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Dokumentenidentifikation DE3928485A1 13.06.1990
Titel Papiermaschinentuch
Anmelder Tamfelt Oy AB, Tampere, FI
Erfinder Leppänen, Lasse, Lempäälä, FI;
Taipale, Seppo, Siilinjärvi, FI
Vertreter Richter, J., Dipl.-Ing.; Gerbaulet, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 29.08.1989
DE-Aktenzeichen 3928485
Offenlegungstag 13.06.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.06.1990
IPC-Hauptklasse D21F 1/10
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Papiermaschinentuch, das ein Gewebe aus Garn aus einem synthetischen Material umfaßt und das an vorbestimmten Stellen mit wesentlich in der Längsrichtung des Tuches sich erstreckenden Verstärkungen versehen ist. Die Verstärkungen sind durch Zuführung von geschmolzenem Kunststoff als dünner Streifen der Oberfläche des Tuches ausgeformt. Zur Verbesserung der Verschleißeigenschaften des Siebes sind die Richtungen der die Verstärkung bildenden Streifen (3) angeordnet, lokal von der Längsrichtung des Tuches (1) abzuweichen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Papiermaschinentuch, das ein Gewebe aus Garn aus einem synthetischen Material umfaßt und das an vorbestimmten Stellen mit wesentlich in der Längsrichtung des Tuches sich erstreckenden Verstärkungen versehen ist, die durch Zuführung von geschmolzenem Kunststoff als schmaler Streifen der Oberfläche des Tuches ausgeformt sind.

Solche Papiermaschinentuche sind zur Zeit sehr bekannt, und sie werden u.a. als Siebe verwendet. Das bekannte Problem mit den aus einem synthetischen Material verfertigten Sieben ist, daß sie an gewissen Stellen der Verschleißseite des Siebes schnell abgenutzt werden. Unter der Verschleißseite des Siebes wird die Oberfläche des Siebes verstanden, die zum Beispiel an Zugwalzen anliegt. Die Siebe werden am stärksten in den Bereichen abgenutzt, die sich in einem kurzen Abstand von dem Rand des Siebes befinden. Die Abnutzung geschieht verhältnismäßig schnell und das Sieb muß in der Praxis gerade wegen der Abnutzung der erwähnten Stellen ausgetauscht werden, obgleich der Rest des Siebes noch völlig betriebsfähig wäre.

Zur Eliminierung dieses Problems sind an Teilen des Randes des Siebes Verstärkungen angeordnet, die aus Kunststoff bestehen. Als Beispiele für bekannte Lösungen können die Lösungen der U.S. Patentschriften 35 23 867 und 36 52 390 erwähnt werden. Die bei den obengenannten Lösungen verwendeten Kunststoffstreifen sind verhältnismäßig breit. Die Randzonen des Siebes werden somit undurchlässig, weshalb diese Zonen zur Entwässerung nicht verwendet werden können.

Zur Eliminierung des Nachteils mit der Entwässerung bei den Lösungen gemäß den obigen U.S. Schriften ist vorgeschlagen worden, daß die breite Verstärkungszone durch mehrere parallele Verstärkungsstreifen ersetzt wird, die parallel zu der Längsrichtung des Siebes sind. Eine solche Lösung wird in der DE-Offenlegungsschrift 29 22 025 beschrieben. Der Nachteil dieser bekannten Lösung ist, daß Fasermaterial sich an den Verstärkungsstreifen sammelt, was das endgültige Resultat abschwächt.

Der Erfindung steht die Aufgabe zugrunde, ein Papiermaschinentuch zustandezubringen, mittels dessen die obigen Nachteile eliminiert werden können. Dies ist mittels des erfindungsgemäßen Papiermaschinentuches erreicht worden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Richtungen der die Verstärkung bildenden Streifen angeordnet sind, wenigstens lokal von der Längsrichtung des Tuches abzuweichen.

Ein Vorteil der Erfindung ist, daß die Randteile des Tuches bei Entwässerung benutzt werden können, das Fasermaterial sich nicht an der Verstärkung sammelt und die Beständigkeitseigenschaften trotzdem sehr vorteilhaft sind. Ein Vorteil ist auch die Einfachheit der Erfindung, wobei die Ausführung vorteilhaft wird.

Im folgenden wird die Erfindung mittels der in der beigefügten Zeichnung gezeigten Ausführungen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine prinzipielle Ansicht einer Anordnung, mittels deren die erfindungsgemäße Lösung verwirklicht werden kann,

Fig. 2-5 Beispiele für eventuelle Formen von die Verstärkung bildenden Streifen.

Fig. 1 zeigt prinzipiell eine Anordnung, mittels deren die erfindungsgemäße Lösung verwirklicht werden kann. Das Bezugszeichen 1 zeigt ein Sieb und das Bezugszeichen 2 allgemein einen Düsenaufbreiter, mittels dessen dünne Streifen 3 zur Bildung einer Verstärkung auf die Oberfläche des Siebes 1 ausgeformt werden. Das Sieb 1 kann von jedem beliebigen, konventionellen Typ sein. Die Struktur des Siebes besteht aus einer für den Fachmann normalen Technik, weshalb die Struktur des Siebgewebes in diesem Zusammenhang nicht behandelt wird.

Im Beispiel der Fig. 1 wird geschmolzene Kunststoffmasse in einen Schlauch 4 geleitet, aus dem sie durch den Düsenaufbreiter 2 auf die Oberfläche des Siebes geleitet wird.

Die Verstärkungsstreifen 3 werden wie folgt ausgeformt. Wenn das Sieb 1 sich in der von einem Pfeil N gezeigten Richtung bewegt, wird der Düsenaufbreiter 2 auf die Oberfläche des zu verstärkenden Siebes 1 angeordnet. In der folgenden Phase fängt man an, geschmolzene Kunststoffmasse durch den Schlauch 4 dem Düsenaufbreiter 2 zuzuführen. Außerdem wird der Düsenaufbreiter gleichzeitig in einer vorbestimmten Weise quer zu der Bewegungsrichtung des Siebes bewegt. Als Folge dieser Maßnahmen dringt die geschmolzene Masse auf die Oberfläche des Siebes 1 und formt die das Sieb verstärkenden Streifen 8 aus, deren Richtungen lokal von der Längsrichtung des Siebes 1 abweichen. Unter dem Begriff "lokal abweichen" wird verstanden, daß die Richtung des Streifens 3 wenigstens an einigen Stellen von der Längsrichtung des Siebes abweicht, welche Richtung mit der Bewegungsrichtung N identisch ist, obgleich die Richtung der Verstärkungen im ganzen parallel zu der Längsrichtung des Siebes ist, d.h. im Beispiel der Fig. 1 wogt jeder einzelne Streifen 3 in der Querrichtung des Siebes, obgleich die ganze Verstärkung (sämtliche Streifen) in der Längsrichtung des Siebes verläuft.

Die Bewegung des Düsenaufbreiters 2 kann in jeder beliebigen, an sich bekannten Weise gesteuert werden. Die Funktion des Düsenaufbreiters 2 kann beispielsweise mit einem Computer verbunden werden, mittels dessen die erwünschte Form des Streifens erwählt werden kann, d.h. der Computer steuert die Bewegung des Düsenaufbreiters so, daß das Resultat die erwünschte Form des Verstärkungsstreifens ist. Fig. 2 zeigt prinzipiell die Form eines einzelnen Verstärkungsstreifens 3 der Ausführungsform der Fig. 1. Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen Beispiele für eventuelle andere Formen von Verstärkungsstreifen. In Fig. 3 besteht der Verstärkungsstreifen aus Streifen 6 in einer vorbestimmten Länge, welche Streifen einen Winkel mit der Längsrichtung des Siebes bilden. In der Ausführungsform der Fig. 4 ist der Verstärkungsstreifen aus wesentlich V-förmigen Fig. 7 ausgeformt, die in der Längsrichtung des Siebes nacheinander angeordnet sind. In der Ausführungsform der Fig. 5 ist der Verstärkungsstreifen aus querlaufenden Streifen 8 ausgeformt, die in der Längsrichtung des Siebes nacheinander angeordnet sind. In den Beispielen der Fig. 2-5 ist die Längsrichtung des Siebes die senkrechte Richtung in der Papierebene.

Diese Verstärkungsstreifen werden an der Verschleißfläche des Siebes angebracht, d.h. an der Oberfläche, die z.B. an Zugwalzen, Saugkästen usw. anliegt. Die Verstärkungsstreifen erheben sich etwas von der Oberfläche des Siebes und fungieren somit als Verschleißteile, wobei die Verschleißbeständigkeit des Siebes sich verbessert. Die Verstärkungsstreifen erschweren jedoch nicht die Entwässerung und keine schädlichen Fasern häufen sich an den Streifen.

Die obenangeführten Beispiele sind in keiner Weise beabsichtigt, die Erfindung einzuschränken, sondern die Erfindung kann in vielen verschiedenen Weisen im Rahmen der Patentansprüche variiert werden. Somit ist es klar, daß die Streifen auch mittels einer andersartigen Apparatur ausgeformt werden können als in der Anmeldung angeführt wird. Die Form der Streifen ist auch nicht beschränkt. Die Anzahl der Streifen kann außerdem je nach der jeweiligen Situation variieren. Auch können die Streifen völlig frei auf dem Sieb angebracht werden, d.h. je nach der jeweiligen Situation, abhängig davon, wo der Verschleiß am größten ist oder wo der Verschleiß ein Problem bildet.


Anspruch[de]
  1. 1. Papiermaschinentuch, das ein Gewebe aus Garn aus einem synthetischen Material umfaßt und das an vorbestimmten Stellen mit wesentlich in der Längsrichtung des Tuches sich erstreckenden Verstärkungen versehen ist, die durch Zuführung von geschmolzenem Kunststoff als schmaler Streifen der Oberfläche des Tuches ausgeformt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtungen der die Verstärkung bildenden Streifen (3, 6, 7, 8) angeordnet sind, wenigstens lokal von der Längsrichtung des Tuches (1) abzuweichen.
  2. 2. Papiermaschinentuch nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verstärkung bildenden Streifen in der Querrichtung des Papiermaschinentuchs (1) wogende Streifen (3) sind.
  3. 3. Papiermaschinentuch nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungen aus Streifen (6) in vorbestimmter Länge ausgeformt sind, die einen Winkel mit der Längsrichtung des Papiermaschinentuchs (1) bilden.
  4. 4. Papiermaschinentuch nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verstärkung bildenden Streifen angeordnet sind, wesentlich V-förmige Figuren (7) zu bilden, die in der Längsrichtung des Papiermaschinentuchs (1) nacheinander angeordnet sind.
  5. 5. Papiermaschinentuch nach Patenanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verstärkung bildenden Streifen in der Querrichtung des Papiermaschinentuchs laufende Streifen (8) sind.
  6. 6. Papiermaschinentuch nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verstärkung bildenden Streifen (3, 6, 7, 8) über die ganze Breite des Papiermaschinentuchs (1) angeordnet sind.






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