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Dokumentenidentifikation DE3843124A1 28.06.1990
Titel Vorrichtung zur Überwachung von Räumlichkeiten
Anmelder Boll, Dieter, 7706 Eigeltingen, DE
Erfinder Boll, Dieter, 7706 Eigeltingen, DE
Vertreter Weiß, P., Dipl.-Forstwirt Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 7700 Singen
DE-Anmeldedatum 22.12.1988
DE-Aktenzeichen 3843124
Offenlegungstag 28.06.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.06.1990
IPC-Hauptklasse G08B 13/16
Zusammenfassung Bei einer Vorrichtung zur Überwachung von Räumlichkeiten, insbesondere gegen Einbruch, Diebstahl o. dgl., ist eine Einrichtung zur Weiterleitung von Geräuschen an einer Haustür o. dgl., wie beispielsweise Klingel- oder Klopfzeichen, vorgesehen. Nahe an der Haustür wird ein Mikrophon o. dgl. geräuschempfindliches Element angeordnet, mit einem Sender verbunden, welcher auf die gleiche Frequenz eingestellt ist, wie ein in einer Nachbarwohnung vorgesehener Empfänger.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Überwachung von Räumlichkeiten, insbesondere gegen Einbruch, Diebstahl od. dgl., mit einer Einrichtung zur Weiterleitung von Geräuschen an einer Haustür od. dgl., wie beispielsweise Klingel- oder Klopfzeichen.

Bekanntermaßen findet ein Großteil von Diebstählen aus Wohnungen bzw. Häusern immer nach einem gleichen Muster statt: Der oder die Täter nähern sich der entsprechenden Haustür und klingeln oder klopfen. Ist ein Wohnungsbesitzer oder entsprechender Wohnungsbenutzer zu Hause, so wird die Tür geöffnet. Der oder die Täter fragen dann scheinheilig nach einer bestimmten Person, die selbstverständlich diese Wohnung nicht benutzt, bitten höflich um Entschuldigung und entfernen sich.

Wird die Tür jedoch auch auf mehrmaliges Klingeln oder Klopfen hin nicht geöffnet, so ist dies ein Indiz für die Täter, daß sich zur Zeit niemand in der Wohnung aufhält. Daraufhin kann die Wohnung aufgebrochen und ausgeraubt werden.

Der Erfinder hat sich zum Ziel gesetzt, dieser Diebstahlmethode einen Riegel vorzuschieben.

Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß nahe der Haustür ein Mikrophon od. dgl. geräuschempfindliches Element angeordnet und mit einem Sender verbunden ist, welcher auf die gleiche Frequenz eingestellt ist, wie ein in einer Nachbarwohnung vorgesehener Empfänger.

Sind Sender und Empfänger aktiviert, so nimmt der Empfänger Klingelgeräusche bzw. Klopfgeräusche auf, so daß der Nachbar diese erkennen kann. Für den Nachbarn ist es nun möglich, selbst nachzusehen, ob erwünschte oder unerwünschte Besucher sich an der Nachbarwohnung zu schaffen machen. Ferner kann er aber auch weiteren Geräuschen über den Empfänger lauschen, so daß er ggfs. Einbruchsgeräusche wahrnehmen kann. Nun kann er von einem sicheren Ort, nämlich seiner eigenen Wohnung, aus die Polizei alarmieren.

In einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß Sender und/oder Empfänger mit dem elektrischen Netz verbunden sind. Hierbei wird ein häufiges Auswechseln von beispielsweise Batterien vermieden. Ferner bedarf es nicht einer ständigen Kontrolle der Sende- und Empfangsbereitschaft der entsprechenden Gerätschaft.

Selbstverständlich liegt im Rahmen der Erfindung aber auch, daß Sender und/oder Empfänger netzunabhängig sind.

In den meisten Fällen wird es sich bei Anwendung der erfindungsgemäßen Diebstahlsicherungsvorrichtung als günstig erweisen, daß der Wohnungsbesitzer, wenn er die Wohnung verläßt, seinen Nachbarn über das Verlassen informiert, so daß dieser den Empfänger einschalten kann. In anderen Ausführungsbeispielen kann jedoch vorgesehen sein, daß der Empfänger durch ein Signal des Senders einschaltbar ist. Dies hat sich vor allem dann als ratsam erwiesen, falls der Nachbar beim Verlassen der Wohnung noch nicht anwesend ist, es jedoch zu vermuten ist, daß er in Kürze zurückkehren wird.

Damit beim Verlassen der Wohnung das Einschalten des Senders nicht vergessen wird, hat es sich als ratsam erwiesen, den Sender mit dem Schloß der Haustür zu koppeln. Das Koppeln geschieht dabei bevorzugt mit dem Riegel, damit der Sender nicht auch bei einem kurzen Verlassen der Wohnung und Zuschnappen der Falle eingeschaltet wird. Selbstverständlich ist die Kopplung so ausgestaltet, daß der Sender nur dann aktiviert wird, wenn er nicht bereits vorher bewußt von dem Wohnungsinhaber ein- oder ausgeschaltet wurde.

Gerade im letztgenannten Fall sollte natürlich dann auch der Sender ein Signal abgeben, durch welches der Empfänger aktiviert wird.

Im Rahmen der Erfindung liegt auch die Verwendung eines Senders und Empfängers zur Diebstahlsicherung, wobei der Sender nahe einer zu überwachenden Haustür angeordnet wird, während der Empfänger in einer Nachbarwohnung steht. Es versteht sich von selbst, daß Sender und Empfänger so ausgestaltet sein können, daß der Empfänger beispielsweise dann auf Senden umgeschaltet wird, wenn der Nachbar seine Wohnung verläßt, wobei dann wiederum der Sender in der anderen Wohnung in einen Empfänger umschaltbar ist. Auf diese Weise findet eine gegenseitige Überwachung von zwei Wohnungen statt.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Überwachung von Räumlichkeiten, insbesondere gegen Einbruch, Diebstahl od. dgl., mit einer Einrichtung zur Weiterleitung von Geräuschen an einer Haustür od. dgl., wie beispielsweise Klingel- oder Klopfzeichen, dadurch gekennzeichnet, daß nahe der Haustür ein Mikrophon od. dgl. geräuschempfindliches Element angeordnet und mit einem Sender verbunden ist, welcher auf die gleiche Frequenz eingestellt ist wie ein in einer Nachbarwohnung vorgesehener Empfänger.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender und/oder Empfänger mit dem elektrischen Netz verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Sender und/oder Empfänger netzunabhängig ist/sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfänger durch ein Signal des Senders einschaltbar bzw. aktivierbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender mit einem Schloß der Haustür gekoppelt ist, welches den Sender beim Schließen aktiviert.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aktivieren des Senders durch das Schloß auch der Empfänger durch ein Signal aktivierbar ist.
  7. 7. Verwendung eines Senders und Empfängers zur Überwachung von Räumlichkeiten, insbesondere gegen Einbruch, Diebstahl od. dgl., mit einer Einrichtung zur Weiterleitung von Geräuschen, wobei der Sender nahe einer zu überwachenden Haustür angeordnet wird, während der Empfänger in einer Nachbarwohnung steht.






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