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Dokumentenidentifikation DE3542783C2 07.06.1990
Titel Selbstöffnender Gewindeschneidkopf
Anmelder Super-Ego Tools, S.A., Abadiano, Vizcaya, ES
Erfinder Azkona Ollacarizqueta, D. Manuel, Abadiano, Vizcaya, ES
Vertreter Hauck, H., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 8000 München; Graalfs, E., Dipl.-Ing., 2000 Hamburg; Wehnert, W., Dipl.-Ing., 8000 München; Döring, W., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 04.12.1985
DE-Aktenzeichen 3542783
Offenlegungstag 27.11.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.06.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.06.1990
IPC-Hauptklasse B23G 5/12
IPC-Nebenklasse B23G 1/28   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen selbstöffnenden Gewindeschneidkopf mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.

Ein derartiger Schneidkopf ist aus der AT-PS 2 82 298 bekannt. Bei dem bekannten Schneidkopf läuft das Werkzeug gegen Ende des Schneidvorganges an einem Anschlagstift an und hebt diesen samt einem Bügel und einem Verriegelungsbolzen an. Die Anschlagfläche dieses Bolzens gibt ein Ringsegment an einem Stellring frei. Unter dem Druck von Federn wird der Stellring gedreht, und die Schneidbacken werden in eine radial äußere Stellung zurückgesteuert. Der Schneidkopf öffnet sich somit selbsttätig.

Bei dem bekannten Schneidkopf wird somit über Federn ein Stellring verdreht, der Steuerkurven aufweist, welche in Schlitze der Schneidbacken eingreifen und diese radial nach außen drücken. Der gesamte Steuerungsmechanismus ist relativ kompliziert ausgebildet und macht aufwendige Herstellvorgänge erforderlich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gewindeschneidkopf der angegebenen Art zu schaffen, der einen besonders einfachen Aufbau aufweist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Schneidkopf der angegebenen Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigt

Fig. 1 einen Schnitt durch einen selbstöffnenden Schneidkopf entlang der Linie A-A in Fig. 2; und

Fig. 2 eine Vorderansicht des Schneidkopfes der Fig. 1.

Der in den Figuren dargestellte Schneidkopf besitzt einen Backenträger 1, ein an diesem geführtes Teil 2, einen vorderen Flansch 3, Gewindeschneidbacken 4 und Verriegelungselemente 30 sowie Teile 20, die die Schneidbacken 4 radial auswärts drücken. Der Backenträger 1 ist einteilig ausgebildet und besitzt eine breite Mittelöffnung, in welche die Schneidbacken hineinragen, sowie eine axiale zylindrische Verlängerung 11, über die der Backenträger 1 an einer nicht dargestellten drehangetriebenen Spindel befestigbar ist. An der Oberseite der Schneidbacken 4 befinden sich Vertiefungen 12, 13, die die Teile 20 und Verriegelungselemente 30 aufnehmen.

Die Vertiefungen 12 besitzen mindestens Mantellinien 302, 303 mit verschiedener Neigung. Die in der Zeichnung dargestellten Vertiefungen 12 sind konisch ausgebildet.

An der Vorderseite des geführten Teiles 2 befindet sich ein Flansch 3. An der Rückseite des geführten Teiles 2 sind gegenüber dem Backenträger 1 Vertiefungen 21, 31 genau gegenüber den Vertiefungen 12, 13 der Schneidbacken angeordnet, die ebenfalls zur Lagerung der Teile 20 und Verriegelungselemente 30 dienen.

Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Teile 20, die die Schneidbacken 4 radial auswärts drücken, als eine den Schneidbacken entsprechende Anzahl Zapfen 201 mit konischem Kopf 202 ausgebildet. Die Zapfen weisen in ihrem Inneren eine Ausnehmung 203 auf, in der eine Feder 5 gelagert ist, die die Zapfen 201 unter Druck setzt und auf die Schneidbacken 4 einen ständigen Druck radial nach außen ausübt.

Die Verriegelungselemente 30 sind ebenfalls als Zapfen ausgebildet, die einen Schraubkopf aufweisen und sich durch den Flansch 30 sowie das geführte Teil 2 erstrecken und in die Vertiefung 12 der Schneidbacken eingreifen. Diese Verriegelungselemente 30 weisen an ihrem inneren Ende, das in der Vertiefung 12 gelagert ist, mindestens eine rampenförmige Mantellinie auf mit zwei Abschnitten 302, 303 verschiedener Neigung.

Die Verriegelungselemente 30 und die Teile 20 können auch aus einem einzigen ringförmigen Teil bestehen. In diesem Fall sind die entsprechenden Vertiefungen 12, 13 des Antriebsteils 1 und 21, 31 des geführten Teils 2 ebenfalls als umlaufende Nuten ausgebildet.

Eine Buchse 8 ist in herkömmlicher Weise, beispielsweise über Stifte 7, mit dem Flansch 3 verbunden. Ein Kopfstück 9, das an der Buchse 8 angeschraubt ist, verschließt das vordere Ende des Schneidkopfs.

Ein Werkstück, beispielsweise ein Rohrende, in das ein Gewinde mit Hilfe der Schneidbacken 4 geschnitten wird, schlägt bei Beendigung des Schneidvorganges an die Buchse 8 an und übt auf diese einen Druck aus. Dies führt zu einer entsprechenden Bewegung des Flansches 3 und somit der Verriegelungselemente 30. Wenn durch diese Bewegung der Verriegelungselemente 30 die Schneidbacken 4 freigegeben werden, werden diese durch den von den Federn 5 ausgeübten Druck radial nach außen bewegt, und zwar so weit, bis der konische Kopf des Zapfens 201 den tiefsten Punkt der entsprechenden Vertiefung auf der Schneidbacke erreicht hat. Der Schneidkopf ist somit geöffnet, so daß das Werkstück aus ihm herausgezogen werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Selbstöffnender Gewindeschneidkopf mit einem die Schneidbacken aufnehmenden Backenträger, einem durch das Werkstück nach Beendigung des Schneidvorganges axial beweglichen Anschlagelement, mit einem Flansch, mindestens einem am Flansch gelagerten Verriegelungselement für die Schneidbacken, das bei einer Axialbewegung des Flansches eine radial auswärts gerichtete Bewegung der in dieser Richtung federkraftbeaufschlagten Schneidbacken zuläßt, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schneidbacken (4) auswärts drückende Vorrichtung für jede Schneidbacke als Teil (20) mit abgeschrägtem Kopf ausgebildet ist, der in eine entsprechende Vertiefung (13) auf der Schneidbacke (4) greift, wobei in diesem Teil (20) eine den Kopf in die Vertiefung (13) drückende Feder (5) gelagert ist und wobei in der verriegelten Stellung der Schneidbacken (4) die Achse des Teiles (20) gegenüber der Achse der Vertiefung (13) radial nach außen versetzt ist.
  2. 2. Gewindeschneidkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Teil (20) als Zapfen (201) mit sich verjüngendem konischen Kopf ausgebildet ist.
  3. 3. Gewindeschneidkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Teil (20) als einziges ringförmiges Element ausgebildet ist.
  4. 4. Gewindeschneidkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagelement als Buchse (8) ausgebildet ist, die über Stifte (7) mit dem Flansch (3) verbunden und an der ein Kopfstück (9) angeschraubt ist.
  5. 5. Gewindeschneidkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungselement für jede Schneidbacke (30) ebenfalls als Zapfen ausgebildet ist, der sich durch den Flansch (3) in eine Vertiefung (12) der Schneidbacke (4) erstreckt und an seinem inneren Ende eine rampenförmige Wand zur Arretierung der Schneidbacke (4) aufweist.






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