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Dokumentenidentifikation DE3605122C2 07.06.1990
Titel Automatisches Rhythmusspielgerät
Anmelder Casio Computer Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Okuda, Hiroko, Kokubunji, Tokio/Tokyo, JP;
Iwase, Hiroshi, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Kuhnen, R., Dipl.-Ing.; Fürniß, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Wacker, P., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anwälte, 8050 Freising
DE-Anmeldedatum 18.02.1986
DE-Aktenzeichen 3605122
Offenlegungstag 21.08.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.06.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.06.1990
IPC-Hauptklasse G10H 1/40

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein automatisches Rhythmusspielgerät, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In automatischen Rhythmusspielgeräten werden Rhythmen wie Rock, Disco, Walzer usw. erzeugt. Ein für eine bestimmte Melodieaufführung passendes Rhythmusmuster wird unter Verwendung eines entsprechenden Auswahlschalters zur automatischen Rhythmuserzeugung angewählt.

Zum Beispiel wird die Rhythmuserzeugung für Rock oder Disco dergestalt durchgeführt, daß die einzelnen Klänge eines Schlagzeuges, wie "high conga", "high hat", "bass drum", "claves" und "cymbals" in einer bestimmten Reihenfolge erzeugt werden. Bei bekannten automatischen Rhythmusspielgeräten wird jedoch nur das Muster einer einzigen Schlagzeugkombination für jeden Rhythmus, sei es nun Rock, Disco oder Walzer erzeugt. Deshalb ist das Rhythmusspiel sehr monoton, und die Erzeugung eines ausdrucksvollen Rhythmusspieles ist nicht möglich.

Aus der US-PS 44 18 598 ist es bekannt, verschiedene Rhythmusklänge wie beispielsweise "snare drum", "cymbal" oder "tom-tom" unabhängig voneinander zu mischen, so daß das erzeugbare Rhythmusspiel abwechslungsreicher und ausdrucksstärker, bzw. an die jeweilige Melodieführung besser anpaßbar wird. Die Anwahl der unterschiedlichen Rhythmusklänge, um diese dann zu mischen, erfolgt bei der US-PS 44 18 598 mittels Druckknöpfen, die keine definierte Schaltposition oder -stellung haben, so daß ein schnelles und präzises Einstellen einer gewünschten Rhythmuserzeugung - insbesondere während des manuellen Melodiespiels auf einer Tastatur - ein hohes Maß an Fingerfertigkeit und längere Übungszeit verlangt.

Aus der gattungsgemäßen DE-OS 33 34 148 ist ein elektronisches Musikinstrument mit automatischer Begleitung bekannt, bei dem mittels in Form von Schaltern realisierten Auswahlvorrichtungen Begleitklänge zum manuellen Spiel erzeugbar sind, beispielsweise Baß, Hintergrund und Arpeggio. Darüberhinaus läßt sich mit entsprechenden Schalteinrichtungen bei der DE-OS 33 34 148 ein gewünschter Rhythmus anwählen; die Variationen des Rhythmus sind jedoch jeweils auf ein Instrument beschränkt und innerhalb dieses Instruments sind keine weiteren Variationsmöglichkeiten zugelassen, so daß bei diesem elektronischen Musikinstrument mit automatischer Begleitung zwar die Begleitung an sich variabel, der erzeugte Rhythmus jedoch relativ eintönig und monoton ist.

Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein automatisches Rhythmusspielgerät nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 derart auszubilden, daß bestimmte Rhythmusmuster mit Feinvariationen innerhalb des jeweiligen Rhythmusklanges ausgestattet werden können, so daß sich für jeden Rhythmus verschiedene zugeordnete Rhythmusklänge mit besonderen zugeordneten Variationen erzielen lassen, wobei die erzielbare Vielfalt für den Spieler auch dann beherrschbar bleibt, wenn dieser beispielsweise sich auf ein Melodiespiel von Hand konzentrieren muß.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführungsform anhand der Zeichnung. Es zeigt

Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild des automatischen Rhythmusspielgerätes gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 ein Blockschaltbild der elektrischen Schaltung einer Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 3 die in einem Ein/Aus-Register nach Fig. 2 gespeicherten Daten;

Fig. 4 bis 6 die in einem Takt-Register, einem Rhythmuserzeugungs-Flag-Register und in einem Klang-Quellen- Flag-Register gespeicherten Daten;

Fig. 7 ein Rhythmus- und Begleitungsmuster jeder Rhythmusquelle bei Rockmusik;

Fig. 8 den Bedienungsteil eines in Fig. 2 gezeigten Rhythmus- und Musterauswahlschalters und

Fig. 9 bis 11 Flußdiagramme zur Erklärung der Arbeitsweise der Ausführungsform.

Vor der Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung soll mit Bezug auf Fig. 1 ein Überblick über die Erfindung gegeben werden. Nach Fig. 1 enthält der Rhythmusmusterspeicherteil 1 ein ROM, in dem eine Mehrzahl von Rhythmusmusterdaten von Rock, Disco usw. für jeden der Rhythmusklänge wie "bass drum", "cymbal" usw. gespeichert ist. Die Rhythmusmuster werden nach einem Ausgang eines Musterauswahlteiles 2 bestimmt. Der Musterauswahlteil 2 erzeugt ein Musterbestimmungssignal, welches zu einem Leseteil 4 in einem Mikroprozessor (CPU) 3 geführt wird. Der Musterauswahlteil 2 hat eine Rhythmusauswahlschaltergruppe nach Rhythmusnamen zur Bestimmung der Arten von Rhythmen wie Rock, Walzer und Marsch und eine Musterauswahlschaltergruppe zur Auswahl eines der Rhythmusmuster für jede der Klangquellen entsprechend dem durch die Auswahlschaltergruppe ausgewählten Rhythmus. Dem Leseteil 4 wird ein Zählerstand entsprechend einem in dem "Tempo"-Setzteil 5 vorgewählten "Tempo" (Rhythmusgeschwindigkeit) zugeführt. Jedesmal, wenn der Zählerstand inkrementiert wird, erzeugt der Leseteil 4 ein Adreßsignal, welches einen Bereich des Rhythmusmusterspeicherteiles 1 bestimmt, der mit dem von dem Musterauswahlteil 2 erzeugten Musterbestimmungssignal korrespondiert. Als Ergebnis dieser Bereichsfestlegung werden Rhythmusmusterdaten für individuelle Rhythmusquellen unabhängig von dem Rhythmusmusterspeicherteil 1 ausgelesen.

Die für jede Rhythmusquelle ausgelesenen Rhythmusmusterdaten werden einem Rhythmuserzeugungsteil 6 für jede Rhythmusquelle zur Erzeugung von Rhythmusklängen zugeführt.

Auf diese Weise kann z. B. das Rhythmusmuster für Rockmusik durch einfaches Schalten der Rhythmusmuster in dem Rhythmusauswahlteil 2 in verschiedenen Musterkombinationen erzeugt werden.

Es soll nun eine Ausführungsform der Erfindung im Detail mit Bezug auf Fig. 2 und die folgenden beschrieben werden. In dieser Ausführungsform werden Rhythmusmusterdaten als zwei getrennte Daten gespeichert, d. h. Ein/Aus-Daten, die nur das "Ein" und "Aus" eines Rhythmusklanges repräsentieren, bzw. Takt-Daten, die ein Takt-"Ein" repräsentieren, sind in einem Ein/Aus-Register 12 bzw. Takt-Register 13 in dem aus einem ROM bestehenden Rhythmusmusterspeicherteil 11 gespeichert.

In dem Ein/Aus-Register 12 und dem Takt-Register 13 ist eine Mehrzahl von verschiedenen Rhythmusmusterdaten von Rockmusik, Disco, Walzer usw. gespeichert. In der folgenden Beschreibung wird als Beispiel der Rhythmus von Rockmusik genommen.

Die Fig. 3 und 4 zeigen Daten in dem Ein/Aus-Register 12 und dem Takt-Register 13 für den Rhythmus von Rockmusik.

Rhythmusaufführungsmusterdaten I-III sind, wie in Fig. 3 und 7 gezeigt, unabhängig und als parallele Daten in dem Ein/Aus-Register 12 für sieben verschiedene Rhythmusklangquellen gespeichert:

"bass drum" (BD), "snare drum" (SN), "high conga" (HC), "low conga" (LC), "rim shot" (RS), "high hat" (HH) und "cymbal" (CYM). Die Ein/Aus-Daten sind, wie in Fig. 3 gezeigt, unabhängig vom Takt des Klanges, aber in der Reihenfolge des Ertönens in dem Rhythmusmuster abgespeichert, wobei Bits mit dem Wert "1" bei Rhythmus "Ein" und Bits mit dem Wert "0" bei Rhythmus "Aus" auftreten. Zum Beispiel sind in dem Rhythmusmuster I beim ersten Takt der Erzeugung "high hat" (HH) und "bass drum" (BD) auf "Ein", während die anderen Rhythmusquellen auf "Aus" sind.

Im Taktregister 13 sind, wie in Fig. 4 gezeigt, Taktdaten gespeichert. Diese Daten sind serielle Daten, wobei ein Bit mit dem Wert "1" bei einem solchen Takt auftritt, bei dem irgendeine der oben erwähnten sieben Rhythmusquellen "Ein" ist, und eine "0" bei einem Taktsignal, bei dem alle Rhythmusquellen auf "Aus" sind. In diesem Fall ist eine 16tel Note, welche die kürzeste Note ist, durch die drei Bits "100" repräsentiert. Eine 8tel Note ist auf diese Weise durch sechs Bits "100000" repräsentiert. Jedesmal dann, wenn ein "Ein"-Taktdatum "1" aus dem Taktregister 13 ausgelesen wird, werden die Ein/Aus-Daten aus dem Ein/- Aus-Register 12 ausgelesen, so daß der Rhythmus erzeugt wird.

Entsprechend Fig. 2 enthält ein RAM 71 ein Rhythmuserzeugungs-Flag-Register 72, ein Klangquellen-Flag-Register 73, ein Adreßzeiger-Register 74 und ein Zählregister 75 für Taktsignale "1".

Der Mikroprozessor 3 liest Ein/Aus-Daten aus dem Ein/Aus- Register 12 in das Rhythmuserzeugungs-Flag-Register 72 mit einer Geschwindigkeit ein, die der Inkrementierungsrate eines Geschwindigkeitszählers 52 in einem Pulserzeugungsteil 51 entspricht. Wenn die Ein/Aus-Daten "1" sind, wird ein "Ein"-Flag auf "1" gesetzt. Fig. 5 zeigt das Rhythmuserzeugungs-Flag-Register 72, welches ein Ein-Bit-Register ist. Der Pulsgenerator 51 hat variable Widerstände R~, so daß die Frequenz der erzeugten Ausgangspulse, d. h. die Geschwindigkeit, variiert werden kann.

Das Adreßzeiger-Register 74 ist ein Adreßregister zum Auslesen von Daten aus dem Ein/Aus-Register 12. Die Daten, die in dem Adreßzeiger-Register 74 gesetzt sind, haben einen Wert, der sich aus der Summe des ersten Adreßzeigers eines Bereiches, der mit irgendeinem der Rhythmusmuster I-III (Fig. 7) korrespondiert, wobei diese durch den Musterauswahlschalter 21 bestimmt werden, und der Anzahl von "Ein"-Daten "1", die schon als Taktdaten aus dem Taktregister 13 ausgelesen worden sind, zusammensetzt.

In dieser Ausführungsform kann, wie in Fig. 8 gezeigt, einer von acht Rhythmen wie Rock, Disco usw. durch Betätigen eines Rhythmusauswahlschalters 21f, der ein Flachbahnregler ist, ausgesucht werden. Der mit dem Regler 21f aus den acht verschiedenen Arten von Rhythmen ausgewählte Rhythmus kann durch die selektive Benutzung von sieben Rhythmusquellen, die durch den Musterauswahlschalter 21 bestimmt werden, gespielt werden. Diesen sieben Rhythmusquellen sind vier Rhythmusauswahlschalter 21a-21d, die zusammen den Rhythmusauswahlschalter 21 bilden, zugewiesen.

Der Musterauswahlschalter 21 ist ein Umschalter zum Schalten der Rhythmusmuster I-III für jede der sieben Rhythmusquellen. Schalter 21a ist für "bass drum" (BD). Schalter 21b ist für "snare drum" (SN) und "rim shot" (RS), wobei diese Rhythmusquellen das gleiche Rhythmusmuster haben. Ebenso ist der Schalter 21c für "high conga" (HC) und "low conga" (LC und Schalter 21d für "high hat" (HH) und "cymbal" (CYM). Schalter 21e ist zum Schalten von "chord" und "bass" der Daten der Rhythmusmuster I-III, wie in Fig. 7 unten gezeigt ist.

In dem Klangquellen-Flag-Register 73 sind Setz-Ein/Aus- Daten, die von dem Ein/Aus-Register 12 unabhängig für die einzelnen Rhythmusquellen ausgelesen werden. Wie in Fig. 6 gezeigt, haben sie eine 7-Bit-Konfiguration für die sieben Rhythmusquellen.

Eine Rhythmusquellengruppe 61 kann die sieben verschiedenen Rhythmusklänge erzeugen. Ein Rhythmus, für den die Daten in dem Klangquellen-Flag-Register 73 "1" sind, wird nur dann unter der Steuerung des Mikroprozessors (CPU) 3 zu Gehör gebracht, wenn die Daten des Rhythmuserzeugungs-Flag-Registers 73 "1" sind.

In der in Fig. 2 gezeigten Schaltung sind ein Rhythmusstartschalter 81, ein Keyboard (Tastatur) 82 und ein "chord/bass"- Generator 83 mit dem Mikroprozessor 3 verbunden. Der Rhythmusstartschalter 81 dient zur Erzeugung eines Rhythmusstartsignales für den Mikroprozessor 3. Das Keyboard 82 dient zur Bestimmung von "chords", und die zu einem bestimmten "chord" korrespondierenden Daten werden dem Mikroprozessor 3 zugeführt. Der "chord/bass"-Generator 83 erzeugt einen "chord"-Klang entsprechend dem durch das Keyboard 82 bestimmten "chord".

Es soll nun die Arbeitsweise der oben beschriebenen Realisierung der Ausführungsform beschrieben werden. Es wird angenommen, daß die Umschalter 21a bis 21e des in Fig. 8 gezeigten Musterauswahlschalters 21 so geschaltet sind, das "bass drum" (BD) und "high conga" (HC)/"low conga" (LC) dem Muster I, "snare drum" (SN)/"rim shot" (RS) dem Muster II, "high hat" (HH)/"cymbal" (CYM) dem Muster III und "bass/chord" dem Muster I zum automatischen Rhythmusspiel mit dem auf eine vorbestimmte Pulsfrequenz, d. h. ein vorbestimmtes Tempo gesetzten Pulsgenerator 51, zugeordnet sind. In diesem Zustand wird von jeder der Rhythmusquellen ein in Fig. 7 gezeigtes Rhythmusmuster für Rockmusik erzeugt.

Wenn der in Fig. 2 gezeigte Rhythmusstartschalter 81 in diesem Zustand gedrückt wird, wird das Rhythmusstartsignal dem Mikroprozessor 3 zugeführt. Als Antwort auf dieses Signal führt der Mikroprozessor 3 eine in Fig. 9 gezeigte Programmroutine aus. Genauer gesagt liest der Mikroprozessor 3 in den Schritten S1 und S2 den Zählerstand des Geschwindigkeitszählers 52 aus, bis dieser inkrementiert wird. In Schritt S3 überprüft der Mikroprozessor 3, ob in dem Rhythmuserzeugungs-Flag-Register 72 ein "Ein"-Taktsignal auf "1" gesetzt ist. Anfangs werden keine Daten aus dem Taktregister 13 ausgelesen, so daß die Daten im Rhythmuserzeugungs-Flag-Register 72 "0" sind. Zu diesem Taktzeitpunkt entscheidet deshalb der Mikroprozessor, daß kein Klang erzeugt werden muß. In dem nachfolgenden Schritt S5 liest der Mikroprozessor 3 Taktsignale des nächsten Taktes von dem Taktregister 13, wie in Fig. 4 gezeigt, aus.

Da das erste Taktsignal zu dieser Zeit "1" ist, entscheidet der Mikroprozessor 3 in Schritt S6, daß es der Takt für die Rhythmuserzeugung ist. Folglich setzt er in Schritt S7 eine "1" in dem Rhythmuserzeugungs-Flag-Register 72. Dann wird in Schritt S8 ein Unterprogramm zum Setzen der Klangquelle ausgeführt. Wenn das Ergebnis der Abfrage in Schritt S6 "Nein" ist, wird Schritt S9 ausgeführt, in dem der Mikroprozessor 3 eine "0" im Register 72 setzt.

Fig. 10 zeigt das Unterprogramm zum Setzen der Klangquelle. Wie gezeigt, führt der Mikroprozessor 3 das Setzen der Klangquelle unabhängig für die sieben verschiedenen Rhythmusquellen wie z. B. "bass drum" (BD) über die Schritte T1 bis T4 aus. Genauer gesagt setzt der Mikroprozessor 3 im Schritt T1 "bass drum" (BD) als Klangquelle. In Schritt T2 setzt er "snare drum" (SD)/"rim shot" (RS), in Schritt T3 "high conga "(HC)/"low conga" (LC) und in Schritt T4 "high hat" (HH)/"cymbal" (CYM).

Fig. 11 zeigt ein Unterprogramm zum Setzen der Klangquelle für jeden Rhythmusklang. Dieses Programm soll anhand der "bass drum" (BD) als Beispiel beschrieben werden. Im Schritt U1 liest der Mikroprozessor 3, ob der Musterauswahlumschalter 21a für "bass drum" in der Musterposition I liegt. In dem nachfolgenden Schritt U2 setzt er den ersten Adreßwert "0" des Bereiches I des Ein/Aus-Registers 12 in das Adreßregister 74. Im nächsten Schritt U3 addiert der Mikroprozessor 3 zum Adreßwert "0" einen Wert, der der Anzahl der als Taktsignale ausgelesenen "1"-Daten entspricht, um die Adresse des Ein/Aus-Registers 12 für die nächste Klangerzeugung zu setzen. In diesem Moment sind bisher noch keine "1"-Daten ausgelesen worden, so daß nur "0"-Daten in dem Zählregister 75 für Taktdaten "1" vorhanden sind, und der Adreßwert bleibt "0". In dem nächsten Schritt U4 liest der Mikroprozessor 3 Ein/Aus-Daten in dem Ein/Aus-Register 12 in der "0"-Adresse für die "bass drum" (BD) aus. Da diese Ein/Aus-Daten "1" sind, entscheidet der Mikroprozessor im Schritt U5, daß die "bass drum" (BD) im nächsten Takt erzeugt werden muß. Schließlich setzt im Schritt U6 der Mikroprozessor 3 in dem Klangquellen- Flag-Register 73 eine "1" für die "bass drum" (BD).

Das Setzen der Klangquellen für andere Rhythmen, wie "snare drum" (SD) und "rim shot" (RS) wird in ähnlicher Weise durchgeführt. Im Falle von "snare drum" und "rim shot" ist das Muster II bestimmt, so daß der Adreßwert zum Zeitpunkt des Lesens des Ein-Aus-Registers 12 auf "11" zu setzen ist. Im Falle von "high hat" (HH) und "cymbal" (CYM) wird das Muster III angewendet, so daß der Adreßwert des Ein/Aus-Registers 12 auf "22" gesetzt wird, wobei Ein/Aus-Daten über die korrespondierenden Adressen ausgelesen werden.

Auf diese Weise wird die Datenfolge "0100001", die das nächste zu spielende Rhythmusmuster zeigt, in dem Klangquellen-Flag-Register 73 gesetzt. Die Daten werden von Mikroprozessor 3 in der Rhythmusquelle 61, wie in Schritt T5 in Fig. 10 gezeigt, gesetzt.

Wenn das Setzen der Klangquellen, d. h. Schritt S8 in Fig. 9, ausgeführt ist, läuft das Programm zu den Schritten S1 und S2 zurück, in welchen der Mikroprozessor 3 die Inkrementierung des Zählerstandes des Geschwindigkeitszählers 52 erfaßt. In dem nachfolgenden Schritt S7 wird festgestellt, daß das Flag zum Setzen des Rhythmusklanges "1" ist, so daß der Mikroprozessor 3 im Schritt S3 bestimmt, daß das in dem Klangquellen-Flag-Register 73 gesetzte Rhythmusmuster zu erzeugen ist, und in Schritt S4 legt er einen Trigger-Puls an die Rhythmusquellengruppe 61 an, um für das Erklingen des Rhythmus zu sorgen.

Im nächsten Schritt S5 liest der Mikroprozessor 3 das nächste, zweite Taktdatum aus dem Taktregister 13 aus. Da das zweite Taktdatum in diesem Falle "Aus" bzw. "0" ist, entscheidet der Mikroprozessor 3 im Schritt S6, daß für diesen Takt kein Klang erzeugt werden muß. Folglich setzt er im Schritt S9 eine "0" in dem Rhythmuserzeugungs- Flag-Register 72.

In gleicher Weise wird beim nächsten Takt ein Rhythmusmuster in den Schritten S5 bis S8 in dem Klangquellen- Flag-Register 73 gesetzt, und das Rhythmusmuster wird in den Schritten S1 bis S4 mit der entsprechenden Geschwindigkeit erzeugt. Wenn kein Takt zur Klangerzeugung vorliegt, wird im Schritt S9 in einen Stand-by-Betrieb geschaltet.

In der oben angegebenen Weise klingen "bass drum" (BD) und "high conga" (HC)/"low conga" (LC) in dem durch das Muster I repräsentierten Rhythmusmuster, "snare drum" (SN)/"rim shot" (RS) nach dem Muster II und "high hat" (HH)/"cymbal" (CYM) nach dem Muster III.

Wenn es gewünscht wird, das durch das Muster III repräsentierte Rhythmusmuster auf das durch das Muster II repräsentierte Rhythmusmuster mit stärkerer Klangfärbung für "high hat"/"cymbal" umzuschalten, wird der Umschalter 21d des Musterauswahlschalters 21 in Position II umgelegt. Wenn dies durchgeführt wurde, wird der Adreßzeiger im Schritt U2 nicht von "22" im Bereich III, sondern von "11" im Bereich II gesetzt. Auf diese Weise ist es möglich, für denselben Rock-Rhythmus ein Rhythmusmuster zu erzeugen, bei dem nur das "cymbal"- und "high hat"-Rhythmusmuster verändert werden.

Es soll erwähnt werden, daß für denselben Rock-Rhythmus 3&sup4;=81 verschiedene Rhythmusmuster durch Schalten der Schalter 21a bis 21d erzeugt werden können.

In der obigen Ausführungsform sind die Rhythmusmusterdaten als getrennte Ein/Aus-Daten gespeichert, die nur anzeigen, ob jede Rhythmusquelle "Ein" oder "Aus" ist, sowie Taktdaten, die nur ein "Ein" des Taktes repräsentieren. Folglich können Taktdaten für einzelne Rhythmen gemeinsam gespeichert werden, und die Speicherkapazität kann entsprechend verringert werden. Außerdem kann das Rhythmusmuster durch nur leichte Variation entweder der Taktdaten oder der Ein/Aus-Daten auf verschiedenste Weise geändert werden.

Weiterhin können, obwohl in der obigen Ausführungsform die Rhythmusmuster-Daten als getrennte Taktdaten und Ein/Aus-Daten gespeichert wurden, die Daten genausogut als ein gemeinsamer Datensatz abgespeichert werden. Weiterhin ist es möglich, mehr Rhythmusmuster, als diejenigen von I bis III zu erzeugen. Außerdem können, obwohl in der obigen Ausführungsform eine Mehrzahl von verschiedenen Rhythmen, wie "snare drum" (SN) und "rim shot" (RS) gemeinsam über einen Schalter des Musterauswahlschalters geschaltet werden, alle Rhythmen auch unabhängig voneinander geschaltet werden.

Es ist außerdem möglich, die Rhythmusklangquellengruppe 21, die nicht über eine Mehrzahl von Tonquellen verfügt und nur einen Tongenerator zur Erzeugung von Rhythmusklängen nach einem Multiplexverfahren besitzt, ebenfalls in der Erfindung zu verwenden.

Wie oben beschrieben wurde, ist gemäß der Erfindung eine Mehrzahl von verschiedenen Musterdaten unabhängig voneinander für jedes Rhythmusmuster wie Rock, Disco usw. für jede der Rhythmusquellen, wie "cymbal", "high conga", "bass drum" gespeichert, und die Mehrzahl von verschiedenen Mustern wird zur Klangerzeugung für jede Rhythmusquelle bestimmt. Deshalb ist es zum Beispiel möglich, für das gleiche Rock-Rhythmusmuster verschieden geänderte Rhythmusmuster zu erzeugen. Das Ausmaß der Variationen der Darbietung kann auf diese Weise vergrößert werden. Weiterhin sind Rhythmusmusterdaten für eine individuelle Rhythmusquelle gespeichert, und das Schalten von Rhythmusmustern kann unabhängig nur für eine zukünftige Rhythmusquelle vorgesehen werden. Auf diese Weise kann man die Möglichkeiten des Wechselns von Rhythmusmustern verbessern, und auch ein Schalten von Mustern selbst während der Darbietung ist möglich. Der Anfänger kann somit Muster für jede Rhythmusquelle lernen. Außerdem ist es möglich, die Musteränderungen für einzelne Rhythmusquellen leicht zu erkennen, was bei der Gestaltung der Rhythmen hilfreich ist. Weiterhin können, da es möglich ist, nur eine spezielle Rhythmusquelle in dem Rhythmusmuster zu verändern, feinste Nuancen des Rhythmus selbst während der Darbietung variiert werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Automatisches Rhythmusspielgerät mit Vorrichtungen zum elektrischen Erzeugen und Auslesen sowie Spielen einer Mehrzahl von Rhythmusklängen und mit einer Geschwindigkeits-Setzvorrichtung (5, 51), gekennzeichnet durch:
    1. - eine Rhythmusspeichervorrichtung (1, 11, 71) zur Speicherung einer Vielzahl von Rhythmusmusterdaten, die zu jedem der verschiedenen Rhythmusklänge gehörige Rhythmus-Muster-Variationen aufweisen, wobei spezielle Rhythmen jeweils in der Vielzahl der verschiedenen Rhythmus-Muster-Variationen spielbar sind;
    2. - eine Musterauswahlvorrichtung (2, 21) zur selektiven Auswahl der Rhythmus-Muster-Variationen entsprechend einem oder mehreren der verschiedenen, jeweils zugeordneten Rhythmusklänge, denen Schalter (21a-21e) zugeordnet sind, deren jeweilige Schaltstufen (I, II, III) den unterschiedlichen Rhythmus-Muster- Variationen entsprechen; und
    3. - eine Lesevorrichtung (4) mit welcher die Rhythmusmusterdaten, die selektiv durch die Musterauswahlvorrichtung (2, 21) gemäß einer durch die Geschwindigkeits-Setzvorrichtung (5, 51) gesetzten Geschwindigkeit bestimmt sind, in eine Rhythmusspielvorrichtung (3) ausgelesen werden, die eine Rhythmusklangerzeugungsvorrichtung (6) automatisch betreibt.
  2. 2. Automatisches Rhythmusspielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rhythmusspeichervorrichtung (1, 11, 71) ein ROM (11) mit Registern aufweist, in welchem Rhythmusmusterdaten für jeden der Rhythmusklänge als separate Ein/Aus-Daten für jeden Rhythmusklang gespeichert sind, sowie Taktdaten, die den Takt "Ein" für jeden Rhythmus kennzeichnen, gespeichert sind.
  3. 3. Automatisches Rhythmusspielgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rhythmusspeichervorrichtung (1, 11, 71) weiterhin ein RAM (71) mit einem Rhythmuserzeugungs-Flag-Register (72) aufweist, in dem ein Flag gesetzt wird, wenn die Ein/Aus-Daten auf "Ein" liegen, wobei weiterhin ein Adreßzeiger-Register (74), in welchem die Anzahl der "Ein"-Daten des Taktregisters gesetzt ist, und ein Klangquellen-Flag-Register (73), in welchem Ein/Aus-Daten gesetzt sind, in der Rhythmusspeichervorrichtung (1, 11, 71) vorgesehen sind.
  4. 4. Automatisches Rhythmusspielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalter (21a-21e) der Musterauswahlvorrichtung (2, 21) Schiebeschalter mit Raststellungen sind, wobei eine jede Raststellung eines jeden Schiebeschalters einem entsprechenden Rhythmusmuster entspricht.
  5. 5. Automatisches Rhythmusspielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Rhythmusmusterdaten Musterdaten für "Chord/Bass" enthalten sind.
  6. 6. Automatisches Rhythmusspielgerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Auswahlvorrichtung (21f) für die Art des Rhythmus, wobei die Auswahlvorrichtung (21f) von Hand betätigbar ist.






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