiten Trichter 23 sind (nicht abgebildete) Fühler vorgesehen, die das Fehlen von Material zum entsprechenden Nachfüllen aufzeigen und auf diese Weise den Nachfüllvorgang des Material steuern. Der Trichter 23 ist auf Gummielementen 27 angeordnet.

Der folgende vierte Bearbeitungsschritt an den Formen 1 erfolgt durch eine zweite Preßvorrichtung, nämlich eine Portalpresse 28 (Fig. 1 und 6) nach dem Einfüllen der zweiten Materialschicht, wobei die Presse das Fertigpressen ausführt. Die Portalpresse 28 enthält einen einfachwirkenden Hydraulikzylinder 29 mit Rückholfeldern 30. Sie wirkt auf die Form 1 mit ebenso vielen Stempeln 31 wie die erste Preßvorrichtung.

Der fünfte Bearbeitungsschritt an den Formen 1 nach dem Fertigpressen besteht im Entformen bzw. der Entnahme der Werkstücke. Dies erfolgt durch Heben des Bodens durch die bereits erwähnten Hubvorrichtungen (Kolben 10), die die Böden über die Oberfläche der Form hochheben, wobei die Teile mit einer Vakuumvorrichtung 32 (Fig. 1) in Verbindung kommen, die sie aufnimmt und mit seitlicher Bewegung aus der Form mit einem Wagen 33 befördert, der mit oberen Führungen 34 durch einen Mechanismus, vorzugsweise mit Pleuel oder Kurbel 35, verschiebbar ist.

Schließlich befindet sich für den letzten Bearbeitungsschritt über der Bahn der Formen 1 und deren taktmäßigem Anhalten zusammentreffend eine Portalvorrichtung 36 zum Reinigen der Formen (Fig. 1 und 7), bestehend aus von Ketten 37 angetriebenen Bürsten 38, die quer zur Bewegungsrichtung der Formen 1 laufen. Die Ketten- und Bürsteneinheit stützt sich auf eine Struktur 39, die durch einen stehenden Zylinder 40 gehoben und gesenkt werden kann und sich damit den Formen 1 nach Betätigung der bereits erwähnten Hubvorrichtungen für die Böden 8 nähert, welche bei Betätigung der Bürsten 38 auf gleicher Höhe mit der Oberfläche der Formen 1 liegen. Somit sind die Formen für einen neuen Arbeitszyklus bereit.

Die vorstehend anhand der Figuren beschriebene Vorrichtung zur Herstellung von Gußkörpern, insbesondere von Terrazzoplatten od. dgl., zeichnet sich durch die Möglichkeit einer taktweisen kontinuierlichen Fertigung bei einfachem Aufbau der Vorrichtung aus. Gemäß Fig. 1 werden die Formen 1 taktweise längs eines rechteckigen Verschiebeweges entgegen dem Uhrzeigersinn verschoben, wobei an den Ecken eine Richtungsumlenkung ohne Verdrehen der Formen 1 lediglich mit Hilfe der senkrecht zur bisherigen Bewegungsrichtung wirkenden Hubzylinder 5 erreicht wird. Da die Formen quadratischen Umriß haben, kann die Takt-Vorschublänge an sämtlichen vier Seiten des Verschiebeweges gleich groß sein. Der Hubweg sämtlicher vier Hubzylinder 5 an den vier Bewegungsweg-Ecken ist daher gleich groß. Es werden keine weiteren Antriebsmittel zur Bewegung der Formen 1 längs der rechteckigen Führungsbahn benötigt, da die Formen in jeder Führungsbahn aneinander anliegen und dadurch gemeinsam durch den am Nachlaufende dieser Reihe angeordneten Hubkolben 5 vorgeschoben werden können. Von Vorteil ist auch, daß die Formen während ihres Umlaufs ihre Raumorientierung nicht verändern. Es bedarf daher keiner Vorrichtung zum Drehen der Formen mit entsprechendem apparativen Aufwand und Energieverbrauch. Aufgrund des Schließens der Führungsbahn können die Formen kontinuierlich durch die verschiedenen Arbeitsstationen geführt werden.

In der abgebildeten Ausführungsform sind die Arbeitsstationen doppelt vorhanden, so daß die Vorrichtung zweifache Herstellungskapazität hat. Zur Änderung der Plattendicke müssen lediglich die Böden 8 der Formen 1 gegen andere Böden entsprechend abgeänderter Dicke ausgetauscht werden.

Zur Umlenkung der Formen 1 in den Ecken der Führungsbahn sei noch nachgetragen, daß diese Umlenkung in der Weise erfolgt, daß die Formen 1 an einem quer zur bisherigen Bewegungsrichtung verlaufenden Bewegungsanschlag 4 anschlagen und anschließend in die neue Richtung durch einen dementsprechend orientierten Hubzylinder verschoben werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich nicht nur zur Herstellung von Gußkörpern wie z. B. Terrazzoplatten, sondern auch zur Herstellung anderer Gußkörper, wenn auch bei der Herstellung plattenförmiger Gußkörper besondere Vorteile erzielt werden, insbesondere deshalb, weil sich hier ein besonders einfacher Aufbau ergibt und auch der Wegfall einer Drehvorrichtung für den Gußkörper an den Umlenkstellen der geschlossenen Bewegungsbahn äußerst vorteilhaft ist. Dies deshalb, weil das Trägheitsmoment von Platten bezüglich der zur Plattenebene senkrechten Drehachse besonders hoch ist, was dementsprechend hohe Verdrehkräfte erfordert.


Anspruch[de]
  1. 1.Vorrichtung zur Herstellung von Gußkörpern, insbesondere von Terrazzoplatten od. dgl., mit einer Reihe von Formen mit rechteckigem, ggf. quadratischen Grundriß, welche nacheinander auf einer geschlossenen Führungsbahn auf Führungen gleiten mit taktweiser Verschiebung, und mit Führungen zur Zentrierung und Ausrichtung der Formen beim Verschieben, wobei längs der Führungsbahn verschiedene Bearbeitungsschritte, insbesondere Füllen, Pressen und Entnehmen und ggf. auch Neben- und Zusatzarbeiten vorgenommen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbahn rechteckig ausgebildet ist und in einer horizontalen Ebene liegt, daß in den Bahnecken jeweils ein quer zur Verschieberichtung der ankommenden Formen (1) angeordneter Bewegungsanschlag (4) vorgesehen ist, welcher einen zur ankommenden Form hin hydraulisch, pneumatisch oder mechanisch verschiebbaren Schaft (6) aufweist, auf den eine Reibungsbremsvorrichtung (14) einwirkt, und daß in den Bahnecken jeweils eine Hubvorrichtung (5) vorgesehen ist zur Verschiebung der anschlagenden Form (1) in der zu ihrer bisherigen Verschieberichtung senkrechten Verschieberichtung und die Hubvorrichtungen (5) synchronisiert sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diejenigen Führungen, auf denen sich die Formen (1) abstützen, aus Stäben (2) bestehen, die an ihren Enden in zangenförmigen Halterungen (12) sitzen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtungen von einer Kolbenstange-Zylindereinheit mit zur Bewegungsrichtung der ankommenden Formen (1) senkrechter Zylinderachse gebildet sind.






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