PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3406201C2 21.06.1990
Titel Häcksler
Anmelder Karl Mengele & Söhne Maschinenfabrik und Eisengießerei GmbH & Co, 8870 Günzburg, DE
Erfinder Wistuba, Eberhard, 8871 Rettenbach, DE;
Lenzer, Xaver, 8871 Kötz, DE
DE-Anmeldedatum 21.02.1984
DE-Aktenzeichen 3406201
Offenlegungstag 22.08.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.06.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.06.1990
Addition 34103287
IPC-Hauptklasse A01F 29/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Häcksler mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruches 1.

Ein Häcksler dieser Art ist durch die FR-PS 24 55 852 bekannt. Das gehäckselte Gut wird dabei unten von einer Messertrommel eines Trommelhäckslers zu einer in dessen Gehäuse umlaufenden Quetschwalze gefördert und von dieser in einen Spalt zwischen Schlagleisten der Walze und des Häckslerbodens eingezogen und geschrotet. Anschließend an den Quetschvorgang wird das Häckselgut von der Einzugswalze einem mit seiner Schaufelradachse senkrecht zu der Trommelwelle des Trommelhäckslers ausgerichteten Schaufelgebläse zugeführt, welches dieses weiterfördert.

Das zusätzlich benötigte Schaufelgebläse ist aufwendig und der Antrieb desselben bedingt eine verhältnismäßig aufwendige Antriebsverzweigung.

In Anbetracht des großen Material- und dementsprechenden Gewichtsaufwandes und der Ausladung der Gerätekombination ist der bekannte Häcksler in Verwendung als Feldhäcksler schwer zu handhaben und bedingt schwere Rahmen- und Stützvorrichtungen.

Demzufolge besteht die Aufgabe der Erfindung darin, einen weniger aufwendigen Häcksler der eingangs genannten Art zu schaffen, der auch in Verwendung als Feldhäcksler leichter zu handhaben ist.

Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1.

Nach dem Lösungsgedanken der Erfindung, wonach die Schaufeln des Messerrades des Häckslers nach der Zuführung des Häckselgutes zu der Nachzerkleinerungsvorrichtung anschließend wiederum die Weiterförderung des Schrotgutes übernehmen, wird nunmehr eine überraschend einfache und leichte sowie gedrungene Bauweise bei geringstem getriebe- und antriebsmäßigem Aufwand erzielt.

Die Erfindung findet bevorzugt bei einem Scheibenradhäcksler Verwendung.

In den Unteransprüchen 2-7 sind vorteilhafte Ausgestaltungen aufgeführt.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und nachfolgend erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine schematische Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Scheibenradhäckslers;

Fig. 2 eine schematische Seitenansicht des Scheibenradhäckslers gemäß Fig. 1;

Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsart der Erfindung.

In der Zeichnung ist mit 1 ein Häckslergehäuse eines Scheibenradhäckslers und mit 2 ein mit Messern 3 und Schaufeln 4 bestücktes Messerrad bezeichnet. 5 ist eine im Schneidmundstück des Häckslergehäuses 1 angeordnete ortsfeste Gegenschneide und 6 ist ein Auswurfrohr. Die Einzugsvorrichtung des Häckslers und auch das z. B. aus einem Maisgebiß bestehende Aufnahmegerät sind nicht dargestellt. Das um eine Welle 7 umlaufende Messerrad 2 ist durch einen Riementrieb 8 angetrieben. Eine Rückhaltewand 1a - Fig. 2 - des Häckslergehäuses 1 ist neben den Gehäuseseitenwänden 1b mit dem tiefstgelegenen Abschnitt 1c des Häckslergehäuses 1 tangential in einer horizontalen Ebene auslaufend ausgeführt und mündet in einer Ausbuchtung 1d. In der Ausbuchtung 1d ist beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 eine von zwei Quetschwalzen 10 und 11 angeordnet, die, wie durch Pfeile angedeutet, gegenläufig umlaufen. 12 ist eine Nachstellvorrichtung, mit deren Hilfe die Rückhaltewand 1a gegen die Quetschwalze 11 bzw. den Einzugsspalt 13 zu den Quetschwalzen 10 und 11 verstellbar ist. Ebenso ist die Quetschwalze 11, die an Armen 14 gelagert ist und damit der Einzugsspalt 13 verstellbar. Wie ersichtlich, umfängt der der Ausbuchtung 1d folgende Abschnitt 1a&min; der Rückhaltewand 1a in dem Rückhaltewandabschnitt 1a&min;&min; den Spitzenkreis 4a der Schaufeln 4 eine Strecke bis zur Einmündung in das Auswurfrohr 6.

Die Ausführungsart nach Fig. 3 unterscheidet sich von der gemäß den Fig. 1 und 2 lediglich dadurch, daß in der Ausbuchtung 1d des Häckslergehäuses 1 lediglich eine Quetschwalze 20 angeordnet ist, die in Richtung des dort eingezeichneten Pfeiles umläuft und das Häckselgut in einen Einzugsspalt 21 zwischen den Schlagwerkzeugen der Quetschwalze 20 und einem diesen umfangenden Reibboden 22 einzieht.

Der Scheibenradhäcksler mit dem nachgeschalteten Quetschwerk funktioniert wie folgt:

Das an der Gegenschneide 5 durch die Messer 3 zerkleinerte Häckselgut wird bei 1c gegen die schnell umlaufende Quetschwalze 11 bzw. 20 geschleudert und von dieser in den Einzugsspalt 13 bzw. 21 gezogen, der jeweils so eingestellt ist, daß die Körner aufgequetscht werden. Durch die schnell umlaufenden Quetschwalze(n) 10 und 11 bzw. 20 wird dann das Schrot vertikal nach oben geschleudert und spätestens im Abschnitt 1a&min;&min; der Rückhaltewand 1a wieder von den Schaufeln 4 erfaßt und von diesen in das Auswurfrohr 6 geschleudert.

Sollten die Quetschwalzen 10 und 11 bzw. das Quetschwerk 20/22 das jeweils von den Schaufeln 4 herangeführte Häckselgut nicht annehmen, so wird dieses von den Schaufeln 4 wieder mitgenommen, so daß Verstopfungen nicht eintreten können.


Anspruch[de]
  1. 1. Häcksler, insbesondere Scheibenradhäcksler, dessen mit Schaufeln versehenes Messerrad mit einer ortsfesten Gegenschneide zusammenwirkt und in einem Häckslergehäuse mit einem Umfangsspalt zwischen Schaufelspitzenkreis und Rückhaltewand umläuft, und der ein Auswurfrohr sowie eine der Gegenschneide nachgeordnete Nachzerkleinerungsvorrichtung mit wenigstens einer Quetschwalze aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Häckslergehäuse (1) etwa an seinem tiefstgelegenen Abschnitt (1c) eine Auslaßöffnung zu einer Ausbuchtung (1d) der Rückhaltewand (1a) aufweist, in der die Nachzerkleinerungsvorrichtung (10/11 bzw. 20/22) angeordnet ist und die Rückhaltewand (1a) mit ihrem, der Ausbuchtung (1d) folgenden Abschnitt (1a&min;) zur Weiterförderung des aus der Nachzerkleinerungsvorrichtung (10/11 bzw. 20/22) austretenden Schrotgutes auf den Rückhaltewandabschnitt (1a&min;&min;) mit dem Ausgangsumfangsspalt und das Auswurfrohr (6) übergeht.
  2. 2. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhaltewandabschnitte (1a&min; und 1a&min;&min;) zwischen der Ausbuchtung (1d) und dem Auswurfrohr (6) nahezu geradlinig, das Messerrad (2) bzw. dessen Schaufelspitzenkreis (4a) tangierend oder in einem Teilabschnitt umschlingend verläuft.
  3. 3. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhaltewand (1a) die Walze (11 und 20) unten bis zu einem Einzugsspalt (13 und 21) in einem Bogen umfaßt und ggf. mit einer weiteren Ausbuchtung (1d) eine zweite Walze (10).
  4. 4. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Walze (11) in ihrem Abstand zu der zweiten Walze (10) verstellbar ist.
  5. 5. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhaltewand (1a) der ersten Gehäuseausbuchtung durch ein vorgelagertes Scharnier und eine Verstellvorrichtung (12) mehr oder weniger nahe zu dem Einzugsspalt (13) der Quetschwalzen (11 und 10) verstellbar ist.
  6. 6. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gegenläufig angetriebene Walzen (10 und 11) vorgesehen sind.
  7. 7. Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Quetschwalze (11) in ihrem Einzugsspalt (13) in Richtung auf das Auswurfrohr (6) angetrieben ist und die Quetschwalze (12) nicht angetrieben ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com